Shopware und dann kommt lange nix?

Kino-Shopware-5Gestern wurde der Shopware Film zur Veröffentichung von Shopware 5 in Hamburg vorgeführt. Seit zwei Wochen tourt ein wesentlicher Teil der Shopware Mitarbeiter durch Deutschland, um die neue Version vorzuführen, deren zentraler Pitch das deutlich verbesserte (Frontend- und Backend-) Design in Anlehnung an erfolgreiche Konzepte aus dem stationären Handel ist. Ich verfolge die Entwicklung von Shopware schon seit einigen Jahren und es ist beachtlich wie das Unternehmen seine beiden Mitstreiter im deutschen Markt mittlerweile hinter sich gelassen hat. Im meistgelesenen Kassenzone.de Artikel “Das beste Shopsystem 2014” kommt Shopware bereits gut weg, und wann man sich die aktuelle Entwicklung bei Google Trends anschaut, dürfte Shopware noch in diesem Jahr Magento in der Popularität in Deutschland überholen.

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Mit Spryker bin ich selber Anbieter eines E-Commerce Frameworks und damit kann man mir sicherlich nicht unterstellen andere Anbieter über Gebühr zu loben. Bei Shopware ist das aber zur Zeit mehr als angemessen. Der Shopware Stand bei der Internetworld in der letzten Woche war extrem gut besucht, die Leute haben förmlich für die Vorführung des neuen Systems angestanden und die dutzenden Lobhudeleien nach der Premiere in Münster sind fast schon unglaubwürdig. Johannes Altmann von Shoplupe kommt in seinem Fazit zu einer spannenden Aussage:

Emotional Shopping ist deshalb keine Strategie und kein Feature – es ist die grundlegende Aufgabe für jeden Händler und Shopware bietet lediglich das Werkzeug dafür.

Ein Shop der sich einfach gestalten lässt, auf allen Devices funktioniert und der in den meisten Fällen ohne Support von Agenturen auskommen wird. Das die Szene und die Kunden derart darauf abfliegen sagt sehr viel über die anderen Anbieter am Markt aus. Von Oxid hört man seit einiger Zeit nichts Relevantes mehr und bei Magento warten alle Beobachter seit 5 Jahren! auf Magento 2. Mit etwas Glück könnte es im nächsten Jahr soweit sein, allerdings ist Shopware mit seiner aktuellen Software schon weiter. Im Kassenzone.de Interview mit Kathrin Clausen, der Gründerin des Schmucklabels vintageliebe, wird auch klar was die kleinen und mittleren Händler benötigen und warum Shopware dafür zur Zeit das beste Angebot hat. Passend zum Shopware Film hat Jochen Krisch heute auch die neuste “Exchanges” Ausgabe veröffentlicht, in der er zum Thema Shopsysteme gestern, heute und morgen ausführlich Stellung nimmt.

Im Bereich Vermarktung kann Shopware so schnell keiner etwas vormachen und das Gründerteam wirkt extrem glaubwürdig in dem was es tut und sagt. Im ersten Moment hat mich der sehr klare Schwenk auf die kleineren und mittleren Händler etwas überrascht, weil Shopware sich so etwas stärker gegen Shopify und Co. aufstellt und weniger auf den Enterprise Markt zielt. Gemessen an den Reaktionen der Kunden, der Dienstleister und der langjährigen Wegbegleiter hat Shopware aber damit alles richtig gemacht. Herzlichen Glückwunsch nach Schöppingen! Ich bin gespannt wie sich die Rolle der Agenturen in solchen Projekten verändern wird, weil in Zukunft mehr Support beim Storytelling gefragt sein wird als bei der technischen Implementierung.

Das E-Commerce BuchMehr zu den Themen Shopsysteme, E-Commerce Strategie und zur Bewertung diverser digitaler Geschäftsmodelle finden sich im Juni 2015 erschienenen „Das E-Commerce-Buch“ von Holger Schneider und Alexander Graf. Bereits nach kurzer Zeit führt das Buch diverse Bestseller Listen bei Amazon an und wurde im Schnitt mit 5 Sternen bewertet. 39,90€ Euro, 305 Seiten, 20 Jahre E-Commerce Know How.

