So sein wie „Collins“

Alexander Graf

Alexander Graf, 35, E-Commerce Unternehmer & Autor, Gelernt und erste M&A-Tätigkeit bei der Otto Group, danach über 10 Unternehmen gegründet, heute u.a. Gründer Geschäftsführer des führenden Shop Technologieanbieters Spryker Systems. Im Juni 2015 hat er das E-Commerce Buch veröffentlicht, das seitdem die E-Commerce Rankings anführt. Weitere Infos hier, oder direkt kontaktieren unter: alexander.graf@etribes.de || Tel: +49 (40) 3289 29690

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29 Antworten

  1. Annika Busse sagt:

    Schöner Beitrag, gibt das Konzept gut wieder! Danke für die Erwähnung von beliya Charity-Taschen. Die App auf Collins ist für uns ein riesen Gewinn. Auf bald, Annika (Gründerin)

  2. Damit Collins ein wirkliches E-Commerce Ökosystem werden kann, muss es dieses Ökosystem erst aufbauen. Dafür sind besonders Entwickler wichtig, die eine Motivation finden Apps für Collins zu entwickeln. Am wichtigsten ist es dabei wenig Hürden aufzubauen und möglichst direkt Zugriff auf das SDK und die APIs zu gewähren.

    Bisher kann man jedoch leider nichts von beidem öffentlichen einsehen und auch nach einer Registrierung mit persönlichen Daten ist vorerst kein Zugriff möglich „Dein Account wurde leider noch nicht freigeschaltet. Wir werden uns bald bei Dir melden.“. Bei allen erfolgreichen auf Entwickler ausgerichteten Ökosystemen, die ich kenne, ist der Zugang zum Wissen so einfach wie möglich gestaltet. Hier verstehe ich daher den Prozess nicht.

    Ich stimme dir zu Alexander, dass Otto mit Collins (und besonders dem Team) einen guten und mutigen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat. Jedoch bin ich noch nicht davon überzeugt, dass „open commerce“ wirklich „open“ genug ist, um das angesprochene Ökosystem zu bilden oder sogar eine neue Kategorie im E-Commerce zu formen.

    Es gibt beispielsweise seit langem Affiliate Netzwerke die Entwicklern gute APIs zu Millionen von Produkten vieler Händler und Marken anbieten. Im Vergleich dazu würde mich interessieren wo Collins durch besser APIs, SDKs und weitere Services punkten kann. Besonders das Thema Checkout is sehr spannend.

    • Aktuell würde ich das mal unter „Startprioritäten“ verbuchen. Ich gebe dir aber absolut Recht: Am Ende muss sich Collins auch an der Attraktivität &Umgang für Entwickler/Partnerfirmen messen lassen.

      • Christian Rothe sagt:

        Nun ja, der Umgang der Collins Truppe mit Entwicklern erscheint mir „gewöhnungsbedürftig“.

        Am Mittwoch, dem 7.5., hatte ich mich für das ABOUT YOU Developer Center angemeldet. Es kam eine E-Mail: „Aktuell erhalten wir sehr viele Anmeldungen und möchten uns jede Anmeldung vor der Freischaltung anschauen. Bitte habe deshalb Verständnis dafür, dass die Freischaltung ein wenig dauert. Wir werden so schnell wie möglich Kontakt mit Dir aufnehmen.“

        Zunächst passierte…. ichts. „So schnell wie möglich“ war dann heute, 9 Tage später! Allerdings kam mitnichten eine Freischaltung! Vielmehr kam eine Einladung zu einem „Hackathon“.

        Zitat: „Der erste ABOUT YOU Hackathon wird am 14. & 15.6. in Hamburg stattfinden. Die Teilnahme ist natürlich kostenlos – genauso wie die Übernachtung für Teilnehmer außerhalb Hamburgs.

