Millionengrab Google AdWords: Geldverschwendung in den Durchschnitten versteckt

Wir veröffentlichen auf diesem Blog keine Pressemitteilungen und versuchen mit jedem Beitrag einen Mehrwert zu stiften. Diese Mehrwerte dürfen natürlich auch von Gastautoren kommen und in diesem Artikel stammen die Gedanken und mE sehr interessanten Infos über Google AdWords von Andreas Reiffen (crealytics.de). Wer ähnlich spannende Themen auf kassenzone.de bearbeiten möchte, ist als Gastautor gerne eingeladen.

Jahr für Jahr werden weltweit ungeahnte Beträge von vermutlich mehreren 100 Millionen Euro in den Sand gesetzt. Die Größenordnung ist eine grobe Schätzung, abgeleitet aus den Zahlen zahlreicher SEM-Kampagnen aus dem Online-Versandhandel und der Online-Reisebranche, die ich im Laufe der vergangenen drei Jahre gesehen habe.

Interessanterweise wirkt die SEM-Performance auf dem Papier bzw. in den Reportings an die Unternehmensleitung in aller Regel exzellent. Google AdWords sieht – oberflächlich betrachtet – hochgradig profitabel aus und scheint zudem ein riesiges Umsatzvolumen zu generieren. Hier ein typisches Beispiel:

SEM-Performance 2009

generierter Umsatz: 10 Mio. €
generierter Deckungsbeitrag: 2 Mio. €
Kosten AdWords: 1,5 Mio. €
Kosten-Umsatz-Relation (KUR): 15%
Return on Investment: 33%
Gewinn: 0,5 Mio. €




Was für eine tolle Performance! Möglicherweise liefert SEM einen besseren ROI als andere Marketinginstrumente. Nach gängiger Praxis sollten also Budgets in Richtung SEM verschoben werden, um den ROI der Marketingkanäle möglichst auf das gleiche Niveau zu bringen. Genau das wird häufig auch gemacht.

Bei genauerem Hinsehen zeigt sich häufig ein völlig anderes Bild, das in dieser Form jedoch nur sehr selten in der Führungsetage ankommt:

SEM-Performance 2009 – Non-Brand/ohne Keywords, die den Markennamen der Website beinhalten

generierter Umsatz: 5 Mio. €
generierter Deckungsbeitrag: 1 Mio. €
Kosten AdWords: 1,425 Mio. €
Kosten-Umsatz-Relation (KUR): 28,5%
Return on Investment: -29,82
Gewinn: -0,425 Mio. €




SEM-Performance 2009 – Allein Brand Keywords, die den Markennamen der Website beinhalten

generierter Umsatz: 5 Mio. €
generierter Deckungsbeitrag: 1 Mio. €
Kosten AdWords: 0,075 Mio. €
Kosten-Umsatz-Relation (KUR): 1,5 %
Return on Investment: 1.233,33%
Gewinn: 0,925 Mio. €




Fairerweise dürfen die über Brand-Keywords generierten Umsätze nicht oder nur zu einem winzigen Teil dem SEM zugerechnet werden. Die Google Ads greifen schließlich primär diejenigen Kunden ab, die über andere Werbemaßnahmen gewonnen wurden, schon Bestandskunden sind oder aus irgendeinem Grund ohnehin zum entsprechenden Shop wollten. Würde man diese Brand-Keywords gänzlich abschalten, so würden die Umsätze dadurch vermutlich kaum spürbar zurückgehen.

Folglich bleiben allein die Zahlen der Non-Brand-Kampagnen übrig (Keywords zu Herstellermarken wie Adidas, Asics, Bench, … sind hier inbegriffen), die eine oftmals katastrophale Performance aufdecken – in diesem Beispiel einen hochgradig negativen ROI und einen operativen Verlust von 425.000 €. Berücksichtigt man zudem, dass die Brand-Keywords praktisch keinen Arbeitsaufwand erfordern und die gesamten Arbeitskosten (Honorar der SEM-Agentur oder Lohnkosten des inhouse-SEM-Teams) auf den generischen Bereich umgelegt werden müssten, fällt die Bewertung der Performance sogar noch schlechter aus.

