Spryker

logo_SprykerDer ein oder andere Leser von Kassenzone.de wird es bereits mitbekommen haben: Zusammen mit meinem Partner und Mitgründer von eTribes, Nils Seebach, und Project A Ventures starte ich in die Welt der Commerce-Software – mit einem Produkt unter dem Namen Spryker. Wie kam es dazu? Mit Nils habe ich neben unseren Gründungen in den letzten Jahren Beratung und Interimsmanagement in dutzenden E-Commerce-Projekten übernommen, in Konzernen, einigen mittelgroßen und hin und wieder auch kleinen Unternehmen.Manchmal haben wir einen operativ geprägten Blick von außen in das Unternehmen geworfen und gewarnt, dass E-Commerce-Geschäftsmodelle schwer, anstrengend und gemein sind. Bei einigen Unternehmen jedoch war ich länger in Interimspositionen eingesetzt und musste mich persönlich durch das Spannungsfeld von Business-Anforderungen, Agentur-Kompetenzen und IT-Hürden kämpfen. Die großen Kunden waren meistens schon froh, wenn die Technik störungsfrei lief, während unsere Erfahrung bei gebeutelten Online-Händlern immer deutlicher zeigt: Ein schöner Shop und ordentlich konfigurierte Backendsysteme reichen in einem  Wettbewerb, der über neue (innovative) Funktionen, datengetriebenes Marketing und vor allem Geschwindigkeit entschieden wird, nicht mehr aus. Agilität ist bereits heute wichtiger als Umsatzgröße. Weiterlesen

Möbelmarkt, Intermediäre und Moebel.de

moebel.de StartseiteVor ein paar Wochen habe ich noch über die Ergebnisse der digitalen Aktivitäten von ProSiebenSat1 geschrieben, und schon in dieser Woche war moebel.de Gründer und Vorstand Arne Stock mit auf unserer kleinen & exklusiven K5 Cruise, um mir ein paar Fragen Geschäftsmodell zu beantworten. Moebel.de ist als klassischer Intermediär gestartet und versucht nun u.a. über die Medienkooperation mit P7S1 seine Marke stärker in den Vordergrund zu stellen. Das ist auch notwendig, wenn man verfolgt unter welchem Druck sich alle Geschäftsmodelle befinden die von Googles Traffic abhängig sind. Sehr lesenswert dazu ist noch immer der „Google Monopoly“ Beitrag von Philipp Klöckner. Die große Chance für moebel.de liegt aus meiner Sicht, neben dem Aufbau einer Marke, Weiterlesen

Hersteller und Amazon

Evil AmazonEine für mich sehr wichtige Erkenntnis in 2014 ist, dass in der Amazon Economy sogar die meisten Hersteller in eine schwierige Situation gelangen können. Das ist alles andere als intuitiv verständlich. Im Kassenzone Duktus wird es schwer für alle Zwischenhändler und ohnehin schwierig für alle Onlinehändler, die mit Amazon konkurrieren, aber bei einem Hersteller mit wahrnehmbarer Marke und halbwegs innovativen Produkten würde man eine starke Position vermuten. Wer auch sonst sollte in einer zunehmend wettbewerbsintensiveren Handelswelt gewinnen? Und einen Gewinner muss es doch geben, oder?

Der Groschen gefallen ist bei mir in einem der DCDnet Treffen, dass ich in Frankfurt moderiert habe. Diese Treffen haben wir recht spontan bei  unserem ersten Digital Commerce Day im April ins Leben gerufen und mit diversen Schwerpunktthemen befüttert, mit dem Ziel 5-10 gleichgesinnte Händler/Hersteller an einen Tisch zu bringen und ihre Erfahrungen teilen zu lassen. Ich habe 3x zum Thema „Amazon Strategie“ eingeladen und bin auf ungeahnte Resonanz gestoßen. Anfangs ging es eher darum aus Herstellersicht zu beleuchten, wie & ob man selektive Vertriebsstrategien verfolgen kann, um den Wettbewerb in der Amazon Buy Box etwas sinnvoller zu gestalten. Das war allerdings in den Gesprächen nur ein Randthema, weil recht schnell klar war, dass Amazon an sich für die Hersteller zum Problempartner wird. Warum? Weiterlesen

Handelsunternehmen gesucht – Firmengruppe Richard Borek/MDM

BorekWas würdet ihr machen, wenn ihr a) sehr viele Erfahrungen und Assets im Handel habt und b) über ausreichen Kapital für neue Investitionen verfügen könnt?

