Händlerbund-Gründer im Interview: Warum man den Handel auf Amazon einstellen sollte

Arlt-Andreas Der Händlerbund mit Sitz in Leipzig wurde 2008 mit zwei Zielen gegründet: Zum einen verfolgt man das Ziel einen einfachen und sicheren Zugang zu Onlineshop-Rechtstexten zu schaffen, zum anderen versteht sich der Händlerbund auch als Interessenverband des Onlinehandels. Mit aktuell 25.000 eingetragenen Kunden bzw. Mitgliedern dürfte der Händlerbund als glaubhafte Interessenvertretung auch zunehmend wahrgenommen werden – es fehlt nur noch ein Büro in Berlin. Im Kern ist der Händlerbund aber ein ganz normales Geschäftsmodell, das nicht zuletzt auf den komplizierten Vorschriften im E-Commerce basiert. Neben der insgesamt sehr positiven Kritik von Kunden & Interessenten des Händlerbunds in diversen Onlineforen, wird aus der Tatsache der Gewinnerzielung oft ein Vorwurf gemacht. Das sehe ich aber nicht so kritisch. Für 10 bis 30 Euro im Monat sichere Rechtstexte zu haben und zusätzlich Support bei Abmahnungen zu bekommen, ist erst einmal sehr attraktiv für viele Shopbetreiber. Im Interview stellt sich der Vorstand und Gründer des Händlerbunds, Andreas Arlt, einigen Fragen zu dem Geschäftsmodell, den Erfahrungen mit der Button-Lösung und natürlich geht es auch um die heute bereits heiß diskutierte Verbraucherrechterichtlinie (VRRL), die im nächsten Jahr Realität wird. Die Überschrift des Artikels bezieht sich auch auf eine interessante Empfehlung des Händlerbunds, den Handel auf Amazon einzustellen. Rechtlich sicherlich richtig, wirtschaftlich für viele Mitglieder wohl kaum tragbar.

3 Gedanken zu „Händlerbund-Gründer im Interview: Warum man den Handel auf Amazon einstellen sollte

  1. Die positive Erfahrungen kann ich nicht bestätigen – negative lassen sich halt nur schwer finden. Meine Erfahrungen sind negativ.
    Neben undurchsichtige Strukturen, arbeiten Mitarbeiter in verschiedenen Firmen mit, mal ist sind sie gerade Mitarbeiter vom Händlerbund, mal von der Inkasso-Gesellschaft und mal vom Rechtsanwalt. Wer das Gehalt bezahlt und ob da eine Kontrolle existiert wird nicht erkannt.
    Ein anderes Beispiel: man wird Mitglied im Verein, die Rechnung kommt von der AG.

    Ebenfalls versprechen die Vertriebler Sachen, die die Rechtsabteilung nicht einhalten kann.

    Das der Händlerbund bzw. das Geschäftsmodell Gewinn machen darf, halte ich für selbstverständlich.
    Ich selbst empfinde den Händlerbund jedoch mittlerweile als unseriös.

    • Ähnliches Feedback gab es auch bereits über Twitter. In einigen Bereichen scheint der Händlerbund keine gute Figur gemacht zu haben, wobei sich die Kritik weniger auf die konkrete Rechtsberatung bezieht, sondern das drumherum. Insbesondere die kaum wahrnehmbare Verbandsarbeit/Lobbyarbeit wird hinterfragt.

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