Redesign vs. WordPress.com

Dem ein oder anderen wird es wohl schon aufgefallen sein – wir versuchen uns hier seit ein paar Tagen an einem Relaunch des Blogs. Das scheint ist gerade sehr hip zu sein in der Blogwelt. Ein wenig moderner sollte es werden und lesbarer. Außerdem hatten wir keine Lust mehr auf die WordPress Standard Vorlage. Also haben wir einfach die 10€ investiert, um das WordPress.com CSS Upgrade zu bekommen und dachten alles ist ganz einfach…. Denkste! Aber von vorn:

Warum WordPress.com:
Ich habe schon selber verschiedene WordPress Projekte auf eigenen Servern betrieben und wenn man das Ganze nicht Vollzeit betreibt vergeht einem schnell die Lust an den ständigen Updates. Mir geht das auf jeden Fall so. Außerdem hatte Robert vor einiger Zeit mal eine Liste geschrieben, warum man sich den Einsatz eines eigenen WordPress System genau überlegen sollte. Das gilt mE auch für andere Blogsysteme.

Andere Bloghoster haben wir gar nicht erst geprüft. Wir hatten uns schon zu sehr an das WordPress Backend gewöhnt. Die Jungs von WordPress.com schreiben in Ihrem Blog auch immer sehr nette Sachen – ein klares Plus, weil extrem authentisch.

Die Kriterien von WordPress erfüllen wir auch: Keine Werbung. Einfach nur Inhalte. In deren Logik sind wir wohl ein Business Blog.

Die Entscheidung war/ist also klar. Wir haben keinen Stress mit dem System, keinen Stress mit Hackern, keinen Stress mit zuviel Traffic Spitzen (SpOn me :-)), bekommen alle Updates mit und profitieren von der SEO Optimierung und sonstigen Kleinigkeiten. Werbung lohnt sich für uns eh nicht. Welcome at WordPress.com.

Nicht alles was glänzt…:
Wie solltes es anders sein – die ganze Sache hat auch ein paar Haken. Die Gestaltungsmöglichkeiten beim Redesign des Blogs werden durch das System stark beschränkt. Wir haben verschiedene Templates ausprobiert, aber es gibt nur ganz wenige dynamische zweispaltige Templates bei WordPress.com wie wir sie uns wünschen.

  • Leider kann man keine kompleten Templates einfügen (z.B. von wordpress.org) sondern nur die CSS der bestehenden Templates anpassen.
  • Der Anpassungsvorgang ist ziemlich frickelig, wenn man schöne Editoren gewohnt ist (siehe Screen).
  • Es können keine (praktischen) PlugIns nachinstalliert werden.
  • Man kann noch nicht mal einzelne html Elemente anpassen. So ist es zum Beispiel nicht möglich die letzten Kommentare in der Sidebar mit z.B. dem Datum zu ergänzen. Entsprechend ist sehr genau das Grundtemplate auszuwählen und bzgl. der gewünschten Funktionen zu prüfen.
  • Man hat nur Zugriff auf die zentrale CSS Datei. Die Templates werden aber oft durch mehrere CSS Dateien gesteuert. So lässt sich die Formatierung des Headers beispielsweise nur mit Tricks überschreiben (siehe „! important“), was jedoch auf älteren Browsern nicht ordentlich dargestellt wird.
  • Wenn ein neues Headerbild eingesetzt werden soll, muss dieses auf die Größe des Template-Bildes skaliert werden. Eine Veränderung der Position ist entsprechend auch nicht möglich.
  • Die Widgets in der Sidebar lassen sich nur minimal steuern.
  • … [wird ergänzt, wenn noch mehr Punkte auffallen]
Widget Sidebar Editormodus

Widget Sidebar Editormodus

Ansonsten ist WordPress ein super System. Es läuft schnell, weitgehend fehlerfrei, hat alle normalen WP Backend Optionen und der Support antwortet auch sehr schnell.

Fazit:
WordPress.com ist für viele Blogs eine gute Alternative zum selbst gehosteten System, weist aber langfristig klare Grenzen auf. Man findet diverse Blog-Ansätze die zu WordPress passen. Ansonsten wäre der Dienst auch nicht so populär.

  • Wer keine Lust auf editieren hat, sondern nur seine Inhalte veröffentlichen möchte, der kann sofort damit starten.
  • Es eignet sich im geschlossenen Modus sehr gut als Projekt-Dokumentationstool.
  • Es eignet sich für die geheimnisvollen Blogger.
  • Es eignet sich für Alle, die keine Lust auf typischen Update Arien haben und denen ein nur gering anpassbares System ausreicht.
  • Es eignet sich nicht für alle die ein Stück weiter wollen = viele Individualisierungsmöglichkeiten, PlugIns nachinstallieren, Werbung schalten….

Für unsere Zwecke eignet sich WordPress.com auf jeden Fall. Unser Ziel ist es langfristig täglich die internen WP Blogcharts zu erstürmen. Wenn es soweit ist, können wir über ein gehostetes System nachdenken. Bis dahin werden wir wohl noch das ein oder andere (Re-) Design ausprobieren. Das aktuelle Design ist aus unserer Sicht schon mal ein Fortschritt. Abgesehen davon zählen sowieso nur die Inhalte. Die sind auf selbst- und fremdgehosteten Systemen ohnehin gleich.

Danke @ Firefox Webdeveloper Plugin + CSS-Liveedit 🙂

0 Gedanken zu „Redesign vs. WordPress.com

  1. Pingback: Basic Thinking Blog | Wordpress.com vs. Wordpress.org

  2. Hallo. Ich bin bis jetzt aus eben diesen Gründen auch bei WordPress.com. Eine Frage hätte ich dazu: Euer Blog liegt ja unter kassenzone.wordpress.com. Mit welcher Art von Umleitung habt Ihr erreicht, dass auch bei den Adressen der Einzelartikel die individuelle Adresse (blog.kassenzone.de/…) sichtbar ist? Bei Umleitung per HTML-MetaRefresh, die ich bei einem anderen Hoster anlegen kann, erscheint in der Adresszeile ja die WordPress.com-Adresse.

  3. Hallo und Danke schön. Ich hatte gehofft, es gäbe eine Möglichkeit, das auf dem hiesigen Server zu regeln und die PayPal-Anmeldung zu vermeiden … Schade.

  4. Man könnte ein wenig mit Frames arbeiten, aber das ist doof für die ganze dynamische Technik (URL, Trackbacks…). Die 10€ musst du wohl investieren 🙁

  5. Pingback: links for 2008-08-27 - schorleblog

  6. hachja.. das war auch meine Überlegung, also zog ich auch nach wordpress.com, weil die viele updater- und pflegerei einfach zeit frisst. schlißeßlich muss man einen Blog ja auch noch sinnvoll füllen:)
    Zum Design: eigentlich müßte sich alles überschreiben lassen, mit der richtigen css ansprache (kann man gut mit firefox Webdeveloper herausfinden), einfach auch die angaben der anderen wordpresseigenen css mit in den Editor eingeben. (aber vorsicht nicht das backend zerschießen).

    Ich denke der Trend geht einfach in diese Richtung, ganze systeme bei großen anbietern zu nutzen. Wer weiß, wahrscheinlich mieten wir in der zukunft auch softwarelizenzen via benutzungsdauer vom anbieter, und fahren nur noch clients auf unseren pcs…

  7. Das mit den Clients statt PCs kommt auf jeden Fall. Das spart mir schon mal die ganze Admin Arbeit bei den PCs in meiner Familie. „Alex – kannst du mal wegen dem Virenprogramm schauen…“

  8. Pingback: wordpress themes download

  9. Pingback: Domain Mapping fürs Federwerk « Federwerk

  10. Hallo. Ich hatte nach Euren Hinweisen (2-4) versucht, das Domainmapping für mein WordPress-Blog einzurichten, was bisher leider nicht funktionieren will. Laut Anleitung in den FAQs von WordPress ( http://faq.wordpress.com/2006/11/10/domain-mapping/ ) muss der Hoster der Domain (in meinem Fall all-inkl.com) als Erstes die DNS-Einträge ändern. Vorher lässt sich die neue Adresse bei den WP-Einstellungen unter Upgrades nicht hinzufügen. Beim Hoster all-inkl.com dagegen wird mir gesagt: »Es uns leider nur möglich für eine Domain die Nameserver einzutragen, wenn die Domain auf diesen Nameservern eingetragen ist.« – Da Ihr im Sommer so nett geantwortet habt, komme ich mit meiner Frage hierher zurück: Habt Ihr vielleicht eine Idee, wo der Fehler liegt?

  11. Folgenden Namensserver-Eintrag habe ich für die Domain kassenzone.de geändert:

    blog.kassenzone.de (CNAME): kassenzone.wordpress.com

    Es dauert ca. einen Tag, bis WordPress „merkt“, dass der Eintrag korrekt ist. In dieser Zeit ist Deine alte Domain nicht erreichbar (!). Nach dem Tag Wartezeit kannst Du jedoch in Deinem WordPress-Account das Domainmapping aktivieren und Dein Blog sollte sofort unter der neuen Domain sichtbar sein.

    Für die oben genannte Änderung des Namensservers brauchst Du keinen Kontakt zu Deinem Hoster aufzunehmen. Die Einstellung müsste sich im Webinterface Deiner Domainverwaltung finden lassen.

    Viel Erfolg!

  12. Vielen Dank für Deine Antwort, Florian. Inzwischen ist das Domain Mapping aktiviert, wenn auch auf noch einem anderen Weg: Die DNS-Einträge kann man bei meinem Hoster nicht selbst ändern. Ich habe also den Support von WordPress.com angemailt. Die haben auf dem Server von WordPress.com einen Bereich (das hatte all-inkl offenbar gemeint) für federwerk.de eingerichtet, sodass beim Hoster die DNS-Einträge geändert werden konnten. Dann ließ sich auch die neue Domain bei WordPress.com hinzufügen. Nicht, dass ich jetzt irgendwas verstanden hätte, aber es funktioniert …
    Also, herzlichen Dank noch mal und viele Grüße von der Ostsee, MK