In Unternehmen, in denen genau diese Problematik aufgedeckt wird, wird die riesige Kluft zwischen Ausgaben und Einnahmen oft durch den Branding-Wert und die gewonnenen Neukunden erklärt – ein Totschlagargument.

Hier ein einfach praktikabler Vorschlag, wie SEM-Kampagnen nüchtern und rational bewertet werden können – inklusive der Berücksichtigung von Branding-Effekten und Neukundenwerten:

1. Wert von Neukunden bestimmen

Es steht völlig außer Frage, dass Neukunden einen größeren Wert haben als der durch den ersten Einkauf gemessene Deckungsbeitrag. Wer es schafft, Kunden zu Wiederkäufern zu machen, kann mit einem erheblichen Neukundenwert rechnen. Der Wert von Neukunden kann bspw. mit diesem Tool (Excel-Datei) geschätzt werden.

2. Wert von Branding schätzen

Meiner Einschätzung nach wird der Branding-Wert von Google AdWords massiv überbewertet. Branding ist ein beliebtes Mittel, um schlechte Zahlen „schönzurechnen“. Wer dennoch der Meinung ist, dass der durch AdWords erzielte Branding-Wert eine wichtige Rolle für sein Geschäft spielt, der sollte schätzen, welchen Branding-Wert ein Klick beisteuert. Alternativ könnten auch Impressionen als Bemessungsgrundlage angesetzt werden.

3. Performance berechnen

Sind die Werte aus 1. und 2. bekannt, kann die echte Performance ganzheitlich berechnet werden. Nehmen wir das Beispiel von oben und ergänzen dieses um ein paar Zahlen! Angenommen, der Wert eines Neukunden (neben dem ersten getätigten Einkauf) läge bei 25 € und der Branding-Wert würde ignoriert. Die Arbeitskosten (Honorar der SEM-Agentur oder Lohnkosten des inhouse-SEM-Teams) betragen 150.000 €. Umsätze durch Brand Keywords werden aus den oben genannten Gründen ignoriert.

generierter Umsatz: 5 Mio. €
generierter Deckungsbeitrag: 1 Mio. €
Kosten AdWords: 1,425 Mio. €
Gewonnene Neukunden 10.000
Wert der Neukunden 0,25 Mio. €
Arbeitskosten 0,15 Mio. €
Gewinn/Customer Lifetime Value (CLV) -0,325 Mio.




Rechnung: Gewinn/CLV = Deckungsbeitrag + Neukundenwert – (Kosten AdWords + Arbeitskosten)

Dieses Rechenbeispiel zeigt, dass selbst bei Berücksichtigung des inhärenten Werts der gewonnenen Neukunden Verluste realisiert werden. Nun lässt sich eine einfache Aussage treffen: Der Neukundenwert müsste 42,5 € betragen, damit mit Google AdWords ein Nullsummengeschäft gemacht wird. Marketingverantwortliche müssen beurteilen, ob dieser Wert überhaupt realistisch ist. Wer einen längeren Zeithorizont ansetzt, kann den Neukundenwert sogar spezifisch für den SEM-Kanal ermitteln. Dazu muss im Zuge des Tracking eine Kundennummer übergeben und ein paar weitere Vorkehrungen getroffen werden. Gerne gebe ich auf Anfrage Tipps zur Umsetzung.

Sollte auch bei ganzheitlicher Betrachtung von Neukundenwerten und Branding-Effekten kein signifikant positiver Gewinn/CLV (nach Abzug aller Kosten) anfallen, so sollte umgehend gehandelt werden. In aller Regel sollte die Optimierungsstrategie überdacht werden. Verschiedene wissenschaftliche Arbeiten belegen, dass budgetgetriebenes Suchmaschinenmarketing in Verbindung mit ROI-Optimierung zu keinen optimalen Ergebnissen führt. Aus diesem Grund ist neuerdings Bewegung in den SEM-Markt gekommen. Die traditionellen ROI-Strategien werden immer öfter durch gewinnorientiertes Suchmaschinenmarketing (Profit Driven Search Marketing) abgelöst.

Wo stehen Sie? Optimieren Sie bereits im Sinne von Profit Driven Search Marketing?

