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Wenn man kein Klon sein will…

Freitag, 22. Januar 2010 5:15

…sollte man ein paar Regeln befolgen. Christan fasst auf seinem Blog netzbaron.de die bereits oft zitierten “What it means to be a great company” Regeln aus einem Seedcamp Vortrag von Fred Wilson zusammen. Lesetipp!

…Die dabei angesprochenen Merkmale “großartiger Unternehmen” lassen sich vier Themenbereichen zuordnen, die mit der

  • Bedeutung des Unternehmertums, dem
  • Erhalt der Innovationsfähigkeit, der
  • Akzentuierung langfristiger Unternehmensinteressen sowie der
  • Kundenfokussierung/-wertschätzung zusammenhängen.

Was sind vor diesem Hintergrund nun die Merkmale, die großartige Unternehmen aufweisen?…

Zum Video…

Thema: Strategie | Kommentare (1) | Autor: Alexander Graf

Doch noch Web 1.x im Lebensmitteleinzelhandel

Montag, 18. Januar 2010 6:16

Mein Beitrag zu schwachen Online Performance des deutschen Lebensmitteleinzelhandels hat interessante Kommentare hervorgebracht. Thomas ist begeistertert Anhänger von froodies.de und “Bernie” präsentiert den Fortschritt der Holländer in diesem Bereich:

Was Innovationen im Lebensmittelhandel angeht, ist bei uns noch einiges drin:
Als begeisterter „Ex-Wahlholländer“ schaue ich mir oft die Angebote jenseits der Grenze zum Vergleich an. Es zeigt sich mal wieder, dass unsere westlichen Nachbarn uns beim Thema Innovation oft um längen voraus sind:

Beispiel Marktführer Albert Heijn – http://www.ah.nl
Die Seite bietet einige innovative Ideen und Anwendungen:
z. Bsp.:

IPone App – “Appie” – http://www.ah.nl/appie
Dort kann man (siehe Video) neben dem Standardfeature, wie z.Bsp. der“ Laden Suche“ eine ganze Reihe von pfiffigen Erweiterungen sehen. Einkaufslisten lassen sich einfach erstellen und entsprechende Rezepte (die Datenbank umfasst 8000 Rezepte der unterschiedlichsten Kategorien) werden auf Wunsch empfohlen. Die Rezepte sind dann mit Fotos etc. zum nachkochen verfügbar. Außerdem werden die neusten Angebote („Bonusaanbiedingen“) aus dem Markt in dem man sich befindet angezeigt…

Webshop – http://webwinkel.ah.nl/
Man kann im Internet das komplette Sortiment inklusive der Aktuellen Sonderangebote bestellen (zu den selben Preisen wie im Laden) und sich auf Wunsch nach Hause liefern lassen.

Lieferservice – http://www.albert.nl/
Der Lieferservice „Albert“ (unter der Woche von 8:00-21:00) von Albert Heijn ist in Holland sehr beliebt. Die Internetbestellungen werden umgehend geliefert, dabei richten sich die Lieferpreise nach der gewünschten Lieferzeit (z.Bsp: Montagmorgen 8-10h: 11 Euro, Dienstagmorgen 8-10h: 6,95 Euro, Donnerstagmittag: 12-14h, 4,95 Euro)

„Prijspeil“ – Preispegel – http://www.ah.nl/prijspeil/historie
Albert Heijn gilt als eher teurer Supermarkt und versucht dem Image mit dem Prijspeil entgegen zu wirken. Der Preis für ein Produkt wird dann direkt mit den Preisen der Konkurrenz verglichen und entsprechend eingeordnet…

Fazit: Mit innovativen e-Commerce Ansätzen sollte es auch in Deutschland möglich sein sich vom Web 0.0 im lebensmittel Einzelhandel langsam in Richtung Web 2.0 zu bewegen. Dann sollten auch die Webseiten von edeka 24 & Co. populärer werden….
Bsp. laut Google AdPlanner: Unique Visitors auf Edeka24.de: 29.000 bei ca. 80 Millionen Einwohnern in Deutschland vs. 560.000 Unique Visitors auf Albert Heijn, bei ca. 16 Millionen Niederländern…..

Vielleicht kann Froodies ja noch ein paar von diesen Mechanismen & Services einbauen. Dann würde ich froodies auch das Web 2.0 Zertifikat verpassen. Ein paar Innovationen wurden von Lutz (froodies.de) in den Kommentaren ja bereits angekündigt.

Ich möchte beispielhaft den Rezeptegedanken von Martin aufgreifen und noch weiter führen. Wir haben eine Rezeptefunktionalität entwickelt und werden diese voraussichtlich noch in diesem Quartal live stellen, die es Usern ermöglicht, von den entsprechende Rezeptportalen in unseren Shop verlinkt und Rezeptezutaten mit einem Klick in den Einkaufswagen zu legen.

Thema: Commerce | Kommentare deaktiviert | Autor: Alexander Graf

Groupon.com Klone: Gedanken & Erfolgsfaktoren

Samstag, 9. Januar 2010 18:35

Certified True Copy of Groupon.comDank Groupon haben wir nun in Deutschland eine ideale Pausvorlage, die zurecht als Nachfolger der bereits insolventen Woot Klone und der hoffentlich bald insolventen Swoopo Klone gefeiert werden darf. Die aktuelle Entwicklung zu den Groupon Klonen wird von Jochen Krisch in diversen Beiträgen sehr gut dokumentiert.

