Wie kann man Wein online verkaufen? | Wine In Black Gründer Christian Hoya

xirazIn Deutschland wird pro Jahre Wein für fast 10 Mrd. Euro verkauft. Der Onlineanteil liegt noch bei bescheidenen 3-6% und die Handelsstrukturen sind noch sehr sehr traditionell. Bei Wein handelt es sich um ein ein Produkt was aufgrund seiner Eigenschaften für den Onlinehandel nicht einfach greifbar war. Die Produkte sind schwer vergleichbar, nicht einfach zu verschicken und generell kommt der Lebensmittelbereich online erst jetzt so richtig in Fahrt. Umso spannender ist es auf die Lernkurve von Wine In Black (WIB) zu schauen, die in diesen Markt durchaus als Onlinepioniere gelten dürften. Weiterlesen

Schöner scheitern mit Ansage – Learnings aus der Procato Pleite

Procato UnfallDen meisten Lesern hier wird der Name Procato wahrscheinlich nicht viel sagen. Ihr müsst euch den Namen auch nicht lange merken, weil das Projekt eingestellt wird. Die Gründe für die Einstellung sind mehr als offensichtlich. Das Projekt wurde ohne konkreten Kundennutzen, ohne USP, ohne sinnvolle finanzieller Ausstattung usw. gestartet – als digitales Feigenblatt einer Interessengemeinschaft, um den von Amazon geschwächten Fachhandel zu stärken. Ich glaube, allen Beteiligten war schon vom Start weg klar, dass so etwas nicht funktionieren kann, aber diese Projekte zum Schutz historischer Handelsstrukturen haben so eine gewisse Eigendynamik, und davon gibt es alleine in Deutschland dutzende. Im Fall Procato ist es nun aber besonders spannend, dass sich der B2B E-Commerce Blogger of the Year „Lennart Paul“ intensiv mit dem Thema beschäftigt hat und eine lohnenswerte Aufbereitung zusammengestellt hat. Sein Blog warenausgang.com ist das B2B Pendant zu Kassenzone.de und ich wünsche mir sehr, dass noch viele solcher Beiträge folgenden.

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Amazon zerstört die Kassenzone

Alte KasseSorry, diesen Titel konnte ich mir leider nicht verkneifen. Die Berichterstattung zum kassenfreien Demostore in Seattle diese Woche konnte man ja nicht überlesen. Es war ja fast so, als hätte Amazon beschlossen weltweit in den stationären Lebensmittelhandel einzusteigen und nun jeder die Auswirkungen dazu kommentieren musste. Wirklich alle… Zeitungen, Radio, Fernsehen, Blogs. Jetzt muss ich mir wieder überall anhören, dass Amazon doch an den stationären Handel glaubt und es deshalb für diesen eine Zukunft geben muss. Dabei hat Amazon nichts anderes gemacht als einen kleinen stationären Shopping Testcase zu veröffentlichen, der zur Abwechslung mal nicht mit RFID Technologie funktioniert und der sich vorerst an die eigenen Mitarbeiter richtet. Mehr nicht. Ich teile Jochens Meinung, dass es sich hierbei keinesfalls um den ersten Schritt in den stationären Handel handelt, sondern um eine weitere (mögliche) Technologie, um noch mehr Zugänge zum Kunden zu schaffen. Genau die gleiche Strategie übrigens, die hinter dem Dash Button (Der Button ist nur ein Zwischenschritt) steckt. Devicekontrolle + Plattformkontrolle = mehr Daten = bessere Services = eine mächtigere Plattform, an der sich dann ggf. auch der LEH andocken muss.  Weiterlesen

Aktuelle Amazon Konditionen, B2B Online Insights und welches Fashion Portal konvertiert am besten?

dcd_tag2Diese und viele weitere Fragen werden am zweiten Tag des Hamburger DCDs, am 24.03.2017,  in Hamburg diskutiert. Hinter verschlossenen Türen, also ohne Öffentlichkeit und nur mit betroffenen Unternehmen. Das klingt geheimnisvoller als es ist, allerdings gab es in den letzten Jahren einige Überraschungen, insbesondere beim Austausch zu Amazon & eBay, die

sehr zum Nachdenken angeregt haben „Das Gefangenendilemma„. Für die Teilnehmer sind solche DCDnet Runden deshalb spannend, weil sie auch außerhalb ihrer Branche Anknüpfungspunkte finden. Weiterlesen

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Westwing und Home24 auf dem Weg ins…

Alter Sessel…weiß keiner so genau. Die aktuellen Rocket Internet Zahlen wurden gerade veröffentlicht, und in diesen werden routinemäßig die „Proven Winners“ im Detail beleuchtet, also die Unternehmen bei denen es aufgrund der Planungen und Zahlen von Rocket eigentlich am besten laufen müsste. Jochen Krisch, der Silberrücken unter den Deutschen E-Commerce Analysten, hat diese Zahlen wie üblich publiziert und in den Kommentaren ist dazu eine sehr spannende Diskussion entstanden. Ich ignoriere dabei mal den Teil, dass die Otto Group angeblich immer etwas schlecht wegkommt und Rocket Internet etwas besser. A) ist das wirklich egal und B) müssen beide Akteure doch glücklich sein überhaupt beachtet zu werden. Was soll den erst Quelle sagen, oder Weltbild oder Deichmann oder oder oder oder. 🙂 Den Auftakt in der Diskussion macht Tarek Müller mit dem folgenden Absatz: Weiterlesen