41 Gedanken zu “Millionengrab Google AdWords: Geldverschwendung in den Durchschnitten versteckt

  1. Ein schöner Beitrag. Laut Alexa kommt bei otto.de etwa jeder zweite über Suchmaschinen gewonnene Besucher über ein „otto“-Keyword. Bei neckermann und Baur sind es deutlich weniger bzw. deutlich mehr Produkt- oder Fremdmarken-orientierte Keywords. Offensichtlich wirkt die Reichweitenwerbung bei Otto hier in die Suchmaschinen fort. Werden eigentlich die Kosten in irgendeiner Weise anteilig zu den Suchmaschinenkosten addiert? Dann wären die „Kosten“ solcher Marken-AdWords deutlich höher und man würde sich nicht schön rechnen.

  2. In aller Regel werden die Branding-Kosten, die für das Suchvolumen der Brand-Keywords verantwortlich sind nicht umgelegt. Meiner Einschätzung nach wäre es das einfachste, die Erträge, die über jegliche Brand-Keywords erwirtschaftet werden, strikt vom SEM zu trennen. Dann käme man erst gar nicht in Versuchung, unsinnige Quersubventionierungen vorzunehmen.

  3. Netter Linkbait… 😉

    Diese Betrachtung ist allerdings auch ein wenig einseitig, denn Cross-Channel Effekte aus dem Bereich Attribution-Management spielen bei grossen Advertisern auch eine wesentliche Rolle. Auf deutsch: Eine reine Print Kampagne (offline) kann wesentliche Auswirkungen auf das Online Kaufverhalten von Kunden haben, umgekehrt können über Google Adwords Kunden, die noch in der Recherche Phase sind für ein Produkt gewonnen werden. Oft wird dann auch offline gekauft (auch bekannt als ROPO-Verhalten). Da sind nur zwei Beispiele aus einer ganzen Reihe an Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Online- und Offline Kanälen. (wissenschaftliche Studien dazu kann ich gerne zur Verfügung stellen!)

    Das bei Umsatz oder Profit orientierten Adwords Kampagnen (das muss nicht immer sein!) generierte Umsätze aus reinen brand-Keywords nicht zu 100% gezählt werden dürfen liegt auf der Hand. Wenn Accounts jedoch auf Basis von CPO oder KUR vernünftig optimiert werden, kann hoher ROI erreicht werden. (Brand vollkommen ausgenommen!)

    Problematisch bei all diesen Optimierungsziele sind die oben angeführten (nachgewiesenen) Wechselwirkungen unterschiedlich Kanäle, SEM hier isoliert zu betrachten und als unprofitabel hinzustellen erscheint mir etwas eindimensional.

    @Martin
    Alexa kann nicht als Basis herangezogen werden um die Rentabilität eines Adwords Accounts (mit oder ohne Brand) einschätzen zu können. Alexa berücksichtigt zum überwiegenden Teil organischen Traffic! Somit kann Alexa maximal dazu verwendet werden, den Erfolg der SEO-Strategie grob zu evaluieren. Und die ist bei grösseren Versandhändlern leider oft nicht vorhanden.

  4. @ulf weihbold Danke für den Hinweis auf SEO/SEM-Unterscheidung. Ich fand es nur bezeichnend, wie viele Leute dort den Brand-Name im Suchfeld eingeben und dann über die SERPs in den Shop kommen. Ist das nicht ein Hinweis, dass auch die Ads entsprechend oft nach solchen Brand-Keywords angeklickt werden?

  5. @Martin
    Klar, die Click-Through Raten von brand Keywords können bei richtiger Buchung bis 40% erreichen, die Kosten sind aufgrund der üblerlicherweise sehr hohen Qualitätsfaktoren im Vergleich zu generischen Keywords verschwindend gering.

    Ob auf den Brand überhaupt geschaltet werden soll oder nicht, ist und bleibt eine ewige Diskussion. Ich persönlich bin dafür, da ansonsten „Real Estate“ auf der SERP aufgegeben werden würde, denn an oberer Position möchte ich eine meiner Anzeigen, anstatt die einer meine Konkurrenten sehen.

