Vertrauen im E-Commerce und eKomi

Nachdem Nicolai mir eine Xing-Nachricht zu eKomi gesendet hat und freundlicherweise auch ein paar Fragen beantwortet hat, möchte ich diese Plattform zum Anlass nehmen, um ein paar Gedanken über Vertrauen im E-Commerce zu posten. Ich gehe davon aus, dass er mich nur angeschrieben hat, weil wir hier auf dem klaren Weg zu A-Bloggern sind und sich deshalb Werbeeffekte verspricht. Aber in diesem Fall lasse ich mich gerne ausnutzen.

Auf Deutsche Startups und im XT-Commerce Blog ist eKomi bereist lobend erwähnt worden. Auch der E-Commerce Blogger unterstützt den Ansatz von eKomi und Eurospa sagt:

Eine echte Kundenmeinung sagt mehr als tausend Werbesprüche!

Genrell wurde und wird relativ viel zum Thema Vertrauen im E-Commerce geschrieben. Ob auf der Kunden zu Kunden Ebene Argumentation oder in der klassischen Listenform die in letzter Zeit sehr oft aus der Kiste geholt wird. Vertrauen kommt aber laut diverser Quellen nicht nur über die Meinung/Kommentare anderer Besucher, sondern auch über die Präsenz von Sicherheitsmechanismen wie dem Trusted Shop Zertifkat. Alle Artikel kommen zum selben Ergebnis Vertrauen im E-Commerce ist ein zentrales Erfolgskriterium. Geteilter Meinung kann man aber über die Quelle des Vertrauens sein. Aber erstmal zwei Absätze zu eKomi

eKomi gibt es seit März 2008 und setzt mit seinem Geschäftsmodell auf das Thema Vertrauen. Sie ermöglichen es Shobbetreibern ihre Webseiten in einem guten Licht = mit einem Vertrauensbonus dastehen zu lassen. Die Funktionsweise von eKomi wird auf dem folgenden Screenshot gut erklärt. Sie bieten Shopbetreibern eine Art managend Feedbackwidget an und diese können so die Kommentare von Besuchern relativ prominent auf der Seite des Shops einbinden. Mir ist noch nicht ganz klar, wie eine Unparteilichkeit dabei gewährleistet wird, aber generell hilft es bei der Bildung von Vertrauen. Als Referenz wurde die Seite des Venus-Versand angeführt. Die sieht aber auch ohne eKomi vertrauenserweckend aus.

eKomi - Funktionsweise

eKomi - Funktionsweise

Im ersten Moment fand ich das Geschäftsmodell relativ überflüssig, aber wenn man genau hinschaut, dann scheint es für die Shops teilweise Sinn zu machen – als eine Art User generated Trusted Shop Siegel. Zumindest kann das Team nach eigener Aussage davon leben. Das will in den Zeiten vom Gratis-Internet schon was heißen. Ich war letztens auf der Suche nach der Digitalkamera Ixus 80 IS und bin über günstiger.de auf http://www.alta-discount.com/ gelandet. Trotz meiner relativ großen Erfahrung im E-Commerce war mir die Seite nich 100%ig geheuer. Das kann an den schlechten Templates oder aber am Bestellprozess gelegen haben, oder am Solgan der irgendwie nicht semantisch korrekt klingt. Das Widget von eKomi hätte mir auf dieser Seite mehr Vertrauen gegeben.

Vertrauen ist ohnehin nur ein Element für die Auswahl des Anbieters. Zur Relevanz der Anbeiterauswahl hatte ich schon etwas im Artikel über Social Commerce geschrieben. Die folgenden Abbildung zeigt die wichtigsten Element die für die Anbieterauswahl relevant sind. Diese Elemente sind im Social Commerce Kreis als Anbieterauswahl zusammengefasst. Neben dem Vetrauen sind insbesondere die Basisleistungen (siehe alta discount), der Preis und die Erfahrung mit einem Shop hoch relevant für die Anbieterauswahl.

