Marken im E-Commerce & Werbung auf Kassenzone

PodstarsDer Podcast von Onlinemarketing Rockstars hat sich innerhalb kürzester Zeit zum populärsten Branchenpodcast gemausert und erreicht nun regelmäßig bis zu 5.000 Hörer pro Folge. Das erreichen die Kassenzone Podcasts nur, wenn man alle Kanäle (Youtube, Facebook, Soundcloud…) zusammenrechnet, aber auch in diesen Bereichen wird der OMR Podcast in Zukunft sicherlich vertreten sein. In der aktuellen Folge ging es insbesondere um das Thema „Marken im E-Commerce“. Entgegen der aktuell populäre These „Werde eine Marke!“ stehe ich mittlerweile auf dem Standpunkt, dass in einer Plattformökonomie Marken nur noch Mittel zum Zweck sind. Sie werden anders aufgebaut, anders geführt und haben einen viel flüchtigeren Wert. Der Moderator Philipp Westermeyer hält mit Beispielen wie dem geyhpten Matratzenstartup Caspers dagegen und im Laufe des Gesprächs kommen wir zu einigen spannenden Einsichten. Hier gibt es den kompletten Podcast:

Die Onlinemarketingrockstars haben neben dem eigenen Podcast noch ein weiteres spannendes Projekt aus der Taufe gehoben. Sie vermarkten nun auch Podcasts unter dem Label „Podstars“. Kassenzone ist nun Teil dieses Konzeptes und betritt Werbeneuland. Es gibt bisher keine Werbemöglichkeiten bei Kassenzone, weil ich bisher viel zu faul war, um mich um mögliche Werbepartner zu kümmern und ich das Konzept von Bannern und Sponsored Posts nicht mehr sinnvoll finde – weder für die Leser noch für Werbetreibende. Ähnlich skeptisch habe ich zuerst auch über die Podstars Idee gedacht, aber Vincent Kittmann vom OMR Team konnte diese Bedenken beseitigen. Er argumentiert:

  • Insbesondere B2B Werbetreibende können so eine sehr hochwertige Zielgruppe erreichen, weil in solchen Formaten, anders als z.B. bei Bannerwerbung, die Werbung idR noch konsumiert wird. => Das muss man sich sicherlich in den Statistiken mal anschauen, aber bisher habe ich im OMR Podcast auch noch nicht bei den „Verbraucherinformationen“ vorgespult.
  • Wenn der Podcaster die Werbung selber einspricht und interpretiert, also nicht abliest, sondern 1min über das Produkt/den Service redet, hören die Leute eher zu, weil sie der Stimme des Sprechers vertrauen. => Das klingt für mich einleuchtend, außerdem war „Werbesprecher“ schon immer mein Traumberuf kurz hinter Feuerwehrmann.

Ich bin gespannt wie sich das entwickelt, und ob ich für meine Lieblingsunternehmen Hybris & Demandware bald Verbraucherinformationen verbreite. Die Idee bei der Vermarktung ist wohl, dass man direkt zwei bis vier Ausgaben eines Podcasts á 1min erwirbt und je nach Reichweite/Zielgruppe des entsprechenden Podcasts bezahlen muss. Alle weiteren Infos findet ihr unter http://www.podstars.de/.

Alexander Graf, 35, E-Commerce Unternehmer & Autor, Gelernt und erste M&A-Tätigkeit bei der Otto Group, danach über 10 Unternehmen gegründet, heute u.a. Gründer Geschäftsführer des führenden Shop Technologieanbieters Spryker Systems. Im Juni 2015 hat er das E-Commerce Buch veröffentlicht, das seitdem die E-Commerce Rankings anführt. Weitere Infos hier, oder direkt kontaktieren unter: alexander.graf@etribes.de || Tel: +49 (40) 3289 29690

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4 Antworten

  1. Janne sagt:

    Moin Alex,

    gut erkannt. Im ersten Schritt spielen Marken auf Marktplätzen überhaupt keine Rolle. Werden entsprechende Hygienefaktoren wie Qualität, Preis, Bewertungen, Lieferfähigkeit usw. beachtet ist es dem Kunden relativ egal, welche Marke dahinter steht und für den Verkaufenden ist es das ebenfalls. Es lohnt sich jedoch immer eine Marke mit aufzubauen um danach Markensuchanfragen direkt abzufangen und nicht wieder im direkten Vergleich zum Wettbewerb zu stehen. Genug Beispiele habt ihr mit factor-a ja gesammelt 😉

    VG
    Janne

  2. Lennart sagt:

    Hey Alex,

    ich bin ja noch skeptisch, was das Thema „Bedeutungslosigkeit von Marken“ angeht. Wahrscheinlich, da ich als Kunde sehr markentreu bin, es sei denn es geht um „Wegwerfartikel“ wie z.B. Smartphonehüllen oder Dekoartikel. Wobei es in den Fällen auch keine mir bekannten Marken gibt. Sonst bin ich ein klassisches Markenopfer, aber auch nicht die Grundgesamtheit.

    Außerdem sehe ich, dass im B2B nach wie vor die Marken, auch auf Marktplätzen, einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben. Vielleicht liegt das daran, dass der klassische B2B Einkäufer erstmal misstrauischer gegenüber Marken ist, die er nicht kennt. Auch die jüngere Generation ist nach meinen Beobachtungen sehr auf gewisse Marken fixiert.

    Auch wenn es einige erfolgreiche Beispiele gibt, die du aufzählst, glaube ich, dass „Legacy Brands“ noch immer einen Vorteil gegenüber neuen Marken besitzen. Voraussetzung, diesen nicht zu verspielen ist aber, die Markenführung zukünftig auf digitale Kanäle anzupassen.

    Viele Grüße
    Lennart

  3. Christoph sagt:

    „Customer Journeys werden immer kürzer. Von Inspiration bis zum Kaufabschluss vergehen in Zukunft nur noch wenige Minuten oder Sekunden. Vertrauen und damit Marke wird in dieser Welt elementar.“ Jan Kegelberg (Quelle: http://etailment.de/thema/player/Jan-Kegelberg–4338)

    • Vielleicht meinen wir ja dasselbe, aber ich finde dass in dieser Welt Leistung und Anpassungsfähigkeit elementar ist. Die Marke die das verkörpert ist sicherlich vorne (z.B. Amazon). Sportscheck verkörpert es nicht bisher und da kann man mit der Marke machen was man will.