Phase 2 der Groupon-Klones: Groupon-Aggregatoren

Es ist noch gar nicht lange her als die ersten Groupon-Klone den deutschen Markt geentert haben. In diesem Zuge haben sie zum Teil kürzlich erst beachtliche Finanzspritzen erhalten.

Doch verliert man als interessierter Nutzer und Schnäppchenjäger bei der aktuellen Vielzahl an Rabattangeboten schnell die Übersicht. Abhilfe hierfür sollen die Groupon-Aggregatoren schaffen. Ähnlich der Welle von Live Shopping-Aggregatoren (u.a. myliveshopping, liveshoppingaktuell) starten nun die ersten Anbieter, welche sich auf die Zusammenfassung der Grouponangebote konzentrieren. Vier Kandidaten sind bereits gestartet:

1. Couponteria.de

Couponteria war die erste unter den Übersichtsseiten. Hier werden grafisch nicht besonders ansprechend, dafür jedoch sehr aktuell alle Deals zusammengefasst.

Update: Couponteria bietet neben tagesangebote.de ebenfalls einen Feed an (Danke an Christian für den Hinweis). Sehr praktisch!

2. Dealzeit

Dealzeit ist am letzten Wochenende gestartet und somit ganz frisch mit dabei. Die Deals werden automatisch um eine Qype-Bewertung und Karte ergänzt.

3. Dealmob


Dealmob nutzt eine sehr schlichte Darstellung und zeigt in der Übersicht sehr prominent prozentual die erzielbaren Rabatte an. Allerdings fehlt bei mehreren Angeboten eine Angabe des Angebotspreises, d.h. in diesem Fall muss man sich erst wieder zur Anbieterseite durchklicken.

4. tagesangebote.de

Tagesangebote ist der einzige der Anbieter, bei dem sich die Angebote bei RSS-Feed abonnieren lassen. Sehr praktisch, wenn man sich keinen Rabatt entgehen lassen möchte. Zudem nutzt Tagesangebote eine Geolokation, d.h. anhand der IP-Adresse werden automatisch die Angebote der eigenen Stadt angezeigt.

Fazit

Aggregatoren der deutschen Groupn-Klones sind erstaunlich schnell gestartet. Zurzeit ist die Erstellung und Pflege der Seiten jedoch mit hohem Aufwand verbunden, da die Groupon-Anbieter überraschenderweise noch keine eigenen Feeds anbieten.

Weitere Aggregatoren werden mit Sicherheit spätestens dann starten, wenn die Groupon-Klone anfangen Affiliate-Systeme zu nutzen.

Jetzt fehlt nur noch eine unabhängige Bewertung, ob die vermeintlichen Schnäppchen auch echte Schnäppchen sind. Denn einige der Groupon-Deals bieten scheinbar gar nicht die suggerierte Ersparnis von bis zu 50%. D.h. sie liegen zum Teil deutlich geringer unter dem ursprünglichen Verkaufspreis als erwartet.

So wurde am Sonntag (07.02.10) z.B. das 3-Gänge Überraschungsmenü bei Citydeal für „26 EUR statt 49 EUR“ (47% günstiger) angeboten. Direkt auf der Seite des Restaurants findet man es jedoch nur für 29,50 EUR, was einer echten Ersparnis von 14% entsprechen würde.

30 Gedanken zu „Phase 2 der Groupon-Klones: Groupon-Aggregatoren

  1. Interessant. Das macht sogar für Schnäppchenmuffel für mich Sinn. Danke 😉

  2. Super Übersicht Florian!

    dealmob (www.dealmob.de) wird aktuell grundlegend überarbeitet. Schon in ein paar Tagen werden wir neue Features freischalten. Dann wird auch der Preis einfacher zu finden sein 😉

  3. Hi Flo,

    dass dies eine schöne Übersicht ist wurde ja schon mehrfach gesagt. Da kann ich mich nur anschließen.

    IP-Geolokalisierung und die Integration von Feeds sind zwei der Punkte an denen wir gerade bei Dealzeit arbeiten und hoffen diese Features bald online stellen.

  4. Hi Flo,

    dass dies eine schöne Übersicht ist wurde ja schon mehrfach gesagt. Da kann ich mich nur anschließen.

    IP-Geolokalisierung und die Integration von Feeds sind zwei der Punkte an denen wir gerade bei Dealzeit arbeiten und hoffen diese Features bald online stellen.

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  5. würde gern mal wissen wie die aggregatoren darüber geld machen, wenn es KEINE ausgezeichneten affiliateprogramme gibt … privatabsprachen mit den dealanbietern??

    gruß

  6. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Deals attraktiver werden müssen. Franchiseunternehmen kloppen einen eh mit Coupon zu. Wenn es wirklich um den local dealer support gehen soll und die Städte und Ihren Einzelhandel/Gastronomie hervorheben soll, wird das auf lange Sicht nicht funkionieren.
    Aggregate wie http://www.tagesangebote.de machen die derzeitige Lage anschaulich.