        Alle Teilnehmer, die bis zum ABOUT YOU Hackathon nicht freigeschaltet wurden, werden am ABOUT YOU Hackathon für das Developer Center freigeschaltet und erhalten Unterstützung bei der Programmierung ihrer App von unseren Developern.“

        Ja, nee, is klar: Ich soll also die Anreise von Baden-Baden nach Hamburg selbst zahlen und zwei Arbeitstage investieren (mit den Zeiten für An- und Abreise eher 4 Arbeitstage!). Und dann soll ich mich binnen 2 Tagen in ein völlig unbekanntes Development Framework einarbeiten und dann noch ein brauchbares Ergebnis produzieren. Hallo, geht’s noch? Will ich die Katze im Sack kaufen? Nein, das will ich nicht.

        Ich würde gerne die Komplexität und die Möglichkeiten des Collins Ökosystems, der Api, des SDK vorher einschätzen können.

        So, wie sich der „Otto Collins“ gerade verhält, wünscht er sich offenbar eine möglichst kleine Entwickler-Gemeinde. Schade. Das hatte sich in den offiziellen Presseankündigungen anders gelesen.

        • Naja mal ehrlich. Das ist kein Microsoft mit den entsprechenden Strukuren. Was die sicher nicht können, ist 3000 Leuten, „die das mal eben schnell mal ausprobieren wollen“ Support geben. Das ist schlicht nicht zu machen, dafür habe ich volles Verständnis. Ein Hackathon macht Sinn, da wird mit den Machern zusammen schnell funktionierender Code gebaut, der dann auch funktioniert und das ist essentiell, damit die Leute auch gern damit arbeiten. Das macht übrigens jeder so, der so was entwickelt und das ist auch komplett richtig. Wer das Potenzial sieht und versteht, fährt da hin und schaut sich das an. Alle anderen können ja erst mal weiter meckern 🙂

          • Christian Rothe sagt:

            Naja, mal ehrlich: Als Entwickler muss man die Möglichkeiten des Collins Ökosystems doch grob einschätzen können. Da wäre es aus meiner Sicht das Mindeste, einen Einblick in die Doku zu gewähren: Welche Möglichkeiten bietet die Collins-API? Welche API-Calls existieren? Was kann ich mit Ihnen bewerkstellen?

            Das zeitliche Investment für den Hackathon ist für potenzielle Teinehmer durchaus nennenswert. Warum sollte ein Entwickler bei diesen Rahmenbedingungen eine „Fahrt ins Blaue“ unternehmen? Genau dies wäre nämlich eine Hackathon-Teilnahme mit null Vorinformationen.

          • Hi Christian,
            wir starten in der nächsten Woche unseren Developer-Blog und werden dort eine genauere Übersicht über die vorhandenen API-Calls und somit den Funktionsumfang der Schnittstelle(n) geben.
            Außerdem werden wir dort auch noch einmal auf den Checkout-Workflow eingehen.
            Damit bieten wir die Gelegenheit, zu schauen, ob der Hackathon und unsere API interessant sind (falls nicht würden wir uns natürlich über Feedback / Feature-Requests freuen).

            Bzgl. des zeitlichen Invests:
            Wir werden in den kommenden Monaten in diversen Städten in Deutschland Hackathons veranstalten – daher wahrscheinlich auch einen in deiner Nähe.
            Prinzipiell richtet sich der Hackathon an Entwickler und Kreative die Lust haben eine App-Idee umzusetzen oder bei der Umsetzung einer App-Idee zu unterstützen.
            Für Agenturen / Servicepartner bieten wir einen extra Workshop an (einfach über unseren Developer-Support anfragen).
            Wenn es am Anfang ein wenig dauert, Bitte um Verständnis: Wir nutzen die Fragen in den Anmeldungen, um parallel unsere Informationen & Dokumentationen zu optimieren, bevor wir später alles freischalten.

    • Sehe ich genauso, wieso sollte ich mich mich von Collins abhängig machen wenn ich als Affiliate Amazon, Zalando und Otto einbinden kann?

