Der stationäre Handel – ein Überblick der letzten Meinungen

Alexander Graf

Alexander Graf, 35, E-Commerce Unternehmer & Autor, Gelernt und erste M&A-Tätigkeit bei der Otto Group, danach über 10 Unternehmen gegründet, heute u.a. Gründer Geschäftsführer des führenden Shop Technologieanbieters Spryker Systems. Im Juni 2015 hat er das E-Commerce Buch veröffentlicht, das seitdem die E-Commerce Rankings anführt. Weitere Infos hier, oder direkt kontaktieren unter: alexander.graf@etribes.de || Tel: +49 (40) 3289 29690

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10 Antworten

  1. Frank Rehme sagt:

    Natürlich hat der stationäre Handel ein echtes Problem! Aber er hat auch eine ebenso große Chance, die es zu nutzen gilt: Er ist da! Bei all dem großen Vorteilen, die der Onlineshop bietet, hat er doch auch ein Problem: Das fehlende Shopping-Erlebnis! Für Technik Freaks und Nerds natürlich total überbewertet, ist es aber das, was uns Menschen aus neurowissenschaftlicher Sicht am meisten anspricht – mehr sogar als der Preis. Das kann man effizient nur, wenn man im multisensorischen Dialog mit dem Kunden tritt, unterstützt von persönlicher Begegnung. Das As aus dem Ärmel zu holen ist nun die Aufgabe, die es für den Offlinehandel zu lösen gilt. Damit kann man den Umsatz-Shift bis zu einem gewissen Grad bremsen, aber nicht verhindern.
    Es bleibt in jedem Fall spannend!

  2. Aber das Mehr an Kommunikation behebt ja noch nicht das strategische Problem. Den meisten Händlern ist so eine Kommunikation auch nicht zuzutrauen. Dafür müsste sich das Geschäftsmodell zu sehr ändern.

  3. Oliver Hempel sagt:

    Ich nehme mal an dass die meisten Leser solcher Artikel eher online-affin sind) Wenn man, wie ‚wir‘ sich die ganze Zeit (privat und beruflich) nur mit dem Thema eCom oder OmniChannel befasst, ergibt sich ganz sicher eine leichte subjektiv verschobene Wahrnehmung bzgl Online. Wenn man sich aber mal an einem sonnigen Nachmittag in die HighStreet setzt, entspannt sich diese Wahrnehmung. Das ist zumindest meine Erfahrung. Mit ‚entspannen‘ meine ich, dass es nicht zum totalen RetailSterben kommen wird. Ganz klar ist aber auch, dass es viele Läden nicht schaffen werden. Hier sehe ich aber eher die Gefahr für große Ketten als für kleine spezielle Boutiquen. Individuelle Läden bieten oft Sachen an, die man nicht so einfach auf Amazon finden kann. Es müssen aber alle stationären Anbieter von 0815 Waren aufpassen. Ein SATURN wird weiterhin gute Frequenz in seiner HiFi-Abteilung haben – (um den Sound zu testen, wird es wohl nie eine gute OnlineLösung geben) – aber gekauft wird dann woanders, wo man richtig Geld sparen kann.
    Aus persönlicher Erfahrung kann es nur der SERVICE sein, mit dem sich der stat. Handel behaupten wird können. Viele haben das noch nicht verstanden und bieten unterirdischen Service an. Das treibt dann noch mehr Kunden in die OnlineShops.
    Wer es schafft, sein Verkaufsteam auf Service zu trimmen, der wird auch noch ein paar gute Jahre vor sich haben.

  4. Ich glaube die Highstreet hat das Problem auch nicht. Ganz im Gegenteil, A Lagen werden sogar teurer. Service wird als Differenzierungskriterum wohl kaum ausreichen.

  5. Michael Lubig sagt:

    Die Lösungen sind eigentlich recht einfach, nur viele Händler tun sich bei der Umsetzung sehr schwer. Viele Strukturen sind einfach zu alt und verkrustet. Händler vor Ort können folgende Dinge anbieten: Erlebnisshopping (Showroom, Produkte testen vor Ort, Fußvermessung durch Mifitto.com), Same Day Delivery (z.B Tiramizoo.com) und Lokales Social Media. Online und Retail müssen ineinander verschmelzen und ergeben dadurch eine Symbiose. Als Händler darf man nicht immer denken, das Internet ist böse. Das wäre der falsche Ansatz.

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