Über Alexander Graf

Alexander Graf ist Herausgeber von Kassenzone.de, Keynote Speaker und Autor diverser Fachbücher. Er ist Gründer des E-Commerce Frameworks „Spryker Systems“, das u.a. für viele Rocket Internet Beteiligungen und Project A zum Einsatz kommt. Als eTribes Partner ist er zudem Berater für Geschäftsführer und Aufsichtsräte in diversen E-Business Projekten. alexander.graf@etribes.de Tel: +49 (40) 3289 29690

Möbelmarkt, Intermediäre und Moebel.de

moebel.de StartseiteVor ein paar Wochen habe ich noch über die Ergebnisse der digitalen Aktivitäten von ProSiebenSat1 geschrieben, und schon in dieser Woche war moebel.de Gründer und Vorstand Arne Stock mit auf unserer kleinen & exklusiven K5 Cruise, um mir ein paar Fragen Geschäftsmodell zu beantworten. Moebel.de ist als klassischer Intermediär gestartet und versucht nun u.a. über die Medienkooperation mit P7S1 seine Marke stärker in den Vordergrund zu stellen. Das ist auch notwendig, wenn man verfolgt unter welchem Druck sich alle Geschäftsmodelle befinden die von Googles Traffic abhängig sind. Sehr lesenswert dazu ist noch immer der „Google Monopoly“ Beitrag von Philipp Klöckner. Die große Chance für moebel.de liegt aus meiner Sicht, neben dem Aufbau einer Marke, Weiterlesen

Hersteller und Amazon

Evil AmazonEine für mich sehr wichtige Erkenntnis in 2014 ist, dass in der Amazon Economy sogar die meisten Hersteller in eine schwierige Situation gelangen können. Das ist alles andere als intuitiv verständlich. Im Kassenzone Duktus wird es schwer für alle Zwischenhändler und ohnehin schwierig für alle Onlinehändler, die mit Amazon konkurrieren, aber bei einem Hersteller mit wahrnehmbarer Marke und halbwegs innovativen Produkten würde man eine starke Position vermuten. Wer auch sonst sollte in einer zunehmend wettbewerbsintensiveren Handelswelt gewinnen? Und einen Gewinner muss es doch geben, oder?

Der Groschen gefallen ist bei mir in einem der DCDnet Treffen, dass ich in Frankfurt moderiert habe. Diese Treffen haben wir recht spontan bei  unserem ersten Digital Commerce Day im April ins Leben gerufen und mit diversen Schwerpunktthemen befüttert, mit dem Ziel 5-10 gleichgesinnte Händler/Hersteller an einen Tisch zu bringen und ihre Erfahrungen teilen zu lassen. Ich habe 3x zum Thema „Amazon Strategie“ eingeladen und bin auf ungeahnte Resonanz gestoßen. Anfangs ging es eher darum aus Herstellersicht zu beleuchten, wie & ob man selektive Vertriebsstrategien verfolgen kann, um den Wettbewerb in der Amazon Buy Box etwas sinnvoller zu gestalten. Das war allerdings in den Gesprächen nur ein Randthema, weil recht schnell klar war, dass Amazon an sich für die Hersteller zum Problempartner wird. Warum? Weiterlesen

Handelsunternehmen gesucht – Firmengruppe Richard Borek/MDM

BorekWas würdet ihr machen, wenn ihr a) sehr viele Erfahrungen und Assets im Handel habt und b) über ausreichen Kapital für neue Investitionen verfügen könnt?

Die Investition in Handelsmodelle, die zum eigenen Geschäft passen, dürfte da eine naheliegende Option sein. In dem extrem agilen Markt den wir heute im Handel sehen ist zudem die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass es profitable kleine Handelsunternehmen gibt, die für weiteres Wachstum entweder Kapital brauchen oder Zugang zu anderen Assets. Oft sind diese Handelsunternehmen aber erst ein paar Jahre alt, haben wenig Erfahrung im Corporate Finance Bereich und eine gesunde Abneigung gegenüber Mittelsmännern, die Kapitalsuchende und Kapitalgebende zusammenbringen. Aus diesem Grund möchte ich heute einen „Call für Handelsunternehmen“ im Namen der Firmengruppe Richard Borek/ MDM machen, die aktuell auf der Suche nach spannenden Partnern ist und hofft über Kassenzone.de den ein oder anderen davon zu erreichen. Den Brief- und Münzsammlern hier ist die Firma sicherlich ein Begriff. In Kürze lässt sich die Firmenhistorie wie folgt zusammenfassen: Weiterlesen