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  7. Hallo zusammen,

    ich bin Betreiber eines der kleinen Klone (www.OecherDeal.de, Aachen). Und natürlich schauen wir uns immer an, was der Goliath so treibt. Wie wir inzwischen wissen, schaut dieser aber auch auf uns

    Andrew Mason gebührt höchster Respekt, er hat eine großartige Idee erfolgreich umgesetzt hat. Nichts desto trotz wird wohl keiner der “Klon-Krieger” der Versuchung erliegen, blind alle Ideen nachzuahmen. Denn jeder macht seine eigenen Erfahrungen im Umgang mit Dealgebern und Käufern. Und dies aufgrund der sehr viel flacheren Strukturen sicher ungefilterter, als das in einem Unternehmen mit Hunderten von Mitarbeitern und all den Problemen der Internationalisierung vor der Brust möglich ist.

    Um es auf den Punkt zu bringen: Ich teile die hier beschriebene Meinung. Eine große Auswahl an Deals wird (zumindest bei neuen Usern) den Eindruck eines “Ramschladens” provozieren, auf dem Angebote für Schnäppchenjäger verschleudert werden. Dem Käufer mag das noch egal sein, schließlich bekommt er, was er möchte. Aber irgendwann werden die Dealgeber das nicht mehr mitmachen. Vor allem diejenigen, die echte Qualität zu bieten haben, werden sich nicht in diese Reihe stellen.

    Als kleines, aber engagiertes Licht in der Szene bin ich gespannt, wie die Heilemann-Brüder reagieren werden.

    Handlungsbedarf unsererseits besteht aufgrund der neuen Ideen sicher nicht – warten wir also ab, was passiert

    Grüße aus Oche!
    Markus

    PS: OecherDeal heißt übersetzt: Aachener Deal. Wir sind WIRKLICH lokal

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  8. Und ich erst, Alex Aber ganz im Ernst: Auch wir werden uns natürlich nicht auf Aachen beschränken, aber unsere Vorgehensweise anders. Wir müssen aber auch kein explosionsartiges Wachstum schaffen, um Investoren glücklich zu machen – wir haben schlicht keine.

    Und für das hier beschriebene Problem “Impulskauf vs. Personalisierung” – hinter dem ja eigentlich nur der Wunsch nach einer größeren Zahl parallel laufender Deals steht, haben wir eine schon fast lächerlich einfache Lösung gefunden. Wenn es soweit ist, schicke ich Dir eine Info.

    Schönes WE!
    Markus

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  9. Hast Recht. Ich meinte eigentlich nur die swoopo Klone. Woher ich das weiß? Das bekommt man raus, wenn man sich mit den Modellen befasst. Die klugen Kunden haben i.d.R. zu gute Deals bekommen. Ggf. ist swoopo einfach groß genug und muss nicht mehr mit eigenen Bietagenten o.ä. arbeiten, was mE bei den kleineren Modellen passiert ist. Andernfalls sind für mich die Nutzer- und Interaktivitätszahlen kaum zu erklären.

    Erstaunlich dabei ist, dass die Anbieter sogar damit geworben haben wenn die Kritik lauter wurde. “Es ist ein Spiel das man nur gut genug spielen muss.”

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  10. Danke für deine Gedanken! Mit der Zielgruppe der Schnäppchenkäufer liegt man wohl im Großen und Ganzen richtig. Ich denke allerdings,mit der Zeit werden sich auch im Coupon Markt Nischenanbieter bilden. Denn ich denke es gibt durchaus Menschen, die bereit sind etwas mehr zu zahlen, für ein spannendes Event, Objekt oder sonstiges, weil einfach das Interesse oder die Leidenschaft bzw. die Zustimmung zum Angebot wesentlich höher ist.

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  11. Groupon vs. Shopkick: Gimmicks locken bessere Kunden…

    Heiß diskutiert wird zur Zeit, ob Groupon seine Händler zu sehr auspresst. Doch auch bei Dailydeal & Co. stellt sich ja prinzipiell die Frage, wie lukrativ so ein Gutschein-Programm für lokale Anbieter eigentlich überhaupt sein kann: “It’s becoming q…

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  12. Da bin ich auch gespannt. Das zeigt sich mE aber in den Widerbuchungsquoten. Bei Massagen & Co. die auch rabattiert mit ordentlichen Renditen rechnen können, zeigt sich diese Quote als recht hoch. Bei Restaurants sieht das schon wieder ganz anders aus. Den gleichen Effekt hatte man vor ein paar Jahren bei den gutscheinbüchern gesehen. Geld verschenken kann sich keiner dauerhaft leisten.

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