Anbieterauswahl - Kriterien

Anbieterauswahl - Kriterien

### Exkurs Start ### Diese SmartArts von PowerPoint2007 setze ich so lange ein, bis es keine neuen mehr gibt! Kann man sich da eigentlich neue nachladen? ### Exkurs Ende ###

Wir wollen von den Kriterien den vielen Krieterien aber beim Vertrauen bleiben. Es gibt bereits viele Seiten, auf denen so ein PlugIn von eKomi wenig Sinn macht. Zum Beispiel amazon.de oder otto.de. Diesen Seiten wird von Userseite genügend Vertrauensvorschuss gegeben, der auf Erfahrung, Marke und ggf. auf realen sozialen Netzen basiert. Es gibt also Limits für den Markt von eKomi. Diese Limits liegen nicht nur bei großen Seiten, sondern auch bei kleinen ggf. unseriösen Seiten bei denen es einfach keine positiven Userkommenare gibt. Bleibt also noch die relativ breit aufgestellte Mitte von Shops, die vorrangig im Preiswettbewerb stehen oder besonders exotische Nischen bedienen.

Ich bin der Meinung, dass diese Mitte mittelfristig stärker von anderen Systemen abhängig wird – und damit das Thema Vertrauensgenerierung anderes geleistet wird. Wir erleben im E-Commerce bezogen auf den Kundenzugang einen starken Konsolidierungsprozess der unter Anderem auf ein geändertes Kaufverhalten zurückzuführen ist. Wenn an über Google einen Shop findet der in dem o.g. mittleren Shop-Bereich liegt, dann mag die Bewertung über das eKomi Widget hilfreich sein, wenn es aber ein Shop ist der über das Amazon Marketplace Programm angesteuert wird, dann wird eine solche Bewertung weniger wichtig. Dem Kunden ist es wichtig, dass der Shop gewisse Kriterien erfüllt die meistens mit der Teilnahme an den (Partner-) Programmen einher geht. Heißt: Wenn das Produkt im Vordergrund steht (siehe Social Commerce Artikel), dann rückt der Shop in den Hintergrund. Dort geht es dann nur noch um die Abwicklung. Die Bewertung der Shops ist aber (mittelfristig) nicht Hoheitsgebiet von Amazon & Co., sondern findet auf vielen Seiten statt. Es liegt ja auch in Googles Interesse diese Bewertung anzuzeigen. Man könnte meinen, dass durch die Harmonisierung der Kaufprozesse die kleinen unseriösen Shops ohnehin weniger werden. In der nächsten Abbildung wird das vielleicht deutlicher. Ich glaube Vertrauen wird langfristig weniger auf der Shopebene generiert, sondern findet schon eher statt.

Vertrauensbildung im E-Commerce

Vertrauensbildung im E-Commerce

Fazit: Vertrauen ist und bleibt einer der wesentlichen Bestandteile des E-Commerce. Die o.g. Studien kann man gar nicht anders deuten. Das Thema wird wahrscheinlich mit ausgefeilten Spammethoden immer wichtiger. Phishing betrifft heute vorrangig Banken, aber warum sollten es Spammer nicht auch im E-Commerce versuchen? Es wird also wesentlich für einen Shop sein bestimmte Sicherheitsrichtlinien einzuhalten – die muss er aber nicht seinen Kunden, sondern den großen Plattformen mitteilen, um daran teilzunehmen. Das Geschäftsmodell von eKomi ist sehr interessant, aber auf Shopebene nur bedingt skalierbar. Vielleicht lassen sich in das System noch andere Elemente einbinden auf/für die Shopbetreiber keine Lust/Zeit haben und die in Zukunft größere Relevanz für den Umsatz haben. Bis dahin verfolge ich aber mit Interesse die weitere Verbreitung des eKomi Widgets.

21 Gedanken zu „Vertrauen im E-Commerce und eKomi

  1. Hi Alex,

    danke für Deinen Beitrag. Ich habe Dich nicht nur zu Werbezwecken angesprochen – viel wichtiger ist uns gerade in dieser Phase das Feedback. Daher freue ich mich sehr über Deinen konstruktiven Beitrag.

    Schön, dass Du den Vorteil unseres Geschäftsmodells sogar in der Praxis erlebt hast; hätte alta-discount.de eKomi benutzt, wärst Du vllt. eher zu einem Käufer geworden 😉

    Ich möchte garnicht abstreiten, dass ein Shop NUR durch das Einsetzen von eKomi Vertrauen gewinnen kann. Wie Du bereits angerissen hast, gehören dazu natürlich noch viele weitere Faktoren wie das Design, die Usabillity das Impressum uvw.
    Auch ist es korrekt, dass der Markt für eKomi nicht nach oben hin offen ist. Wir sind uns darüber im Klaren, dass unser Produkt für Shops, die bereits einen Namen haben, wenig bzw. nur bedingt Sinn macht. Es ist aber durchaus in unserem Interesse, dass unseriöse Shops eKomi nicht einsetzen möchten – so kommt es langfristig zu einem noch stärkeren Effekt der Vertrauensbildung, wenn Konsumenten wissen, dass nur gut arbeitende Shops eKomi verwenden.
    Somit entwickelt sich eKomi zu einer exklusiven Auszeichnung, denn ist einfacher durch einmalige Prüfung ein Siegel zu bekommen, als einen positiven Bewertungsschnitt über Monate oder Jahre halten zu können.

