Salat per Lieferdienst | Interview mit stadtsalat.de Gründer Marcus Berg

In meiner Umfrage zu gewünschten Interviewthemen- und partnern gab es diverse Nennungen zum Online Lebensmittelhandel. Zu diesem Thema wird es in diesem Jahr ca. fünf Podcasts geben und den Anfang macht Marcus Berg von stadtsalat.de, die mit eigenen Foodtrucks und sehr cleveren Lieferlösungen in Hamburg zu einer respektablen Größe im Mittagsbusiness herangewachsen sind. Im Gespräch mit Markus geht es darum, ob die Nische Salat als Basis für so ein Modell überhaupt groß genug ist, woher die Kunden kommen, welche Wachstumsschritte nun anstehen und natürlich warum der Salat von stadtsalat.de am allerbesten schmeckt. Viel Spass beim Gespräch! Weiterlesen

Knut im Stau: Amazon vs. Mercedes vs. Volkswagen usw.

Knut-Stau CoverDie bekannten KNUT Studien werden in 2017 mit neuer Energie fortgesetzt, und „Knut im Stau“ macht den Anfang. In der letzten Knut Ausgabe ging es vor allem um diverse Amazon Strategien und Konzepte. In der aktuellen Ausgabe dreht sich alles um den Bereich Automotive und die Frage was die Automobilindustrie von Amazon & Co. zu befürchten hat. Ich höre und lese auch in dieser Branche die üblichen Märchen in denen das bisher geleistete als ultimativer Maßstab beschrieben wird, an dem sich Amazon & vor allem Tesla ja wohl zu messen hätten. Viel falscher kann man die eigene Lage gar nicht einschätzen. Auf der einen Seite bauen Hardware Ingenieure sicherlich gute Produkte. Auf der anderen Seite konzentrieren sich Software Ingenieure darauf um moderne Sensoren herum eine „automobile Dienstleistung“ zu entwickeln, die es so nur in einer Plattformökonomie geben kann. Genau darüber klärt die Knut Studie auf. Die klassische Herangehensweise ist einfach falsch. Weiterlesen

Das Einmaleins der Plattformökonomie

1x1Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich mich schon einmal an dem Thema GAFA Ökonomie versucht. Bewusst oder unbewusst haben sich die Gedanken dazu allerdings weiterentwickelt und in kaum einem Gespräch komme ich ohne den Hinweis auf die veränderten Regeln dieser neuen Ökonomie aus, die ich nun bewusst Plattformökonomie nenne, weil Google, Amazon, Facebook und Apple nur die bekanntesten Beispiele dieser „Wirtschaft“ sind. Aufgrund meines Artikels zur Butlers Insolvenz („Butlers: Was können Depot, Christ, P&C und Co. daraus lernen?“), durfte ich im WDR5 Podcast ein paar Minuten die grundlegenden Fragen zu dem Thema beantworten. Im neuen Kassenzone.de Whatsapp Kanal wurden auch über 20 Fragen zu dem Thema gestellt und vielleicht schafft es dieser Beitrag ein paar Denkpfeiler zu etablieren, die dabei helfen den Markt besser zu verstehen. Weiterlesen

Was können Banken vom Omnichannel lernen?

Frau mit GeldsackScheinbar machen Banken die gleichen Erfahrungen wie die omnichannel geplagten Händler. In dieser Podcast Ausgabe drehen wir den Spieß um. Bankenexperte und IT-Finanzmagazin Autor Rudolf Linsenbarth ist treuer Leser von Kassenzone.de und hat mich zum Thema Banken und Paymentdienste befragt. Gilt das Omnichannel Dilemma des Handels auch für Banken? Können Retailbanken mit ein paar Onlineinitiativen die Kurve kriegen? Darum geht es im aktuellen Interview. Wir brauchen die ersten 10 Minuten, um warm zu werden, aber danach entwickelt sich aus meiner Sicht ein sehr spannendes Gespräch. Ich muss zugeben, dass mir viele Initiativen der Banken ein Rätsel sind und mehr nach strategischen Notlösungen aussehen, aber ich bin in dieser Folge auch nicht der Experte. So richtig aus Kundensicht sind aber sehr wenige Ansätze gedacht, die ich bisher gesehen habe. Sei es drum, vielleicht gibt es ja bald wieder Zinsen auf das angelegt Geld. Weiterlesen

Brandeins Lesetipps 2016

Ich kann mich noch sehr genau an den Moment erinnern, als ich dachte „Wow, diese Zeitschrift brauche ich.“ Das war vor über 10 Jahren im Wohnzimmer eines Freundes. Ich las eine Ausgabe der brandeins und fand jeden Artikel spannend und relevant. Der Wow-Effekt kam aber erst, als ich gemerkt hatte, dass die entsprechende Ausgabe bereits zwei Jahre alt war. Zeitlose Portraits über Unternehmen und Unternehmer – das kannte ich so nicht und bis heute ist dieses Format für mich als Inspirationsquelle nicht ersetzbar. Ein Teil der Faszination kommt daher, dass die brandeins in den einzelnen Artikeln nicht selbst wertet und es dem Leser überlässt eine eigene Meinung zu bilden. Mein Karrierehighlight als Autor gab es 2016 mit einem Interview in der brandeins („leidergeschlossen.de„) zur Frage warum es online so schwer ist für viele Händler und Hersteller. Im brandeins Archiv lassen sich einige Wochen nach Veröffentlichung der Printausgabe die Artikel auch online lesen und ich habe mir die Mühe gemacht die für mich spannensten 2016er Artikel mit E-Commerce Hintergrund hier aufzulisten. Viel Spass bei der Sonntagslektüre. Weiterlesen

Butlers: Was können Depot, Christ, P&C und Co. daraus lernen?