  6. Ulf, überhaupt keine Frage, dass es Wechselwirkungen gibt. Man sollte keinesfalls eine Milchmädchenrechnung machen und jegliche Werte, die mittels SEM generiert werden (Deckungsbeiträge, Neukunden, Branding, Cross-Channel-Effekte, etc.) in Zahlen fassen bzw. monetär bewertbar machen. Klar ist, dass man hier um Schätzungen nicht herum kommt und sicherlich auch Schätzfehler macht.
    Ich habe allerdings viele Accounts gesehen, die auch bei der optimistischsten ganzheitlichen Betrachung im generischen (non-brand) Bereich nicht profitabel sind – nicht, weil das nicht möglich ist, sondern weil Budgets da sind, die ausgegeben werden müssen/sollten. … und, weil die Gesamtperformance inkl. Brand trotzdem gut aussieht.

  7. @Andreas
    Ich sehe, wir verstehen uns 😉

    Ich habe auch schon einige Accounts übernommen, bei denen der Brand den Rest quersubventioniert hat.. solche Accounts dann auf Kurs zu bringen, kann ein schönes Stück Arbeit sein..

    In AT/DE mangelt es meist an Professionalisierung, ob inhouse oder extern…. Das ist einerseits schlecht, andererseits eine grosse Chance für uns!

  8. eine schöne milchmädchen rechnung, die hier aufgemacht wurde und aussagen wie „Würde man diese Brand-Keywords gänzlich abschalten, so würden die Umsätze dadurch vermutlich kaum spürbar zurückgehen.“ zeugen von ‚NOOBism‘!
    um nicht alles wiederzukäuen -> immer schön die attribution im hinterkopf behalten, auch bei reinen SEM/PPC kampagnen. die keyword-attribution ist sehr wichtig zu tracken und dann mit diesen ergebnissen optimieren. nur auf das letzte keyword vor der konversion zu gucken kann fatale folgen haben.
    also bitte, auch bei link-baits :), nicht so pauschale, falsche aussagen. 😛
    guckt euch euren conversion-funnel an und dann optimieren – oder, ach schaltet doch mal die generics für eine weile aus und lasst nur den brand laufen, dann merkt ihr was ulf und ich meinten 😉

  9. Hallo Zusammen, Hallo Ulf!

    Habe das Thema auf Brand Keywords bieten oder nicht bisher auch immer hinterfragt und z.B. in meinem Blog kritisch beleuchtet. (siehe http://www.sem-deutschland.de/google-adwords-tipps/wann-sollte-man-google-adwords-anzeigen-auf-die-eigene-brand-schalten/ )
    Denke auch, dass sich hierdurch einige Agenturen jahrelang die Statistiken gegenüber Ihren Kunden schöngerechnet haben. Es macht in manchen Fällen aber Sinn. Besonders durch die neuen Markenschutzrichtlinien, werden die Wettbewerber vermehrt Adwords Anzeigen auf die eigene Brand schalten. Deshalb wird es auch bei der eigenen Marke wichtig sein so viele Links bzw. Werbefläche wie möglich zu belegen gegenüber dem Wettbewerb in den SERPs zu behaupten.

    Eine unterschiedliche Bewertung der Conversions ist aber immer noch sinnvoll.

  10. Ich denke bei 5 Mio könnte man auch mal den Aufwand betreiben und sich die Search Funnels anschauen. Die Daten werden ja mittlerweile geliefert. Dann bräuchte man auch nicht solch Milchmädchen-Rechnungen auf machen.

    Ansonsten ist natürlich gerade beim Brand eine gesunde Skepsis in der Natur eines guten SEMlers…

  11. Search Funnel, Assist Keywords, Attribution Management, etc. sind spannende Themen, die man am Rande eines Blog-Posts kaum abhandeln kann. Ich empfehle – wie aus dem Kontext hervorgeht – Brand Keywords gänzlich aus der Performancebewertung herauszunehmen. Soll heißen: Wenn ein Nutzer nach „shoes“, „tamaris shoes“ und dann nach „zappos.com“ sucht (und jeweils klickt) und letztlich auch kauft, dann sollte diese Conversion auf keinen Fall der Brand zugerechnet werden. Das ändert überhaupt nichts an der Kernaussage, dass riesige Geldbeträge durch Quersubventionierung von Brand-Erlösen in Richtung Generics verschwendet werden.

    Die Diskussion, ob man auf die eigene Brand bieten sollte oder nicht, möchte ich anderen überlassen. Wir bieten in aller Regel auf die Brand-Keywords, weil diese a) meistens nicht viel kosten und man b) Affiliates blocken kann, die es doch immer wieder versuchen. Wir nutzen die Brand aber nicht, um schlechte Zahlen schönzurechnen.

