Amazon Gutschein 2013 inkl. Gutscheincode

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Keine Angst, Kassenzone.de wird keine Affiliate Plattform. Der Titel des Beitrages, die URL, der Banner und der Einleitungstext simulieren zur Veranschaulichung den Aufbau einer klassischen Gutscheinseite, auf der Nutzer dazu animiert werden auf Affiliatelinks zu klicken. Diese Klicks sorgen dann später beim Einkauf auf der Plattform dazu, dass der Betreiber der Gutscheinseite ein paar Prozentpunkte vom Umsatz abbekommt.

Affiliate Marketing ist SPAM

In einem bemerkenswerten Beitrag auf venturebeat hat sich nun der Gründer der Plattform Kogan.com (australische Dealseite) zu Wort gemeldet und aus seiner Sicht analytisch hergeleitet, dass die von ihm verzeichneten Affiliate Umsätze zu 98% „betrügerischer“ Art waren.

The results were damning proof that affiliate networks are little more than a scam. Of all the traffic our affiliate network sent to us that had made a transaction, only 1.68 percent hadn’t been to our site before. This is more than 95 percent lower than our site average. Basically, of anyone coming to our site through an affiliate network, there was a 98 percent chance they had been to our site before.

If you were hiring a salesperson and paying them commission, you’d expect them to bring new customers into your business wouldn’t you? In this case, it’s the equivalent of paying a salesperson a commission to go out there and sell to people in your store that are already lined up in the checkout queue ready to make a transaction

Die Analyse ist etwas zwar technisch ok, aber insgesamt kann man davon ausgehen, dass sein Affiliate Marketing Manager einen sehr bescheidenen Job bei der Auswahl der Affiliate Partner gemacht hat. Bemerkenswert an dem Beitrag sind deshalb eher die über 100 Kommentare von den „Verteidigern“ der Affiliate Industrie. Alle werfen dem Kogan Gründer haarsträubende Fehler vor und preisen ihr Business an, wie z.B. Tricia:

Perhaps the problem was that your „marketing consultant“ didn’t actually understand the business model? Doing affiliate marketing right takes education and experience (hence the reason so many people attend Affiliate Summit). Rather than throwing the baby out with the bathwater, you could have taken numerous steps including, 1) not allowing coupon sites in your program, 2) getting rid of the coupon box on your site so that customers didn’t go look for coupons, 3) including the coupons ON your site so that if you wanted to use them, customers would not go off the site to find them, etc.

Affiliate Marketing ist (vielleicht) doch kein Spam

Der Beitrag hat in der Szene sogar für so viel Aufregung gesorgt, dass sich einige Affiliate Profis dazu genötigt gesehen haben eine Antwort auf den Artikel zu schreiben. Sorry, affiliate marketing actually isn’t a (big ugly) scam

You pick and choose which products or services you want to sell and see if the merchant will give you a commission for selling them. You own your own content into perpetuity, even if the merchants go out of business.

Is it a scam when you go to a real estate agent and the guy who convinces you to buy the house gets a commission when you do? Is it a scam if you refer a friend to DirecTV and DirecTV gives you a credit on your account for referring them? Both of those situations are very similar to affiliate marketing.

Would big companies that protect their brands and their reputations such as Zappos, Best Buy, Amazon, and Nordstrom work with affiliate marketers to perpetuate a scam? Because they all participate in affiliate marketing in different ways and have hundreds of thousands of affiliates between them.

Auch unter diesem Beitrag sammeln sich schon über 50 Kommentare, die dem Verteidiger der Affiliate Industrie lauten Beifall klatschen. In Summe lesen sich die Argumente wie folgt: Der Kogan Gründer hat keine Ahnung, Checkout Discounts sind dumm, 99% aller Affiliates arbeiten hart für ihre Partner, große Firmen können nicht irren, alles ist wieder gut.

Affiliate Marketing ist (meistens) Spam, leider

Die Argumente der Affiliate Verteidiger lesen sich schlüssig, aber die Realität ist mE eine andere. Wenn man sich die Arbeit von Affiliate Managern in Unternehmen anschaut, dann wird ein wesentlicher Teil ihrer Zeit dafür verwendet Spam Aktivitäten in ihrem Account zu entdecken und zu bearbeiten. Anders als bei den meisten Marketingkanälen steht es also nicht die kreative & analytische Entwicklung des Kanals im Vordergrund. Das sollte zu denken geben. Nicht umsonst hat sich René Köhler von Internetstores (fahrrad.de u.a.) dazu entschieden, alle Affiliate Programme komplett einzustellen.

