So war der Digital Commerce Day B2B in Stuttgart

Nach dem großen Zuspruch bei den B2B Themen zum Hauptevent des Digital Commerce Day in Hamburg, hat Lennart Paul (warenausgang) eine Spezialausgabe in Stuttgart organisiert, bei der es nur um B2B Themen ging und die B2B Teilnehmer wieder unter sich waren. Das Konzept, dass nur Händler & Hersteller Tickets kaufen können und die Dienstleisterquote über die Teilnahme als Sponsor bei max. 5-7% liegt, geht voll auf. Die Teilnehmer treffen so auf sehr viele gleichgesinnte Menschen und darum geht es bei diesem Eventformat. Die Vorträge dienen als Inspiration und in den Pausen und abends geht es in informierten Kreisen ans Eingemachte. Abgesehen davon war ich zum ersten Mal in einem Konferenzzentrum, dass sich den Treppenaufgang mit dem Burgerking teilt. Sehr pragmatische Lösung der Flughafenplaner in Stuttgart. Wer sich einen Eindruck vom Event machen will, kann das Imagevideo anschauen:

Lennart hat auf seinem Blog auch eine ausführliche Zusammenfassung zu den einzelnen Beiträge geschrieben. Am stärksten hat der Vortrag des Takkt Group CEO auf die Teilnehmer gewirkt, der deutlich gemacht hat in welchen Bereichen man sich als B2B Konzern heute tummeln muss, um in Zukunft noch gut mitspielen zu können.

Die Takkt AG macht das, was jedes Unternehmen vergleichbarer Größe machen sollte. Allerdings hat die Takkt AG auch 15,2% EBITDA-Marge und kann sich diesen notwendigen „Spaß“ somit durchaus leisten. Die Lernkurve des Unternehmens dürfte derweil sehr steil sein, ein Wettbewerbsvorteil gegenüber allen, die noch versuchen, digitale Themen an Mittelmanagement und externe Berater zu delegieren.

Nicht zuletzt gab es auch wieder eine kleine, sehr individuelle Preisverleihung an B2B Unternehmen, die Lennart und mich in den letzten 12 Monaten am meisten beinflusst und/oder beeindruckt haben. Dafür nutzen wir keine klassische Jury, die aus hunderten Einsendungen einen schönen Shop auswählt, sondern diskutieren sehr offen, wer den Markt am meisten bewegt hat (Contorion), wer aktuell das leuchtende Digitalbeispiel bei den vielen analogen Unternehmen  ist (Kärcher) und wer das Thema Amazon am frühsten verstanden hat (Bosch). Das sind [Update] keine Kunden dir wir von uns überzeugen möchten, und die Gewinner wissen auch bis zur Verkündung des Preises nichts von ihrem Glück, was die Überraschung dann bei allen etwas größer macht. Lennart hat auch hergeleitet warum diese drei Unternehmen gewonnen haben. Wie gewohnt gab es auch wieder den Andre Agassi Gedächtnispokal, damit man in der Firma auch endlich mal einen Grund hat eine große Vitrine für den Eingangsbereich zu kaufen.

Die nächsten DCD Termine (19./20. April in Hamburg) stehen schon fest. Ich gehe stark davon aus, dass beide Events wieder ein paar Wochen im voraus ausverkauft sind. Das ist auch gut so. Das erleichtert die Cateringplanung erheblich. Beim DCD 2018 in Hamburg feiern wir abends auch den 10. Geburtstag von Kassenzone. Zur Feier lesen dort Jochen Krisch und Thomas Lang die 50. kritischsten Kommentare aus dem Kommentarbereich von Kassenzone vor – live & in Farbe.

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Alexander Graf, 37, E-Commerce Unternehmer & Analyst, Gelernt bei der Otto Group, danach über 10 Unternehmen gegründet, heute u.a. Gründer Geschäftsführer des führenden Commerce Technologieanbieters Spryker Systems. Im Juni 2015 hat er das E-Commerce Buch veröffentlicht, das seitdem die E-Commerce Rankings anführt. Weitere Infos hier, oder direkt kontaktieren unter: alexander.graf@etribes.de || Tel: +49 (40) 3289 29690

8 Antworten

  1. „Das sind keine Kunden von uns …“ – Bin ich verrückt? Hab hier grad eine Case Study von Spryker über Contorion offen.

  2. Thomas sagt:

    Hallo Alex,

    >>> Zur Feier lesen dort Jochen Krisch und Thomas Lang die 50. kritischsten Kommentare aus dem Kommentarbereich von Kassenzone vor – live & in Farbe.

    Grossartig + erwachsen! 🙂

    VG

  3. Thomas sagt:

    Hups – zeitgleicher Post :)))

  4. Analyse sagt:

    Hallo Danke für den Beitrag.

    Die Digitalisierung ist ein grosses Thema. Jedoch habe ich das Gefühl, dass die Osteuropäischen Länder in diesem Bereich mehr Gas geben als die „Wirschtschaftsländer“ von Europa. (Deutschland, Schweiz, Frankreich)
    Was denkts du, wie lange geht es bis die Firmen in Deutschland / Schweiz merken, dass sie mehr in die digitale Stossrichtung investieren müssen?

    • Ich sehe in meinen Gesprächen, dass das Thema überall angekommen ist und auch investiert wird. Es gibt zwei Anlässe: 1) Angst (vor Amazon, Facebook…) und 2) Ambition (neue Geschäftsmodelle…). In 95% ist der Anlass für die Investitionen Angst.

      • Analyse sagt:

        In letzter Zeit war die Digitalisierung ein grosses Thema im schweizer TV. Dort kam heraus, das die Firmen das Potenzial erkennt haben, jedoch noch wenig konkretes unternommen haben.

  1. 5. Dezember 2017

    […] …Auf dem B2B DCD letzte Woche erzählte Lennart Paul, sie würden – bei allen, ohne Ausnahme – immer dann am […]

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