  3. Es ist richtig, die grösste Herausforderung sowohl für Collins als auch für den gesamten Konzern wird sein, wie schnell es gelingt, diese innovativen Leute in den oberen Entscheidungs-Gremien des Konzerns zu etablieren. Auch wenn Otto-Bashing in der Branche immer noch hipp zu sein scheint, muß man anerkennen, daß sich da in den letzten 4 Jahre gewaltig was getan hat. Ob es schnell genug die Oberhand gewinnt, wird man sehen.

  4. Hagen Fisbeck sagt:

    Erste einmal Glückwunsch an Otto, Benjamin Otto und Tarek mit dem Team zum erfolgreichen Projekt-Launch!
    Aus Projekt2.0 bei Arcandor wurde scheinbar quasi in vielen Teilen Collins – zumindest sieht es aktuell für mich von außen betrachtet so aus 😉
    Eine technische Plattform und ein Sortimentspool quasi aus der Cloud, auf der dann auf einfache Weise spezielle und optisch individuelle Spezialshops (inkl. Content) zusammengestellt werden können – auch unter Einbezug von Usern für Funktionalitäten und Shoperstellung.
    Hier mal das Konzept-Chart von Projekt2.0 aus dem Jahr 2007: https://flic.kr/p/nEVXEt
    Damals sollten neben professionell aufgebauten spezialisierten Long-Tail-Zielgruppen-Shops auch Shops entstehen, die durch User erstellt wurden – daher die Bezeichnung UGS als User-Generated Stores (User hier: Vom professionellen User/Unternehmen bis hin zu Endusern).
    Wesentliche Teile meines Konzeptes aus Projekt 2.0/Bandeln, die vor 7 Jahren bei Arcandor entstanden, konnte Otto jetzt auf die Straße bringen – und da bin ich froh und dankbar drüber!
    Kurz vor Launch von Projekt2.0 im Jahr 2009 (die technische Plattform war bereits fast fertig) ging Arcandor leider in die Insolvenz.
    Damals hatte Otto allerdings leider kein Interesse an dem Konzept und der Technologie, um dieses in den Markt ein- und weiterzuführen.

    Es ist aber schön zu sehen, dass es eine gute Idee doch noch geschafft hat, das Licht der Welt zu entdecken!

    Ich wünsche Collins ganz viel Erfolg und drücke fest die Daumen!

  5. Stephan Fröde sagt:

    Ist Collins eigentlich nicht die gelebte Anti-These der Lean Startup Idee?

    Collins wurde doch konzerntypisch im Wasserfall umgesetzt.

    Nichts gegen den Wasserfallansatz er hat klare Vorteile, aber auch Nachteile vor allem den, dass er zu großen Upfront Investments führt.

    Bin leidlich skeptisch, Öko Systeme wachsen in der Regel organisch, gerade die soziale/emotionale Halo um ein Öko System herum kann man kaum dirigistisch erzeugen.

    Da kommt die Frage wie sieht das Community Management von Collins aus? Gibt es Meetups? gesponserte User Groups? Hacksessions? Wettbewerbe? Was cooles zum Spielen? Etc.

    Ich werde mir auf alle Fälle mal die APIs ansehen.

    • Naja, lean Startup wäre in diesem Fall eher unangebracht gewesen. Erstens ist das Geld ja vorhanden und zweitens will / muss man ja möglichst schnell vorn mitspielen und das geht nicht mit ein paar Euros. Im Gegensatz zu vielen anderen Otto-Projekten vorher, wird dieses Ding sicherlich in den nächsten 5 Jahren nicht an der Profitabilität gemessen 😉

      • Stephan Froede sagt:

        Hallo Claus,

        Der Controller in mir sieht hier eine ziemlich große Ressourcen Allokation und ein damit einhergehendes Risiko.

        Es ist klar, dass man hier versucht in einer Art emergency Modus Boden gut zu machen.

