Zur Zukunft des stationären Buchhandels # Interview mit Osiander Geschäftsführer Christian Riethmüller

Alexander Graf

Alexander Graf, 35, E-Commerce Unternehmer & Autor, Gelernt und erste M&A-Tätigkeit bei der Otto Group, danach über 10 Unternehmen gegründet, heute u.a. Gründer Geschäftsführer des führenden Shop Technologieanbieters Spryker Systems. Im Juni 2015 hat er das E-Commerce Buch veröffentlicht, das seitdem die E-Commerce Rankings anführt. Weitere Infos hier, oder direkt kontaktieren unter: alexander.graf@etribes.de || Tel: +49 (40) 3289 29690

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8 Antworten

  1. Alex sagt:

    Schönes Interview mit einem sympathischen Gesprächspartner.

    Ich frage mich aber dennoch ob es langfristig die Filialen rettet wenn man stetig auf den steigenden Onlineumsatz hinweist und auch darauf baut. Sicherlich ist das ganze per Multichannel eng mit den Filialen verbunden aber braucht man auf Dauer dann wirklich noch alle Filialen in der jetzigen Größe?

    Ist es bei Media für die einzelnen Filialen eine Lösung dass der gesamte Konzern stetige Umsatzsteigerungen bei den teils zugekauften ECommerce-Shops hat?

    In Zukunft sollte man daher immer 2 Fragen stellen: Was ist die Lösung für das Einzelhandelskonzept der jeweiligen Marke und was ist die Lösung für den gesamten „Konzern“.

    „Die Lösung für den Einzelhandel ist immer mehr die Onlineshop-Umsätze der jeweiligen Ketten zu steigern“.

    Etwas überspitzt sinngemäß übertragen:

    „Lieber Kutscher-Verein e.V. , wenn es bei euch gerade nicht so läuft, dann setzt eben in Zukunft auf motorisierte Taxis“.
    Das Problem ist gelöst, die Kutschen sind aber dennoch weg.

    Schlussendlich macht aber der Herr von Osiander nicht nur einen sehr vernünftigen Eindruck, nein er macht im Rahmen seiner Möglichkeiten so wie es sich anhört, das Beste aus der Sache und passt sich an, siehe auch eine App die vielleicht nicht das absolut innovativste ist, aber sicherlich viele Nutzer findet in diesem Bereich.

    Gut auch dass er das leidige Thema mit den „NonBook“ Umsätzen ganz ehrlich anspricht und auch nicht kleinredet sondern eher ausbauen möchte. Ich denke dass sich beides gut kombiniert. Für viele Kunden ist dies ja „so schrecklich dass lauter Geschenkeartikel und KrimsKrams“ nur noch in Buchläden zu finden ist. Aber scheinbar wirds eben auch massiv gekauft und es ist nachvollziehbar.

  2. Alex sagt:

    Nachtragend noch die Info dass ich die App einmal kurz getestet habe, sehr verständlich aufgebaut und mit allen grundlegenden Infos (Barcode scannen, Routenplaner-Übergabe usw) ausgestattet. Ohne diese jetzt zu intensiv getestet zu haben würde ich sagen dass man diese auch gut nutzen kann. Man hat nicht das Gefühl grundlegenden Funktionen oder Infos zu vermissen die den Besuch der normalen Webseite notwendig machen. Den genannten Kerkeling hat er auch gleich gefunden.

  3. S. Schneider sagt:

    Guten Tag.

    Auch ich wollte mich sehr für das Interview bedanken. Herr Riethmüller macht einen ausgesprochen kompetenten und smarten Eindruck. Dies steht im absoluten Gegensatz zu dem Bild, welches der Buchhandel (und insbesondere der Börsenverein) mir sonst vermittelt. Statt in Abwehrhaltung zu gehen verfolgt er offensive Konzepte. Und statt in Größe zu sterben merkt man, dass er seine Stärken und Schwächen sehr genau kennt. Ich traue Osianda daher eine viel schnellere Handlungsfähigkeit als den großen Ketten zu.

    MfG

  4. Ich habe hier einen Osiander ein paar Straßen weiter und kaufe dort auch ein. Die Mitarbeiterinnen sind sehr freundlich und es wird einiges veranstaltet. Bei Amazon die Rezensionen lesen und dann vor Ort bestellen? Passt! Ist also nicht immer so, dass der Einzelhandel lediglich Showroom für Amazon ist. Sicher: Die Buchpreisbindung hilft dabei.

    Die Non-Book-Artikel, werden die bei Thalia nicht gerade deutlich reduziert? Dort hatte das etwas überhand genommen. Mit Liebe zum Detail wird es allerdings immer möglich sein, Kunden zu gewinnen und erfolgreich zu bleiben.

  5. Herzlichen Dank für das sehr aufschlussreiche Video. Werde dies in einen Beitrag einbringen, in dem mich mit dem Onkel von Herrn Riethmüller wohl etwas zu hart „ins Gericht“ gegangen bin. Denn der Geist, den sein Neffe beschreibt, ist es, den ich bei dem Statement seines Onkels vermisst hatte.

    Hier der Beitrag: http://thomasbrasch.wordpress.com/2014/11/08/umdenken-muss-der-stationare-handel-nicht-der-kunde-von-amazon/

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