Werbung im Kassenzone Podcast. Was hat es (PAYBACK) gebracht?

Taking interview from a dogKassenzone.de wurde bisher nicht mit dem Ziel betrieben Geld zu verdienen. Die meisten uns bekannten Einnahmequellen haben auch überhaupt nicht zu uns gepasst. Von Bannerwerbung (0,0000000000001 Euro pro Klick) über SEO Links (0,0000001 Euro pro Link) bis hin zu Advertorials war alles irgendwie nicht passend. Das hat sich mit dem Hinweis der podstars.de Betreiber geändert, die von den großartigen Aussichten der Podcastwerbung geschwärmt haben. Das klang schon deutlich vielversprechender als Bannerwerbung, weil sich (bisher) die Hörer eines Podcasts die Werbung in der typischerweise ersten Minute „gerne“ anhören, wenn sie relevant und nativ ist. Das könnte man mal ausprobieren, dachten wir. Mit zurzeit 5.000 Abrufen pro Folge ist das verwertbare Inventar auch cool. Das ist ja fast so als würde man zu 5.000 Hörern einer E-Commerce Konferenz sprechen und das sollte den Werbetreibenden schon ein paar Euro wert sein. Hier geht es übrigens zur kompletten Preisliste. Da müssten doch dutzende, wenn nicht hunderte Seitenbesuche für den Werbetreibenden drin sein.

Ist aber nicht so. Bei den Messpunkten die integriert werden kann, wie z.B. Gutscheincodes, Trackinglinks usw. zeigt sich, dass die direkte Conversion eher überschaubar ist. Für B2C Modelle ist Kassenzone daher eher nicht so attraktiv und bei B2B Werbekunden muss man genau überlegen was man erreichen will. Mal schnell ein paar Kunden für einen Hostingservice gewinnen? Das geht mit Podcastwerbung eher nicht. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass wir mit PAYBACK einen Anbieter gefunden haben, der anders an die Sache rangeht. Klar freuen die sich auch über ein paar App Downloads, aber im Grunde genommen geht es PAYBACK um die Wahrnehmung als Plattform, um Marken- und Vertrauensbildung in der Kassenzone.de Zielgruppe. Dafür haben wir verschiedene Formate integriert:

  1. In einigen Podcasts gab es einen 60-90 Sekunden PAYBACK Werbeblock (Anzahl Kunden, Erfolgs KPI…)
  2. Wir haben auch einem Podcast mit dem PAYBACK CEO aufgenommen, den wir aber auch ohne diese Werbebuchung gemacht hätten, weil es inhaltlich gepasst hat.
  3. Alle Podcasts werden von einem Profi transkribiert und im Rahmen der Transkription wird PAYBACK als Sponsor genannt. Das macht auch Sinn, weil das Geld tatsächlich 100% dafür genutzt wird, um mehr Content (Transkriptionen) für die Leser zu schaffen.

PAYBACK hat durch diese Kooperation ein paar spannende Gespräche führen können und das Feedback von den Kassenzone Lesern war überwiegend positiv. In der Whatsapp Gruppe haben über 80 Teilnehmer auf die Frage geantwortet, ob sie PAYBACK nun besser/schlechter/anders wahrnehmen. Ein paar Antworten waren z.B.

  • „PAYBACK ist dadurch präsenter geworden vor allem durch #130. Dadurch baut man schon einen Bezug zum Unternehmen auf.“
  • „Ich kannte PAYBACK schon vorher. Der Podcast zu PAYBACK war interessant, hat mich aber in der Nutzung des Dienstes nicht beeinflusst.“
  • „Ganz klar „Nett von PAYBACK“, danke.“
  • „PAYBACK war mir nur durch die Karte bekannt. Nun nutze ich die App als Ersatz.“
  • „Drang wieder stärker in meinen Kopf.“
  • …..

Podcast Werbung als Branding Kanal scheint also sehr gut zu funktionieren. Daher freue ich mich sehr, dass PAYBACK die Kooperation auch 2018 fortsetzt und ihr im Gegenzug weiterhin die Transkriptionen zu den Podcasts bekommt.

Wir haben uns 2017 für PAYBACK Branding auf Kassenzone entschieden, weil Fach-Podcasts unserer Meinung nach eines interessantesten Formate für die e-commerce Entscheider Ansprache sind. Uns als Online und Mobile e-commerce Plattform interessiert natürlich besonders, uns als Ökosystem und Marktplatz zu positionieren. Wir haben dieses Jahr auch zahlreiches positives Feedback von bestehenden Partnern erhalten und viele neue Kontakte knüpfen können.

