Über Alexander Graf

Alexander Graf, 35, E-Commerce Unternehmer & Autor, Gelernt und erste M&A-Tätigkeit bei der Otto Group, danach über 10 Unternehmen gegründet, heute u.a. Gründer Geschäftsführer des führenden Shop Technologieanbieters Spryker Systems. Im Juni 2015 hat er das E-Commerce Buch veröffentlicht, das seitdem die E-Commerce Rankings anführt. Weitere Infos hier, oder direkt kontaktieren unter: alexander.graf@etribes.de || Tel: +49 (40) 3289 29690

Die Schweiz und das Internet – Teil 2

Schweiz und InternetEnde 2015 habe ich einen Beitrag zum Status Quo des E-Commerce in der Schweiz verfasst. Der Markt in der Schweiz hat aufgrund einiger Sonderstellungen (Zölle, Währung…) eine in Teilen eine andere Entwicklung gezeigt als es in Deutschland der Fall war. Im Artikel ging es um die Frage wohin die Reise für die Schweizer Hersteller und Händler führt. In Summe bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die meisten Sonderstellungen kurz- bis mittelfristig abgeschafft werden und dann die volle globale Wucht auf dem Schweizer Markt lastet. Aufgrund der Versäumnisse der letzten Jahre (Abbau Handelshemnisse, fehlende technische Investitionen….) wird es umso schwerer für die Schweizer Marktteilnehmer. Weiterlesen

Amazon SEO | Das Geld liegt noch immer auf der Straße

smart-goat-smallIm Februar 2015 habe ich hier zum ersten Mal über das Thema Amazon SEO berichtet. Ein faszinierendes Thema, weil es sehr stark an die Sturm und Drang Zeit von Google erinnert. Eines der treibenden Unternehmen in diesem Bereich „damals“ war Anker, das seine Marke 100% über Amazon aufgebaut hat und mittlerweile die 500 Mio. Euro Umsatz Marke geknackt hat, wie Jochen Fuchs in einem lesenswerten Portrait bei t3n berichtet. Es gibt allerdings auch Marken die an dem Thema verzweifeln wie das aktuelle Interview des Birkenstock CEOs zeigt (via etailment Newsletter). Seine Strategie, sich komplett von Amazon fernzuhalten, stimmt leider nicht mehr mit der Lebensrealität der meisten Kunden überein. Weiterlesen

PETS DELI – Warum Hundefutter 15 Jahre nach Pets.com auch für die großen Investoren interessant ist

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Ich muss zugeben, dass ich sehr skeptisch war als ich zum ersten Mal von der PETS DELI Idee gehört habe. Gesundes Hunde- und Katzenfutter online im Abo. Das war aus meiner Sicht bereite eine kritische Buzzwort Dichte, um das zu ernst zu nehmen. Die Investitionsrunde von Rocket & Index mit ca. 10m Euro hat an dieser Sicht aber erste Zweifel aufkommen lassen und der Einsatz von Spryker als Basisplattform für das weitere Wachstum hat mein Interesse für das Modell stark steigen lassen. Pets Deli agiert sehr erfolgreich und nun hatte ich endlich die Gelegenheit mit dem Gründer David Spanier über die Hintergründe des Modells zu reden. PETS DELI ist keine klassische Berliner Gründung vom Reißbrett, sondern das Ergebnis eines nicht gestillten Produktbedürfnisses des Gründers. Weiterlesen

Der Amazon Dash Button ist nur ein Zwischenschritt

ButtonIn den letzten Monaten wird die Diskussion um die Gatekeeper (aka GAFA) immer lauter. Was machen die? Wo führt das hin? Wird bald überall bei uns im Haushalt ein „Dash“ Buttons kleben? Ist das dieses Internet of Things (IoT) von dem immer alle reden? Sollten wir auch solche Buttons entwickeln? Wie verdammt noch mal kann man überhaupt Gatekeeper werden?

Diese Diskussion wird oft abstrakt geführt, auf der Suche nach passenden Strategien. Wir erleben es in den Spryker Projekten aber auch zunehmend, dass diese Diskussion sehr schnell praktische Auswirkungen hat. Die Diskussion führt dann weg vom Frontend, hin zu Prozessen und Workflows. Klar, jeder will hübsche Frontends für seinen Shop haben, aber darauf liegt bei modernen E-Commerce Projekte nicht mehr Hauptaugenmerk. Warum? Das hat etwas mit den Fragen im vorherigen Absatz zu tun. Was ist ein Gatekeeper eigentlich? Weiterlesen

Strategien in der Plattformökonomie

Kegel vorbeiIm letzten Interview mit Florian Heinemann hatte ich bereits ein Update zum Heinemann Kegel angekündigt. Der Heinemann Kegel ist ein Konzept das besagt, dass man in allen E-Commerce Teildisziplinen (Kundengewinnung, Plattform, CRM…) immer zur Top 5% Gruppe gehören muss, um überhaupt erfolgreich im E-Commerce sein zu können – so gut wie der Florian Heinemann, daher stammt der Name. Ok, das Konzept hat sich bisher noch nicht so richtig durchsetzen können, aber einen alternativen Mittelweg gibt es scheinbar nicht wie dutzende gescheitere (Konzern-) E-Commerce Projekte in Deutschland zeigen. Weiterlesen

