Groupon – Segmentierter Markt oder Monopolmarkt?

Auf Techcrunch findet sich eine sehr lesenswerte Analyse zu Groupon und den großen Wettbewerbern in den USA.

Much has been written about the rapid growth and success of Chicago-based local daily deal company, Groupon. And it is for good reason. No other startup has gone more quickly from launch to $1 billion+ in valuation except YouTube (12 months), which Groupon achieved in 16 months with its latest $135 million infusion two weeks ago. Just as unprecedented, the popularizer of the “group coupon” increased its valuation 4X in the span of just 3 months. What is going on here? Is Groupon yet another example of frothy venture capital valuations or is the company one of the next, enduring consumer Internet brands?

Der Autor des Artikels geht aufgrund seiner Beobachtungen davon aus, dass die Größe zählt und langfristig ein Oligopol ensteht. Insofern würde das Investorenrennen in Deutschland/Europa Sinn machen.

I think the potential for these kinds of offers on the web is a $5B+ opportunity. There is no reason to believe that this concept couldn’t be extended to virtually any category or service provider.

But I do not think this is a winner-take-all market like auctions were when eBay took that market.
There are no real technology advantages, there is nothing preventing a local vendor from using multiple platforms, and buyers don’t care where they buy so long as the deals are good.
That said, my take is that this is a winner-take-most market and looks more like search, where the bulk of the revenues will fall to the leader. There are definitely network effects in play and they appear to be stronger than I initially assumed. When Groupon enters a new market it is starting from scratch but it can leverage its significant investment in its platform.

Ich sehe diese Netzeffekte allerdings nicht bei den deutschen Klonen, weil die Deals nicht so gut sind und das schnelle Wachstum massiv zu Lasten der operativen Exzellenz geht. Heißt: Die Weiterempfehlungsrate ist zu gering und die „Retourenrate“ zu hoch. In diesem Fall bekommt der größte Anbieter „nur“ das beste Übernahmeangebot. Ich bin der Meinung, dass demantsprechend noch ausreichend Platz für intelligente Groupon Adaptionen ist, die ggf. eine Nische besetzen müssen und das Wachstum tatsächlich über Netzeffekte skalieren und nicht über TV Werbung und SEM. Ich bin gespannt auf luxusdeal.de und Co.

17 Gedanken zu „Groupon – Segmentierter Markt oder Monopolmarkt?

  1. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Deals attraktiver werden müssen. Franchiseunternehmen kloppen einen eh mit Coupon zu. Wenn es wirklich um den local dealer support gehen soll und die Städte und Ihren Einzelhandel/Gastronomie hervorheben soll, wird das auf lange Sicht nicht funkionieren.
    Aggregate wie http://www.tagesangebote.de machen die derzeitige Lage anschaulich.

  2. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Deals attraktiver werden müssen. Franchiseunternehmen kloppen einen eh mit Coupon zu. Wenn es wirklich um den local dealer support gehen soll und die Städte und Ihren Einzelhandel/Gastronomie hervorheben soll, wird das auf lange Sicht nicht funkionieren.
    Aggregate wie http://www.tagesangebote.de machen die derzeitige Lage anschaulich.

    This comment was originally posted onKassenzone – Commerce, Mobile, Technologie

  3. Wenn man sich Reduti anguckt, dann muss man wohl allerdings sagen, dass das mit dem Luxussegment bisher wohl in Deutschland nicht richtig akzeptiert wird. Sehr lange Deal-Laufzeiten, aber trotzdem schwache Umsätze…

  4. Hallo zusammen,

    ich bin Betreiber eines der kleinen Klone (www.OecherDeal.de, Aachen). Und natürlich schauen wir uns immer an, was der Goliath so treibt. Wie wir inzwischen wissen, schaut dieser aber auch auf uns

    Andrew Mason gebührt höchster Respekt, er hat eine großartige Idee erfolgreich umgesetzt hat. Nichts desto trotz wird wohl keiner der “Klon-Krieger” der Versuchung erliegen, blind alle Ideen nachzuahmen. Denn jeder macht seine eigenen Erfahrungen im Umgang mit Dealgebern und Käufern. Und dies aufgrund der sehr viel flacheren Strukturen sicher ungefilterter, als das in einem Unternehmen mit Hunderten von Mitarbeitern und all den Problemen der Internationalisierung vor der Brust möglich ist.

