heypaula Interview | Serviceprovider zwischen Plattformen und Marken

Alexander Graf

Alexander Graf, 35, E-Commerce Unternehmer & Autor, Gelernt und erste M&A-Tätigkeit bei der Otto Group, danach über 10 Unternehmen gegründet, heute u.a. Gründer Geschäftsführer des führenden Shop Technologieanbieters Spryker Systems. Im Juni 2015 hat er das E-Commerce Buch veröffentlicht, das seitdem die E-Commerce Rankings anführt. Weitere Infos hier, oder direkt kontaktieren unter: alexander.graf@etribes.de || Tel: +49 (40) 3289 29690

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8 Antworten

  1. Thomas sagt:

    Mich würde noch interessieren, wie heypaula mit den üblichen Problemen eines Händlers umgeht, dass sich nicht alle Ware regulär verkaufen lässt – Stichwort Balance zwischen Einkauf und Abverkauf… + das Retourenthema, was ja im Bereich Fashion nicht unerheblich ist… Was macht heypaula da so viel besser als der herkömmliche Handel?

    • Hallo Thomas,

      danke für die Fragen, die sind für einen Modehändler in der Tat interessant. Ob wir Dinge besser machen ist schwer zu sagen, wir denken aber, dass unser Gechäftsmodell gerade für die von Dir angesprochenen Themen bessere Eckdaten produziert. Da wir über die größten Modeplattformen abverkaufen und gleichzeitg im Long Tail Bereich mit einer eher geringeren Ausstattungstiefe unterwegs sind (also wenig Stück pro Artikel) haben wir eine sehr hohe Abverkaufsquote zum einen, und die auch noch mit einer immensen Ausschöpfung auf der anderen Seite. Das ist ein deutlicher Renditetreiber im Vergleich zum herkömmlichen Handel.

      Bei den Retouren haben wir den Vorteil, dass wir durch den Plattform–Mix von den geringeren Retourenquoten einiger Händler profitieren. Zudem verzichten wir bewusst auf retourenstarke Warengruppen wie z.B. Abendkleider. So erreichen wir eine Quote von deutlich unter 50% .

      Konnte das Deine Frage beantworten?

      Viele Grüße
      Marcel

  2. Heiko sagt:

    Hey Alex,

    lustig, nachdem ich da gestern investiert hatte, wollte ich dir sowieso vorschlagen, dir die mal genauer anzusehen. Aber hinter den Kulissen warst du ja schon längst dran 🙂

    vg heiko

  3. Kai sagt:

    Hallo,

    wie hoch ist denn die Abhängigkeit von einzelnen Marken ? Sprich, kommt es zu Problemen, wenn die wichtigste Marke nicht mehr mitmacht (z.B. selbst verkauft, von den Plattformen direkt aquiriert wird etc) ?

  4. Marcel sagt:

    Hallo Kai,

    Stand heute gibt es 2-3 Marken, die für uns schon sehr wichtig sind, was aber auch daran liegt, dass wir die zehn besagten Marken heute erst haben. In 2016 wird sich diese Zahl schon massiv erhöhen, so dass die Gefahr hier sinkt. Zudem sind die wichtigen Marken durch uns stark gewachsen und sind sehr glücklich mit uns, so dass es da keine akute Gefahr gibt. Aber klar, das Wachstum über weitere Marken (Breite statt Tiefe) hat u.a. diesen Aspekt, dass wir uns da auf breitere Füße stellen.

    Liebe Grüße
    Marcel

  5. Tim sagt:

    Hallo Marcel,

    heypaula klingt spannend. Zwei fragen: was untrescheidet euch von modotex?

    Und wie kann man sich bei euch als Marke bewerben 😉

    Besten Gruß
    Tim

  6. Marcel sagt:

    Hallo Tim,

    es ist immer schwer die verschiedenen Ansätze zu unterscheiden, da man im Detail meist zu wenig weiß. Auf den ersten Blick kauft Modotex im Vergleich zu uns nicht die Ware vom Hersteller wie ein normaler Händler vorher ein und hat zudem einen technologischen Ansatz bei der Internationalisierung, insbesondere der Texte. Unsere Stärke ist der Zugang zu den großen kuratierten Mode-Shops in Deutschland, wie otto.de, zalando und about you, die insbesondere für Premium-Fashion-Marken spannend sind.

    Von daher würde ich sagen: Verwandt, aber leicht anderes Geschäftsmodell

    Bewerbung am besten per eMail 😉

    Liebe Grüße
    Marcel

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