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5min mit “Happy Coffee”

Dienstag, 27. April 2010 8:02

Wer seid ihr und was macht ihr?

Hallo. Ich bin Christian Häfner und Gründer des Projektes „Happy Coffee“. Happy Coffee ist eine Initiative zur Unterstützung des fairen Kaffeehandels in Deutschland und soll durch Qualität und Vertrauen mehr Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema lenken. Gerade die letzten Jahre haben gezeigt, wie wichtig der faire Handel ist um den Kleinbauern ein Existenzminimum gewährleisten zu können. Mit der Kampagne wollen wir einerseits den fairen Handel unterstützen, auf der anderen Seite Unternehmen aber auch die Möglichkeit geben, sich aktiv am fairen Handel zu beteiligen.

Wie können sich die Unternehmen denn einbringen?

Neben dem Versand an Endkunden bieten wir Unternehmen auch die Möglichkeit einer Kooperationspartnerschaft an. Das bedeutet, dass jede Kaffeeverbrauchende Firma bei Umstellung ihres Kaffees auf Happy Coffee auch etwas zurück bekommt. Aktuell bieten wir kostenlose Werbung (Logoplatzierung inkl. Verlinkung) auf happycoffee.org an, sowie die Erwähnung auf Facebook und Twitter. Das Netzwerk und die Reichweite wächst auch durch viele Offline-Aktionen (Flyer, Proben, etc.) täglich. Dadurch erhalten Firmen einen Möglichkeit zu zeigen, dass sie nachhaltigen denken und handeln, und zwar direkt!

Wer ist Eure Zielgruppe?

Die Zielgruppe sind in erster Linie natürlich Kaffeetrinker. Speziell diese, die viel Wert auf  Qualität und fairen Handel legen. Die Grundidee von Happy Coffee ist aber auch, mehr Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Das wollen wir hauptsächlich über ein unschlagbar günstiges Angebot, aber vor allem auch über die Qualität erreichen. Alle Besitzer eines Vollautomaten oder einer Kaffeemühle sind damit potentielle Kunden.

Fairtrade Kaffee bietet doch mittlerweile auch jeder große Hersteller an. Warum sollen die Kunden auf einmal Happy Coffee trinken?

Das ist ganz richtig und prinzipiell auch eine positive Entwicklung des Trends. Was jedoch bei den meisten Hersteller fehlt, ist der Bezug zum Ursprung des Kaffees. Wir können genau sagen, wo unser Kaffee angebaut wurde, wie er von wem verarbeitet wurde und letztlich zum Kunden gelangt. Dank des Fairtrade Siegels sind alle Stufen für den Kunden transparent und nachvollziehbar. Daneben steht der Faktor Qualität. Die meisten großen Kaffeemarken bieten z.B. Bohnenmischung an, um den Preis gering zu halten. Der Kunde vertraut häufig der Marke, kontrolliert oder hinterfragt aber selten den Inhalt der Packung. Den Mehrpreis zahlt der Kunde letztlich nicht für die Qualität, sondern für die Marke. Wir bieten echte Qualität zu günstigen Preisen und machen das sichtbar, wo andere sich zurück halten. Als Marke wollen wir den Kunden nicht nur das Gefühl geben etwas Gutes zu tun, sondern lassen sie aktiv teilhaben. Ein weiteres Argument ist der Preis: Bei aktuell 15,50€ inkl. Versand kommt kein vergleichbares Produkt (weder im Online-, noch im Offline-Handel) mit!

Wie löst ihr das Problem der Kundenaquisition?

Aller Anfang ist schwer, das gilt auch für Happy Coffee! Mit Mundpropaganda, Flyern und Adwords haben wir in den ersten Tagen bereits über 40kg verkauft. Das ist schon eine gute Bilanz, allerdings sind wir noch lange nicht am Ziel. Das Gute ist, dass viele das Projekt gut finden und gerne darüber reden. Auf dieses Vertrauen sind wir angewiesen und freuen uns – gerade am Anfang – auch über jede Unterstützung wie Bannerwerbung, Retweets, Blogeinträge, Flyer auslegen im Geschäft, etc.

Plant ihr auch einen B2B Vertriebspartner einzubinden, oder ist es schwer bei den aktuellen Mengen jemanden zu finden?