    Um es auf den Punkt zu bringen: Ich teile die hier beschriebene Meinung. Eine große Auswahl an Deals wird (zumindest bei neuen Usern) den Eindruck eines “Ramschladens” provozieren, auf dem Angebote für Schnäppchenjäger verschleudert werden. Dem Käufer mag das noch egal sein, schließlich bekommt er, was er möchte. Aber irgendwann werden die Dealgeber das nicht mehr mitmachen. Vor allem diejenigen, die echte Qualität zu bieten haben, werden sich nicht in diese Reihe stellen.

    Als kleines, aber engagiertes Licht in der Szene bin ich gespannt, wie die Heilemann-Brüder reagieren werden.

    Handlungsbedarf unsererseits besteht aufgrund der neuen Ideen sicher nicht – warten wir also ab, was passiert

    Grüße aus Oche!
    Markus

    PS: OecherDeal heißt übersetzt: Aachener Deal. Wir sind WIRKLICH lokal

    This comment was originally posted onKassenzone – Commerce, Mobile, Technologie

  5. Und ich erst, Alex Aber ganz im Ernst: Auch wir werden uns natürlich nicht auf Aachen beschränken, aber unsere Vorgehensweise anders. Wir müssen aber auch kein explosionsartiges Wachstum schaffen, um Investoren glücklich zu machen – wir haben schlicht keine.

    Und für das hier beschriebene Problem “Impulskauf vs. Personalisierung” – hinter dem ja eigentlich nur der Wunsch nach einer größeren Zahl parallel laufender Deals steht, haben wir eine schon fast lächerlich einfache Lösung gefunden. Wenn es soweit ist, schicke ich Dir eine Info.

    Schönes WE!
    Markus

    This comment was originally posted onKassenzone – Commerce, Mobile, Technologie

  6. Hast Recht. Ich meinte eigentlich nur die swoopo Klone. Woher ich das weiß? Das bekommt man raus, wenn man sich mit den Modellen befasst. Die klugen Kunden haben i.d.R. zu gute Deals bekommen. Ggf. ist swoopo einfach groß genug und muss nicht mehr mit eigenen Bietagenten o.ä. arbeiten, was mE bei den kleineren Modellen passiert ist. Andernfalls sind für mich die Nutzer- und Interaktivitätszahlen kaum zu erklären.

    Erstaunlich dabei ist, dass die Anbieter sogar damit geworben haben wenn die Kritik lauter wurde. “Es ist ein Spiel das man nur gut genug spielen muss.”

    This comment was originally posted onKassenzone – Commerce, Mobile, Technologie

  7. Danke für deine Gedanken! Mit der Zielgruppe der Schnäppchenkäufer liegt man wohl im Großen und Ganzen richtig. Ich denke allerdings,mit der Zeit werden sich auch im Coupon Markt Nischenanbieter bilden. Denn ich denke es gibt durchaus Menschen, die bereit sind etwas mehr zu zahlen, für ein spannendes Event, Objekt oder sonstiges, weil einfach das Interesse oder die Leidenschaft bzw. die Zustimmung zum Angebot wesentlich höher ist.

    This comment was originally posted onKassenzone – Commerce, Mobile, Technologie

  8. Groupon vs. Shopkick: Gimmicks locken bessere Kunden…

    Heiß diskutiert wird zur Zeit, ob Groupon seine Händler zu sehr auspresst. Doch auch bei Dailydeal & Co. stellt sich ja prinzipiell die Frage, wie lukrativ so ein Gutschein-Programm für lokale Anbieter eigentlich überhaupt sein kann: “It’s becoming q…

    This comment was originally posted onKassenzone – Commerce, Mobile, Technologie

  9. Da bin ich auch gespannt. Das zeigt sich mE aber in den Widerbuchungsquoten. Bei Massagen & Co. die auch rabattiert mit ordentlichen Renditen rechnen können, zeigt sich diese Quote als recht hoch. Bei Restaurants sieht das schon wieder ganz anders aus. Den gleichen Effekt hatte man vor ein paar Jahren bei den gutscheinbüchern gesehen. Geld verschenken kann sich keiner dauerhaft leisten.

    This comment was originally posted onKassenzone – Commerce, Mobile, Technologie

Kommentare sind geschlossen.