    Den Ansatz „Morgen?“ zur Vertrauensbildung verstehe ich nocht nicht ganz, eventuell können wir ja mal darüber sprechen?

    Gruß
    Nicolai

  2. Pingback: Fachjournalist Stephan Randler

  3. Hi Nico,

    der Ansatz „morgen?“ beschreibt nur die Verlagerung der Vertrauensbildung. Phase 1 ist klar. Phase 2 beschreibt, dass du bei guenstiger.de oder google.de suchst, dann auf deren Plattformen schaust (z.B. Shopbewertung bei guenstíger) wie Vertrauensvoll der Shop ist und dann kauft. Phase 3 ist eher Amazon heute. Wenn du dort suchst und kaufst, dann ist die Plattform Amazon schon vertrauensbildend genug.

  4. Hi Alex,

    ah okay – ich verstehe.
    Allerdings ist es ja dann eine Voraussetzung, dass ich eben über eine solche Plattform einkaufe…

    Natürlich kaufen viele Kunden über amazon.de, ich denke aber nicht, dass der „Standard-Onlineshop“ aussterben wird. Kunden werden auch nach wie vor Produktgesuche bei Google eingeben, davon kommt keiner so schnell weg 😉

    Gruß
    Nico

  5. Ich glaube für den Kaufprozess Nr. 2 (siehe Social Commerce Artikel) trifft das zu. Wenn man einen externen/offline Impuls für den Kauf eines Produktes erhält. Es schaut in den USA aber auch ein wenig danach aus, als könnte Amazon diese Rolle von Google übernehmen. Wenn man bei fast jeder Google Eingabe auf Amazon geleitet wird, dann gehen die Leute irgendwann direkt zu Amazon. Der Standard Online Shop kann mE vom Social Commerce profitieren, also dann wenn der Impuls online gesetzt wird.

  6. Wir testen eKomi mit http://www.schwitzen.com nun seit gut zwei Monaten mit über 100% positiven Bewertungen aus über 100 Stimmen.

    Dabei hat sich herausgestellt, dass sich das System für uns wirklich lohnt! Unsere überwiegend sehr positiven Produktbewertungen (mehrere hundert) waren zuvor nur wenig glaubhaft, denn irgendwann wirkt sich zu viel Lob (so lang es anonym abgegeben wird) auf die Glaubwürdigkeit der Bewertungen aus. Im Grunde habe ich mich fast schon über jede negative Bewertung gefreut, da sie die Produktbewertungen ein bisschen glaubhafter machten. Dies hat sich durch eKomi (hoffentlich) erledigt.

    Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass sich eKomi ebenfalls auch SEO-Sicht lohnt.

    Seit dem wir eKomi nutzen sind wir unter folgenden Suchbegriffen bei Google jeweils auf den ersten Plätzen. Schon das ist für uns den Preis wert:

    bewertung schwitzen (Platz 2)
    bewertungen schwitzen (Platz 1)
    kundenmeinung schwitzen (Platz 1+2)
    kundenmeinungen schwitzen (Platz 1+2)
    kundenbewertungen schwitzen (Platz 1+2)

    … und auch bei der Suche nach eKomi ist unsere eKomi-Bewertungsseite schon auf Seite 1 im Google-Ranking 🙂

  7. Hi Sascha, danke für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht. Schön, dass euch eKomi hilft. Das bestätigt im Grunde genommen meine These, dass es insbesondere für intransparente Nischen eine hilfreiche Sache sein kann. Schwitzen ist tatsächlich mal eine coole Nische! Bei der Suche nach „schwitzen“ seid ihr also auch schon ganz vorne bei Google. Glückwunsch!

  8. Danke!
    Der SEO-Gewinn durch eKomi steigt übrigens von Tag zu Tag. Ich tracke inzwischen die eKomi-Bewertungsseite mit WebCEO um noch Schritt halten zu können.