Update: Beim ganzen Lob für Shopware habe ich Bepado ganz vergessen. Dort tut sich auch regelmäßig etwas und so langsam nähert man sich der Vision von ebay x-commerce an. Ein Projekt an dem eBay leider gescheitert ist. Mayflower hat nun ein Modul entwickelt, dass es auch für Oxid Händler ermöglicht am Netzwerk teilzunehmen. Ich rechne zu den Shopware Community Days mit einem Update zum Projekt. Wer nutzt es? Was bringt es? Wie geht es weiter?

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Technologie von Alexander Graf. Permanenter Link des Eintrags.

Über Alexander Graf

Alexander Graf ist Geschäftsführer von Spryker Systems, einem Joint Venture, das er im November 2014 zusammen mit Nils Seebach und Project A Ventures gegründet hat. Er verantwortet das Business Development und die Strategie des Technologie-Anbieters mit Sitz in Hamburg. Er ist zudem Gründer des größten europäischen Netzwerkes für digitale Unternehmer eTribes. Sein neues E-Commerce Buch wurde schon über 2.000x verkauft. Auf über 300 Seiten erklären Alexander Graf und Holger Schneider darin alle wichtigen Zusammenhänge zu Marktanalysen, Geschäftsmodellen und Strategien im E-Commerce. Er kann als Speaker und/oder Pausenclown gebucht werden. alexander.graf@etribes.de || Tel: +49 (40) 3289 29690

24 Gedanken zu “Shopware und dann kommt lange nix?

  1. Hallo Alexander,
    ich weiß nicht genau wie Du das mit dem Schwenk auf kleine und mittlere Händler meinst. Diese profitieren sicherlich von dem neuen Feature Storytelling. Allerdings können große Marken dies sicherlich noch viel besser ausspielen und die Performanceverbesserungen und viele andere, ehr nicht so augenscheinliche Verbesserungen zielen gerade auf den Enterprise Markt ab. Shopware ist sehr breit aufgestellt vom kleinen Händler über die großen Marken bis hin zum High-Volume-Store.

    VG Dietmar

    • Große Marken/Hersteller, solange sie sich im Standard Feature Set bewegen Die haben bisher aber bei größeren Projekten (siehe z.B. http://www.netshops.de/referenzen_projekte/) ohnehin auf sehr viele Storytelling Konzepte gesetzt, die in Shopware 4 nicht enthalten waren und in Shopware 5 nur zum Teil. Ihr kommt vor allen den Händlern entgegen, die sich das bisher nicht leisten konnten.

  2. Als E-Commerce Dienstleister, der sowohl Magento als auch Shopware im Portfolio hat, kann ich die Schärfung der Zielgruppe auf KMUs nur als folgerichtig kommentieren. Shopware hat genau dort seine Stärken, weil man nicht alles von Agenturen machen lassen muss und der Umsetzungsaufwand oft deutlich geringer ist.
    Für die oft herausfordernden Aufgaben eines B2C und B2B-Shops im Mittelstand ist das System nicht immer geeignet. Die Anpassbarkeit bei gleichzeitiger Updatefähigkeit ist bei Magento so tief in der DNA verankert, dass wir in diesen Fällen dem Kunden dann eher Magento empfehlen.
    Beide Systeme sind wirklich gut, sie direkt miteinander zu vergleichen macht aber aus unserer Erfahrung nur selten einen Sinn.

  3. Super, noch ’ne Shopware-Lobeshymne. Bei der gesamten Berichterstattung bekommt man ja fast den Eindruck, als wäre Shopware das absolute Nonplusultra-System. Oder ist das nur eine subjektive Einschätzung meinerseits?