Ich bin mir sicher, dass Internetstores weniger Fehler gemacht hat als Kogan und trotzdem mehr Aufwand als Kosten in diesem Marketingkanal gesehen hat. Alleine die Löschung des „Discount Code“ Feldes am Ende des Checkout Prozesses wird wohl nicht reichen, um so einen Kanal zu kontrollieren. Ich frage mich ohnehin warum Unternehmen ernsthaft noch diese Felder im Checkoutprozess anbieten. Es dürfte doch klar sein, dass damit Last Cookie Spam Aktivitäten befördert werden.

Bisher konnte mir auch noch kein Affiliate Betreiber erklären welchen Mehrwert die vielen Gutscheinseiten haben sollen. 99% dieser Seiten haben keinen organischen Traffic (wiederkehrende Nutzer/Kunden) und setzten sich bewusst im Kaufprozess zwischen Käufer und Verkäufer. Sogar die als „legal“ markierten Affiliates in vielen Partnerprogrammen betreiben aus meiner Sicht Blogs & Foren, die klar erkenntlich auf die Gewinnung von One-Klick-SEO Traffic ausgelegt sind. Echte Communities und Plattformen sind gefühlt in der Minderheit und wahrscheinlich haben nur die großen Unternehmen mit gut ausgebildeten Affiliate Managern die Kapazitäten diese in ihrem Netzwerk zu filtern.

Ich glaube zwar nicht, dass das Wachstum der Affiliate Industrie zu bremsen ist, weil viele Unternehmen zu geil sind auf Umsatz, aber ich glaube auch nicht, dass der generierte Affiliate Umsatz wirklich „valuable“ ist.

But when Forrester reported that affiliate marketing would grow from a $1.9B industry in 2009 to a $4B industry in 2014, there were good reasons for it. They included the incremental value of affiliate marketing and the big brands that are adopting it as a successful marketing channel.

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7 Gedanken zu „Amazon Gutschein 2013 inkl. Gutscheincode

  1. Danke, Alex, für den pointierten Beitrag. Auch wir haben unser Affiliate Marketing 2012 beendet. Die Umsätze haben sich lediglich anders verteilt, der Marketing-ROI ging in die Höhe und die internen Kosten (Betreuung, Fraud Monitoring etc.) fielen weg. Dies, obwohl wir die umstrittensten Affiliate Modelle (Cash Back, Gutscheinseiten…) gar nicht/nur sehr ausgewählt zuließen.

    Häufig handelt es sich auch um ein Problem der Unternehmensorganisation. Der Affiliate Channel Manager zeigt natürlich zunächst tolle Zahlen. Ein CMO/CEO mit wenig operativer Erfahrung lässt ihn dann erstmal gewähren – der Channel ist ja für sich genommen performant.

    Noch eine letzte Beobachtung: Bei uns betrug der CLV von über Affiliate Marketing gewonnenen Nutzern weniger als 25% des Durchschnitts-CLVs, also die typischen Einmalschnäppchenjäger.

      • In der Regel meist: kumulierter Rohertrag (nach Payment) nach x Monaten abzgl. der Akquisitionskosten. Teilweise noch zzgl. einer Zukunftskomponente je Kanal.

        Klar, noch sauberer wäre es, Kundenservicekontakte zudem als Kosten zu berücksichtigen etc.

  2. Ich denke auch, dass das vor allem an mangelnder Fähigkeit zur Auswertung der Zahlen liegt. Uns ist zum Beispiel eigentlich auch seit Jahren bekannt, dass wir zumindest mit Gutscheinmarketing sicherlich keine wirklichen Zusatzkunden bekommen. Auf der anderen Seite sind zumindest bei uns die monatlichen Kosten dafür auch nicht sonderlich hoch, so dass es sich einfach mehr lohnt, andere Kanäle zu optimieren, die zur Verfügung stehende Zeit ist halt begrenzt.

