Knut rechnet nach

Cover-BilderIn diesem Jahr gab es über Kassenzone einige White Paper und mit dem E-Commerce Buch nun auch ein „richtiges“ Buch zum Thema E-Commerce. Die meisten dieser Paper haben ihren Ursprung schon in 2014 und pünktlich zu Weihnachten ist es an der Zeit nachzurechnen, ob sich diese ganze Arbeit gelohnt hat. Angefangen hat übrigens meine Karriere als „White Paper Verleger“ mit der fast drei Jahre alten Slidesammlung zum Online Möbelhandel 2013. Diese wurde bei Slideshare ca. 9.000x angeklickt. In 2014 habe ich dann mit Holger Schneider das erste richtige White Paper erstellt und unter dem Namen „Evil Commerce“ online gebracht. Es wurde ca. 2.000-4.000x runtergeladen (.pdf). Den Erfolg der Paper würde ich übrigens nicht zwingend in Downloads berechnen, sondern in Anfragen für eTribes & Spryker. Wie hoch dieser Umsatzeffekt pro Studie ist, lässt sich nicht seriös nachvollziehen, aber in Summe dürfte der Effekt allein in 2015 ausreichen, um ein (großes) Team an White Paper Redakteuren zu rechtfertigen.

Das E-Commerce Buch

Das E-Commerce Buch nimmt sicherlich eine besondere Stellung in dieser Liste ein. Holger Schneider und ich haben das Buch Ende 2014 fertiggestellt, und nach einer Lektorats- und Korrektoratphase ist es im Juni 2015 auf den Markt gekommen. Bisher wurden knapp 1.600 gedruckte Exemplare verkauft und nachdem im September auch die digitale Version für Kindle, epub usw. erschienen ist, sind in dem Bereich noch mal 50-100 Verkäufe dazugekommen. Die Zahlen sind grobe Schätzungen von mir! Der Ertrag der sich pro verkauften Buch erzielen lässt ist kaum nennenswert, aber die Reichweite die mit so einem Buch erzielt werden kann ist ohnehin viel mehr wert. Der DFV Verlag hat sich für das Buch als extrem guter Partner gezeigt und hilft an vielen Stellen bei der Bewerbung des Buches, so dass in den nächsten Monaten die 2000er Marke sicherlich geknackt werden kann. Das ist, soviel habe ich mittlerweile gelernt, für ein Fachbuch ein sehr respektabler Wert. Gunter Dueck hat dazu im Vergleich mit seinem sehr gut vermarkteten Buch „Schwarmdumm“ ca. 10-13.000 Verkäufe erzielt.

Die Knut Paper

In den 2015er White Papern haben wir zum Einstieg mit der Metapher vom König Knut gearbeitet. Knut füllt ein paar Klischees aus, die uns in den Papern geholfen haben diverse E-Commerce Learnings zu verarbeiten. Daraus sind dann die Titel wie „Knut geht baden“, „Knut bleibt sitzen“ und „Knut und die Amazonen“ entstanden. Wir haben die Paper initial über etailment vermarktet und dort liegt meistens auch der primäre Downloadlink. Inoffizielle Zahlen dazu: Das älteste Paper „Knut geht baden“ wurde dort ca. 3.000 mal runtergeladen und die anderen Paper dürften auch schon deutlich über 1.000 Downloads haben. Zusätzlich zur kostenfreien .pdf Version habe ich alle Paper auch bei Createspace, dem Selbstverlag von Amazon, eingestellt. In der Kindle Version kosten die Paper dann ca. 3€ und in der Druckversion (Print on Demand) ca. 9-13€. Der Preis ist so kalkuliert, dass Null Euro Marge bei mir hängenbleibt. Die Idee beim Vertrieb über Amazon ist im wesentlichen, dass man auf diesem Wege ohne Aufwand Druckversionen bestellen kann bzw. auch versenden kann. Wenn man bei einer Druckerei eine Auflage von 200-500 Stück bestellt, landet man auch inkl. Overhead bei ca. 6-8€ brutto pro Stück. Anbei seht ihr die „verkauften“ Auflagen der Druckversion. Das waren ca. 2 pro Monat pro Paper. Sehr dürftig, aber immerhin. Der Einstellungsaufwand bei Createspace ist sehr gering. Wenn man die Formate richtig plant, dann kann man die Dokumente innerhalb von 30min Arbeit einstellen. 24 Stunden später ist es dann bei Amazon bestellbar (global). Kosten dafür: Keine. Druckqualität: Super.