Aktuelle machen wir das B2B  Geschäft noch selbst. Für die Zukunft ist aber vieles denkbar. Es wäre schön, wenn wir z.B. auch große Supermarktketten oder Konzerne von dem Projekt und dem Produkt überzeugen können. Nach  2 Wochen haben wir weder das eine, noch das andere. Der B2B Vertrieb geschieht momentan noch persönlich über ein enges Netzwerk aus Freunden mit Schwerpunkt in Bonn/Köln und Hamburg.

Ihr macht das also auch Vollzeit?

Nein, aktuell gibt es nur mich als offiziellen Ansprechpartner und Geschäftsführer. Alle weiteren Unterstützer arbeiten „ehrenamtlich“. Das Projekt ist nicht aus der Motivation heraus entstanden kurzfristig viel Geld zu verdienen.

Vielmehr gab es zwei Hauptgründe:

  1. Als Kaffeetrinker ist mir ist das Thema Kaffeehandel tatsächlich sehr wichtig und ich wollte eine Basis schaffen, auch anderen eine Möglichkeit zur Unterstützung zu geben.
  2. Wer das Buch „Die vier-Stunden-Woche“ von Tim Ferris gelesen hat weiss, dass heute nahezu allen Stufen im Wertschöpfungsprozess ausgegliedert werden können. Diese Herausforderungen habe ich angenommen und begann letztes Jahr nach Importeuren, Röstern und Logistikern zu suchen. So ist Happy Coffee entstanden.

Ihr bietet nur ein Produkt in einer Variante an, warum?

Prinzipiell will ein Kunde ja Vielfalt. Im Vordergrund von Happy Coffee steht jedoch nicht, die Palette eines Supermarktes online abzubilden, sondern den fairen Handel zu unterstützen. Der aktuelle Hochland Kaffee wurde sehr sorgsam nach umfangreichen Verkostungen ausgewählt und ist schlichtweg der beste Kaffee, der für den Preis zu finden ist. Eine Erweiterung der Produktpalette ist nur in kleinem Umfang geplant. So wollen wir z.B. perspektivisch noch eine Espressobohne und ggf. eine gemahlene Variante anbieten. Mehr erst mal nicht.

Wie wichtig sind neue Verkaufsmechanismen für Happy Coffee? Geht es auch ohne Facebook und Twitter?

Facebook ist eine wirklich gute Sache, da wir auch an Menschen heran kommen, die das Projekt und die Idee zwar gut finden, aber keinen Vollautomaten besitzen. Das ist wichtig und zeigt Präsenz! Viele der aktuellen Kunden kamen auch über Facebook. Daher ist dieser Kanal extrem wichtig für die Entwicklung des Projektes.

Was können wir 2010 von Happy Coffee erwarten?

Zunächst muss das Geschäft erst einmal richtig starten. Im weiteren Verlauf wollen wir – wie bereits erwähnt – die Produktpalette erweitern und möglichst viele Kooperationspartnerschaften abschließen um das Geschäft zu stabilisieren. Für die Zukunft planen wir darüber hinaus uns selbst an der Quelle des Kaffees für Projekte einzusetzen und z.B. eine Berichterstattung über Mindestpreise finanzierte Projekte nach Deutschland zu bringen. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass Happy Coffee selbst Projekte finanzieren wird, das hängt jedoch auch maßgeblich von der Entwicklung der Umsätze und Gewinne ab.

Möchtest du noch irgendetwas an die kassenzone-Leserschaft richten? Irgendwelche Investoren gesucht? Oder sonstige Hilfe, dann hast du jetzt die Möglichkeit dazu!

Wir suchen aktuell keine Investoren, aber große Firmen, die bereit sind mit uns eine Kooperationspartnerschaft einzugehen. Das würde unser Geschäft gerade zu Beginn recht schnell stabilisieren und ermöglicht uns mehr Flexibilität beim Aufbau weiterer Vertriebskanäle. Ansonsten freuen wir uns natürlich über jeden Kunden und jedes Feedback zum Projekt und zum Produkt. Feedback jederzeit gerne an info(at)happycoffee.org

Super. Dann wünschen wir von kassenzone Euch viel Erfolg! Wir finden die Idee sehr gut und unterstützen gerne mit!