Verlag 2.0 | Die Onlinemarketingrockstars und ihr spannender Weg zur Medienmarke

OnlinemarketingrockstarsDie Onlinemarketingrockstars (OMR) aus Hamburg sind in vielerlei Hinsicht faszinierend. Philipp Westermeyer hat daraus in kurzer Zeit einen der größten deutschen Podcasts gemacht, ein schon jetzt sehr reichweitenstarkes Blog und das spätestens ab 2017 führende Online Festival in Deutschland bzw. Nordeuropa. Die Entwicklung der OMR ist deshalb so spannend, weil sie bewusst oder unbewusst zeigen wie sich (Fach-) Verlage heutzutage aufstellen müssen. Wie alle digitalen Konzepte denken auch die OMR Leute viel stärker vom Konsument und haben deutlich mehr Software- und Marketingkompetenz als analoge Konzepte. Genau diese Dinge fehlen den meisten Fachverlagen, weshalb es für die OMR in Zukunft nicht schwer sein sollte in andere Fachbereiche zu expandieren. Philipp Westermeyer zeigt in dem Interview sehr glaubwürdig seine Begeisterung fürs Medienmachen.

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Zahnpasta online handeln | Ein Strategiegespräch mit Budnikowsky Chef Christoph Wöhlke

ZahnbürsteDer Markt für Drogerieprodukte in Deutschland ist aus vielerlei Hinsicht sehr interessant. Zum einen ist die Branchenstruktur sehr einzigartig und das Konzept der Drogerie in anderen Ländern sehr selten. Zum anderen hat sich durch den Wegfall von Schlecker das Wettbewerbsumfeld noch stärker konsolidiert. Parallel dazu versuchen die klassischen LEH Anbieter das Sortiment zu kapern (NIVEA gibt es seit 4 Jahren auch bei Aldi) und nicht zuletzt müssen sich nun alle Beteiligten fragen, welche Rolle ein so wenig emotionales Sortiment stationär auf Sicht noch spielen kann. Müsste das nicht bald von Amazon & Co. angegriffen werden? Weiterlesen

Sind Marktplätze die neuen Pure Player?

MarkplatzEs vergeht kaum ein Tag, an dem nicht jemand bei uns anruft und danach fragt mit uns einen Marktplatz zu bauen. (Disclosure: Siroop wurde 2015 auf Spryker Basis gelauncht) Direkt danach folgt die Frage nach den Omnichannel Fähigkeiten, weil man ja auch irgendwie stationäre Kanäle einbinden müsste. Die beiden Fragen gelten branchenübergreifend, egal ob der Fragensteller aus der Automobilindustrie, Finanzindustrie oder dem Möbelhandel kommt. Marktplätze sind die neuen Category Killer, quasi die Antwort auf den schneller wachsenden Onlinehandel und das Versagen des klassischen Handelsgeschäfts als zentrale Einnahmequelle für Onlinegeschäftsmodelle. Wobei, Versagen ist vielleicht etwas zu radikal ausgedrückt. Es setzt sich vielmehr die Erkenntnis durch, dass Onlinehändler viel größer werden müssen, als noch vor ein paar Jahren vermutet, damit das Geschäft für alle Beteiligten Sinn macht. Bei den notwendigen Investments für solche Umsatzgrößen liegt es ja auf der Hand sich rechts und links der gängigen E-Commerce Konzepte umzuschauen, und Marktplätze stehen zurzeit ganz oben auf der Einkaufsliste. Deshalb möchte ich kurz meine Sicht auf Marktplatzmodelle vorstellen. Weiterlesen

Du Alex, wie läuft das mit der digitalen Transformation? Interview mit Alexander Birken

TransformationNachdem im Kassenzone Podcast die Otto Group bereits dutzendfach mal als gutes und mal als schlechtes Beispiel für unsere Online Thesen erhalten musste, hatte der designierte Otto CEO Alexander Birken heute die Gelegenheit seine Sicht der Dinge darzustellen. Ich habe versucht alle Fragestellungen aus den sehr populären Interviews mit Florian Heinemann („Digitalisierung zum Festpreis“) aufzuarbeiten. Zusammengefasst: Ganz so einfach ist die Sache mit der Transformation nicht und zurecht muss sich auch Alexander Birken fragen: Was ist eigentlich die Alternative? Weiterlesen

Ausblick auf den DCD 2017

dcd16In 140 Tagen (23. & 24. März) findet die nächste Ausgabe des Digital-Commerce-Day unter dem Motto „Was ist die Alternative“ in Hamburg statt. Gestartet 2014 als die kleine K5 des Nordens, hat sich das Format sehr eigenständig weiterentwickelt und spricht Teilnehmer an die sich auch die Fragen stellen, die in den Kassenzone.de Beiträgen diskutiert werden. Wir haben uns bewusst dafür entschieden das Format „klein“ zu lassen, also ohne angeschlossene Messe, mit max. 400 Teilnehmern (+ Orga & Speaker) und zwei Bühnen an Tag 1. An Tag 2 gibt es für max. 120 Teilnehmer die begehrten Runden zu Amazon, eBay, Shopsysteme und Co. bei denen die „Betroffenen“ zusammensitzen und über Strategien, Konzepte und Konditionen diskutieren. Die Stimmung in 2016 wurde per Video sehr schön eingefangen. Einige der Vorträge habe ich zudem hier im Blog veröffentlicht.  Weiterlesen

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