Die Investition in Handelsmodelle, die zum eigenen Geschäft passen, dürfte da eine naheliegende Option sein. In dem extrem agilen Markt den wir heute im Handel sehen ist zudem die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass es profitable kleine Handelsunternehmen gibt, die für weiteres Wachstum entweder Kapital brauchen oder Zugang zu anderen Assets. Oft sind diese Handelsunternehmen aber erst ein paar Jahre alt, haben wenig Erfahrung im Corporate Finance Bereich und eine gesunde Abneigung gegenüber Mittelsmännern, die Kapitalsuchende und Kapitalgebende zusammenbringen. Aus diesem Grund möchte ich heute einen „Call für Handelsunternehmen“ im Namen der Firmengruppe Richard Borek/ MDM machen, die aktuell auf der Suche nach spannenden Partnern ist und hofft über Kassenzone.de den ein oder anderen davon zu erreichen. Den Brief- und Münzsammlern hier ist die Firma sicherlich ein Begriff. In Kürze lässt sich die Firmenhistorie wie folgt zusammenfassen: Weiterlesen

Hersteller, Händler und ihre Geschichten – moderiert von Kassenzone (April 2015 in Hamburg)

DCD-LogoIm letzten Jahr hatten wir recht spontan beschlossen den Digital Commerce Day in Hamburg zu veranstalten. Eine Konferenz von Händlern und Herstellern für Händler und Hersteller. Zusammen mit Prof. Holger Schneider von der FH Wedel haben wir der großen K5 Konferenz von Jochen Krisch nachgeeifert und gesagt, dass wir ein Format in Hamburg brauchen, das sich auf den Austausch von Erfahrungen unter Gleichen konzentriert. In diesem Jahr ist uns das schon sehr ordentlich gelungen. Das Feedback auf unsere erste Ausgabe im April war hervorragend und statt der geplanten 100 Teilnehmer waren ca. 200 Teilnehmer vor Ort. Eine Fortsetzung für 2015 ist also sicher und mit der E-Commerce Agentur netshops haben wir auch einen motivierten Veranstalter gefunden, der sich um die Details kümmert. Ich kann mich also ganz auf die Referenten konzentrieren und ihnen im Stile der Kassenzone Interviews spannende Handels- und Strategiefragen stellen. Wer also schon immer mal live bei einem Kassenzone Interview dabei sein sollte, kann das am 30.04.2015 gefühlt den ganzen Tag sein. Weiterlesen

Warum Konzerninkubatoren oft scheitern #CS183B

altman-1In Stanford wird gerade ein vielbeachteter Kurs zum Thema „How to Start a Startup“ angeboten. Sam Altmann, der Geschäftsführer des wohl weltweit führenden Firmeninkubators YCombinator hat die 1. Liga der Silicon Valley Firmengründer davon überzeugt im Rahmen seiner Vorlesungsreihe ihre Gründungserfahrungen zu teilen. Alle Vorlesungen sind frei auf Youtube verfügbar und in der Gründerszene werden wöchentlich die neusten Erkenntnisse dazu gesammelt. Wer am Wochenende noch nichts vorhat, kann sich die ersten acht 45min Vorlesungen anschauen. Ich habe die Qualität vollkommen unterschätzt. Statt belanglosem Startup blabla werden in der Tat die wichtigsten Startuplearnings von YCombinator offengelegt und auch diskutiert. Bei 700 gestarteten Firmen ist die Datenbasis für so einen Kurs natürlich ideal. Ich will hier auch gar nicht die einzelnen Kurse zusammenfassen, sondern nur auf einen spannenden Zusammenhang hinweisen, den Sam Altman in seiner ersten Vorlesung aufgezeigt hat und der meinen Artikel zur Pro7Sat1 Inkubationstätigkeit sehr gut ergänzt.   Weiterlesen

Conversion Killer Ladezeit: jeder zweite Mobile Shop deutlich zu langsam

Mobile Loadtime

80% der Top100 Onlinehändler in Deutschland haben einen Mobile Shop im Einsatz. Doch wie gut sind die Mobile Auftritte der Händler umgesetzt?

Neben einer guten User Experience, der Umsetzung von Mobile spezifischen Konzepten, lohnt immer ein Blick auf die Ladezeiten der Shops. Sie stellen einen objektiven und guten Indikator für die Umsetzung eines Mobile Shops dar.