Vielen Dank an Fair Trade Kaffee für die Unterstützung und das Gespräch!

Thema: Commerce | Kommentare (7) | Autor:

Herzen für: woonio, runashop, mammacita, bazaaria

Samstag, 3. April 2010 19:01

Unsere kleine “Ein Herz für Startups” Aktion wird gut angenommen, aber leider ist es uns nicht möglich alle Startups ausführlich zu prüfen und vorzustellen. Trotzdem sollen alle relevante Teilnehmer zumindest kurz die Möglichkeit erhalten von euch lieben Kassenzone.de Lesern angeklickt zu werden. Deshalb findet ihr hier vier Kurzprofile & Bewertungen zu bisher nicht vorgestellten Aktionsteilnehmern.

Woonio.com

Konzept: Woonio.com ist eine Portal für die individualsierte Fertigung von hochwertigem Wohnzubehör (Tische, Stühle, Vasen, Betten…). Der Konfigurator arbeitet mit Flash und bietet ein paar schicke Optionen die der Wettbewerb nicht hat.

Bewertung: Kaufen würde ich fast alles, wenn ich das Geld hätte. Woonio bewegt sich in einer mE sehr kleinen Nische in der sich schon ein paar Wettbewerber tummeln, und in der es mit stark aufstrebenden Konzepten wie myfab.com einen intensiven Wettbewerb um die gleichen kaufstarken Kunden geben wird. Als unabhängiges Portal wird die Skalierung schwer, aber dieser Wettbewerb um kaufkräftige Kunden entscheidet sich nicht im SEM/SEO Bereich, sondern über nachhaltige Konzepte zur Kundenakquise.

Runashop.com

Konzept: Runahop ist ein One-Klick-Shop Konzept mit dem sich spielend leicht Affiliate Produkte zu einem eigenen Shop zusammenstellen lassen.

Bewertung: Für mich ist das eine Art Zlio Klon. Das Konzept fand ich vor zwei Jahren noch sensationell, allerdings lässt sich damit nur schwerlich viel Geld verdienen, was sich an der Entwicklung von Zlio schön ablesen lässt. Wenn es runashop gelingt viele Shopbetreiber zu annimieren, dann könnte es vielleicht klappen. Momentan fehlt mir noch die Phantasie. Konzepte im Long Tail zu suchen ist mE richtig, aber im Vorbeigehen wird man nichts reißen können.

Mammacita.de

Konzept: Mammacita verkauft innovative Stillbekleidung. Die Innovation im Produkt ist die Möglichkeit auch ohne die Brust fremden Blicken auszusetzen in leder Lebenslage das Baby zu stillen. So können Mütter auch wenn sie unterwegs sind ihr Kind stillen und müssen sich nicht verstecken.

Bewertung: Sehr kleine, aber feine Nische. Mit den richtigen Vertriebskonzepten (Dawanda…) kann man in diesem Bereich kleine Erfolge erlangen. Im besten Fall patentiert man ein gelungenes Bekleidungsmuster und verkauft es gewinnbringend an einen großen Hersteller.

Bazaaria.com

Konzept: So eine Art eBay mit mehr Möglichkeiten das Geschäft zum Abschluss zu bringen. Zitat: “Es handelt sich dabei um Bazaaria, eine Plattform, auf der private Nutzer Gegenstände tauschen und verkaufen können.” Die Betonung liegt auf einer Mischung aus tauschen und verkaufen.

Bewertung: Ich kann die Idee nachvollziehen, aber vor dem Hintergrund des massiven Wettbewerbs (ebay, hitflip..) und der Erklärungslastigkeit finde ich es sehr ambitioniert. Ich bin mir nicht sicher, ob die Plattform wirklich ein Problem löst, oder ob diese Art von Handel einfach zu speziell ist und in dieser Form online kaum vorkommt.

Alle Startups wollen natürlich Geld verdienen, und in diesen Fällen ohne Affiliate Programme, sondern mit soliden E-Commerce Ansätzen.