    Neu dazu gekommen sind u.a.
    Platz 1: bewertungen antitranspirante
    Platz 1: bewertung antitranspirante
    Platz 1: kundenmeinungen antitranspirante
    und viele andere mehr…

    Da kann man sich mit eKomi in seiner Nische richtig wohl fühlen und so manchen SEM-Euro (der sonst an den Datenkrake gegangen wäre) einsparen :-))

  9. Ekomi schreibt garaniert echte Kundenmeinungen, keine Manipulationen durch den Shop. Ich habe mir mal paar Shop angeschaut die dieses Bewertungssystem nutzen, dabei ist mir z.b. der Online-Shop fliesenrabatte.de aufgefallen. Dieser Shop ist bei ekomi ab dem 26.02. angemeldet, 2 Wochen erhält er keine Bewertung, dann von jetzt auf gleich bekommt er am Dienstag 10.03. an einem Tag 57 !!! positive Bewertungen im Abstand von 10-15 Minuten, die nächsten Tage dann nur noch wenige positve Bewertungen, am Sonntag 15.03. sind es z.B. nur 2 positve Bewertungen.
    Ein weiteres Beispiel ist drehststuhl-sofort.de, dort wurden am 27.01. ab 10.00 Uhr teilweise 1-2 Minutentakt 15 positve Bewertung abgegeben, die nächsten 4 Tage keine einzige Bewertung !
    Ein weiteres Beispiel 3GStore.de vom 12.03 bis zum 15.03. keine einzige Bewertung, dann am 16.03. im 10 Minutentakt 4 positve Bewertungen.
    Oder em-multi-shop.at zum Beginn am 26.01. 4 positve Bewertungen im 10 Minuten Takt, dann in 2 Monaten ganze 4 weitere Bestellungen.
    Bei Ekomi heißt es auf der Homepage: Wir prüfen jede einzelne Kundenbewertung sorgfältig und und schalten diese für Sie frei. Das scheint ja aber nicht zu klappen sonst würden solche Manipulationen auffallen.

  10. Teilweise kommen die Bewertungen auch „schubweise / blockweise“ rein, weil diese von eKomi scheinbar eben auch blockweise freigeschaltet werden.

    Zum Beispiel laufen in unserer Bewertungsübersicht nach einem Wochenende mal eben rund 10 Bewertungen ein die am Wochenende scheinbar nicht bearbeitet wurden
    https://www.ekomi.de/bewertungen-schwitzen.html

    Dieses Vorgehen halte ich auch durchaus für okay und keinesfalls für unseriös.
    Soll ja jeder auch seine Freizeit haben und nicht im Minutentakt Bewertungen prüfen und freigeben müssen 😉

    Mit freundlichen Grüßen,
    Sascha Ballweg
    http://www.schwitzen.com

  11. Ich halte dies für den selben Quatsch, wie alle anderen Bewertungen – je mehr Praktikas die ausschrieben, umso mehr wird gepanscht. Ich habe während meines Studiums in Berlin bei zwei Sartup ein Praktiukm absolviert – sorry Leute, da stimm nix. Warum soll ich bei meinem Shop bitte schön nicht etwas bestellen und dies positiv bewerten – dies machen doch alle. Erst über die Masse kann dies verändert werden. Aber selbt dies kann ich mit eigenen email Profilen und danach stornierten Rechnungen machen!

  12. @Matthias

    Ich persönlich halte das für absoluten Käse. Wenn ich als Shopbetreiber merken würde, dass eKomi unsere Bewertungen fälscht würde ich da sofort abspringen. Selbst wenn eKomi auch nur anfragen würde, ob sie es bei uns machen sollen würde ich abspringen und ich denke, dass es die allermeisten Shops ebenso machen würden.

    Warum soll ich mir als Shopbetreiber das Risiko eines totalen Imageverlusts auch noch einkaufen?
    Ich bleibe dabei: bislang erscheint mir eKomi 100% seriös!

    Wir haben bei Amazon in wenigen Wochen über 100, ausschliesslich positive Bewertungen erhalten.
    Bei eBay laufen wir mit über 1500 Bewertungen 100% positiv.
    (Quelle: http://antitranspirante-test.de)

    Wahrscheinlich hälst Du diese Bewertungen auch für getürkt?
    Haben wir bei eBay wahrscheinlich 1500 Profile angelegt weil wir ja sonst nichts zu tun haben ;-))

    Nichts für ungut aber wenn Du schreibst, dass Du irgendwo ein Praktikum gemacht hast und dort Übles erlebt hast dann schreib bitte konkret wo und was da genau abgelaufen ist. Halbgare Aussagen bringen uns allen nichts.