    By the way, hier ein super Beitrag zum Thema Attribution Management:http://www.rimmkaufman.com/rkgblog/2010/04/08/attribution-management-the-rkg-solution/

  12. Ich sehe da keine Schönrechnung wenn man z.B. beachtet das einer Reisebuchung 13 Suchanfragen vorraus gehen. Und was die letzte Suche ist sollte ja so ziemlich jedem klar sein. DER BRAND!

    Wir schauen uns das Thema für unsere Kunden sehr genau an und gerade im Reisebereich ist die Brandconversion in den seltesten Fällen der Einstieg bekommt aber leider von Google, da sie die letzte Suche ist, häufig die Conversion.

    Wie auch immer. Ich denke mal sollte das Thema einfach in keine von beiden Richtungen zu einseitig betrachten.

    Ich empfehle viel mehr sich mit den Search Funnels von Google den echten Conversion Wert auszurechnen. Das ist mit ein bissel Excel nicht so kompliziert und man bekommt somit seine Brand-Keywords genauso wie die hoch generischen einleitenden Keywords sehr gut korrigiert !

  13. Pingback: Search Engine Marketing: Google AdWords, das schöngerechnete Millionengrab? » t3n News

  14. Für mich fällt die ganze Thematik, wenn man so will, in die Teilkostenrechnung ;). Ich muss in jedem Bereich sehen, ob sich was lohnt oder nicht… wenns nicht lohnt, dann raus damit. Brand oder non-Brand hängt auch davon ab, wie sehr sich die Brand schon etabliert hat… für die meisten KMUs werden sich die Brand-Keywords nicht so rentieren, wie bei einem Unternehmen wie Adidas, Otto oder sonstwas.. für die kleinen ist der Longtail meiner Meinung nach profitabler als die Brand. Finde es ein bischen „frech“, dieses Thema so zu verallgemeinern… man muss da schon bisl tiefer reinsehen, als nur „große Firmen verschwenden viel Geld im Non-Brand Bereich“… auch wenn die Aussage sicher irgendwo war ist. lg

  15. nurago hat auf der dmexco zu dem Thema interessante Ergebnisse präsentiert, die ich jetzt natürlich nicht aus dem Stegreif nennen kann. Ich schau‘ mal ob ich die Präsentation auftreiben kann.

  16. Hallo in die Runde,

    meine Erfahrung ist die folgende: Brand-Schönrechnerei ist Schwachsinn. Agreed. Brand kann theoretisch abgeschaltet werden, ohne dass mir Umsätze verloren gehen. Fast agreed. Aus meiner Sicht gibt es 4 Gründe, die Brand zu buchen:

    1. weil ich – profitgierig wie ich bin – keine Lust habe, meinen Affiliates Geld zu überweisen wenn der letzt Klick auf meine Brand-Anzeige erfolgt ist und der Kunde aber davor ein Affiliate-Cookie hatte [klingt nicht gerade sozial, aber welcher Merchant – außer 1&1 – gesteht das den Affiliates schon zu.. insofern sind die Affiliates es nicht anders gewohnt. Sorry.]

    2. Neue Google Richtlinie, wo jeder buchen kann, was er will.

    3. Oder wenn ich Kunden auf eine Aktionspage etc. lotsen will, die organic nicht auf Platz 1 steht oder aus welchem Grund auch immer meine einen Kategorieeinstieg bieten zu müssen.

    4. Im Content kann es Sinn machen, wenn Brand-Anzeigen themenrelevant zu Artikeln über das Unternehmen erscheinen, um spontan interessierten einen „hint“ zu geben.

    Abgesehen davon gibt’s 0 komma 0 Grund, die Brand zu buchen. @Rob leg mal ein paar Zahlen od. Studien auf den Tisch bevor Du Dich hier aufspielst und von NooBISM philosophierst. Aus meiner Erfahrung raus sind von 1000 Orders (und ich spreche hier von einem großen, großen Versandhändler mit 8-stelligem Jahresbudget der täglich x-tausend Orders über SEM schiebt, und deren Orders von einigen Monaten ich mal ausgewertet hatte) gerade mal 1-2 dabei, bei denen die Suchkette „Brand-Anzeige-> generische Anzeige“ war. Und selbst da stellt sich die Frage, ob es nicht auch Brand (organic) –> generische Ad hätte sein können. Bring mal ein paar Zahlen oder begründe Deine Aussage.