Thema: Commerce, Ideen | Kommentare (6) | Autor:

Große Ohren, kurze Füße – ach wie süss

Montag, 1. März 2010 17:29

Im Rahmen unserer “Ein Herz für Startups” Aktion haben wir unser Blog als Plattform für innovative Startups angeboten. Mittlerweile sind auch einige “Bewerbungen” eingetroffen die wir alle versuchen zu bearbeiten. Bei einigen Kandidaten kann man durchaus den Innovationsgrad diskutieren, aber wir geben regelmäßig Rückmeldung and die Startups und freuen uns über weitere Einsendungen.

Heute möchte ich gerne mystofftier.com vorstellen. Ein Startup, dass sich mit der individuellen Fertigung von Stofftieren beschäftigt. Das hat nichts mit Teddybären zu tun, sondern mit sehr lustigen, flauschigen, keinohrhasigen kleinen Kuscheltieren. Wahrscheinlich finden Eltern das lustiger als Kinder, aber die treffen auch immerhin die Kaufentscheidung.

Kurzbeschreibung

In diesem Punkt kann man der Pressemitteilung durchaus glauben:

Mit nur wenigen Klicks zum ganz persönlichen Stofftier: Das ist seit dem Jahreswechsel Realität. Möglich macht’s myStofftier.com, der deutschlandweit erste Online-Anbieter von individuell gestaltbaren Stofftieren. Neben Größe, Füllung und Stoffbezug kann auch die Form des Kuscheltiers frei gewählt werden. Mehrere Millionen Kombinationsmöglichkeiten stehen zum Start zur Verfügung. Produziert werden die kuscheligen Bettgefährten ausschließlich in Deutschland – in reiner Handarbeit in einer Bremer Schneiderei.

Klingt einfach – ist es auch. Der Designtest mit dem Kassenzone Stofftier hat funktioniert. Ein paar Usabilitykleinigkeiten gibt es noch, aber im Grunde genommen ist es so leicht wie die Eröffnung eines Facebook Accounts. Mein Stofftier Design steht übrigens nicht unter Artenschutz. Wer will, kann es einfach nachbauen. “Runder Körper”, “Bananenarme”, “Stummelbeine”, “Große Ohren”, “Lustiger Mund” und “Ein Auge”. Fertig.

Wenn man keine Lust auf selbst designen hat, dann kann man sich im Stofftiergarten (bereits produzierte Stofftiere) oder per Zufallsgenerator ein Stofftier vorschlagen lassen.

mystofftier.com Beispiel

mystofftier.com Kassenzone Teststofftier

Bewertung:

Kundennutzen: Wenn man ein knuffiges individuelles Stofftier braucht, dann ist der Nutzen natürlich sehr hoch. Rein rational betrachtet braucht man kein eigenes Stofftier, aber wer denkt schon rational. (4 von 5 Sternen)

Innovationsgrad: Mass Customization ist in meiner Wahrnehmung der erste echte Web 2.0 Commerce Trend gewesen. Insofern ist es schon etwas “veraltet”, aber wenn man heutzutage noch mit individueller Schokolade punkten kann, dann ist “mystofftier” sehr innovativ. (3,5 von 5 Sternen)

Wettbewerb: Dawanda Designer, bedruckte Stoffbären,…. ingesamt sehr überschaubar, aber das ist in so einer Nische nicht weiter verwunderlich, obwohl ich ehrlich gesagt mit deutlich mehr Wettbewerb gerechnet hätte. Da das Konzept eine eigenen Produktion umfasst, ist auch nicht mit einem Groupon like Wettbewerb zu rechnen. (5 von 5 Sternen)

Marktchance: Wenn mystofftier.com noch einen coolen Namen bekommt (á la kawumba…) und es in der richtigen Szene (z.B. Hamburg Eppendorf) schafft als unverzichtbares Features im Kinderwagen mitgeführt zu werden, dann steht dem Bagaboo-artigen Aufstieg nichts im Weg. (5 von 5 Sternen)

Fazit:

Ich finde die Idee sehr gut und die Umsetzung gelungen. Ein schönes Geschäftsmodell mit solider Grundlage dank angeschlossener Produktion. Ich bin gespannt was wir von mystofftier.com noch hören werden und empfehle mit Nachdruck einen markenfähigen Namen.

Jetzt gehe ich mir eins bauen bzw. kaufen und warte auf die Meinungen der Kassenzone.de Leser.

