Tambini.de – Mottoboxen für Kindergeburtstage von Gruner + Jahr

Tambini-StartGroße Unternehmen tun sich in der Regel sehr schwer bei der Umsetzung von Digitalstrategien, wenn sie in aller Öffentlichkeit umgesetzt werden müssen und dann auch noch viele Hoffnungen damit verknüpft sind. Im Fall von Gruner + Jahr konnte man vor einem Jahr in aller Öffentlichkeit nachlesen was, wie & warum im Bereich Digital geplant ist, weil man doch unter dem alten Vorstandsvorsitzenden Bernd Buchholz diesen Bereich jahrelang vernachlässigt hatte. Der Gesamtumsatz im Digitalgeschäft soll massiv wachsen & E-Commerce soll zu einer veritablen Säule bei den digitalen Produkten werden, was u.a. zum Investment in einen Shop für Kindermode geführt hat. In einem Markt, in dem Digitalinvestments für strategische Investoren aus meiner Sicht kaum noch möglich sind, weil entweder die verfügbaren Geschäftsmodelle nicht stabil erscheinen und/oder die Bewertungen mehr als irrational sind, hat sich G+J nun für eine spannende Make Option entschieden. Tambini.de ist ein Onlineshop für Eltern – eine Zielgruppe die G+J mit seinen Medien bestens abdeckt. Das Team sitzt in unseren Büros in Hamburg, weil die Agentur Netshops Commerce GmbH die Umsetzung betreut hat. So können wir live verfolgen wie es läuft und Andrea Fischer, die Projektleiterin, stand gerne für ein Interview zur Verfügung. Weitere Fragen zum Geschäftsmodell können gerne in den Kommentaren gestellt werden! Andrea antwortet dort bestimmt, vielleicht, mit Nachdruck, sicherlich.

Stefan Sobczak, Geschäftsführer der Netshops Commerce GmbH sagt dazu:

Das Projekt „Tambini“ war auch für uns eine neue und spannende Herausforderung. Zwar haben wir bereits Erfahrungen mit Verlagsprojekten, allerdings geht das Geschäftsmodell von Gruner + Jahr weit über den Versuch hinaus, einfach nur bestehenden Content zu monetarisieren und Verlagsprodukte online zu verkaufen. Stattdessen wurde ein Geschäftsmodell entwickelt, das genau die Bedürfnisse einer Zielgruppe deckt, die G + J im Detail kennt und mit seinen Verlagsprodukten zu großen Teilen erreicht: Und zwar das Segment Eltern. Das Team rund um Tambini hat das Potenzial der bestehenden Reichweite, wie sie aktuell fast nur Verlage vorweisen können, erkannt und in ein innovatives Geschäftsmodell für die Zielgruppe Eltern verwandelt. Neu war dabei nicht nur die Idee, sondern auch das Vorgehen bei der Umsetzung: Um www.tambini.de im Rahmen der vorgegebenen Laufzeit zu launchen, ist das Projektteam von Gruner + Jahr mit in die Räumlichkeiten von Netshops gezogen – so  konnte sichergestellt werden, dass Agentur und Kunde kontinuierlich Hand in Hand arbeiteten und das Projekt konnte dank kurzer Kommunikations- sowie Entscheidungswege unter agilen Start-Up-Bedingungen in nur drei Monaten fertiggestellt werden.


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Auch Webshops und E-Commerce-Modelle für Verlage sind für uns kein Problem: Netshops Commerce GmbH, die Premium E-Commerce-Agentur für Hersteller und Marken aus Hamburg.


Ich hoffe, dass Andrea am nächsten Montag (11.08.) beim DCD-NET Treffen in Hamburg ihre Social Media Pläne mit uns teilt. Vier Plätze für Teilnehmer sind noch frei. Die Anmeldung ist kostenlos.

Kassenzone kann man nun nicht nur per Mail oder RSS abonnieren, sondern auch bei itunes, souncloud & Co. Alle Infos hier. So kann man bequem auch alle Interviews unterwegs hören.

Alexander Graf, 35, E-Commerce Unternehmer & Autor, Gelernt und erste M&A-Tätigkeit bei der Otto Group, danach über 10 Unternehmen gegründet, heute u.a. Gründer Geschäftsführer des führenden Shop Technologieanbieters Spryker Systems. Im Juni 2015 hat er das E-Commerce Buch veröffentlicht, das seitdem die E-Commerce Rankings anführt. Weitere Infos hier, oder direkt kontaktieren unter: alexander.graf@etribes.de || Tel: +49 (40) 3289 29690

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6 Antworten

  1. Wenn man jetzt böse wäre, könnte man sagen, dass die Menge an Kommentaren das (vordergründige) Innovationspotential von tambini widerspiegelt.;)

    Auf den zweiten Blick findet man dann doch interessantes:

    1. Nischenshops werden jetzt von 2. Verlagen betrieben.

    Erinnert mich ein wenig an die Anfänge von windeln.de, die unbesetzte Nischen sehr erfolgreich besetzen. Könnte durch aus passieren, dass der Monopolisierung von Amazon mit einer neuen Nischenshop-Welle entgegnent wird.
    Interessant finde ich die Aussage, dass Erkenntnisse aus den Magazinen für die Nischenshops (es werden denke ich dann konsequenterweise noch weitere folgen) genutzt werden. Ein konsequenter Schritt wie ich finde.