Vintage tea kettleEs ist schon einige Jahre her, dass Butlers auf kassenzone.de erwähnt wurde. Vor mittlerweile vier Jahren hatte ich im Beitrag „Das letzte Zucken“  beschrieben, warum der klassische stationäre Handel in der digitalen Welt aus meiner Sicht chancenlos ist. Butlers war in diesem Artikel sogar noch ein Positivbeispiel, weil das Unternehmen selbst als Hersteller aufgetreten ist bzw. bei den angebotenen Produkten nicht in einem transparenten Preiswettbewerb war. „Bei vertikal integrierten Händlern wie z. B. Butlers scheint sich aber durchaus ein sinnvolles stationäres Szenario zu etablieren, das auch in Zeiten des Online-Handels überleben kann.“ Die diversen Butlers Multichannelkonzepte (Videoshopping usw.) habe ich in den letzten Jahren bewusst ignoriert, weil mich das ehrlich gesagt nicht angesprochen hatte und ich selbst nicht nachvollziehen konnte wie dadurch die Handelsprobleme gelöst werden sollten. Weiterlesen

Lohnt sich das Programm der OMR (02. & 03. März in Hamburg)?

OMRIn meinem Interview mit dem OMR Macher Philipp Westermeyer („Fachverlag 2.0„) haben wir bereits über das Konzept einer modernen Messe & Konferenz für digitale Fragestellungen gesprochen. Klassische Messeformate wie die CEBIT funktionieren für diese Fragestellungen offensichtlich nicht mehr, weshalb es für mich spannend ist, ob ein Festival Format wie die OMR für alle Beteiligten besser funktioniert. Im Mittelpunkt steht die OMR Konferenz mit Keynote Speakern vom Schlage eines Gary Vaynerchuk und Casey Neistat. Beim dem Lineup mache ich mir wenig Sorgen um inspirierende Inhalte. Viel spannender für mich ist aber die EXPO (aka Messe) selbst, die für 25€ an zwei Tagen ein eigenständiges Programm anbietet, das sich hinter den Programmen der gängigen Deutschen E-Commerce Veranstaltungen nicht verstecken muss. Im Gegenteil, das Programm der Expo Bühne spiegelt im Wesentlichen alle spannenden Beiträge zu E-Commerce, Influencermarketing & neuen Onlinemodellen wider die auf onlinemarketingrockstars.de, gründerszene uvm. aufgeschrieben wurden. Weiterlesen

Gewinner & Verlierer 2017

Erstaunte KatzeAn Scott Galloway scheiden sich oft die Geister, aber er ist sich nie zu schade seine Thesen zur Marktentwicklung zu veröffentlichen. Im letzten Jahr hat ihm das im Rahmen seines DLD Vortrages zurecht etwas Schelte eingebracht (siehe Meedia.de), aber zwischen den Zeilen stecken oft spannende Hinweise. In diesem Jahr durfte er wieder beim DLD auftreten und hat sich dort mit seinem Standardvortrag „Winners a Loosers“ den gängigen Plattformen gewidmet und erklärt, warum Amazon aus seiner Sicht noch viel stärker wird in 2017. Ganz nebenbei erklärt er auch, warum Snapchat verlieren wird und wework mit Phantasiepreisen bewertet ist (400.000$ pro Nutzer).  Weiterlesen

Preloved Fashion Champion Vite EnVogue im Interview

Lange Zeit hat niemand an den Markt für gebrauchte (Luxus-) Mode geglaubt, aber mittlerweile gibt es einige große Anbieter in den Markt. Der mit Abstand größte Anbieter ist Vite EnVougue. 15 Millionen Euro Bruttoumsatz 2016, 100+ Mitarbeiter und ein profitables Geschäftsmodell sind das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Mit der Geschäftsführerin Karolin Junkers spreche ich über die Details des Modells und auch darüber warum es in den nächsten Jahren noch viel größer werden dürfte. (Disclosure: Karolin ist auch Partnerin beim Beratungsnetzwerk eTribes.) Vite EnVogue ist für mich deshalb so spannend, weil das Modell sehr starke und nachhaltige Lock In Effekte aufbaut, die zu niedrigen CPOs und klasse Retention Quoten führen. Auch wenn es auf den ersten Blick aussieht wie ein „normales“ Handelsmodell, so führt Vite EnVogue zu jedem Zeitpunkt ein einzigartiges Angebot auf der Plattform, das mit zeitlicher bzw. mengenmäßiger Verknappung starke Kaufanreize setzt. Und alle Seiten gewinnen dabei: Verkäufer, Käufer und Plattform. Das ist ein zurzeit eher seltener Zustand in der Plattformökonomie und deshalb so lobenswert. Weiterlesen

Das ist doch alles irgendwie Legacy

StonehengeIn meinem Artikel „Handel 2025: Welcher Handel?“ habe ich darüber sinniert, warum es bald keine auf Handel basierenden Geschäftsmodelle mehr geben könnte. Über die Frage der zukünftig benötigten konkreten Fähigkeiten und Services im Vergleich zu den nicht so konkreten „Soft Skills“ kann man trefflich diskutieren. Ich selbst würde der konkreten Fähigkeit „Handelskompetenz“ demnach keinen hohen Wert mehr beimessen und vor allem versuchen die Soft Skills eines Unternehmens zu optimieren. Konkrete Fähigkeiten führen immer zu Legacy (dazu gleich mehr), indes könnte der Soft Skill „Veränderungsfähigkeit“ entscheidend sein, um sich schnellstmöglich auf neue Marktanforderungen einstellen zu können. Ich habe gelernt, dass die meisten Unternehmen sich ihr Leben sehr schwer dabei machen „veränderungsfähig“ zu werden. Warum? Weiterlesen