    Soviel für den Moment, LG

    David

  17. Hallo in die Runde,

    meine Erfahrung ist die folgende: Brand-Schönrechnerei ist Schwachsinn. Agreed. Brand kann theoretisch abgeschaltet werden, ohne dass mir Umsätze verloren gehen. Fast agreed. Aus meiner Sicht gibt es 4 Gründe, die Brand zu buchen:

    1. weil ich – profitgierig wie ich bin – keine Lust habe, meinen Affiliates Geld zu überweisen wenn der letzt Klick auf meine Brand-Anzeige erfolgt ist und der Kunde aber davor ein Affiliate-Cookie hatte [klingt nicht gerade sozial, aber welcher Merchant – außer 1&1 – gesteht das den Affiliates schon zu.. insofern sind die Affiliates es nicht anders gewohnt. Sorry.]

    2. Neue Google Richtlinie, wo jeder buchen kann, was er will.

    3. Oder wenn ich Kunden auf eine Aktionspage etc. lotsen will, die organic nicht auf Platz 1 steht oder aus welchem Grund auch immer meine einen Kategorieeinstieg bieten zu müssen.

    4. Im Content kann es Sinn machen, wenn Brand-Anzeigen themenrelevant zu Artikeln über das Unternehmen erscheinen, um spontan interessierten einen “hint” zu geben.

    Abgesehen davon gibt’s 0 komma 0 Grund, die Brand zu buchen. @Rob leg mal ein paar Zahlen od. Studien auf den Tisch bevor Du Dich hier aufspielst und von NooBISM philosophierst. Aus meiner Erfahrung raus sind von 1000 Orders (und ich spreche hier von einem großen, großen Versandhändler mit 8-stelligem Jahresbudget der täglich x-tausend Orders über SEM schiebt, und deren Orders von einigen Monaten ich mal ausgewertet hatte) gerade mal 1-2 dabei, bei denen die Suchkette “Brand-Anzeige-> generische Anzeige” war. Und selbst da stellt sich die Frage, ob es nicht auch Brand (organic) –> generische Ad hätte sein können. Bring mal ein paar Zahlen oder begründe Deine Aussage.

    Soviel für den Moment, LG

    David

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  18. Pingback: Performance-Bewertung & Brand Bidding: Ohh, so hot! - SEM Blog - crealytics GmbH

  19. Hallo und Danke. Ich habe durch den Artikel und die Kommentare sehr viel gelernt. Vor einem Monat nach der Fortbildung war ich der Überzeugung das Branding über Adwords großen Umsatz bringt und jetzt?

  20. Pingback: 10 Lesetipps der Woche für Shopbetreiber » Von Ulrich Hafenbradl » shopbetreiber-blog.de

  21. Pingback: delicious Links: 23. September 2010 | miZine

  22. Pingback: Millionengrab Google AdWords? So vermeiden Sie die Verlustfalle » Von Gastautor » shopbetreiber-blog.de

  23. “Man optimiert also keine Budgets, sondern man optimiert den Gewinn nach Werbeausgaben und schaut, wie viel man ausgeben muss, um dieses Ziel zu erreichen.”

    Sie haben es wirklich auf den Punkt gebracht! Toller Artikel!

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  24. WĂźrde der Autor “eigenes Geld” optimieren, hätte er vielleicht schon bemerkt, daĂŸ er schlicht Unsinn schreibt.