        Aber rein prinzipiell, ist es die einzige Option?

        So gut ich das finde was Otto da macht, bin ich doch eher Anhänger einer Thesen behafteten inkrementellen Vorgehensweise – nichts anderes ist Lean Startup.

        Ich würde erwarten das ca 60% der vorhandenen Features entweder nicht benötigt werden, nicht vorhanden sind oder noch deutlich weiter entwickelt werden müssen.

        Eine gut skalierbare, offene und sichere Plattform in der Größenordnung zu bauen ist eine riesige Challenge.

        Klar nun knallen die Sektkorken, aber was kommt danach? Die Otto Cloud?

        Otto ist jetzt da wo Amazon vor ca 8-10 Jahren war.

        Wette die Otto Cloud steht auf der Roadmap. Bedarf wäre da.

        Viele Grüße,
        Stephan

  6. Stephan Froede sagt:

    So nicht, About Me API Support? Nur nach Prüfung?

    Ja danke, sie können die API behalten. Kein Interesse.

  7. Torsten sagt:

    Vergessen wir bei aller Euphorie am App-Ansatz nicht den Nutzer?

    Welcher Nutzer besucht denn ersthaft einen Online-Shop und entscheidet sich dann dort noch für eine App? Zumal die Apps auf die selben Produkte zurückgreifen, wie sie auch im Shop zu finden sind.

    Apps auf dem Handy werden unterschiedlich genutzt. Hier hat man für verschiedene Use-Cases unterschiedliche Apps (Wetter, Bahn, Shoppen, etc.). Aber warum sollte ich für den einen Use-Case „Shoppen“ unterschiedliche Apps nutzen?

    Ich sehe bei aboutyou relativ wenig Mehrwert für den Nutzer durch die Apps. Die Apps (zumindest die momentan verfügbar sind) sind aus meiner Sicht eher eine Spieler die der Nutzer ein bis zweimal ausprobiert, dann aber das Interesse daran verliert. Warum sollte der Nutzer nicht direkt einen Shop ansurfen der seinen Interessen in Bezug auf Produkte und Look and Feel entspricht?
    Bis hier sehe ich eigentlich nicht mehr als ein gutes altes Portal was den Einstiegspunkt in die Shopping Welt darstellen soll. Und was aus den großen Portal geworden ist wissen wir ja…

    Ich persönlich glaube, dass dahinter etwas mehr steht. Ich denke man will eher einen Meta-Shop etablierten, der von „jedermann“ in seine Mobile App oder Webseite eingebaut werden kann. Die Kreativen und Entwickler können das Frontend so gestalten wie sie möchten, nutzen aber das komplette Fulfilment von Payment bis Logistik von Otto. Frei nach dem Motto: Wenn wir die Kreativität nicht in den Shop bekommen, dann bringen wir eben den Shop zu den Kreativen.
    Kurz: Für mich ist der Shop als solcher im Wesentlichen nur Werbung für das dahinterliegende Geschäftsmodell, damit Kreative und Entwickler sich von den Möglichkeiten inspirieren lassen können. Ich glaube nicht daran, dass Endkunden über den aboutyou-Shop zukünftig Massen an Umsatz generieren werden. Dass soll über die Webseiten der Kreativen laufen.

    • Hagen Fisbeck sagt:

      Da steckt sicher mehr dahinter – auch Sortimentstechnisch.
      Ich kann ja mal einen kurzen Ausblick geben, wie das Konzept (Projekt2.0) 2007/2008 bei Arcandor/Primondo umgesetzt wurde (allerdings aufgrund der Insolvenz von Arcandor kurz vor Launch gestoppt wurde):
      Hier mal die Grobstruktur des Konzeptes von Projekt 2.0: https://www.flickr.com/photos/fisbeck/14224047163/

      Allerdings gab es auch ein paar Unterschiede bei den Begriffen und bei der Umsetzung…
      Bei uns hießen die APPs damals UGS (Usergenerated Stores) und die Developer waren Otto-Normal-User. Daher gab es auch kein Developer-Center etc., sondern einen einfach zu bedienenden WYSIWYG-Baukasten, mit dem man sich Shopfunktionalitäten zusammenbauen und Sortimente aus dem gesamten Arcandor-Konzern (inkl. Reisen) und externer Partner ganz individuell zusammenstellen konnte (Vertriebsplattform-Modell).
      Zielgruppe für die Ersteller der UGS waren auch nicht Entwickler, sondern normale User, die Experte in einem bestimmten Thema sind und sich hier ihren eigenen Shop funktional und inhaltlich zusammenstellen konnten (bis hin zu Shopping-Widgets für Einzelprodukte, die dann auch bspw. von Verlagen in ihre Online-Auftritte eingebunden werden konnten).
      Ein einfacher Yoga-Trainer, der sich über Verkaufsprovisionen noch etwas hinzu verdienen wollte, sollte die Möglichkeit haben, einfach sein KnowHow zu seinem bestimmten Thema einzubringen und somit als Experte für sein Thema und seine Zielgruppe (und nicht als Entwickler – beides fällt selten zusammen….) auf einfachste Weise einen bedarfsgerechten Shop für seine Zielgruppe zu bauen, den er entweder als Stand-Alone-Shop oder als Shop innerhalb seines Blogs, betreiben konnte. Zudem erschien alle Shops dann auch auf der zentralen Plattform, auf der User nach Themen (z.B. Yoga) suchen konnten und dann passende Shops von Experten vorgeschlagen bekommen haben.
      Damals lief das Ganze noch unter dem Schlagwort „SocialCommerce“. Die User zu Verkäufern machen. Mit der Möglichkeit auch Content hinzuzufügen – also warum diese oder jene Yoga-Matte so gut ist, etc und die Möglichkeit, eine eigene Community um das Thema aufzubauen. Die Quelle bezeichnete das Ganze im Übrigen auch als Multiplikatorenvertrieb 2.0 oder Sammelbesteller 2.0 Konzept.
      Um die Prozesse inkl. Checkout, Recht, Fulfilment und Support musste sich der User nicht kümmern. Dies hatte alles die Primondo Bandeln GmbH übernommen – der Kaufvertrag kam also nicht mit dem User, der den Shop gebaut hatte zustande, sondern mit der Bandeln-Plattform.

  8. Sebastian Kluth sagt:

    nach dem ganzen Hype in der einschlägigen Fachpresse habe ich mir gestern zum ersten Mal die drei Shops angesehen um mal einen eigenen Eindruck zu bekommen!
    Ich finde es ganz großartig, was das neue Ökosystem alles für die Entwickler und die Fachleute im „Backend“ bieten wird! Kein Artikel hat mal die Nutzerbrille der Endkunden aufgesetzt. Ich bezweifle das der Otto Normalkunde in den definierten Zielgruppen einen großen Unterschied sieht, vielleicht im Design, aber ansonsten sind es Fashionshops, nicht mehr und nicht weniger!

    Was ich allerdings sehr erschreckend finde ist die mobile Optimierung der Shops. Sisters Surprise ist mobil fit und man bekommt das was man erwartet, aber auch kein Rocket Sience, sondern auch nur wieder gute solide Arbeit, die sich nicht von anderen guten mobilen Shops unterscheidet.
    About You und Edited sind nach dem, was das nagelneue Konzept technisch eigentlich leisten möchte und auch sollte einfach irgendwie zum Kopfschütteln. Gerade bei Edited, wo die Zielgruppe sehr jung sein soll, die sind doch fast nur mit Smartphones unterwegs und dann sehe ich keine sauberen Produktübersichtsraster und die Skalierung der Pics sind grauenhaft!

    Wie gesagt, ich finde es super eine neue Denkweise im E-Commerce etablieren zu wollen, aber Geld verdient ein Shop nicht durch die Expertimentierbereitschaft von Entwicklern, sonder durch den gefüllten Warenkorb der Kunden und diese nutzen die mobilen Technologien!