    Wir haben das Thema aber trotzdem vor kurzem mal angepackt und einfach eine eigene kleine „Affiliate“-Seite zum Suchbegriff „getDigital Gutschein“ gebaut, die wir jetzt mit ein wenig günstigem SEO bei Google platzieren. Parallel habe ich endlich angestoßen, dass sämtliche Gutschein-Affiliates bei uns rausfliegen. Die Idee dabei ist, dass ich es für sehr problematisch halte, dass Gutschein-Feld ganz aus dem Checkout-Prozess zu nehmen, immerhin haben wir viele Marketing-Aktionen über Gutscheine, die messbar Neukunden bringen (z.B. „Empfiel uns Deinen Freunden“-Gutscheine) und die Kunden müssen das Gutscheinfeld ja auch finden. Wenn dann aber nunmal ein Kunde ohne Gutschein das Feld sieht und sich nur mit Gutschein glücklich fühlt, ist es mir lieber, dass er auf unserer eigenen Affiliate-Seite ein kleines Gimmick findet (oder evtl. sogar zu einem Zusatzkauf überredet wird), als dass er sich entscheidet, evtl. doch nicht zu bestellen. Nur Affiliate-Provision sollte dabei natürlich nicht anfallen.

    Ansonsten gibt es aber schon auch wirklich gute Affiliates, bei uns zum Beispiel im Geschenkebereich. Die Listung auf einigen Geschenkeportalen bringt uns z.B. immer wieder echte Neukunden. Ganz so pauschal kann man es also auch wieder nicht sagen, man muss halt differenzieren und messen, wie immer.

  3. Hallo Alex,

    vielen Dank für den spannenden Beitrag. Da schlagen in meiner Brust zwei Herzen, da ich sowohl Content Affiliate Projekte betreibe (und dort sehr hochqualifizierte Leads über Testberichte generiere) zudem aber auch eine Gutscheinseite habe, deren Wert für die Shops wohl eher mau ist. Aber es lässt sich in diesem Bereich immer noch das meiste Geld als Affiliate verdienen und am Ende des Tages freu ich mich ja über mehr Geld.

    Übrigens ist der deutsche Gutscheinbereich einer der am härtesten umkämpften SEO Bereiche auf der ganzen Welt (Deutschland ist sowieso der härteste Markt weltweit und Gutscheine sind wohl derzeit das Feld, wo sich die größten Experten tummeln).

    Viele Grüße
    Johannes

  4. Hi Alex.

    sehr schöner Artikel, auch ich habe die Diskussion bei venturebeat aufmerksam verfolgt. Ich bin ganz bei Dir: 99% der GS-Seiten (wenn nicht mehr..) bieten Null Komma Null Mehrwert – dennoch haben gerade die großen der Szene enorme Angst, diese auf ihrem Programm zu werfen. Warum? Ist ja nicht das eigene Geld bzw. der Affiliate-Manager „braucht“ die GS Seiten als Daseinsberechtigung, weil sonst „sein“ Kanal, wenn man noch Cashback/Loyalty hinzunimmt, gleich mal um 90% weniger wichtig wäre.

    Als ich bei limango angefangen habe, war meine erste Handlung das „Cleaning“ der Affiliates – seitdem sparen wir richtig Geld und haben wieder Spaß an unserem – mittlerweile kleinen aber feinen – Affiliate Programm.

  5. Da ich die Chancen des Affiliate Marketings – aus Händlersicht – noch nie sonderlich hoch eingeschätzt hatte, fehlen mir hier praktische Erfahrungen. Aus dieser Warte des Außenstehenden, wundert mich die Gutschein Diskussion allerdings etwas.
    Theoretisch geht es um das Abschöpfen der Konsumentenrente und bei mir persönlich funktioniert das auch. Es kommt immer wieder vor, dass Rabattaktionen und Gutscheine mich zum Kauf zu bewegen. Zwar war ich dann meist schon Kunde, hätte aber trotzdem zu dem Zeitpunkt nicht gekauft.

    Ich glaube gerne, dass 99% der über Affiliate Links erzeugten Käufe durch Bestandskunden erfolgten. Bleibt aber die Frage, wie viele dieser Käufe ohne Affiliate und Gutscheine nicht erfolgt wären. Gibt es dazu Zahlen?

    @Gerald: Du schreibst „Umsätze haben sich lediglich anders verteilt“. Habt Ihr die Affiliate Spendings in andere Kanäle geleitet, oder die Affiliate Kosten eingespart?

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