Handelsmarken als Antwort?

Milch MarkeEine Reaktion auf den schier aussichtlosen Kampf im Onlinehandel ist nach Ansicht vieler Marktteilnehmer die Entwicklung starker (Handels-) Marken. Gegen Amazon & Co. den Kampf um die letzten Höhenmeter im Heinemannkegel zu gewinnen ist technisch gesehen vielleicht ganz reizvoll (Big Data und so), betriebswirtschaftlich führt es am Ende aber kaum zu sinnvollen Ergebnissen. Ich lasse mich hin und wieder zur der These hinreißen, dass der Onlinehandel mit Fremdmarken für kaum einen Marktteilnehmer überhaupt noch profitabel darstellbar ist und der stationäre Handel mit Fremdmarken (P&C, Ansons) nur noch ein Spiel auf Zeit ist. Ob das nun so krass eintritt ist noch offen, unabhängig davon sind aber die meisten mir bekannten Händler sehr intensiv damit beschäftigt, den Eigenmarkenanteil zu erhöhen oder komplett eigenständige Marken zu schaffen. Die Kausalkette dazu ist ja auch naheliegend: Weiterlesen

Alibaba (Aktien-) Informationen

Alibaba-GroupAlibaba will in Kürze an die Börse gehen. Da ist es natürlich in unserem Interesse den neusten Tipps und Trends zum Thema nachzugehen, nachdem ich mich schon vor über einem Jahr als Alibaba Fan geoutet habe. Aus diesem Grund verschlinge ich gerade alle halbwegs seriös geschriebenen Artikel zum Thema und bevor ich am Ende des Artikel über eine faszinierende Idee von Michael (liquidlabs) schreibe, finden sich hier noch drei Lesetipps zu Alibaba.

In der Süddeutschen Zeitung wird darauf hingewiesen wie es Alibaba geschafft hat die US Konkurrenz in China zu verdrängen und nun selber zur Gefahr für diese Konzerne in den USA wird. Weiterlesen

Wie sieht die beste (Hersteller-) Strategie für & mit Amazon aus?

Evil AmazonDas war eine der vielen interessanten Fragen auf unserem zweiten DCD-NET Treffen, bei denen es darum geht Händler und Hersteller zu vernetzen und zu konkreten E-Commerce Themen zu diskutieren. Vor zwei Wochen gab es dazu in Hamburg das erste Treffen, an dem vor allem kleinere und mittlere Shopbetreiber teilgenommen haben. Gestern gab es am Frankfurter Flughafen (sehr konspirativ) das zweite Treffen exklusiv für größere Hersteller von Konsumgütern. Funktioniert der Austausch?

Ich bin erstaunt wie offen die Teilnehmer an beiden Terminen diskutiert haben und eigenen Erfahrungen, Zahlen und Strategien ausgetauscht haben. Beim ersten Treffen in Hamburg ging es noch eher um Standardthemen, wie z.B. sinnvollen Facebook und SEO Strategien, aber beim Herstellertreffen in Frankfurt ging es ans Eingemachte. Weiterlesen

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So sein wie „Collins“

Collins TeamIch habe selten ein Onlineprojekt gesehen, das von der Publikums- und Fachpresse so positiv zum Start begleitet wurde wie Projekt Collins. Zwar habe ich nach dem Launch des Projektes meine liebgewonne Insiderrolle verloren, aber dafür kann ich nun Collins in meine täglichen Diskussionen als Praxisbeispiel verwenden – in vielerlei Hinsicht. Fangen wir mal mit der Geschäftsmodellseite an.

Collins ist nicht wie erwartet ein Zalandowettbewerber oder ein Klon von Asos oder einfach nur ein schöneres Otto.de – nein es ist ein E-Commerce Ökosystem und bildet damit eine neue Kategorie. So wie eBay für Auktionen steht und Amazon für Marktplätze, kann sich Collins berechtige Hoffnung machen die Kategorie E-Commerce Ökosystem begründet zu haben. Wie geil ist das denn bitte? Weiterlesen

„Herr Graf, B2B funktioniert da ganz anders.“ Würth vs. Amazon Supply

SchraubenDie B2B Industrie ist eine ganz spezielle. Sie hat andere Kunden als die Onlineshops da draußen, sie hat viel komplexere Prozesse und Services und ohnehin ist die Erwartungshaltung im B2B Internet eine ganz andere. Amazon & Co. haben da nichts zu melden. Klar muss sich auch Würth aus Künzelsau darüber Gedanken machen, ob die Webseite nicht zum Thema „Industriekleber kaufen“ bei Google ranken müsste, aber am Ende des Tages hat doch der lokale Würth Vertrieb den Kundenzugang und muss diesen glücklich machen bzw. noch eine Extrapackung Zement verkaufen. Weiterlesen

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Innenstädte rüsten auf – ein Wort von Horst

WhiskyDas Wort zum Wochenende richtet heute Horst Lüning an euch. Er wurde gestern schon zu Recht von Jochen Krisch gelobt und er ist mit seinem Verkostungsvideos für Whiskys bereits eine Legende. Kaum ein „Strategieworkshop“ zum Thema Onlinevertrieb kommt ja heutzutage ohne die Anmerkung aus, dass man ja mal so Produktvideos machen müsste wie der Typ von whisky.de. Neben seinen Verkostungsvideos quatscht er aber auch sehr freimütig zu Handelsthemen in die Kamera. Sein Video zum Thema „Innenstädte“ fasst die aktuelle Situation sehr schön zusammen und es ist herrlich zynisch. Weiterlesen