    Beste Grüße
    Sebastian

  9. Beate Penk sagt:

    Lieber Torsten,

    die Aussage, dass Shopping nur EIN Case ist, kann auch wirklich nur von einem Mann kommen 🙂

    Gerade Mode einzukaufen sind unendlich viele „Cases“ und gerade deshalb ist aboutyou sehr spannend und endlich mal aus weiblicher Nutzersicht gedacht.

    Ich könnte Stunden mit Shopping-Apps verbringen und das wird definitiv nie langweilig. Gerade die vielen Möglichkeiten auf das Sortiment sind toll und abwechslungsreich.

    • Torsten sagt:

      nun gut, aber mal hand aufs herz. wie viele shopping apps verwendest du denn über die du auch noch regelmäßig bestellst?
      würde mich als mann wirklich interessieren. 🙂
      und würdest du wirklich in einen shop gehen und dann dort (unter einer menge von sagen wir mal 100 Apps) nach „lustigen“ Apps suchen mit deren Hilfe du dann Produkte findest?
      Das sind mir zu viele Schritte des Suchens und Orientierens. Nutzer wollen finden, und das möglichst schnell…

      • Beate Penk sagt:

        MÄNNER wollen schnell finden.
        FRAUEN wollen abwechslungsreich entdecken.

        „wie viele shopping apps verwendest du denn über die du auch noch regelmäßig bestellst?
        würde mich als mann wirklich interessieren. 🙂
        und würdest du wirklich in einen shop gehen und dann dort (unter einer menge von sagen wir mal 100 Apps) nach “lustigen” Apps suchen mit deren Hilfe du dann Produkte findest?“

        Das ist stereotypisch männlich gedacht. Ich bin einfach auf aboutyou gegangen, habe mich durch die apps geklickt, ohne etwas konkretes zu suchen, und bin auf Produkte gestoßen die mich interessieren. Das hat einfach Spaß gebracht und ich werde es bestimmt wieder tun. Einfach weil diese Apps einladen Produkte zu entdecken und Spaß bringen. Ein bisschen wie ein Magazin durch zu blättern. Mode-Magazine sind im „Case“ auch immer gleich, trotzdem kauft man (bzw. Frau) immer neue Ausgaben, auch wenn der „case“ immer gleich bleibt, einfach weil die Inhalte darin toll sind und inspirieren.

        Oder ließt du einmal die Zeitung und sagst dann, dass du nie wieder Zeitung ließt, weil du es einmal getan hast und jetzt alle Rubriken in der Zeitung schon kennst?

  10. Ecomneuling sagt:

    Keiner will so sein wie Collins. Ökosysteme wachsen organisch. 100 Mio + investiert? Falscher strategischer Mut hier bewiesen. Das wird ein Riesenfehlinvestment. Das Konzept bietet nur theoretische Benefits: „Lass uns mal alle Features zusammenwerfen…“ Der User hat nichts davon.