Bewerbe dich jetzt bei Ein Herz für Startups. Wenn du ein innovatives Startup im Bereich E-Commerce, Mobile oder Technologie betreibst und bisher nicht ausreichend Beachtung in den Blogs gefunden hast, dann schicke eine Mail an info@kassenzone.de mit den folgenden Infos:

  1. Link zu eurer Website
  2. Was macht ihr genau? Wer ist euer Wettbewerber?
  3. Keyfacts inkl. Gründerteam und Startdatum des Startups
  4. Warum seid ihr innovativ?
  5. Keine Businesspläne anhängen! (die sind meistens total langweilig)
  6. Wenn ihr länger als 5 Minuten braucht diese Mail zu schreiben, dann trifft Punkt Nr. 4. wahrscheinlich nicht zu.

Danach schauen wir uns das Startup an und schreiben vielleicht ein ausführliches Review über euer Projekt bei Kassenzone.de.

Thema: Commerce | Kommentare (9) | Autor:

Phase 2 der Groupon-Klones: Groupon-Aggregatoren

Mittwoch, 10. Februar 2010 9:15

Es ist noch gar nicht lange her als die ersten Groupon-Klone den deutschen Markt geentert haben. In diesem Zuge haben sie zum Teil kürzlich erst beachtliche Finanzspritzen erhalten.

Doch verliert man als interessierter Nutzer und Schnäppchenjäger bei der aktuellen Vielzahl an Rabattangeboten schnell die Übersicht. Abhilfe hierfür sollen die Groupon-Aggregatoren schaffen. Ähnlich der Welle von Live Shopping-Aggregatoren (u.a. myliveshopping, liveshoppingaktuell) starten nun die ersten Anbieter, welche sich auf die Zusammenfassung der Grouponangebote konzentrieren. Vier Kandidaten sind bereits gestartet:

1. Couponteria.de

Couponteria war die erste unter den Übersichtsseiten. Hier werden grafisch nicht besonders ansprechend, dafür jedoch sehr aktuell alle Deals zusammengefasst.

Update: Couponteria bietet neben tagesangebote.de ebenfalls einen Feed an (Danke an Christian für den Hinweis). Sehr praktisch!

2. Dealzeit

Dealzeit ist am letzten Wochenende gestartet und somit ganz frisch mit dabei. Die Deals werden automatisch um eine Qype-Bewertung und Karte ergänzt.

3. Dealmob


Dealmob nutzt eine sehr schlichte Darstellung und zeigt in der Übersicht sehr prominent prozentual die erzielbaren Rabatte an. Allerdings fehlt bei mehreren Angeboten eine Angabe des Angebotspreises, d.h. in diesem Fall muss man sich erst wieder zur Anbieterseite durchklicken.

4. tagesangebote.de

Tagesangebote ist der einzige der Anbieter, bei dem sich die Angebote bei RSS-Feed abonnieren lassen. Sehr praktisch, wenn man sich keinen Rabatt entgehen lassen möchte. Zudem nutzt Tagesangebote eine Geolokation, d.h. anhand der IP-Adresse werden automatisch die Angebote der eigenen Stadt angezeigt.

Fazit

Aggregatoren der deutschen Groupn-Klones sind erstaunlich schnell gestartet. Zurzeit ist die Erstellung und Pflege der Seiten jedoch mit hohem Aufwand verbunden, da die Groupon-Anbieter überraschenderweise noch keine eigenen Feeds anbieten.

Weitere Aggregatoren werden mit Sicherheit spätestens dann starten, wenn die Groupon-Klone anfangen Affiliate-Systeme zu nutzen.

Jetzt fehlt nur noch eine unabhängige Bewertung, ob die vermeintlichen Schnäppchen auch echte Schnäppchen sind. Denn einige der Groupon-Deals bieten scheinbar gar nicht die suggerierte Ersparnis von bis zu 50%. D.h. sie liegen zum Teil deutlich geringer unter dem ursprünglichen Verkaufspreis als erwartet.

So wurde am Sonntag (07.02.10) z.B. das 3-Gänge Überraschungsmenü bei Citydeal für “26 EUR statt 49 EUR” (47% günstiger) angeboten. Direkt auf der Seite des Restaurants findet man es jedoch nur für 29,50 EUR, was einer echten Ersparnis von 14% entsprechen würde.