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  25. Schade (sehr ärgerlich), dass ich den Inhalt dieses Beitrags nicht verstehe. Viel zu viel Fach-Chinesisch. Kann man denn solche Inhalt nicht so formulieren, dass auch “normale” Menschen ihn verstehen?
    Ich plane einen Shop und würde ihn gern auf dem Markt bekannt machen. Aber solche “Fach”-Beiträge helfen mir leider nicht weiter, den nicht verstehe wirklich nur “Bahnhof”.
    Zum Beispiel das hier:
    “Die Unzulänglichkeiten und Performanceprobleme der ROI- und Budgetstrategien im SEM können so behoben werden.” Das verstehen doch nur Insider. Und Insider wiederum brauchen solche Artikel nicht, weil die selbst wissen, wie’s geht. Denke ich mal…

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  26. Wir investieren jeden freien Euro in SEO und nicht einen Cent in SEM und sind bisher ganz gut damit gefahren.
    SEM mag in gewissen Bereichen funktionieren. Im Großen und Ganzen dient es dazu, Suchmaschinen und mittlerweile auch “SEM-Spezialisten” reich zu machen.
    Deswegen halte ich den ersten Teil der Überschrift – Millionengrab Google AdWords – für sehr gelungen.

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  27. ein kleines pro für die brand Keywords ist noch die meist hohe CTR, die einen guten konotweiten Qualitätsfaktor fördern kann. Ist denke ich kein starke Argument, aber erwähnenswert.

  28. Hallo,
    Der Beitrag ist schon korrekt. SEM und SEO kann man in 5 sek. Googeln.
    Man sollte sich vorher klarmachen was einem ein Kunde im Salesfunnel wert ist.

    Sprich: Backendsales. Dann lohnt es sich auch zu Anfang plus-minus-Null rauszukommen oder für Qualitative Leads etwas draufzuzahlen.

    Grüße
    Mike Niesen

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  29. Das größte Problem bei Google Ad ist doch das die Mitbewerber aus Fleiß dein Budget verprassen und somit die Kampagne sabotieren. Auch wenn es verneint wird von Google kenne ich einige Beispiele!

    Grüße
    EL

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  30. Kann das so definitiv nicht bestätigen. Bei einem Marken-Namen, auf den sonst niemand anderes bietet, kann man auf AdWords-Brand-Werbung verzichten. Ansonsten verliert man ganz schnell massiv Umsätze an die Mitbewerber.

    Fakt ist: Die meisten User klicken auf das erste Ergebnis, das ihnen angezeigt wird. Ob das jetzt der „offizielle“ Marken-Shop ist, oder ein auch irgendwie passend aussehender anderer Shop, ist den meisten Usern egal. Und dass der offizielle Shop kurz drunter in den SERPs steht, auch.

    Übrigens arbeite ich nicht für eine SEM-Agentur, sondern betreue selbst einige Shops und habe exakt diese Erfahrung gemacht: Schaltet man die Brand-Kampagne ab, brechen spürbar Umsätze weg.

    Deshalb halte ich obigen Artikel auch ehrlich gesagt für fast schon fahrlässig.

  31. Kann das so definitiv nicht bestätigen. Bei einem Marken-Namen, auf den sonst niemand anderes bietet, kann man auf AdWords-Brand-Werbung verzichten. Ansonsten verliert man ganz schnell massiv Umsätze an die Mitbewerber.

    Fakt ist: Die meisten User klicken auf das erste Ergebnis, das ihnen angezeigt wird. Ob das jetzt der “offizielle” Marken-Shop ist, oder ein auch irgendwie passend aussehender anderer Shop, ist den meisten Usern egal. Und dass der offizielle Shop kurz drunter in den SERPs steht, auch.

    Übrigens arbeite ich nicht für eine SEM-Agentur, sondern betreue selbst einige Shops und habe exakt diese Erfahrung gemacht: Schaltet man die Brand-Kampagne ab, brechen spürbar Umsätze weg.

    Deshalb halte ich obigen Artikel auch ehrlich gesagt für fast schon fahrlässig.

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  32. @someone:

    Ein generelles „Brandverbot“ wird ja auch nicht empfohlen. Es wird vielmehr empfohlen zwischen der Messung von Brand und Non-Brand Keywords zu unterscheiden. Dann fallen vielen Non-Brand Keywords raus!

    VG
    Alex

  33. Aber es liegt doch auch an des Kaisers neuen Kleider.

    Man kann der These folgen das innerhalb SEM die Kosten gleich bleiben, man kann aber die Verschiebung der „Marketingleistung“ im Gesamtkontext sehen. Das könnte man durch geringere CPCs ausgleichen und im Endeffekt würde der gleiche traffic dabei rum kommen, wenn auch nicht bei den bisherigen starken Brands.

