Warum auch Oliver Samwer bei Google keinen Rabatt bekommt | DCD16

superheroIm einem der letzten Recap Beitrag zum DCD 2016 berichtet Florian Heinemann über die Veränderungen des Werbemarktes. Er leitet vor allem her, warum das Marketingverständnis klassischer Unternehmen mit der Realität des Digitalmarketing kolidiert, und warum es einfacher ist aus einem quantitativ arbeitenden Analysten einen guten Marketingmann zu machen als andersherum. Er folgt zudem einer vor ein paar Monaten aufgeschriebenen Kassenzone These zum Verfall von Marken. Der Wert einer Marke in der digitalen Welt sinkt zunehmend im Vergleich zum Wert des Kundenzugangs. Wir sehen in den diversen Shopprojekten vier verschiedene Stufen, die Unternehmen für gutes Marketing (on- und offsite) erklimmen müssen.

  1. ALLE Daten strukturiert sammeln
  2. Die relevanten Daten sinnvoll auswerten
  3. Daten statisch verwenden (z.B. für Marketing Reports)
  4. Daten dynamisch verwenden (live z.B. für personalisierte Webseiten)

Erstaunlicherweise haben fast alle Unternehmen super Ideen für die Stufen #3 & #4 („So wie bei AboutYou muss es sein.“), aber sehr wenig Ahnung von #1 und bei Stufe #2 muss irgendjemand im Controlling das so nebenbei machen. Da bleibt noch viel Raum für die von Florian Heinemann beschriebenen Marktführer. Viel Spass beim Interview. Die Florian Heinemann Festwochen bei Kassenzone werden dann nächste Woche mit einem Update zum „Heinemann Kegel“ abgeschlossen.

Der nächste DCD findet am 23. März 2017 in Hamburg statt. Die Tickets sind auf 450 Stück begrenzt und es wird eine noch strengere Auswahl geben als in diesem Jahr. Warum und wozu das führt, dazu schreibe ich demnächst noch etwas.

P.S.: Ok – ich wollte halt auch mal einen „Klick mich“ Titel bei Kassenzone ausprobieren. Ansonsten hätte es ganz trocken „Das Ende von klassischer Werbung in der GAFA Welt“ geheißen. Sorry 🙂

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Alexander Graf, 37, E-Commerce Unternehmer & Analyst, Gelernt bei der Otto Group, danach über 10 Unternehmen gegründet, heute u.a. Gründer Geschäftsführer des führenden Commerce Technologieanbieters Spryker Systems. Im Juni 2015 hat er das E-Commerce Buch veröffentlicht, das seitdem die E-Commerce Rankings anführt. Weitere Infos hier, oder direkt kontaktieren unter: alexander.graf@etribes.de || Tel: +49 (40) 3289 29690

10 Antworten

  1. Sebastian sagt:

    Ein sehr informativer und interessanter Vortrag. Ich frage mich nur, ob das Publikum auch etwas mitbekommen hat. Warum muss man während eines Vortrages permanent am Smartphone rumfummeln? Das ist mir schon beim CCC in Hamburg und der re:publica in Berlin aufgefallen.

  2. Balsam für alle geschundenen „Quants“ und Analysten, die sich in Unternehmen mit konventioneller „Die Marke ist Alles“-DNA aufreiben. Ich fürchte allerdings, dass eben genau diese Erkenntnis nicht bei den entsprechenden Adressaten ankommt, weil die üblicherweise nicht auf solchen Veranstaltungen wie dem DCD sitzen.

    Die Eingangs-Hypothese, dass auktionsbasierte Performance-Kanäle zu einer Demokratisierung des Media-Einkaufs geführt haben, würde ich aber nicht zu 100% unterschreiben.

    Vordergründig belohnen Platformen wie Adwords und Facebook Ads höhere Relevanz mit günstigeren Klickpreisen. Sprich: Wer seinen Optimierungsjob gut macht, bezahlt weniger – theoretisch unabhängig vom Budget. Wer aber garantiert mir, dass in den „Google Qualitätsfaktor“ und die „Facebook Relevanzbewertung“ nicht auch Budgetgröße miteinfließen?

    Grüße
    Gerald

  3. Die Größe des Budgets wird sicherlich auch Auswirkungen haben, aber er meinte mit der Demokratisierung vor allem, dass man keinen Werbezwischenhändler mehr braucht, die Werbeplätze „undemokratisch“ handeln.