Bedeutet das denn gleichzeitig auch, dass es sich nicht lohnt für sehr kurze Engagements im Podcast zu werben? Das kommt aus meiner Sicht sehr darauf an was man will. Möchte man kurzfristig Conversion erzeugen, dann braucht man einen sehr starken Hebel für ein begehrtes Produkt. Das können massiv reduzierte Konferenztickets sein oder 100€ XYZ Gutscheine. Diese Themen würden auch auf anderen Kanälen laufen. Bei Kassenzone hätte man ggf. eine etwas spezifischere Zielgruppe. Die Alternative sind dann Branding Kampagnen á la PAYBACK, die aber auch nur funktionieren, wenn das Thema relevant für die Zielgruppe ist. Eine Brandingkampagne für Casper würde sich seltsam anfühlen. Und Branding bedeutet in der Regel auch, dass man sich über einen langen Zeitraum (X Monate) an so ein Format binden muss. Da sehe ich noch sehr wenige Anfragen, aber wer weiß, vielleicht ändert sich das 2018 auch. Vielen Dank auch mal an dieser Stelle an die vielen Hörer der Podcasts und auch an die Youtube Konsumenten. Diese Kanäle sind heute schon relevanter als das Blog selbst und seitdem der Podcast auch auf Spotify zu finden ist, gehen die Zahlen durch die Decke. Wer nun Lust darauf bekommen hat im Podcast zu werben, der kann sich direkt an podstars.de wenden.

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Alexander Graf, 37, E-Commerce Unternehmer & Analyst, Gelernt bei der Otto Group, danach über 10 Unternehmen gegründet, heute u.a. Gründer Geschäftsführer des führenden Commerce Technologieanbieters Spryker Systems. Im Juni 2015 hat er das E-Commerce Buch veröffentlicht, das seitdem die E-Commerce Rankings anführt. Weitere Infos hier, oder direkt kontaktieren unter: alexander.graf@etribes.de || Tel: +49 (40) 3289 29690

5 Antworten

  1. Hm, ich dachte immer der Wert von kassenzone liegt im über-Bande-Marketing (Content Marketing) für eTribes und Spryker. Jetzt also doch nur Podcast Werbung. Ich bin entzürnt! 😉

  2. Kai sagt:

    Das Ergebnis wundert mich nicht, sondern konnte man sich anhand der Daten an zwei Fingern abzählen.
    Umso mehr bin ich allerdings verwundert, dass ein Casper so massiv in Podcast-Werbung investiert.
    Folgende gründe sprechen für mich eigentlich klar gegen ein Investment von Casper in Padcast-Werbung:
    – Jeder von uns kennt mittlerweile diese Firma, aber kaum jemand sucht gerade eine neue Matratze (und wenn ja, wird er vermutlich keine Casper kaufen, wenn er clever bzw. informiert ist)
    – Die Reichweite ist für einen Verkauf einfach zu mager
    – Casper sucht keine Businesskunden, Mitarbeiter oder Dienstleister.
    – Irgendwann nervt die sich immer wiederholende selbsthuldigende Werbung sogar

    Fazit: Markenaufbau ist schon längst geschehen, der Nervfaktor erreicht, Mehrwert durch B2B nicht vorhanden und das Abverkaufpotenzial stark begrenzt.

    Habe ich irgendwas übersehen ?

    • Nein, du hast mE nichts übersehen. Casper ist natürlich stark beeinflusst vom Podcast Erfolg in den USA. Die urban legend sagt, dass sie über Podcasts groß geworden sind. Und sie investieren ja weiterhin in andere Deutsche Podcasts (OMR, exchanges…). Ich gehe mal davon aus, dass sie über ihre Gutscheine auswerten können, welcher Podcast für sie funktioniert und welcher nicht. Wenn das so ist, würde ich immer noch davon ausgehen, dass die Podcasts eher teure Kanäle sind, aber ggf. dien die alternativen Kanäle noch teurer. Außerdem müssen sie ja nicht auf Profitabilität steuern, sondern stark wachsen, um dann wahrscheinlich von einem US Unternehmen gekauft zu werden. Vielleicht übersehen wir aber wirklich was.

  1. 30. Dezember 2017

    […] Vermarktung an Werbepartner. Alex gibt an dieser Stelle sein leicht modifiziertes Verständnis von die Eigenschaften des Podcasts als Werbemedium zu Protokoll: Er sei nicht – wie mal gedacht – konversionsstark, sondern als Markenwerbung und […]

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