    • Bei der ersten näheren Betrachtung gibt es in der Tat die ein oder andere Funktion/ Veränderung, die so bei anderen Shopsystemen nicht vorhanden ist. Ob diese bei der jeweiligen Funktion nachziehen und ob neue Shopware-Features langfristig entscheidungsrelevant für Shopsoftware-Entscheidungen werden (wir sehen dass direkt bei Vergleichsanfragen) , bleibt hingegen natürlich abzuwarten.
      Auch wenn verschieden Funktionen durch den Einsatz von Drittanbieter-Modulen (bspw. Shopsuche ) ebenso mit anderen Shopsystem möglich sind, wird die Messlatte durchaus etwas höher gelegt und von einer großen Abwanderungswelle ist auch bei uns nichts zu spüren.

      Dass der Einsatz der neuen Shopware-Version (für neue Interessenten) nun alternativlos wäre, ist jedoch (zum Glück) aus unserer Sicht nicht der Fall.

      Fokus Mobile/ Mobile First
      Auch wenn ich die aktuell Shopsystem-Ausgabe von Jochen und Marcel noch nicht gehört habe; die mobile Optimierung eines Shopsystem, wie es nun auch bei Shopware der Fall ist, ist aus unserer Erfahrung der einzig realistische Weg die gereifte Komplexität und Funktionalität in einem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis auch „kleineren und mittleren“ Händlern zur Verfügung zu stellen. Neugedachte oder zukünftige Mobile First APP-Shopsysteme und E-Commerce Modelle werden in Ihrer Anfangs-Funktionalität wohl stets eingeschränkt „starten“ und daher einzelne Nischen bedienen.

    • In der Tat finden sich zur Zeit nur Lobeshymnen. Die technischen Details können erst in Projekten bewertet werden, in denen Shopware 5 zum Einsatz kommt. Ist Shopware 5 damit die eierlegende Wollmichsau für alle Einsatzbereiche? Nein, natürlich nicht. Aber aufgrund des schwächelnden Wettbewerbs gibt es für den klassischen Händleranwendungsfall zur Zeit (in Deutschland) kaum Alternativen.

      • Wir beobachten Shopware nun seit geraumer Zeit und setzen die ersten Projekte für KMUs auf der Basis von Shopware um. Einiges was bei unserem Kernprodukt IBM WebSphere Commerce schon seit vielen Jahren geht, findet sich in Shopware wieder.
        Das finden wir Klasse.

        Strukturelle Unterschiede in beiden Produkten sind für uns auch das Kernkriterium für die richtige Auswahl.

        Im Enterprise Umfeld geht für uns aktuell nichts über IBM (Hybris ist nicht soweit.. nur das Marketing, Intershop hat einige Stärken, aber leider auch zu viele Gerüchte und ATG/Oracle ist einfach nicht verbreitet in der EU). Im Non-Enterprise Umfeld freuen wir uns einen deutschen Hersteller implementieren zu können, der deutlich besser als andere Software in dem Umfeld ist.

  4. Wenn das kein April Scherz ist, dann wird der Relunch um ein Jahr vorgezogen. Jetzt wird es endgültig Zeit auf Shopware umzusteigen 🙂

  5. Ich teile Alex Meinung, dass das Shopware-Marketing ganze Arbeit leistet. Vor allem aber haben wir alle Grund gefunden uns über den aktuellen Stand der Shopsystem-Welt auszutauschen und die Anbieter mal wieder auf den Prüfstand zu stellen. Ob das „jetzt sind wir responsive“ als große Innovation gelten muss, mag ich anzweifeln.

    Dennoch denke ich, dass die wirklichen Innovationen in Funktionen und Geschäftsmodellen von den Herstellern und Händlern kommen müssen und jedes Shopsystem nur das Werkzeug dafür liefern muss. Ich nehme die marketing-gestützte Ausrichtung von Shopware auch so wahr, dass sie ihren KMU Kunden immer bessere Tools liefern.

    Guckt man aber mal unter die Haube, kann man Shopware durchaus als solides Basissystem für große skalierbare Projekte nutzen. Und dann bleibt es Aufgabe der Agenturen und der Händler das beste aus dem System zu holen. Ob ein Händler überlebt oder nicht, entscheidet letztlich nicht die Qualität des Shopsystems.

  6. Google Trends zeigt deutlich auf, wie sich das Interesse des Marktes momentan ändert. Es ist wirklich sehr still um alle anderen Anbieter geworden, die vorher den deutschen Mittelstand versorgten.
    Ich denke, dass auch jetzt noch viel Luft nach oben ist, aber die Jungs von Shopware machen momentan viele Dinge richtig und arbeiten für den Markt, sind offen für die Innovationen und scheuen nicht die Entwicklung und Ausarbeitung neuer Ideen.

    Ich freue mich auf die Resonanz.

    • Ob nun Google Trends die alleinige Aussage Kraft ist, halte ich für fraglich. Es ist eine Menge Buzz um Shopware! Ja, aber bei Gartner und Forester sind Sie (noch) nicht und die Frage ist doch wo schauen die Entscheider nach?

  7. Pingback: Shopware Episode 5 - Berlin

  8. Redet Ihr da vom gleichen Shopware,das ich kenne? Hat jemand von Euch schnon einmal als Auftraggeber/Shopbetreiber einen anspruchsvolleren Shop mit Shopware umgesetzt?
    Nun ja, ich kenne nur die vorhergehende Version, aber ich mag nicht glauben,dass sich da Unglaubliches geändert hat. Showare mag angehen, um einen kleinen Shop auf der grünen Wiese zu errichten, oder auch eine lustige Geschäftsidee mit möglichst einfachem Geschäftsmodell bunt darzustellen, aber wenn man sich daran mit etwas komplizierteren Anforderungen und Ansprüchen versucht, erstickt man fast daran.

    Kompliziertere Ansprüche, habe ich gesagt? Ja z.B. wenn man Artikelvarianten so dargestellt haben möchte, dass man sie auch sieht und nicht verbirgt… Oder wenn man die unglaublich komplizierte Idee hat, einen Newsletter mit Inhalten aus dem Blog zu generieren. Natürlich geht das – mit copy paste…Fazit: Wir haben mit Shopware testweise eine UK Ländervariante unseres Shops entwickelt. Der Shop erfüllt seinen Zweck als Startvehikel, aber man ist immer wieder erstaunt über die Begrenzungen ,die an den unmöglichsten Stellen auftauchen. Das zeigt sich jetzt auch besonders deutlich, wenn wir nach einem Jahr Startbetrieb den Markt beser kennen, der Verkehr grösser wird und wir und unsere Kunden in UK etwas mehr möchten. Wir haben uns nach dieser Erfahrung entschieden, unsere anderen Shops weiterhin selber weiterzuentwickeln. Ist das nun besser? Das kann ich leider erst morgen oder übermorgen oder überübermorgen sagen. Jetzt mache ich erst mal eine Telefonrunde mit unseren beiden Etnwicklern und hoffe sie auf arbeitsame Ostern einzustimmen, damit der selberentwickelte neue Shop und das entstaubte Backend Ende April, 2 Monate nach dem anvisierten Ziel, endlich live gehen… Was ich damit sagen will: Eingezwängt zwischen Anforderungen des Geschäfts. Begrenzungen des Umsatzes und der Marge und dem Angebot des Marktes bleibt in vielen Fällen nur die Wahl zwischen zwei Übeln. Eins davon heisst vielfach Shopware. Hoffen wir,dass wir das kleinere gewählt haben;-)

    • Für anspruchsvolle Projekte, im Sinne von verschiedenen Drittsysteme müssen integriert sein, Multifrontend, Multiwährung, diverse Kundengruppen….. da kommt Shopware natürlich an seine Grenzen. Dafür ist es aber auch grundsätzlich nicht konzipiert. Der nachfolgenden Kommentar von Sebastian fasst das sehr gut zusammen.

      • Kann mich hier nur anschließen, Shopware ist für komplexere Kundenanforderungen (noch) nicht reif.

  9. So wie ich das sehe eignet sich shopware vor allem dann, wenn man als Ziel einen soliden Online-Shop betreiben möchte, der vor allem von den kaufmännischen Mitarbeitern „bedient“ werden kann. Kleinere Anpassungen können schnell im Backend vorgenommen werden, ohne eine Agentur oder den Hausinformatiker ansprechen zu müssen. Außerdem ist bei KMU nicht zu unterschätzen, dass Inhaber bzw. Geschäftsführer schnell Ergebnisse sehen möchten und nicht Unsummen im Vorfeld investieren möchten. shopware versteht es eben genau diese Zielgruppe anzusprechen und das machen sie sehr gut. Ich befürchte allerdings, dass wir bald eine ganze Palette an Standard-shopwareshops aus den eben genannten Gründen sehen werden und die Shops dann so gut sein werden, wie das jeweilige shopware-Release eben sein wird.
    Für den B2B-Bereich fehlen mir Features wie eine detaillierte Belegverfolgung bis aus Positionsebene (hat amazon schon seit Jahren…), Benutzerverwaltung für mehrere Besteller im Unternehmen und die Möglichkeit ohne großen Overhead Kunden nur ein bestimmtes Zahlungsziel anzuzeigen. Es gibt sicherlich noch einige andere B2B-Features, nur braucht man diese im B2C-Bereich wahrscheinlich ebenfalls nicht.
    Interessant wird es, wie sich die Template-/Pluginanbieter demnächst verhalten, wenn ein shopware 5 von Hause aus bereits responsive ist bzw. Funktionen aufweisen wird, die bisher über Plugins realisiert werden mussten. Schließlich verdienen die Anbieter, als auch shopware mit den zusätzlichen Plugins sicherlich nicht schlecht. Und ob ein Mittelständler unbedingt die Professional- oder Enterprise-Version benötigt sei mal dahingestellt. Wenn er zu wenig Umsatz generiert, wird er bei der Community-Edition bleiben, macht er hingegen richtig Umsatz, wird er wahrscheinlich eigene Informatiker im Hause beschäftigen. Ich frage mich, ob das aktuelle Monetarisierungsmodell zukünftig auch so funktioniert.

  10. Hachja, schon wieder ein „Mein E-Commerce System ist besser als deins“-Kommentarstrang. Und klar, dass die Magento-Fanbase ein letztes Mal aufbäumt, bevor sie in den Todesstrudel sinkt 😉

    Scherz beiseite: je komplexer das Umfeld des Kunden und variabler die Anforderungen und unberechenbarer die Kundschaft (lies: bei Online immer gegeben), desto eher wird man bei einer Individualentwicklung, komplett oder mixed, landen. Oder bei einem „Base-Framework“ (ongr.io, Spryker, XYZ), auf dessen Bausteine man mit einer schnell arbeitenden Mannschaft aufsetzt. Man muss nur mal auf github.com nach E-Commerce Frameworks auf Basis von Symfony2 oder Laravel suchen.

    Magento hat sich’s mit der verkorksten Nutzung des Zend Frameworks verscherzt. Bei OXID gibt es immerhin seit >1 Jahr eine Ahnung, dass man vielleicht doch irgendwann in diesem Jahrtausend auf Symfony2 wechseln möchte (Hint: Laravel steigt in den Trends massiv nach oben). Aber ja, vielleicht bleibt es auch nur bei einer Ahnung. Das Admin-Backend „adminng“ auf Symfony2 Basis gibt es leider auch nur für Eingeweihte zu sehen (anstatt in einem eigenen Branch auf Github *seufz* Openness ist was Anderes).

    Klar machen wir auch größere Projekte mit OXID. Allerdings ist der Customizing Anteil – egal welches System – hoch, weil das genau das ist, was unsere Kunden brauchen: schnelles Agieren auf sich verändernden Märkten. Da „Standard“ verlangen zu wollen, ist einfach völliger Unsinn. Als Händler willst du dich nicht auf „Standard“-Komponenten ausruhen, weil dann unter Umständen deine Kunden bei einem anderen, pfiffigeren Shop einkaufen, der Komfort ohne Ende beim Einkaufen bietet.

    Habe ich schon erwähnt, dass ich fast nur noch bei Amazon Prime online shoppe? Und mir von der Zalando Mannschaft wünsche, dass sie solch ein Modell auch anbieten?