    Gruß, Sascha
    http://www.schwitzen.com

  13. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ekomi angeblich von den Gebühren der Shops leben kann, wenn die tatsächlich die Manpower aufgebaut haben, alle Bewertungen manuell zu prüfen.
    Die Zusammensetzung der Führungsriege spricht für eine relativ komfortable Ausstattung mit Venture Kapital und viel Marketing-Netzwerk (Samwer, Samwer, Samwer). Vermutlich wird ekomi hochgejubelt, schnell internationalisiert (siehe neuer COO Marcus Ross) und dann suchen die Investoren ihren Exit.

    Das ist ja an sich nicht verwerflich, aber ich fürchte die Transparenz bleibt dabei auf der Strecke. Es ist auf ekomi nicht zu erkennen, wie viele Shops tatsächlich unter Vertrag stehen. Es ist oder war möglich, dass die Shops die Bewertungen selbst freigeben, was eine gezielte Bewertungspflege zuliesse (ob das noch geht, kann ich von außen nicht erkennen). Grundsätzlich werden alle Shops ausgeschlossen, die nicht bereit sind, für die Dienstleistung zu bezahlen.

    Ich finde aus Sicht der Nutzer und der Shops die Lösungen von shopvote.de und shopauskunft.de deutlich besser (auch wenn sie nicht so ein schickes Design aufweisen).

    Dem grundsätzlichen Tenor dieses Blogeintrages stimme ich aber zu: Vertrauen im eCommerce ist eine zunehmende wichtige Währung für die vielen kleinen und mittelgroßen Shops, die ständig in Mithaftung genommen werden, wenn mal wieder ein schwarzes Schaf ein viel zu großes Ding dreht.

    Dem letzten Kommentar von Matthias kann ich dagegen nur bedingt zustimmen. Solange Shops nur wenige Bewertungen zusammen haben, sind Manipulationen natürlich über die „Email-Farmen“ möglich, aber sobald die Shops ihre Besucher aktivieren können (und mittlerweile gehen auch große Versender wie computeruniverse.net dazu über, gezielt Feedback auf diesen Plattformen zu sammeln) wird die Masse der Bewertungen Manipulationen negieren.

  14. Ganz ehrlich; ich glaube nicht, dass eKomi wirklich alle Bewertungen prüft sondern Stichproben macht.
    Dies könnte man anhand von Verzeichnissen wie DasOertliche, GelbeSeiten etc. recht einfach machen. Vielleicht gibt es aber auch eine Anbindung an irgendeine Datenbank (Schufa oder weiß der Geier was) die es erlaubt alle Bewertungen automatisiert auf Plausiblität zu prüfen?

    Der genaue Ablauf der Prüfungen würde mich auch mal interessieren.
    Das kann im Grunde kein Geschäftsgeheimnis sein, da es ja der „Core-Service“ ist 😉

    Aber wie auch immer;
    Man muss sich auch mal überlegen, dass die Bewertungen sich oftmals eher auf ein Produkt als auf den Shop beziehen (zumindest ist dies bei uns so) und die Meinungen da ziemlich spezifisch sind. Man merkt also, dass sich jemand mit dem Produkt wirklich auseinander gesetzt hat (=Kunde).

    Gerade diese spezifischen Bewertungen kann eKomi nicht leisten. Ansonsten müssten die sich mit Antitranspiranten auseinandersetzen, mit Handys aller möglichen Hersteller, mit Rollos mit Erotik-Spielzeug … *gg

  15. Hallo zusammen,

    leider habe ich die Erfahrung machen müssen, dass eKomi nicht immer alle Meinungen genau darstellt,sondern auch filtriert.

    Das ist sehr bedauerlich, so dass ich keine Bewertung mehr über diese Portal abgeben werde.

    Soll doch schließlich alles transparent sein??

    Herzliche Grüße,

    Max

  16. Für mich kaum vorstellbar! Vielleicht meint Max folgenden Fall: wenn ein Kunde unter 3 Sternen bewertet entsteht daraus ja ein „Schlichtungsverfahren“.

    In Zuge dessen kann ich als Händler versuchen den Kunden durch Tipps doch noch zufrieden zu stellen, bzw. erklären, warum es zu einem Problem gekommen ist. Teilweise resultiert Unzufriedenheit ja auch aus falscher Anwendung des Kunden oder einfach Unwissen über normale Abläufe (z.B. Probleme, verursacht durch den Logistiker, auf die der Händler kaum Einfluss hat).

