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(Miß-) Erfolgsfaktoren von Shopping Clubs

Montag, 12. April 2010 7:17

Marc von Optaros hat kürzlich die Erfolgsfaktoren von Private Shopping Clubs aufgelistet. Stephan hat diese Faktoren netterweise bei exclusified.de übersetzt und aufgelistet.

  • Exclusivity – requires an invitation from a friend to get in)
  • Name Brands – quality merchandise not just out of date items
  • Compelling Discounts – priced to drive impulse purchases and loyalty
  • Timed Events – limited sales event at which merchandise is offered
  • Regular Events - Sales events always start at the same time
  • One Page Event List – Listing current events to browse
  • Viral Invitations – member get member referral program
  • Social Network Integration – easy login and member referrals
  • No Search – Focus attention on sales to encourage impulse purchase
  • Single/No Shipping Fee – Orders stay open for several hours to allow shoppers to make additional purchases and pay only one shipping fee

Das klingt auf den ersten Blick sinnvoll, aber auf den zweiten Blick ist das ganz ganz großer Mist. So ungefähr geht man vor, wenn man sich nur mit oberflächlichen Elementen eines Geschäftsmodells beschäftigt und nicht versucht den Inhalten auf den Grund zu gehen. Dann könnte man nämlich fast alle Punkte da oben löschen, weil das zwar Faktoren sind die von vielen Clubs so umgsetzt sind, aber diese haben überhaupt nichts mit dem langfristigen Erfolg des Geschäftsmodells zu tun. So ungefähr muss man es sich vorstellen, wenn man in Asien versucht Autos zu kopieren (Ein Lenkrad, vier Räder, bekanntes Logo, 5 Sitzplätze….).

Der Erfolg von Shopping Clubs besteht aus meiner Sicht in einer sehr guten Umsetzung der Verkaufsoberfläche zum Kunden (Hygienefaktor!), aber viel wichtiger ist die überlegene und nachhaltige Beziehung zu den Marken und Herstellern die dem Clubbetreiber langfristig vertrauen (Erfolgsfaktor).

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Groupon.com Klone: Gedanken & Erfolgsfaktoren

Samstag, 9. Januar 2010 18:35

Certified True Copy of Groupon.comDank Groupon haben wir nun in Deutschland eine ideale Pausvorlage, die zurecht als Nachfolger der bereits insolventen Woot Klone und der hoffentlich bald insolventen Swoopo Klone gefeiert werden darf. Die aktuelle Entwicklung zu den Groupon Klonen wird von Jochen Krisch in diversen Beiträgen sehr gut dokumentiert.

Alle bisherigen Klon-Konzepte zeichnet aus, dass es WHU-kompatible niedrige Eintrittsbarrieren gibt und die kritische Masse von zwei Klonen innerhalb von zwei Wochen auf den Markt gespült wurden. Ich finde klonen per se ok, aber es wäre doch schön, wenn die Gründer nach der Neu-Einfärbung der Vorlage noch 1-2 interessante Elemente hinzufügen würden. Den Preis für den schlechtesten Versuch seine Investorenrivalen auf die falsche Fährte zu locken, bekommt übrigens Lukasz Gadowski für seinen “Ich glaube nicht an Groupon Klone in Europa” Beitrag. Nice try! Das die Leser das auch noch kommentieren…

Eigentlich stellt sich nur noch die Frage wer das Rennen gewinnen wird. Dazu ist ein Blick auf die Groupon Klon Erfolgsfaktoren notwendig:

  1. Es ist wichtig möglichst schnell, möglichst viele relevante Kunden zu erreichen, um dem Gutscheinkäufer genug Argumente zu geben. Nach meinen Beobachtungen geschieht das bisher bei allen Konzepten  insbesondere durch klassische Anzeigenschaltung online.
  2. Die zweite Baustelle heißt Gutscheinqualität. Es ist ohne weiteres möglich viele Gutscheine zu generieren. Dafür benötigt man noch nicht mal einen guten Einkäufer. Die Qualität macht es aus. Wer langfristig nur Massagen für 75€ statt 105€ anbietet, wird es schwer haben im Krieg der Klone.
  3. Der wichtigste Baustein ist wohl die operative Excellenz. Was ist der USP? Warum ist Klon x besser als Klon y? Farben und Formen der Website gehören nicht zu den Bewertungskriterien! Es reicht auch nicht aus die Groupon Mission Statements abzutippen.

Punkt 3 wird in schöner Regelmäßigkeit von den deutschen Klonen ignoriert. Schade eigentlich, weil sich hier der langfristige Erfolg manifestiert. Ich lasse mich in den Kommentaren aber gerne belehren.

Wenn man als Klon bei den Punkten 1 & 2 keine starken Assets einbringen kann, dann sollte man sich schleunigst auf die Suche nach strategischen Partnern machen oder einfach mal eine Minute länger über Punkt 3 nachdenken. Die Cityradios & Tageszeitungen von Hamburg, Berlin und München warten auf euren Anruf!

Mein Favorit auf den Sieg ist übrigens Dailypon. Das Konzept ist wirklich einzigartig. Das schlechste Teamfoto gibt es bei Mycitydeal. Das hätte ich wahrschenlich mit Photoshop noch besser hinbekommen. Ich zähle mindestens ein Teammitglied doppelt :-) .

Thema: Commerce | Kommentare (8) | Autor: