Im Internet gibt es eine neue Website

Zum Wochenende eine kleine Abwechslung zu den ernsten Themen in der Blogospäre. Ich lese seit ca. 2 Jahren intensiv mit in dieser kleinen Web 2.0 Welt und bei vielen Bloggern hat sich ein echter, nicht immer schöner, Schreibstil entwickelt. Diese markanten Schreibstile und die Angewohnheit vieler Blogger bei jedem umfallenden Onlinesack etwas zu posten, kommentieren oder einfach aus Prinzip  eine Kontra- oder Proposition einzunehmen hat mich auf die Idee gebracht ein Stöcken, analog zu „Ein Huhn überquert die Straße“, zu werfen.

Die Geschichte mit dem Huhn wurde schon oft erzählt, verändert und weiterentwickelt. Sie ist immer noch sehr lustig finde ich, und sie muss vor dem Weiterlesen dieses Artikels erst einmal kurz überflogen werden. Vorher lesen: Ich empfehle die folgende Version bei plogmann.net.

Das gleiche Prinzip lässt sich wunderbar auf Blogger anwenden. Mir ist kein zeitloseres Beispiel als „Im Internet gibt es eine neue Website“ eingefallen. Vielleicht gibt es noch etwas Besseres. Ich  möchte auch nur ein paar Blogger zitieren, deren Texte ich schon oft gelesen habe. In den Kommentare oder auf anderen Blogs kann die Liste gerne fortgesetzt werden. Die „Zitate“ sollte niemand, schon gar nicht die Blogger selber, zu ernst nehmen. Los geht es:

„Im Internet gibt es eine neue Website“

Robert Basic: Ich habe das gerade mal getestet und finde das kann was werden. Es müsste noch knallbunter, Web 2.0 und so, sein. Da fehlen mir noch diverse Schnittstellen zum kommentieren. Jetzt gehe ich ins Kino. Cooler Film – mehr nachher.

MC Winkel: Ich habe schon 55,56 Punkte bei diesem neuen Internetdings. Mehr Punkte könnte noch nicht mal Heino beim Rentnertreff kassieren. Kann mich jemand schlagen? Oh Mist – jetzt klingelt Yvonne, aber das ist eine andere Geschichte.

Don Alphonso: Diese dreckigen Web 2.0 Klitschen ohne Geschäftsmodell – ich kann es nicht mehr sehen. Die Burdas dieser Welt lassen mal wieder ein paar WHU Knilche mit einer „Geld verdienen ohne zu arbeiten“ Idee online gehen, aber deren Unfähigkeit wird sich schneller zeigen, als bei dotcom noch die Korken geknallt sind.

Lawblog: Ein Mandant von uns wurde gerade wegen dem neuen Internetdings abgemahnt. Ich werde das Gericht mit meiner Fachkenntnis verzaubern und alles wird gut.

Deutsche Startups: Michael B. und Lars F. sind heute mit ihrem neuen Internetdings online gegangen. Sie wollen damit den Markt für Menschen im Internet innovativ weiterentwickeln. Eine tolle Idee. Betazugänge gibt es bei uns an der Theke. Geld wird natürlich durch Werbung verdient.

Jochen Krisch: Während die großen der Branche noch schlafen, zeichnet sich die neue Seite durch innovative Kundenansprache aus. Vor allem der Netzwerkgedanke ist vorbildlich dargestellt. (Da hat er allerdings wie fast immer recht :-))

Updates: (hier werden alle Vorschläge aus Kommentaren, Twitter u.ä. gesammelt)

PaulinePauline: Bin grad durch Twitter über dieses neue Internetdings gestolpert. Echt gut gefallen hat mir, dass man seine Freunde automatisch findet. Nur das Widget funktioniert nicht … kein Plan warum. Wahrscheinlich muss man was in CSS programmieren und das kann ich ja nicht.

Update:  Dieser Beitrag hat bisher mehr Besucher über Twitter gefunden, als RSS-Aufrufe. Lustige Sachen verbreiten sich über Twitter scheinbar recht gut.

9 Gedanken zu “Im Internet gibt es eine neue Website

  1. Ich habe das Gefuehl, Blogs werden die neuen Twitter Tweets oder Feeds oder wie auch immer das heisst.
    Ich bin auf Twitter seit 2 Wochen und nein, ich moechte nicht wissen, wann jemand morgens aufsteht und sich nen Kaffee reinhaut und ganz ehrlich, das will auch sonst keine Sau lesen.

    Die „Hauptsache was gesagt“ Mentalitaet, laesst sich wunderbar mit „Hauptsache dagegen“ kombinieren, was letztendlich zu viel viel belanglosen Content fuehrt.
    Aber mal ganz ehrlich, wen stoert es, solange ich meine taeglichen Info-Inseln gezielt ansteuern kann und hier alles vernuenftig und nach meinem Gusto (oder auch nicht) serviert bekomme.

  2. @Sascha: Ich finde das auch nicht schlimm. Ganz im Gegenteil, ich finde es sogar gut verlässliche Positionen zu finden.

    Die Kultur bei Twitter lerne ich auch erst seit 8 Wochen kennen, aber auch da kann ich ja aussuchen wem ich folge und wem nicht. Bei ein paar Leuten lohnt es sich mE. Aber es ist tatsächlich nicht einfach das lauter werdende Grundrauschen zu überhören, weshalb unsere Idee vom Last.FM für News immer relevanter wird.

  3. äh, hab ich irgendwie einen themenwechsel verpasst? irgendwie versteh ich saschas kommentar grad nicht.

  4. @Silke: Sascha nimmt mE Bezug auf meinen Eingangssatz in dem ich kühn behaupte, dass Blogger gerne einfach mal so jeden Krams kommentieren und damit für ein hohes Grundrauschen sorgen.

  5. Wer ist das: „Bugreport an das neue Internetdings geschickt, uninstall, fail. Trotz schon schöner runder gelber Ecken.“ 😉

  6. @Rockafella: bloggen übers bloggen ist doch in der deutschen Blogszene sehr verbreitet, oder? Ist doch schön über die Bedeutung des Bloggens zu grübeln. So jetzt muss ich kurz bei Twitter übers twittern twittern.

    @Sebi: Ich habe schon ein wenig danach gesucht, aber ich konnte es noch nicht entschlüsseln. Hast du noch einen Hinweis?

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