    Also antworte ich (Händler) dem unzufriedenen Käufer innerhalb des Schlichtungsverfahrens und versuche eine Lösung herbei zu führen.
    Bislang ist es dabei manchmal so gelaufen, dass die Lösung scheinbar erfolgreich war oder es seitens des Käufers aus anderem Grund kein Interesse mehr an einer Auseinandersetzung mit dem Schlichtungsverfahren gab. Der Käufer hat dann nicht mehr geantwortet und das Verfahren auch nicht mit der Funktion „geschlichtet“ eingestellt.

    eKomi stellt dann das noch immer offene Schlichtungsverfahren irgendwann ein (wann genau weiß ich jetzt nicht, aber es sind mind. 30 Tage nach dem letztem Kontakt) da das Verfahren ja ohne weiteren Austausch oder eine abschließenden Aktion nicht ewig „offen“ bleiben kann.

    Genau dies wird im Fall von Max passiert sein.
    Die falsche Ansicht, dass Meinungen unterschlagen werden würde in diesem Fall also daraus resultieren, am Schlichtungsverfahren nicht den Regeln entsprechend teilgenommen (!) zu haben.

    Und das einem Händler das Recht zur Schlichtung (in welcher Form auch immer) zusteht, wird einem Händler ja auch nicht genommen werden wollen, oder?

    Was ich mich eher frage ist folgendes und der gleich zu beschreibende Fall passt hoffentlich nicht (!) auf Max:

    Wer Waren verkauft kennt diesen Fall. Es gibt wirklich Kunden die sind nun einmal leider „scheiße-doof“, befolgen keine Tipps, reagieren nicht auf Ratschläge und bekommen auf „Kommunikation mit samtener Stimme“ noch in den falschen Hals. Nehmen wir einmal an wir bekommen von einem solchen Kunden über eKomi eine Bewertung (z.B. 1 Stern: „Ihre Produkte taugen alle nichts!“, obwohl überhaupt nur eines bestellt wurde 😉

    Aus dieser Bewertung würde ein Schlichtungsverfahren entstehen, in dessen Ablauf wir versuchen würden dem Problem auf die Schliche zu kommen (fehlende Wirksamkeit? Fehlanwendung? beschädigtes Produkt? etc.?) um eine Lösung zu finden. Der Kunde antwortet jedoch nur mit: „Ihr seit Betrüger!!“, ohne uns das Problem mit uns oder dem Produkt zu beschreiben. Auch weitere Klärungsversuche würden in einem solchen Fall erfolglos bleiben. Der Kunde nimmt also keinen Abstand von seiner Bewertung, reagiert aber immer wieder in Form von Beschimpfungen, die das Schlichtungsverfahren aufrecht erhalten.

    Soweit ich weiß würde sich dann eKomi als „Vermittler“ zwischen Kunde und Händler einschalten.

    Was aber würde daraus entstehen, wenn eKomi mit der scheinbar wenig kooperativen Haltung des Käufers auch nicht weiter kommt?

    Würde eKomi dann irgendwann sagen; „Mensch, Händler! Deine Kunden sind ja scheiße-doof. Ich glaub die Rezension löschen wir mal. Da kommen wir auch keinen Schritt weiter, da der Kunde nur boshafte Lautsprache von sich gibt.“

    Oder würde eKomi die 1 Sterne-Bewertung dann nach einiger Zeit ohne erfolgreiche Schlichtung freischalten?

    Als Händler könnten wir diese dann zwar noch kommentieren aber sie wäre unlöschbar im System und würde unseren Sterne-Schnitt drücken. Da befriedigt es dann wenig, wenn man als Kommentar noch schreiben kann; „Kunde war einfach zu doof um sein Problem zu äußern.“ 🙁

    Vielleicht könnte man diesen Fall mal an dieser Stelle klar stellen?

  17. @Maximilian:

    > So kann zwar kein komplett transparentes
    > Bewertungssystem wie bei eBay entstehen,
    > aber es ist immer noch besser als gar
    > kein Bewertungssystem.

    Was bitte ist bei eBay denn transparent? Zumindest kann ich mir als Händler mit den Accounts von Freunden und der Familie ein Grundgerüst an positiven Bewertungen ergaunern, ohne dass dies jemand merkt.

    Bei sehr vielen Bewertungen gebe ich Dir aber recht. Wir haben bei eBay knapp 2.000 Bewertungen und so groß ist der größte Freundeskreis nicht.

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