Wie verdient Qype eigentlich zukünftig Geld?

Das könnte man sich fragen, wenn man den Ausführungen von Holger Thiemann, Chief Technical Operator von Qype, in unserem neusten Video folgt. Viele Besucher, viele Bewertungen und massiver Wettbewerb von Google & Facebook. Das wird nicht einfach werden in Zukunft. Mich würden auch noch mehr Case Studies von erfolgreichen Qype Profilen interessieren. Bringt es tatsächlich etwas dort als Unternehmen Zeit in eine Art Micro Community Management zu investieren, oder sollte man sich doch lieber auf die Pflege des Google Places Profils konzentrieren?

Matthias Höfer von T-Systems  besucht in regelmäßigen Abständen spannende Hamburger Persönlichkeiten aus Onlinehandel, Startup-Szene und Agenturwelt, um über die Zukunft der Digitalbranche und im Speziellen des eCommerce zu fachsimpeln. Diese Videos sind ein Kooperationsprojekt zwischen Kassenzone.de und der eCommerce Aktionslinie von Hamburg@work, für die sich auch Matthias Höfer engagiert. In den nächsten Wochen folgen weitere Videos unter anderem mit Shortcut Ventures, Jimdo und quelle.de.

13 Gedanken zu “Wie verdient Qype eigentlich zukünftig Geld?

  1. Qype verdient geld mit ganzseiten popups jetzt seit 2-3 monaten, das ist schon ein klarer fingerzeig wie die situation ist, das nervt die nutzer, man versucht aber alles rauszuholen, demnawchst dann noch zwei pop under dazu, dann kann man nochmal was einspielen,:)nur mit premium auf eigener seite wird das kein bis business mehr werden, heisst aber nicht das lokal business ausserhalb von google nicht funktioniert, man muss da nur als spezialist auftreten, nur aerzte oder nur klempner, dann geht was und google ist immer nich ne suchmaschine, g+ und bewertungen und local places im besonderen schwaecheln sehr aktuell. Man kann eben nicht alles machen.

  2. Die Zahlen der Qype GmbH sprechen für sich:

    EUR 31.12.2010 31.12.2009

    II. Kapitalrücklage 19.999.698,52 13.517.898,35
    III. Verlustvortrag 11.268.678,86 8.058.854,70
    IV. Jahresfehlbetrag 6.953.654,06 3.209.824,16

    Die 20 Mio. werden doch nie mehr reingeholt, es sei denn man findet noch einen Dummen, der den Laden kauft. Ich glaube nicht dran.

  3. Meiner Meinung auch falscher Ansatzm zukuenftig mehr einfache Bewertungen einholen zu wollen ueber mobil, viel hilft da nicht mehr, die Qualiteat zaehlt mehr und mehr.

  4. @wigger1: ich glaube schon, dass eine Bewertungscommunity wie Qype durchaus Sinn macht, allerdings ist die Monetarisierung schwierig. Genau aus dem Grund frage ich mich auch welchen Nutzen die erfolgreichen Qype Profile haben (monetär).

    @Berater: Das ist ja erst einmal nicht ungewöhnlich für Online Startups 🙂

    @wigger2: Darin sehe ich in der Tat ein großes Problem. Die meisten Bewertungen bei Qype sind für mich als Nutzer nicht relevant, weil Geschmäcker doch sehr individuell sind und ich z.B. eine Studenten Pizzeria trotz 5 Sternen nicht besuchen würde. Indiviudelle Geschmäcker zu treffen, kann aber noch keiner. Auch Google nicht.

  5. Das stimmt, aber die Story läuft für Qype nicht mehr. Die Besucherzahlen dürften bei Qype (spät. seit den gefloppten Qype Deals) rückläufig sein.
    Daher ist die Wachstumsfantasie schon ausgereizt, man hätte da schon längst verkaufen müssen, für mind. 60 Mio.€ damit die VCs ihre gewünschte Rendite gemacht hätten.
    Die inzwischen 18 Mio. Verlustvortrag dürften auf der Firma schewr wie Blei liegen.
    Weiß jeman, ob 2011 schwarze Zahlen geschrieben wurden?

  6. @ Alexander: Qype als Startup zu bezeichen, kommt wohl 5 Jahre zu spät. Seit wie vielen Jahren am Start? 8? Und noch nie einen € verdient.

  7. Ich denke Qype macht sich selbst das Leben schwer. Sehen wir uns mal die Mitbewerber Yelp und Foursquare an. Dort ist es für die Kunden also Unternehmen unkompliziert Check-In Angebote einzustellen. Es braucht keinen Premium-Account. Eine Vergütung aller Pay per Check-In wäre da eine interessante Lösung um Geld zu verdienen.

  8. Pingback: Lesenswert: Groupon, Qype, Eisenhower, Paper.li, Neckermann, Twitter :: deutsche-startups.de

  9. yelp und foursquare interessieren in deutschland aber wirklich niemanden, um es überspitz zu sagen, yelp ist schon 2 jahre da und stellt „city manager“ ein die selber bewertungen schreiben. sicherlich gutes produkt, aber in D gehört da mehr dazu.

  10. Ich sehe hier grad noch was:

    Qype wurde im November 2005 von Stephan Uhrenbacher gegründet und ging im Sommer 2006 zunächst nur für deutsche Städte online. (http://de.wikipedia.org/wiki/Qype)

    Und wenn ich die Zahlen aus dem ersten Post vom Berater und die daraus resultierende Schlussfolgerung sehe, dann frage ich mich warum ist Qype noch online?

    Der Jahresfehlbetrag ist ja in etwa so hoch wie die damalige Investition von Vodafone: http://www.zdnet.de/41541148/vodafone-investiert-in-empfehlungsportal-qype/

  11. @psy:
    Vodafone hat 3,5 Mio. investiert, dieser Verlust wurde aber 2009 schon gemacht. (siehe Überschrift über den Zahlen)

    Ich sehe das eher so: Zum Jahresende 2010 war der Verlustvortrag auf stattliche 18,22 Mio. angewachsen, d.h. von der Kap.Rücklage von € 19,999 Mio. (schöne Zahl übrigens) sind für 2011 noch € 1,778m übrig gewesen. Da sie natürlich schon etwas Umsatz machen werden, haben sie das Geld wahrscheinlich 2011 auch fast aufgebraucht und monetarisieren jetzt eben härter wie wigger oben schön beschrieben hat.

    Selbst wenn sie jetzt irgendwann mal den Break Even erreichen sollten, wie sollen die jemals die 20 Mio. der Investoren wieder reinholen? Das geht nur über Exit. Da die Wachstumsfantasie aber nach 5 Jahren raus ist, wird so ein Unternehmen jetzt eben nach harten nüchternen Kriterien bewertet. Mach doch mal ein DCF zu der Company. Ich sag dir was als Company Value rauskommt: 0.

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