Handelsunternehmen gesucht – Firmengruppe Richard Borek/MDM

BorekWas würdet ihr machen, wenn ihr a) sehr viele Erfahrungen und Assets im Handel habt und b) über ausreichen Kapital für neue Investitionen verfügen könnt?

Die Investition in Handelsmodelle, die zum eigenen Geschäft passen, dürfte da eine naheliegende Option sein. In dem extrem agilen Markt den wir heute im Handel sehen ist zudem die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass es profitable kleine Handelsunternehmen gibt, die für weiteres Wachstum entweder Kapital brauchen oder Zugang zu anderen Assets. Oft sind diese Handelsunternehmen aber erst ein paar Jahre alt, haben wenig Erfahrung im Corporate Finance Bereich und eine gesunde Abneigung gegenüber Mittelsmännern, die Kapitalsuchende und Kapitalgebende zusammenbringen. Aus diesem Grund möchte ich heute einen „Call für Handelsunternehmen“ im Namen der Firmengruppe Richard Borek/ MDM machen, die aktuell auf der Suche nach spannenden Partnern ist und hofft über Kassenzone.de den ein oder anderen davon zu erreichen. Den Brief- und Münzsammlern hier ist die Firma sicherlich ein Begriff. In Kürze lässt sich die Firmenhistorie wie folgt zusammenfassen:

Die 1893 gegründete Firmengruppe im Vertrieb von Sammelartikel hat sich weltweit einen Namen gemacht und ist in ihren jeweiligen Produktsegment (Welt-) Marktführer. Die Kernkompetenz ist das Marketing Controlling, was der Unternehmensgruppe erlaubt sehr hohe Investitionen in Neukundengewinnung zu stecken. Neben einer Kompetenz im Produktmanagement steht die Entwicklung immer neuerer Direkt Marketing Ideen (on- und offline) zudem im Mittelpunkt des Handelns. Unterstützt wird dies von einem leistungsfähigen Customer Service Bereich und einer eigenen Logistik, die u.a. die eigenen europäischen Tochtergesellschaften zentral beliefert. Hier werden aktuell mehr als 5 Mio. Sendungen p.a. versendet.

Weitere Details findet ihr unter: www.mdm.de und www.borek.de

Nun ist das Unternehmen auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten. Angestrebt werden vollständige Übernahmen. Auch Mehrheitsbeteiligungen sind denkbar, sofern die Beteiligung die bestehenden Geschäftseinheiten ergänzt, und einen Mehrwert für die Gruppe bildet. Das Unternehmen hat über mehrere Generationen hinweg Erfahrungen im Versandhandel. Dieses KnowHow würde das Unternehmen bei einer Beteiligung/Kauf natürlich einsetzen. Voraussetzungen für Beteiligung/Übernahme

  • 1-2 Mio. Euro Mindestumsatz
  • Wachsend & profitabel
  • Signifkanter Anteil an Eigenmarken/Exklusivmarken
  • B2C Katalog/E-Commerce/TV
  • Bereit zur Abgabe der Mehrheitsanteile

Wenn diese Kriterien auf euch bzw. befreundete Unternehmen zutreffen, dann meldet euch gerne direkt bei mir. Die Firma Richard Borek ist ein Kunde von eTribes. Es fließen keine Kickback/Provisionen, sollte tatsächlich ein Geschäft zustande kommen.


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Fragen können auch gerne in den Kommentaren gestellt werden, wenn sie sich generell auf die Unternehmensauswahl und  den Prüfungsprozess beziehen.

Alexander Graf, 37, E-Commerce Unternehmer & Analyst, Gelernt bei der Otto Group, danach über 10 Unternehmen gegründet, heute u.a. Gründer Geschäftsführer des führenden Commerce Technologieanbieters Spryker Systems. Im Juni 2015 hat er das E-Commerce Buch veröffentlicht, das seitdem die E-Commerce Rankings anführt. Weitere Infos hier, oder direkt kontaktieren unter: alexander.graf@etribes.de || Tel: +49 (40) 3289 29690

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4 Antworten

  1. Nils sagt:

    Geht es hier nur um Unternehmen, die mit dem Kerngeschäft, sprich Münzen und Edelmetalle, zu tun haben oder generell um Investitionsmöglichkeiten im E-Commerce ?

  2. Walther sagt:

    Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: ich würde in mein Kernunternehmen und in meinen Kernmarkt investieren!

    Ich habe meine Vermutung warum die Firma BOREK/MDM, dies nicht macht: Perspektivlosigkeit im Briefmarken und Münzenmarkt!