  11. Heiko Haller sagt:

    Ahhh, wieder mal herrlich, dieses Gezänk. Die Nörgler haben meiner Meinung nach nicht verstanden, was der Kern dieses Projektes ist: Analog zu Apple oder Google (weitere Namen beliebig einsetzbar) erfindet Otto den Content, den die User (Endkunden) haben wollen, nicht selbst, sondern setzt auf die Masse an kreativen Köpfen. Apple (Google etc.) hat doch auch auch nicht jede App im Store selbst erfunden und 99% sind Bullshit. Aber… es funktioniert. Weil es geniale Entwickler/Unternehmer gibt, die einfach eine coole Idee umsetzen, die ankommt – eben auf der jeweiligen Plattform, die von Apple (Google etc.) betrieben wird. DAS ist meiner Meinung nach die Stärke von Collins. Was nicht automatisch heißt, dass es funktioniert – aber endlich hat mal ein „klassischer“ Konzern den Mut bewiesen, etwas zu wagen. Wobei ich nicht denke, dass der Invest wirklich riskant ist.
    Um mal weg vom Thema Apps zu kommen, weil ich vermute, dass das missverstanden werden wird, nehmen wir als weiteres Beispiel mal Spreadshirt (x weitere Plattformen hier einsetzbar). Ist zwar eine völlig andere Technologie und auch das Konzept ist längst nicht so frei und flexibel, aber der Erfolg resultiert aus den gleichen Faktoren: Es gibt kreative Leute, die Ideen für Shirts entwickeln, die Spreadshirt allein in dieser Menge nie entwickelt haben könnte. Viele Verkäufer (der Großteil) auf Spreadshirt bieten Schrott und werden nie auf einen gründen Zweig kommen. Aber einige haben es eben raus und bieten attraktive Produkte für die Endkunden. Und Spreadshirt verdient genau daran mit, muss aber das Risiko von nicht funktionierenden Angeboten nicht tragen (das ist das Prinzip all solcher Plattformen).
    So ein Erfolg ist Collins auch zu wünschen und ich sehe die Möglichkeit als gegeben an. Da ist es doch völlig wurscht, ob das Ding nun „lean“ oder nicht in den Markt gebracht wurde. Das ist aus meiner Sicht wieder mal eine Glaubensfrage wie „Amiga“ oder „Atari“: Völlig sinnfrei. Entscheidend ist doch, was hinten raus kommt.
    Die Macht kommt doch daher, den Nutzern (Shopbetreibern) eine Plattform zu bieten, die ihnen die Freiheit lässt, genau das zu tun, was sie sich vorstellen – und wo sie mit aller Leidenschaft dahinter stehen. Wenn man sich mal die verschiedenen Modelle im Netz anschaut, dann sind es genau diese Modelle, die die größte Chance auf Erfolg (nicht nur) für den Plattformbetreiber haben.
    Also los, Mädels und Jungs von Collins, vielleicht braucht ihr einen langen Atem, aber die Idee ist vielversprechend.
    Viele Grüße und einen sonnigen Tag
    Heiko

  12. Hagen Fisbeck sagt:

    2 Fragen stelle ich mir aktuell noch:
    Warum hat Amazon seine aStores quasi eingestellt – und was passiert, wenn amazon das Ganze dann ganz neu doch wieder zum Leben erweckt?

    2. Wie wird aktuell bei Collins das Thema Sortimentsaktualisierung gehandhabt bzw. Sortimentswechsel?
    Wenn eine App wie bspw. Nachteule die richtigen Outfits vorschlägt und die Produkte dann nicht mehr verfügbar sind, sind dann die Apps solange leer, bis der Entwickler Zeit gefunden hat, die App wieder zu aktualisieren?
    Besteht nicht die Gefahr, dass dann überall inhaltslose Apps herumgeistern?
    Gibt es eventuell eine Fallback Lösung von Produkten die bspw. der gleichen Kategorie angehören der die Ursprungsprodukte so gehörig waren?
    Wie das Problem der Verfügbarkeit und Sortimentsaktualisierung aktuell gelöst wurde habe ich noch nicht gelesen…

  1. 17. Mai 2014

    […] schon ausführlich damit befasst. Weitere Einschätzungen hat Alexander Graf in der Kassenzone gesammelt und eingeordnet (“So sein wie […]

  2. 17. Mai 2014

    […] Wer (er)findet das erste Angry Bird oder das erste Farmville für die E-Commerce-Welt? Das Collins-Team wills wissen (“In der Anwendungswelt von About You”) und hat nach dem offiziellen Launch letzte Woche (“Collins launcht About You als “Shop der 1.000 Gesichter””) diese Woche seinen ersten Hackathon angekündigt: […]

  3. 19. Mai 2014

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  4. 19. Juni 2014

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