Hersteller, Händler und ihre Geschichten – moderiert von Kassenzone (April 2015 in Hamburg)

DCD-LogoIm letzten Jahr hatten wir recht spontan beschlossen den Digital Commerce Day in Hamburg zu veranstalten. Eine Konferenz von Händlern und Herstellern für Händler und Hersteller. Zusammen mit Prof. Holger Schneider von der FH Wedel haben wir der großen K5 Konferenz von Jochen Krisch nachgeeifert und gesagt, dass wir ein Format in Hamburg brauchen, das sich auf den Austausch von Erfahrungen unter Gleichen konzentriert. In diesem Jahr ist uns das schon sehr ordentlich gelungen. Das Feedback auf unsere erste Ausgabe im April war hervorragend und statt der geplanten 100 Teilnehmer waren ca. 200 Teilnehmer vor Ort. Eine Fortsetzung für 2015 ist also sicher und mit der E-Commerce Agentur netshops haben wir auch einen motivierten Veranstalter gefunden, der sich um die Details kümmert. Ich kann mich also ganz auf die Referenten konzentrieren und ihnen im Stile der Kassenzone Interviews spannende Handels- und Strategiefragen stellen. Wer also schon immer mal live bei einem Kassenzone Interview dabei sein sollte, kann das am 30.04.2015 gefühlt den ganzen Tag sein. Weiterlesen

Warum Konzerninkubatoren oft scheitern #CS183B

altman-1In Stanford wird gerade ein vielbeachteter Kurs zum Thema „How to Start a Startup“ angeboten. Sam Altmann, der Geschäftsführer des wohl weltweit führenden Firmeninkubators YCombinator hat die 1. Liga der Silicon Valley Firmengründer davon überzeugt im Rahmen seiner Vorlesungsreihe ihre Gründungserfahrungen zu teilen. Alle Vorlesungen sind frei auf Youtube verfügbar und in der Gründerszene werden wöchentlich die neusten Erkenntnisse dazu gesammelt. Wer am Wochenende noch nichts vorhat, kann sich die ersten acht 45min Vorlesungen anschauen. Ich habe die Qualität vollkommen unterschätzt. Statt belanglosem Startup blabla werden in der Tat die wichtigsten Startuplearnings von YCombinator offengelegt und auch diskutiert. Bei 700 gestarteten Firmen ist die Datenbasis für so einen Kurs natürlich ideal. Ich will hier auch gar nicht die einzelnen Kurse zusammenfassen, sondern nur auf einen spannenden Zusammenhang hinweisen, den Sam Altman in seiner ersten Vorlesung aufgezeigt hat und der meinen Artikel zur Pro7Sat1 Inkubationstätigkeit sehr gut ergänzt.   Weiterlesen

Versicherungen & Internet: Quo Vadis Allianz, Axa, HUK & HDI

old abacusSeit jeher interessiere ich mich für alle Branchen und Geschäftsmodelle, deren Entwicklung in Zukunft stark durch das Internet beeinflusst wird. Mein letzter „aufklärender“ Beitrag ist schon etwas älter und sollte ein wenig Licht ins Dunkel der Optikerbranche bringen. Tenor: Fielmann gewinnt das Spiel wohl langfristig. Ich hatte in den letzten Monaten einige interessante Kontakte in die Versicherungsbranche, die seit Jahren verschiedene Versuche unternommen hat, den internet-ökonomischen Effekten aus dem Geschäft zu entgehen oder diese in bestimmten Fällen zu forcieren. Ein oberflächlicher Blick auf diese Branche würde aus
E-Commerce-Sicht zu einer Aussage á la „In Zukunft werden alle Versicherungen online & direkt verkauft“ führen. Das klingt auch erst einmal ganz einleuchtend, da durch Direktvertrieb im Internet die Wertschöpfungskette deutlich effizienter gestaltet werden kann und damit auch die Konsumententarife attraktiver würden. Es gibt allerdings gute Gründe, warum das heute noch nicht der Fall ist und warum das auch in Zukunft nicht der Fall sein wird.