    Wie komme ich darauf?
    Die Firma BOREK/MDM war zweifelsohne ein verlässliches und innovatives Unternehmen in der Philatelie und Numismatik. Über Jahrzehnte versorgte sie die Sammler mit Briefmarken und Münzen in hervorragender Qualität. Bis etwa zum Ende der 60er-Jahre des 20 Jahrhunderts lieferte das Unternehmen fast ausnahmslos Briefmarken. Mit Beginn der 70er-Jahre wurden die Verantwortlichen bei BOREK/MDM in Braunschweig „kreativer“: man begann im großen Stil mit der Entwicklung und Vermarktung von Motivsammlungen auf Basis von vielfach langjährigen und sehr kostspieligen Abonnements. Es wurden beispielsweise „Weltraum-Sammlungen“, „Rubens“(Gemälde)-Sammlungen, „Fußball-Weltmeisterschaften-Sammlungen“ etc. in Hülle und Fülle konfektioniert, d.h. vielfach wurde sogar auf die Ausgabeländer der Briefmarken Einfluss zur Motivgestaltung genommen. Dies gelang insbesondere bei exotischen Ländern, die für jede Mark respektive Dollar, gedruckt und geprägt haben, was der Auftraggeber wünschte. So finden sich u.a. viele ehemals prominente Fußballspieler auf Briefmarken der ärmsten afrikanischen Staaten. Zur Strategie gehörte bei BOREK/MDM, wie später bei weiteren Versandunternehmen auch, dass der Abonnementsabschluss mit einem kostenlosem Album oder Münzkassette „belohnt“ wurde. Viele Abonnements zogen sich über viele Monate oder gar Jahre. Den Verantwortlichen der Marketingabteilung gelang und gelingt es auch heute immer wieder aufs Neue mit grenzwertigen Formulierungen neue Sammler zu gewinnen und bestehende bei Laune zu halten. Hierzu werden regelmäßig Preissteigerungen alter Briefmarken oder auch Münzen herangezogen, die entweder jahrzehntelang zurück liegen oder die grundsätzlich nicht mit den beworbenen Produkten im Zusammenhang stehen. Begriffe wie „streng limitiert“, „exklusiv“, „mit Echtheitszertifikat“, „nur wenige Exemplare verfügbar“, „geringe Druckauflagen“, „echter Geheimtipp“ und so weiter kennzeichnen das Vokabular dieser Häuser. Ein Blick auf die Webseite mit den Angeboten belegt dies. Das Stichwort „Borek“ bzw. „MDM“ läutert ebenfalls gehörig.

    Über Jahrzehnte wurden auf diese Weise Hunderttausende Kunden (Millionen) „beworben“. Aus biologischen Gründen sind es oftmals die Erben, die dann vor gigantischen Schrankwänden stehen und nunmehr versuchen diese streng limitierten Sammlungen zu verkaufen. Das Haus BOREK/MDM kauft grundsätzlich derartige Sammlungen nicht zurück! Als Mitglied eines Briefmarkensammlervereins im BDPh weiß ich nur zu gut, dass es monatlich massive Angebote aus den Nachlässen verstorbener Briefmarkensammler gibt, die unverkäufliche Ansammlungen aus dem Hause BOREK/MDM beinhalten. Beim Verkauf derartiger Sammlungen aus dem Hause BOREK/MDM werden im Schnitt unter 10%, jedoch meist weniger vom Einstandspreis erzielt. Und es geht weiter bergab.

    Ich gehe soweit, dass ich der festen Überzeugung bin, dass diese Versandunternehmen sich und die gesamte Branche in dieses Dilemma manövriert haben! Das schöne Hobby der Philatelie und der Numismatik wurde auf den Rücken Heerscharen von Sammlern mit zentnerschweren Kartonprodukten ausgebeutet. Die Party ist vorbei! Die Erde ist verbrannt! Auch für BOREK/MDM. Gesucht wird nun mit gefüllter Kriegskasse offensichtlich ein neues Betätigungsfeld.

    • Ganz so aussichtslos ist der Münzmarkt nicht, aber ich würde bei deiner Betrachtung noch etwas differenzieren. Ich würde nicht pauschal jeden Münzsammler in die Kategorie „Anleger“ einordnen. Wenn jemand Spass an Münzen hat bzw. in deinem Beispiel hatte, dann ist damit ja auch für ihn Wert geschaffen worden. Das nun seine Sammlung nicht mehr über den Einstandspreis hinaus verkauft werden kann, finde ich dabei nicht verwerflich. Das ist bei anderen Sammelprodukten (Bücher, Porzellan, usw.) doch ganz genauso.

      Der Anlegermarkt funktioniert doch etwas anders, oder? Wo es aber auf jeden Fall noch viel Nachholbedarf gibt aus meiner Sicht, sind halbwegs verlässliche Marktplatzmechanismen, um Sammler/Anleger zu vernetzen. Das sehe ich online noch gar nicht erfüllt.