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Prognosegüte von Geschäftsmodellen

Difficult choices of a businessmanDurch Zufall bin ich vor kurzem auf ein fast drei Jahre altes Video vom Organisationspsychologen Peter Kruse gestoßen. Er erklärt in dem Video innerhalb von drei Minuten was das Internet verändert hat. Der Beitrag wurde ihm Rahmen der  4.Sitzung der Enquete Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” aufgenommen. Im Grunde erklärt er, dass ein hoher Vernetzungsgrad mit spontanen Aktivitäten der einzelnen Teilnehmer zu nicht mehr prognostizierbaren Effekten führt. (Das Internet!) Damit könnte man von einer spontanen Revolution bis hin zur irrationalen Wahl extremistischer Parteien recht viel erklären, aber mich interessiert in seiner Aussage nur ein Statement: „Nicht-Lineare Systeme sind nicht vorhersagbar.“ Er erkennt darin einen Machtzuwachs von Kunden, Bürgern und Mitarbeitern. Ich grüble nun schon seit Tagen, ob das nicht auch für Unternehmen selbst gilt. Weiterlesen

Wie kann man gleichgesinnte Händler & Hersteller finden? „DCD-NET“

DCD-NETVor drei Wochen haben wir in Hamburg unseren ersten Digital Commerce Day veranstaltet. Es war unser Versuch Händler und Hersteller miteinander zu vernetzen, damit Erfahrungen und Best Practices ausgetauscht werden. Auf der Bühne standen auch einige Praktiker. Bei den nächsten Ausgaben des DCD sollen Praktiker aber noch viel mehr der Speakerslots stellen. Wie es mit der Konferenz weitergeht schreibe ich weiter unten. Für mich wichtiger war und ist die Gründung des DCD-NET (Digital Commerce Day Network) während der Konferenz. Das DCD-NET ist kurz gesagt eine geschützte Liste von Händlern und Herstellern die Interesse haben sich mit Gleichgesinnten zu allen Themen des Heinemannkegels auszutauschen. „Wie macht ihr eigentlich Bannerwerbung?“, „Welche Erfahrung habt ihr mit Warenwirtschaftssystemen gesammelt?“. Ich war mittlerweile bei diversen Händlertreffs, inkl. des hervorragenden E-Commerce Frühstücks von dotsource und ich kenne diverse Konferenzformate. Meine Beobachtung ist, dass die Händler & Hersteller mit Abstand am meisten davon profitieren, wenn sie mit Gleichgesinnten zu ähnlichen Problemstellungen reden. Das leuchtet sofort ein und viele Händler sind sofort begeistert, wenn sie das hören, aber aus verschiedenen Gründen tun sie sich schwer so etwas zu organisieren. Das liegt vielleicht daran, dass Händler und Hersteller eher ihre Konkurrenten kennen, aber nicht unbedingt Unternehmen/Menschen mit ähnlichen Problemen. Auf Formaten wie dem DCD und dem E-Commerce Frühstück nutzen sie dann eher spontan die Gelegenheit sich auszutauschen.

DCD-NET-CTA

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Warum Kassenzone?

Kassenzone Logo“Warum schreibst du kassenzone.de?” Kassenzone.de ist vor kurzem sechs Jahre alt geworden. Jeden Monat schauen sich 15.000 bis 30.000 Besucher die Artikel auf Kassenzone.de an. Dazu kommen noch ein paar tausend Feed Abonnenten, ein paar Abonnenten des Youtube Kanals und zu meinem großen Erstaunen diverse Podcast Abonnenten. Kassenzone.de ist zu einem wahrnehmbaren Medium in der E-Commerce Szene gewachsen und die Frage nach dem „Warum“ wird mir deshalb öfter gestellt. Jede Woche verbringe ich ca. vier bis acht Stunden damit Inhalte für Kassenzone.de zu erstellen – Zeit, die ich nicht in Kundenprojekte oder eigene Unternehmen stecken kann und auch nicht mit der Familie verbringe. Die Frage nach dem „warum“ könnten also nicht nur die Leser stellen, sondern auch meine Frau und mein Finanzchef. Für die meisten Leser bin ich dank Kassenzone „nur“ ein Blogger der interessante Sachen zum E-Commerce schreibt. Hin und wieder werde ich sogar mit Journalisten verwechselt, weil die Reichweite bereits so groß ist. Ein Blick zurück. Weiterlesen

Florian Heinemann: „Wer mit seinem Sortiment 1:1 gegen Zalando & Co. konkurriert, hat keine Chance.“

KegelEin Jahr nach der Vorstellung des „Heinemannkegels“ auf der Exceed Konferenz in Berlin hat Florian Heinemann mit mir genau zu diesem Thema diskutiert. Der Kegel ist ein Symbol für die Limitierung von „normalen“ E-Commerce Modellen. Wenn es nur noch um die Optimierung von Shopsystem, SEO Maßnahmen, Conversion & Bestandskundenmarketing geht, dann sollte man entweder exklusive Produkte handeln, z.B. als Hersteller, oder sich überlegen ob es wirklich sinnvoll ist in diesen Bereichen mit Amazon, Zalando & Otto in einen Wettbewerb einzutreten.


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Der Blick auf die Optimierungserfolge dieser Unternehmen verstellt außerdem viel zu oft den Blick fürs Wesentliche – das eigene Geschäftsmodell. Genau darüber habe ich mit Florian diskutiert. Weiterlesen