Thema: Allgemein, Commerce | Kommentare (30) | Autor:

Zahle 1.500€ für erfolgreiche Wohnungsvermittlung

Montag, 8. Februar 2010 6:16

Diese oder ähnliche Suchanzeigen finden sich immer öfter an Laternen und Ampeln in angesagten Ballungszentren (z.B. Hamburg Eppendorf) oder auf bekannten Wohnungsportalen (siehe Abbildung).

Anzeige "Zahle Prämie für Wohnungsvermittlung"

Anzeige "Zahle Prämie für Wohnungsvermittlung" von wg-gesucht.de

Als guter (Online-) Unternehmer denkt man bei solchen Anzeigen sofort an die Möglichkeit diese Potential online zu bringen, um mitzuverdienen ein besseres Nachfrage-Angebots-Verhältnis zu ermöglichen. So eine Art www.weitervermieten.de muss es doch geben, denkt man sich dann.

Wenn man mal etwas über das Thema nachdenkt, dann könnte einem ein kürzlich erschienener Artikel auf deutsche-startups.de über yoom.de einfallen. Die machen doch irgendwie was mit Auktionen und Wohnungen…

Stimmt, yoom.de ist so etwas wie weitervermieten.de bloß etwas komplizierter, weil der Weitervermietungsprozess verändert werden muss. Man kann sein “Wohnrecht” nicht direkt verkaufen,  sondern verkauft es über den Umweg einer “Abstandszahlung”. Das ist natürlich albern und kann mE nicht funktionieren, außer man hat einen großen strategischen Partner wie z.B. immoscout24 oder wg-gesucht.de. Die Zahl der Inserate ist dementsprechend niedrig.

Das Thema ist aber recht komplex. Es gibt einen guten Grund, warum yoom.de so ein kompliziertes Verfahren gewählt hat. Der Verkauf seines Wohnrechts (so verstehe ich das) verstößt gegen die Vorschrift, dass Mieter oder Vermieter Gebühren oder Abstand für das Vermieten der Wohnung nehmen dürfen. (Wo genau steht das?). Dazu kann man sich auch die überaus interessanten und ausführlichen Diskussionen auf deutsche-startups.de und immobilienportale.de durchlesen.

Mitverdienen dürfen nur Makler, also die Menschen die einmal die Tür zur Wohnung aufschließen und 2-3 potentielle Mieter empfangen. Dieser Beruf hat zu Recht ein extrem schlechtes Ansehen. Wo sonst kann man ohne nennenswerte Bildung und mit 5min Arbeit so viel Geld verdienen. Das geht sonst nur als Erbrechtsanwalt (ok – die haben studiert).

Suchender: Jetzt wird auch noch die letzte faire Möglichkeit an Whg. zu kommen vermarktet und seriöse Mieter zu gierigen Maklern erzogen, ätzend! Hoffe nur das sich kein Vermieter auf diesen krummen Deal einläßt und man weiterhin als potenzieller Nachmieter angemessen mit Mietern über Abstände verhandeln kann.

Das verstehe ich nicht. Ich kann die Einwände nachvollziehen, dass mit der Umerziehung der Mieter zu “Maklern” die Welt irgendwie grauer und abgezockter wird, aber so bleibt das Geld wenigsten bei den Mietern. Die “Abstandszahlung” kann ja theoretisch beim Auszug wieder verdient werden. Warum in aller Welt haben Makler dieses Recht exklusiv?

Naja – ich würde mir auf jeden Fall wünschen, dass yoom.de funktioniert. Das würde noch etwas Würze in den Mietmarkt bringen. Vielleicht klappt ja eine Kooperation mit wg-gesucht.de, wenn bis dahin die Abmahnungen gieriger Makler überstanden sind. Optimaler wäre es natürlich, wenn Wohnungsgesellschaften & Eigentümer ihre freien Wohnungen direkt in einem Auktionsverfahren an den Markt bringen. Aber das wäre wohl doch etwas zu viel Transparenz in einem Markt in dem so viele Honks mitverdienen.

Thema: Commerce, Ideen | Kommentare (2) | Autor: