Google vs. Amazon vs. ChatGPT #monthlyHeinemann

45:07

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In dieser Episode bespreche ich mit Florian Heinemann, warum Amazon möglicherweise dauerhaft von den Google-Werbeanzeigen zurückgetreten ist, insbesondere für Amazon.com. Wir analysieren die Hintergründe dieser Entscheidung und diskutieren auch, warum eine Abkehr von LinkedIn für Unternehmen ratsam sein könnte.

Aus meiner Sicht ist das gesamte B2B-Demand-Gen-Game in seinem aktuellen Zustand nicht mehr tragfähig. Diese Perspektive sorgt für interessante Diskussionen und ich bin gespannt, ob Florian eine andere Meinung hat.

Ein zentrales Thema dieser Episode ist der sogenannte „Agentic Commerce“. Wir skizzieren die Relevanz und zeitliche Einordnung dieses Konzepts und erörtern, welche Maßnahmen Händler und Hersteller ergreifen sollten, um relevant zu bleiben. Wir stellen auch die These auf, dass Google möglicherweise weniger Einnahmen verlieren könnte, da der Rückzug von Amazon auch die Klickpreise nicht dramatisch senken könnte.

Schließlich debattieren wir die potenziellen Auswirkungen dieser Entscheidung auf die gesamte Suchmaschinenlandschaft und insbesondere auf die Werbequote. Dabei wird deutlich, dass Google nicht nur eine scharfe Konkurrenz zu Amazon darstellt, sondern auch in der Lage sein könnte, seine Werbeeinnahmen aufrechtzuerhalten, selbst in einem Szenario ohne Amazon.

Des Weiteren betrachten wir die Veränderungen in der Wahrnehmung und Nutzung von Suchmaschinen im Kontext von Agentic Commerce und den Auswirkungen von KI-gestützten Services. Durch die Anhebung von KI-gestützten Suchanfragen erfahren wir von neuen Möglichkeiten der Monetarisierung im E-Commerce, die für Händler und Werbetreibende von Bedeutung sein könnten. In Bezug auf B2B-Demand-Generation äußere ich Bedenken über die Automatisierung und deren Effektivität, insbesondere wenn es darum geht, relevante Kunden zu erreichen. Wir reflektieren, wie individuelle Ansätze und persönliche Kommunikation immer wichtiger werden, während automatisierte Nachrichten an Relevanz verlieren.

Abschließend werfen wir einen Blick auf die Herausforderungen, die für Händler und Hersteller im Agentic Commerce entstehen und darauf, welche Strategien sie verfolgen sollten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Trotz der Beschleunigung in der Veränderung durch KI und neue Technologien bin ich zuversichtlich, dass fundierte Strategien und eine adaptive Vorgehensweise den Akteuren im Markt helfen können, diese Herausforderungen zu meistern.

Unsere Key-Insights aus dem #monthlyHeinemann Podcast:

💡 Amazon zieht sich aus Google Shopping zurück: Amazon nutzt den Rückzug nicht primär zur Klickpreisverhandlung, sondern schwächt gezielt Google Shopping, um die eigene Plattform als Startpunkt der Produktsuche zu stärken und das Retail-Media-Geschäft weiter zu pushen.

💡 Agentic Commerce verändert alles: In der AI-getriebenen Produktsuche (z. B. via ChatGPT oder Perplexity) zählen Produktdaten, Nutzerzugang & Fulfillment. Amazon (End-to-End) und Google (Daten & Ads) haben klare Vorteile gegenüber reinen LLM-Anbietern.

💡 Retail Media killt Preisvergleich: Amazon listet zunehmend werbegetriebene Ergebnisse, was die Plattform als objektiven Preisvergleich entwertet. Dennoch bleibt die Conversion hoch, vor allem bei Standardkäufen, wegen Vertrauen und Convenience.

💡 KI-Automatisierung im B2B-Marketing stößt an Grenzen: Hyperpersonalisierte Agent-Mails klingen gut, performen aber oft schwach. Nutzer:innen stumpfen gegenüber massenhaften, KI-generierten Messages ab, echte Relevanz und Authentizität bleiben entscheidend.

💡 Agentic SEO wird zum neuen Spielfeld für Marken & Händler: Wer in AI-Ergebnissen auftauchen will, muss sich wie früher bei Google SEO positionieren, mit starken Reviews, Domain-Authority & einzigartigen Produkten. Nur wer vom Agent als relevant erkannt wird, gewinnt.






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