Warum auch Oliver Samwer bei Google keinen Rabatt bekommt | DCD16

superheroIm einem der letzten Recap Beitrag zum DCD 2016 berichtet Florian Heinemann über die Veränderungen des Werbemarktes. Er leitet vor allem her, warum das Marketingverständnis klassischer Unternehmen mit der Realität des Digitalmarketing kolidiert, und warum es einfacher ist aus einem quantitativ arbeitenden Analysten einen guten Marketingmann zu machen als andersherum. Er folgt zudem einer vor ein paar Monaten aufgeschriebenen Kassenzone These zum Verfall von Marken. Der Wert einer Marke in der digitalen Welt sinkt zunehmend im Vergleich zum Wert des Kundenzugangs. Wir sehen in den diversen Shopprojekten vier verschiedene Stufen, die Unternehmen für gutes Marketing (on- und offsite) erklimmen müssen. Weiterlesen

DCD2016: „BodyChange“ vom Hype zur Marke.

Woman in the pool

Schon im letzten Jahr hat Fredrik Harkort ein bemerkenswertes Interview bei Kassenzone.de abgeliefert. Beim DCD 2016 konnte er diese Leistung noch einmal toppen und hat sehr offen über die Erfahrungen und Fehler beim Aufbau seiner Marke berichtet. Kurz vor dem DCD wurde seiner Firma vom Außenwerber Ströer übernommen, mit dem Ziel gemeinsam noch größer und erfolgreicher zu werden. (wie sollte es auch anders sein). Sehr spannend für mich waren seine Learnings zur Expansion in den USA, die ich damals im Interview extrem geschickt fand. Fredrik hatte es geschafft die in den USA sehr populäre Wrestlinglegende John Cena unter Vertrag zu nehmen. Was soll da mit seinen über 4m Instagramm Followern schon schief gehen? Weiterlesen

Investieren mit Geld Zurück Garantie | Interview #2 mit Florian Heinemann

Button - 100% Geld Zurck GarantieIm letzten Interview mit Florian Heinemann ging es um das Thema Digitalisierung. Die Reaktionen darauf waren großartig, weshalb wir uns diese Woche noch einmal getroffen haben, um eine der großen offenen Fragen aus dem ersten Interview zu erläutern. Die zentrale Erkenntnis im ersten Interview war, dass die digitale Transformation in großen Unternehmen zu großen Teilen zum Scheitern verurteilt ist und auch wenn sie funktionieren sollte maximal lebensverlängernd wirken könnte. Anstatt also alles Geld und alle Ressourcen für dieses Thema aufzuwenden gilt es neue Modelle aufzubauen oder in solche zu investieren, um zukunftsfähig zu sein. Dabei helfen moderne Technologien wie Spryker zwar stark weiter, aber sie sind oft nur ein Teil der Lösung, weil Weiterlesen

„Den Onlineshop braucht kein Mensch mehr!“

PaulIn einem seiner besten Artikel bisher, hat Jochen Fuchs von der t3n die Sicht von KW Commerce Gründer Jens Wasel beschrieben. Der Artikel „Den Onlineshop braucht kein Mensch mehr: Einblicke in das Performance-Marketing im Amazon-Zeitalter“ offenbart die Situation vieler Händler und Hersteller. Es macht scheinbar keinen Sinn mehr einen eigenen Onlineshop zu betreiben, sondern die Vertriebsmaschine Amazon direkt für sich zu nutzen. Jochen schreibt in dem Artikel, dass Jens auf die Glaubensgrundsätze klassischer Händler pfeift (Kundengewinnung, Conversionoptimierung, Aftersales…) und sich auf die Bereiche konzentriert, mit denen er Geld verdienen kann. In den Kommentaren führt das zu der Diskussion, dass man sich damit endgültig in eine nicht mehr aufzulösende Abhängigkeit begibt. Obwohl ich selber mit Spryker Technologie für E-Commerce Unternehmen anbiete, muss ich Jens zustimmen. Zur Vereinfachung sind hier beide Argumente noch mal zusammengefasst. Weiterlesen

DCD 2016: Was kommt noch im E-Commerce?

DCD 2016Atemberaubend war der Digital Commerce Day (DCD) 2016 im April in vielerlei Hinsicht. Wir hätten viel mehr als die knapp 400 Teilnehmer begrüßen dürfen, wenn wir die komplette Nachfrage bedient hätten. Die Vorträge waren noch unterhaltsamer als im Vorjahr, die Idee mit dem großen DCDnet an Tag 2 hat sich als goldrichtig erwiesen und die Location… die war der Hammer. In meinem Eingangsvortrag habe ich gezeigt, dass sich das Veranstaltungsziel vom ersten DCD 2014 „Tipps aus der Praxis für die Praxis“ doch deutlich geändert hat und in diesem Jahr die Frage nach dem „Was kommt danach?“ in den Mittelpunkt gerückt ist. Weiterlesen