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Wenn nichts mehr geht, dann halt TV Werbung, oder? Learnings von ProSiebenSat.1

TV BildIn Zeiten wie diesen vermisse ich gut gemachte Wirtschaftspresse. Gerade passieren so viele spannende und schwer zu durchschauende Dinge im E-Commerce, da würden ein paar mehr fundierte Meinungen im Markt allen Interessierten wirklich helfen. Die Berichterstattung zum Zalando und Rocket IPO war schon schwach und so ist es nur nachvollziehbar, dass noch nicht mal mehr jemand von den kleineren Events berichten will oder kann. Eines dieser Events waren die Capital Market Days von ProSiebenSat1 (P7S1), in der man immerhin von einem sehr umtriebigen Medienunternehmen lernen kann was im TV Bereich funktioniert und was nicht. Der Betrieb eines eigenen Inkubators á la Rocket funktioniert schon mal nicht, wie Jochen sorgfältig festgestellt hat. Das finde ich aber ehrlich gesagt nicht tragisch. Lieber schnell schließen, als eine Menge Flops lange durchfüttern zu müssen. Dann lieber die Werbekohle in funktionierende Modelle stecken, wie sie ab Chart 132 in der Investorenpräsentation dokumentiert werden. Soweit ganz gut, aber hier reist für mich die Argumentationskette leider ab. Warum? Weiterlesen

Zur Zukunft des stationären Buchhandels # Interview mit Osiander Geschäftsführer Christian Riethmüller

Book ShoppingWährend des eTailment Summit in der letzten Woche, konnte ich mir Christian Riethmüller, den Geschäftsführer der Osianderschen Buchhandlung, für ein Interview schnappen. Während sein Onkel Heinrich Riethmüller als Vorsteher des Börsenvereins bei der Frankfurter Buchmesse wahrscheinlich wieder die alte Leier vom unverzichtbaren stationären Buchhandel gespielt hat, waren die Aussagen von Christian umso erfrischender. Osiander war bereits vor einem Jahr in einem spannenden Interview in der brandeins vertreten, in dem er hinterfragt wurde wie es das Unternehmen schafft gegen den Trend zu wachsen. Wer sich für die Zukunft des Buchmarktes interessiert, der sollte dringend die entsprechende Kategorie bei excitingcommerce lesen, in der Matthias Hell wöchentlich die spannendsten Entwicklungen in diesem Bereich dokumentiert. Mich interessierte im Interview vor allem die Rolle der stationären Filiale. Warum sollte ein Kunde dort in Zukunft seinen Bedarf decken? Was kann ein Buchhändler machen? Christian hat aus meiner Sicht spannende Ansätze für Osiander gefunden, die sich zum Pech für die großen Ketten und zum Glück für ihn kaum vereinheitlichen lassen. Weiterlesen

Wie funktioniert eigentlich lesara.de? Interview mit Roman Kirsch

lesara LogoGestern hatte ich die Möglichkeit den Gründer und Geschäftsführer von lesara.de, Roman Kirsch, auf dem etailment Summit zu interviewen. Der Interviewzeitpunkt fällt nur rein zufällig mit einer großen Finanzierungsrunde zusammen, die Lesara gestern bestätigt hat. Mangrove Capital Partners und einige weitere Investoren geben dem Unternehmen 5 Mio. Euro. Lesara ist laut Eigendarstellung der erste reine Online-Premium-Discounter in Europa und wirft mit dem Geschäftsmodell auf den ersten Blick viele Fragen auf. Insbesondere nach dem Desaster mit dem Shoppingclub Geschäftsmodell in Europa läuten bei mir alle Alarmglocken, wenn ich die Worte „Deal“, „Schnäppchen“ oder „Discount“ bei der Beschreibung eines Onlinemodells höre. Jochen Krisch hat das Modell beim Start mit dem US Unternehmen nomorerack.com verglichen, die es mit einem Umsatz von 350 Mio. $ 2013 in Top 100 Internet Retailer Liste geschafft haben. Nomorerack arbeitet aber mit einigen starken Marken zur Kundenakquise, analog zum Shoppingclubansatz, auf die Roman komplett verzichtet. Im Interview erklärt er auch warum. Ggf. ist ein Vergleich mit wish.com passender, das bei Techcrunch bereist als das nächste 1 Milliarde Dollar Einhorn gehandelt werden. Weiterlesen

K5-Cruise: 48h von den Erfahrungen der Anderen lernen

logo_k5cruiseAm 17. bis 19. November findet an Bord der Colorline die letzte große E-Commerce Veranstaltung für mich in 2014 statt. Nach der sehr erfolgreichen K5-Cruise im März, haben Jochen Krisch und ich zu einer zweiten Fahrt eingeladen, bei der es um operative Wahrheiten geht. Die Handelsstrategie (Überleben in der Amazon Economy) wird zwar am Rand auch diskutiert, aber ihre Hauptzeit verbringen die Teilnehmer damit, von den Erfolgen und Misserfolgen bei realen Projekten zu berichten. Was hat nicht funktioniert? Warum nicht? Lassen sich bestimmte Strategien übertragen? Im Detail sieht das Programm nun wie folgt aus: Weiterlesen