    Shopware muss zeigen, ob sie die Ansprüche größerer Klientel befriedigen können. Seit einiger Zeit ist das Marketing pfiffig, sie überraschen mit coolen Aktionen und auch die technische Basis von Shopware ist recht gut. Im Moment surfen sie gerade auf einer großen Welle. Als Dienstleister freut es uns, dass wir bekannte Standard-Frameworks (!) unter der Haube dabei haben, denn unsere Entwickler sind eben anspruchsvoll.

    Und die richtig großen Shops, mit teilweise sehr individuellen Bedürfnissen (weil deren Märkte so ticken), die bekommen von uns auch komplette Individualentwicklung. Weil das einfach in dieser Situation am passendsten ist.

    So, genug zum Karfreitag.

    Björn. 🙂

  11. Pingback: Shopware, OXID oder doch Magento? » Blog für den Onlinehandel

  12. Zur Frage von Alexander Graf, wie sich die Rolle der Agenturen verändern wird: Wir von VOTUM sind ein recht neuer Agentur-Partner von Shopware und nach unserer Einschätzung wird sich auch Shopware in Zukunft ebenfalls im Enterprise-Bereich platzieren. Als Fullservice Agentur können wir bei Projekten technische Themen wie Schnittstellen, Anbindung an IT-Systeme (WaWi, ERP, CRM, usw.) bedienen aber auch die Entwicklung von Strategien und das erwähnte Storytelling.
    Agenturen, die sich breit aufstellen, werden auch in Zukunft (zum Glück) nicht überflüssig werden.

    Beste Grüße
    Martin Sperling

    • Bietet Kassenzone jetzt Sponsored comments an? 😉

      Spass beiseite und mal ehrlich H. Sperling: Etwas mehr Wertbeitrag und weniger Eigenwerbung wäre schon gut gewesen. Dafür ist das Niveau in diesem Blog einfach zu hoch.

  13. Pingback: TWiST #51: OroCommerce & Magento Small Business | ShopTechBlog

  14. Wir sind ein mittelständisches Unternehmen und setzen bei unserem Relaunch auf shopware. Um unseren alten Stand (stark modifiziertes Xtc 3) wieder zu erreichen, müssen wir trotz vieler verfügbarer Features in shopware noch einiges anpassen. Trotzdem bereuen wir die Entscheidung für shopware keineswegs, gerade, wenn man so sieht, was die Alternativen machen (oxid: nicht viel, magento: von eBay kaputt machen lassen, Xtc 4: ähm ja, nutzt das überhaupt irgendwer?).

    Auch wenn wir so gut wie alles erst einmal inhouse umsetzen, so ist es trotzdem sehr beruhigend zu wissen, dass wir jederzeit auf Agenturen oder fertige Plugins zurückgreifen können, ohne viele Komplikationen befürchten zu müssen – das ist mit unserem bisherigen System nicht denkbar.

    Aufgrund einiger spezieller Anforderungen sind wir auch schon an mehreren Stellen an die Grenzen von shopware im Standard gestoßen, die gleichen Limitierungen wären aber auch bei vergleichbaren Shopsystemen vorhanden.

    Als Fazit kann man sagen, dass auch shopware keine Wunder vollbringen kann, aber mit großer Wahrscheinlichkeit für viele Neuein-/Umsteiger die beste Basis sein wird, da fertige Plugins sowie fähige Agenturen schnell wachsen und auch das System selbst intensiv weiterentwickelt wird.

  15. Hallo,
    ich bin selbst gespannt die Version des Shops dann mal selbst in der Hand zu haben. Es stimmt, dass momentan sehr viel positives und kaum negatives zu lesen ist, aber selbst wenn es so wäre (was für mich weitere Tests erst nachvollziebar beweisen müssen), dann würden die anderen Webshop-Systeme sicherlich rel. schnell nachziehen. Wettbewerb erfordert Innovationen und je härter der Markt ist, umso besser werden die Systeme 😉

    Ich bin echt gespannt!

    Viele Grüße
    Christoph

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