Createspace-Knut

Die Verkaufszahlen der Kindle Versionen lassen sich auf die Schnelle nicht tracken, aber die dürften sogar niedriger liegen als bei der Druckversion.

Die letzten beiden Paper habe ich selber nur noch als Co-Autor begleitet und das wird auch bei den Papern in 2016 so sein. Bei der Chartsammlung zum Möbelhandel 2013 war ein wesentlicher Antrieb, dass so viele Infos niemals in einen Kassenzone Beitrag passen würden und ein druckbares Format einfacher zu verteilen ist. Wer will schon immer eine Linksammlung zu excom/kassenzone und anderen Blogs weiterleiten. Diese Arbeitsthese hat sich verfestigt. Das Paper zum Möbelhandel und zu Amazon ist vollgepackt mit Infos, die so nicht in einen Blogbeitrag passen würden und für mich sind sie ein willkommener Anlass sich tiefgründig mit einem Thema zu befassen. So wird es auch in 2016 weitergehen. Es gibt immer mehr Themen über die sich solche Paper lohnen. Ein paar Ideen für das nächste Jahr sind:

  • B2B: Knut der Schraubenkönig
  • Alibaba/JD: Knut und die 40 Räuber
  • Digitalisierung: Knut kauft einen Antilopenhut
  • Multichannel (Evil Commerce #2): Knut stirbt

Ob die Paper alle erscheinen hängt von den eTribes Partnern ab die sich dafür Zeit nehmen müssen. Vom E-Commerce Buch wird es in Q2/2016 auf jeden Fall eine englische Variante geben. Ausreichend Anfragen dazu haben wir schon erhalten und wir suchen noch einen oder zwei Sponsoren, die im Gegenzug kleine Auflagen mit eigenem Einband drucken dürfen.

Räusper, räusper: Das E-Commerce Buch eignet sich übrigens ganz toll als Weihnachtsgeschenk!

Alexander Graf, 35, E-Commerce Unternehmer & Autor, Gelernt und erste M&A-Tätigkeit bei der Otto Group, danach über 10 Unternehmen gegründet, heute u.a. Gründer Geschäftsführer des führenden Shop Technologieanbieters Spryker Systems. Im Juni 2015 hat er das E-Commerce Buch veröffentlicht, das seitdem die E-Commerce Rankings anführt. Weitere Infos hier, oder direkt kontaktieren unter: alexander.graf@etribes.de || Tel: +49 (40) 3289 29690

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3 Antworten

  1. Hej Alex,

    vielen Dank für deinen offenen Umgang mit den Ergebnissen deiner Autorentätigkeiten. Bei dem E-Commerce Buch hätte ich höhere Auflagen vermutet, die Sichtbarkeit z.B. bei Amazon ist ja unzweifelhaft beispielhaft.

    Die tatsächliche Szene ist wohl noch kleiner als vermutet, wundert mich etwas, das der „durchschnittliche E-Commerce Verantwortliche“ bei deiner Relevanz und Reichweite nicht verstärkt spontan zugreift.

    Bereits seit Jahren spiele ich mit der Idee einer eigenen Buchveröffentlichung im Selbstverlag, mein angepeiltes Thema (rentables SEA & entsprechende Optimierungsstrategien) ist jedoch noch eimal deutlich spitzer – ob deine Erfahrungen mich eher motivieren oder abschrecken muss ich mir noch überlegen. 😉

    Beste Grüße aus Kiel!

  2. shakalandy sagt:

    Die Knut Reihe ist toll. Bin gespannt auf den Schraubenkönig 😉

    E-Commerce Buch: Wollte auch eine englische Version vorschlagen, aber wenn die sowieso in Planung ist dann passt es ja. Bei mir liegt es schon unter dem Baum.

  1. 9. Januar 2016

    […] auch in der E-Commerce-Branche: Alexander Graf hat kürzlich beschrieben, wie er vorgeht und ob sich das lohnt (“Knut rechnet nach”). Vielschreiber Gerrit Heinemann verbringt seine Sommer […]