Der direkte Einfluss der Ladezeiten auf die Conversion Rate

Die Ladezeiten von Websites und Webshops sind so relevant, da sie unmittelbaren Einfluss auf die Conversion Rate haben. D.h. jede Verbesserung der Ladezeit schlägt sich in einer besseren Conversion Rate nieder (mit abnehmenden Grenznutzen). Nicht ohne Grund bezieht auch Google im Ranking der Suchergebnisse die Seiten-Ladezeiten mit ein. Die Relevanz von Ladezeiten ist für Smartphones bzw. Mobile Websites sogar noch höher zu bewerten, da hier aufgrund verstärkter Bandbreitenbeschränkungen und speziellerer Nutzungsarten (u.a. unterwegs surfen) auch entsprechend höhere Anforderungen an die Ladezeiten gestellt werden. Weiterlesen

Versicherungen & Internet: Quo Vadis Allianz, Axa, HUK & HDI

old abacusSeit jeher interessiere ich mich für alle Branchen und Geschäftsmodelle, deren Entwicklung in Zukunft stark durch das Internet beeinflusst wird. Mein letzter „aufklärender“ Beitrag ist schon etwas älter und sollte ein wenig Licht ins Dunkel der Optikerbranche bringen. Tenor: Fielmann gewinnt das Spiel wohl langfristig. Ich hatte in den letzten Monaten einige interessante Kontakte in die Versicherungsbranche, die seit Jahren verschiedene Versuche unternommen hat, den internet-ökonomischen Effekten aus dem Geschäft zu entgehen oder diese in bestimmten Fällen zu forcieren. Ein oberflächlicher Blick auf diese Branche würde aus
E-Commerce-Sicht zu einer Aussage á la „In Zukunft werden alle Versicherungen online & direkt verkauft“ führen. Das klingt auch erst einmal ganz einleuchtend, da durch Direktvertrieb im Internet die Wertschöpfungskette deutlich effizienter gestaltet werden kann und damit auch die Konsumententarife attraktiver würden. Es gibt allerdings gute Gründe, warum das heute noch nicht der Fall ist und warum das auch in Zukunft nicht der Fall sein wird.

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Wenn nichts mehr geht, dann halt TV Werbung, oder? Learnings von ProSiebenSat.1

TV BildIn Zeiten wie diesen vermisse ich gut gemachte Wirtschaftspresse. Gerade passieren so viele spannende und schwer zu durchschauende Dinge im E-Commerce, da würden ein paar mehr fundierte Meinungen im Markt allen Interessierten wirklich helfen. Die Berichterstattung zum Zalando und Rocket IPO war schon schwach und so ist es nur nachvollziehbar, dass noch nicht mal mehr jemand von den kleineren Events berichten will oder kann. Eines dieser Events waren die Capital Market Days von ProSiebenSat1 (P7S1), in der man immerhin von einem sehr umtriebigen Medienunternehmen lernen kann was im TV Bereich funktioniert und was nicht. Der Betrieb eines eigenen Inkubators á la Rocket funktioniert schon mal nicht, wie Jochen sorgfältig festgestellt hat. Das finde ich aber ehrlich gesagt nicht tragisch. Lieber schnell schließen, als eine Menge Flops lange durchfüttern zu müssen. Dann lieber die Werbekohle in funktionierende Modelle stecken, wie sie ab Chart 132 in der Investorenpräsentation dokumentiert werden. Soweit ganz gut, aber hier reist für mich die Argumentationskette leider ab. Warum? Weiterlesen

Die Top100 Onlinehändler: 20% noch immer ohne Mobile Shop

Mobile ShoppingRückblick: Das deutsche M-Commerce Desaster (2010)

Bei unserer letzten umfassenden Betrachtung der Mobile Shop-Landschaft in Deutschland vor 4,5 Jahren zeigte sich, dass nur 20% der größten Onlineshops in Deutschland überhaupt einen für Mobiltelefone angepassten Shop besaßen. Smartphone-optimierte Seiten und Apps waren 2010 gar noch seltener zu finden.

Auch 2013 war deutlich zu erkennen, dass es nach wie vor großen Nachholbedarf bei Mobile-Shops gibt, da noch immer nur ca. ein Drittel aller Onlineshops für Smartphones optimiert waren.

Wie sieht es inzwischen in der deutschen E-Commerce Landschaft aus? Haben die meisten Händler endlich die Notwendigkeit erkannt ihre Shops auch für Smartphones bereitzustellen? Um dies zu bewerten haben wir uns die Top100 Onlineshops in Deutschland angeschaut und deren Mobile-Aktivitäten bewertet. Weiterlesen