Nische XYZ mit dem besten „Service“

Alexander Graf

Alexander Graf, 35, E-Commerce Unternehmer & Autor, Gelernt und erste M&A-Tätigkeit bei der Otto Group, danach über 10 Unternehmen gegründet, heute u.a. Gründer Geschäftsführer des führenden Shop Technologieanbieters Spryker Systems. Im Juni 2015 hat er das E-Commerce Buch veröffentlicht, das seitdem die E-Commerce Rankings anführt. Weitere Infos hier, oder direkt kontaktieren unter: alexander.graf@etribes.de || Tel: +49 (40) 3289 29690

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7 Antworten

  1. Andreas sagt:

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob sich ein rein auf Service fokussiertes Modell heute und hierzulande durchsetzen kann.
    Service spielt in den USA vermutlich generell eine größere Rolle als in Deutschland. Wir haben die Zappos-Strategie als SEM-Affiliates seit 2006 mitbekommen. Zu Beginn wurde uns die riesige Produktauswahl als primärer USP kommuniziert. Nach und nach wurde dann immer mehr das Service-Thema in den Vordergrund gestellt. Ich denke, dass Service als Differenzierungsmerkmal erst dann greift, wenn alles andere stimmt.
    Frage: Zu wieviel Prozent ist „Free Shipping“ Deiner Meinung nach Service und zu wieviel Preis?

  2. Free Shipping ist aus meiner Sicht cleveres Marketing, wenn man die Kosten dafür über höhere Preise bzw. bessere Mischkalkulation refinanziert.

    Also eher Preis als Service.

  3. Wein-Bert sagt:

    70% Versandkosten
    10% Versandgeschwindigkeit

    Finde ich eine interessante Aussage/Behauptung. Hast Du das geschätzt oder gibts dafür Empirik?

    Wenn ich mir ansehe, wie sich die Kunden auf ein Überschreiten der Freihausgrenze konzentrieren, müßte man nochmal darüber nachdenken, ob Free Shipping wirklich so clever ist. Eine Mischkalulaktion führt auch zu einer Schlechterstellung in den ganzen Preisvergleichen…

  4. Ja dafür gibt es eine Empirik, die ich allerdings nicht zitieren kann. Die gibt nicht diese Prozentwerte aus, sondern erklärt einen anderen Zusammenhang:

    Es ist wichtiger den Kunden erwartungskonform zu bedienen, als zu unter-/überbieten. Also: 5 Tage Lieferzeit bei unkritischen Produkten (Mode…) ist ok, aber wenn man dann statt der 5 avisierten Tage in 2 Tagen bzw. in 8 Tagen liefert, hat das beides einen eher negativen Einfluss.

    Zudem ist die Logistik oft nicht in Hand der Händler, so dass sich bei diesem Faktor eine Angleichung beobachten lässt. Lieferpreise hingehen sind ein direkt beeinflussbarer Faktor und damit differenzierungswirksamer.

  5. Henner sagt:

    Service als USP ist aus meiner Sicht eher kritisch zu betrachten. Der USP „Service“ entspricht zumindest nicht meiner Auffassung eines nachhaltigen Wettbewersvorteils. Die bislang etablierten Modelle wie „100 Tage Geld-zurück-Garantie“, kostenloser Versand oder schnelle Lieferung sind zu einfach vom Wettbewerb zu immitieren und somit nicht langfristig zu verteidigen. Zudem ist die Wahrnehmbarkeit aufgrund der zahlreichen Anbieter mit ähnlichen Serviceleistungen kaum gegeben.

  1. 26. August 2010

    […] Erfolgreiche Shops wie Zappos oder Zalando nutzen ihre Service-Angebote auch als Marketinginstrument und als Alleinstellungsmerkmal. In der Kassenzone wird jetzt der Frage nachgegangen, ob diese Strategie wirklich so gut ist, oder ob es dabei nicht auch wesentliche Nachteile gibt. […]

  2. 27. August 2010

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