    Das Konzept passt auch in die wachsende Kategorie „shopable magazine“ , die immer stärker an Bedeutung gewinnt. Tambini-Produkte sind dann direkt aus den entsprechenden Zeitschriften zu kaufen.

    Um mit einer skeptischen Betrachtung des Geschäftskonzeptes abzuschließen:

    ….einfach ein weiterer Themenshop. So lange er aber erfolgreich funktioniert, werden hier sicher noch weitere folgen.

    Angreifbar dann, wenn andere Shops (inkl. Amazon) mit Bundle-Paketen antworten würden.

    Beobachte die Entwicklung sehr gespannt!

    • Es ist halt Urlaubszeit und das die Idee ist auch sehr smart und nicht so leicht angreifbar. Vielleicht gibt es auch einfach sehr wenige Frauen und/oder Eltern unter den Kassenzone.de Lesern.

      • Christian Rothe sagt:

        Die Kindergeburtstagspakete von Tambini sind gewiss eine charmante Idee. Allerdings will mir nicht einleuchten, warum dies – so wie von Dir behauptet – nicht leicht angreifbar sei?

        Der Grundgedanke ist offensichtlich: Tambini verkauft keine Produkte, sondern Problemlösungen. Es löst für die besorgte Mutti das Problem „Was sollen wir bloß am Geburtstag unserer kleinen Anna machen?“ und spart der Mutti Zeit, Organisationsaufwand und Nerven. Dafür muss Mutti dann eben den Geldbeutel aufmachen.

        „Problemlösung“ als Marketingansatz hat Gruner + Jahr nicht erfunden. Das gibt es schon länger. Der Industriegasanbieter AirLiquide verkauft schon seit dem Jahr 2000 anlassbezogene Komplettpakete mit Heliumgas: Paket „Hochzeitsgrüße“, Paket „25 Jahre“ etc. übers Internet. Siehe: http://www.ballon24.de/shop/luftballons/angebot.html

        Und auch AirLiquide hatte damals diesen Verkaufsansatz keinesfalls erfunden. Pauschal-Urlaubsreisen sind ein uraltes Beispiel für Problemlösungspakete. Und auch ein einfach zu kopierendes Angebot.

        Aus meiner Sicht ist auch das Konzept von Tambini leicht kopierbar. Dazu braucht man kein Verlagshaus im Rücken. Es braucht nur etwas Gespür für Zielgruppen und dringende Probleme dieser Zielgruppen – und dann etwas Fleiß und Geld für die Umsetzung.

        Die Krux an dem „Problemlösungpaket“-Marketingansatz: Sollen die Absatzzahlen groß werden, brauchst Du Problemstellungen, die auf möglichst viele Leute zutreffen. Dies sind dann eher einfache Probleme, die leicht zu lösen und deren Lösungen auch einfach zu kopieren sind. Suchst Du Dir dagegen Spezialprobleme, deren Lösungen wenig verbreitetes Expertenwissen benötigen, dann ist Dein Angebot zwar schwieriger durch Wettbewerber zu imitieren. Gleichzeitig schrumpft aber auch die Zahl potenzieller Kunden – und damit der erzielbare Umsatz.

        • Ich glaube nicht, dass man es (im Erfolgsfall) leicht kopieren kann, außer das Thema Geburtstagsboxen wird generisch. Das ist ein bissel so wie mymuesli aus meiner Sicht. Man muss – mit Hilfe eines Verlages – sehr stark in Vorleistung bei der Reichweite gehen, um genug Vertrauen für das Produkt/die Marke aufzubauen. Dann dürfte es für Folger schon schwer werden Produkt zu kopieren. Schwierig wäre es nur, wenn man komplett vergleichbare Angebote hätte die sich günstiger über Amazon/eBay zusammenstellen lassen.

          Aber: Das ist natürlich kein Selbstgänger, weil die Kauffrequenz eher niedrig ist (1-2x/Jahr) und das Thema „nur“ 4-8 Jahre für Eltern relevant sein wird, bis das Kind zu alt, oder das Produkt nicht mehr spannend ist.

  2. Hans sagt:

    Bei all Deinen guten Artikeln ist das hier eine reine Promotion.

    • Marc sagt:

      es gibt gute Kommentare und schlechte und zu letzterem gehört der von Hans.
      An Christian Rothe bzw. Alexander Hofmann Kommentaren kannst dir für deinen nächsten was abschauen