    Aber wer soll das den Gesamtverantwortlichen verklickern. Ein CFO, der seit Jahren auf bunte Charts abgerichtet ist, der muss den Unfug doch glauben den man ihm erzählt.

    Klassische Marketer? Die sind doch ständig beschäftigt das Rieplesche Gesetz zu beten oder sich dem „großen Bruder Online“ anzubiedern.

    Google? Die haben verdammt viel Ahnung von Traffic, aber sehr wenig von Leistungsrelation und der Traffic durch google ist over-all gleich und den muss Google möglichst teuer verkaufen.

    Der SEM Verantwortliche? Soll der sich freiwillig sein Budget und damit seine Leistungsbemessungsgrundlage abschneiden?

    Und damit beten alle gemeinsam das Mantra der „stützenden Marke“, Google mit seinem Dubliner Bootcamps und den besten, der besten, der besten Vertriebsbluthunden (so mit quietschbunten Reisszähnen;), die ganzen SEM-Agenziess, mit ihren Chefs die letztendlich von kleinen Margen am (lieber großen) Spending leben und deren Personal das nicht mal nen Browser aufbekommt aber ganz groß den Professionell markiert und den anderen nachblabbert. Nicht zu vergessen die Affiliates, für die bei OnlineMarketing-Schlachten mehr abfällt als bei wirklich zu erbringender Leistung.

    Und wenn einer mal drauf kommt dass der Kaiser nackt ist, dann hält er lieber die Klappe, denn auch er verdient sich seinen kleine Posten nicht dadurch das er ehrliche Arbeit macht, sondern das er „performed“.

    PS mit „Meiner Einschätzung nach wäre es das einfachste, die Erträge, die über jegliche Brand-Keywords erwirtschaftet werden, strikt vom SEM zu trennen“ in comment 2 war alles schon gesagt

  34. Aber es liegt doch auch an des Kaisers neuen Kleider.

    Man kann der These folgen das innerhalb SEM die Kosten gleich bleiben, man kann aber die Verschiebung der “Marketingleistung” im Gesamtkontext sehen. Das könnte man durch geringere CPCs ausgleichen und im Endeffekt würde der gleiche traffic dabei rum kommen, wenn auch nicht bei den bisherigen starken Brands.

    Aber wer soll das den Gesamtverantwortlichen verklickern. Ein CFO, der seit Jahren auf bunte Charts abgerichtet ist, der muss den Unfug doch glauben den man ihm erzählt.

    Klassische Marketer? Die sind doch ständig beschäftigt das Rieplesche Gesetz zu beten oder sich dem “großen Bruder Online” anzubiedern.

    Google? Die haben verdammt viel Ahnung von Traffic, aber sehr wenig von Leistungsrelation und der Traffic durch google ist over-all gleich und den muss Google möglichst teuer verkaufen.

    Der SEM Verantwortliche? Soll der sich freiwillig sein Budget und damit seine Leistungsbemessungsgrundlage abschneiden?

    Und damit beten alle gemeinsam das Mantra der “stützenden Marke”, Google mit seinem Dubliner Bootcamps und den besten, der besten, der besten Vertriebsbluthunden (so mit quietschbunten Reisszähnen;), die ganzen SEM-Agenziess, mit ihren Chefs die letztendlich von kleinen Margen am (lieber großen) Spending leben und deren Personal das nicht mal nen Browser aufbekommt aber ganz groß den Professionell markiert und den anderen nachblabbert. Nicht zu vergessen die Affiliates, für die bei OnlineMarketing-Schlachten mehr abfällt als bei wirklich zu erbringender Leistung.

    Und wenn einer mal drauf kommt dass der Kaiser nackt ist, dann hält er lieber die Klappe, denn auch er verdient sich seinen kleine Posten nicht dadurch das er ehrliche Arbeit macht, sondern das er “performed”.

    PS mit “Meiner Einschätzung nach wäre es das einfachste, die Erträge, die über jegliche Brand-Keywords erwirtschaftet werden, strikt vom SEM zu trennen” in comment 2 war alles schon gesagt

    This comment was originally posted onKassenzone – Commerce, Mobile, Technologie

  35. Pingback: Sorry für die verloren gegangenen Anfragen auf crealytics.de! - SEM Blog - crealytics GmbH

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