Alle bisherigen Klon-Konzepte zeichnet aus, dass es WHU-kompatible niedrige Eintrittsbarrieren gibt und die kritische Masse von zwei Klonen innerhalb von zwei Wochen auf den Markt gespült wurden. Ich finde klonen per se ok, aber es wäre doch schön, wenn die Gründer nach der Neu-Einfärbung der Vorlage noch 1-2 interessante Elemente hinzufügen würden. Den Preis für den schlechtesten Versuch seine Investorenrivalen auf die falsche Fährte zu locken, bekommt übrigens Lukasz Gadowski für seinen “Ich glaube nicht an Groupon Klone in Europa” Beitrag. Nice try! Das die Leser das auch noch kommentieren…

Eigentlich stellt sich nur noch die Frage wer das Rennen gewinnen wird. Dazu ist ein Blick auf die Groupon Klon Erfolgsfaktoren notwendig:

  1. Es ist wichtig möglichst schnell, möglichst viele relevante Kunden zu erreichen, um dem Gutscheinkäufer genug Argumente zu geben. Nach meinen Beobachtungen geschieht das bisher bei allen Konzepten  insbesondere durch klassische Anzeigenschaltung online.
  2. Die zweite Baustelle heißt Gutscheinqualität. Es ist ohne weiteres möglich viele Gutscheine zu generieren. Dafür benötigt man noch nicht mal einen guten Einkäufer. Die Qualität macht es aus. Wer langfristig nur Massagen für 75€ statt 105€ anbietet, wird es schwer haben im Krieg der Klone.
  3. Der wichtigste Baustein ist wohl die operative Excellenz. Was ist der USP? Warum ist Klon x besser als Klon y? Farben und Formen der Website gehören nicht zu den Bewertungskriterien! Es reicht auch nicht aus die Groupon Mission Statements abzutippen.

Punkt 3 wird in schöner Regelmäßigkeit von den deutschen Klonen ignoriert. Schade eigentlich, weil sich hier der langfristige Erfolg manifestiert. Ich lasse mich in den Kommentaren aber gerne belehren.

Wenn man als Klon bei den Punkten 1 & 2 keine starken Assets einbringen kann, dann sollte man sich schleunigst auf die Suche nach strategischen Partnern machen oder einfach mal eine Minute länger über Punkt 3 nachdenken. Die Cityradios & Tageszeitungen von Hamburg, Berlin und München warten auf euren Anruf!

Mein Favorit auf den Sieg ist übrigens Dailypon. Das Konzept ist wirklich einzigartig. Das schlechste Teamfoto gibt es bei Mycitydeal. Das hätte ich wahrschenlich mit Photoshop noch besser hinbekommen. Ich zähle mindestens ein Teammitglied doppelt :-) .

Thema: Commerce | Kommentare (8) | Autor: Alexander Graf

NOAH09 Conference E-Commerce Videos & Charts

Montag, 14. Dezember 2009 14:49

Unter http://www.noah-conference.com/event-recordings sind nun die Videos der NOAH09 Confercence in London abzufrufen. Die Inhalte, insbesondere die Charts, sind teilweise sehr interessant.

Sehr zu empfehlen sind die Vorträge von brands4friends, stardoll, buyVip, dress-for-less und qype.

Thema: Commerce | Kommentare deaktiviert | Autor: Alexander Graf

Leider kein Oxid Test

Sonntag, 13. Dezember 2009 21:57

Vor ein paar Monaten habe ich hier das Shopsystem von Magento getestet. Der Test war für mich sehr aufschlussreich und sollte im Rahmen eines Oxid eSales Tests fortgesetzt werden. Dazu wird es aber nun nicht kommen. Das hat im Wesentlichen drei Gründe:

  1. Es finden sich massenhaft bessere Quellen zum Thema Shopsysteme online. Ich kann da mit meinen rudimentären IT Kenntnissen keinen nachhaltigen Mehrwert generieren. Besonders beim t3n Magazin oder im neuen estrategy Magazin finden sich unzählige interessante Infos zu dem Thema.
  2. Meine Ausgangsthese: “E-Commerce ist heute sehr einfach” – konnte ich zumindest im Bereich der Shopsysteme belegen.
  3. Der Blick auf die Shopsysteme ist bereits heute überholt. Shopsysteme sind kein strategisches Asset im E-Commerce, sondern nur Erfüllungsgehilfen. Das mag für einige (besonders große) Händler anders sein, aber für 99,9% aller Marktteilnehmer ist die Wahl des Shopsystems nebensächlich. Ich habe den Eindruck, dass besonders intensiv über Shopsysteme diskutiert wird, aber kaum über die entsprechenden Geschäftsmodelle. Das ist mE überflüssig, und ich kümmere mich lieber wieder um Geschäftsmodelle, Strategien und interessante Mechanismen.

Fokus und Wirklichkeit

Der Fokus von Kassenzone.de liegt eher im Bereich des roten Dreiecks.

Thema: Commerce, Technologie | Kommentare (4) | Autor: Alexander Graf