Was genau hat enfore.com vor? Im Gespräch mit Seriengründer Marco Börries

enforeMarco Börries hat bereits einige große Unternehmen aufgebaut und verkauft. Seit sieben Jahren arbeitet er nun an seinem Startup Nummer 4 „enfore.com“ . Diese in heutigen Zeiten sehr sehr sehr lange Entwicklungsphase, die scheinbar den Lean Startup Prinzipien widerspricht, hat zu einer entsprechenden Skepsis des Marktes (auch bei mir) geführt. Nun stellen sich viele Marktbegleiter die Frage was er denn genau macht bzw. machen will. Ist der deutsche Bill Gates größenwahnsinnig den weltweit 200 Millionen kleinen Businesses helfen zu wollen, oder doch am Ende genial. Warum konnte er bevor er mit irgendetwas live geht 40 Mio. Dollar (oder mehr) einsammeln und warum sind die Investoren, so sagt man zumindest, immer noch begeistert? Joel Kaczmarek hat sich dieser Frage in mehreren Podcasts mit Marco gewidmet und auch dabei auch versucht das Produkt enfore.com zu beschreiben. Das ist alles andere als einfach.  Weiterlesen

E-Commerce Technologie | wer braucht was

Das Feedback auf unser Code.Talks Special zum Thema E-Commerce im letzten Jahr war großartig. Direkt mit dem ersten Anlauf kamen über 400 Teilnehmer, vor allem Developer, zur Konferenz nach Berlin und die Programmqualität zum Thema E-Commerce Technologie war aus meiner Sicht schwer zu toppen. In diesem Jahr gibt es nun am 27. & 28. April in Berlin die zweite Ausgabe, und die Programmqualität konnte noch einmal gesteigert werden. Wir rechnen zudem mit über 600 Teilnehmern in der wirklich coolen Location in der Kulturbrauerei. Die Konferenz richtet sich an alle Leute, die mit dem Thema Tech & Daten im Bereich E-Commerce zu tun haben. Der ein oder andere mag nun sagen „Och, das ist ja alles so Kram für Developer und Produktmanager“, da muss ich nicht dabei sein. Das kann schon stimmen, aber E-Commerce Unternehmen ähneln zunehmen reinen Technologieunternehmen und die Leute die auf der Code-Talks Konferenz sprechen wissen wahrscheinlich am ehesten darüber Bescheid wie man morgen ein neues E-Commerce Geschäftsmodell aufbauen kann. Es wird also spannend. Weiterlesen

Stephan Schambach über Mobile First Konzepte

schambachStephan Schambach ist einer der erfolgreichsten deutschen Seriengründer seit Beginn der digitalen Zeitrechnung. Angefangen mit Intershop in Jena, über den 2,8 Mrd. Dollar Exit von Demandware an Salesforce bis hin zur spannenden Neugründung Newstore in Boston/Berlin hat er eine Menge „Shoptechnologen“ gesehen und gegründet. Warum er daran glaubt, dass Newstore die richtige Lösung für vertikale Premiummarken ist, und weshalb man lieber in den USA oder China gründen sollte, erklärt er im Interview. Sehr spannend ist seine Sicht auf dem Gesamtmarkt. Er war zu seiner Zeit mit Intershop und Demandware seinem Markt jeweils weit voraus, insofern könnte an der Mobile First Idee von Newstore schon etwas dran sein. Aber schaut euch einfach das Interview an.  Weiterlesen

888 Tage Spryker | Mitten drin in der Plattformökonomie

Spryker LogoDer letzte Statusbericht zu meiner Firma Spryker Systems hier im Blog ist schon wieder fast zwei Jahre her („333 Tage Spryker“) und im Vorfeld der kommenden Großveranstaltungen (OMR, K5, DCD, IWB…) gibt es an dieser Stelle mal wieder ein kleines Update – ziemlich genau 888 Tage nach der Spryker „Enthüllung“ bei der K5 Konferenz in München 2014. Für alle Leser die nicht wissen was Spryker genau ist, an dieser Stelle die Kurzerklärung: Spryker ist sehr mächtiger (Lego Technik) Baukasten für ambitionierte digitale Geschäftsmodelle der darauf optimiert ist, die Produktivität und Performance in der Software- und Projektentwicklung zu erhöhen. Es ist quasi das Gegenteil von einer Standardshopsoftware (Playmobil Haus) die darauf optimiert, nur noch ausgepackt und angemalt zu werden. Spryker ist also eine sehr coole Sache, wenn man etwas vorhat womit man sich aus technischer Sicht einen Vorsprung im Wettbewerb verschaffen will. Ohne euch mit Details zu langweilen hier die kurzen Fakten: Weiterlesen

Microservices & Einradfahren

Figur auf Einrad balancierend auf DrahtseilDie erste code.talks Konferenz diese Woche in Berlin hatte diverse Panel zum Thema Microservices im Programm. Nachdem der unsägliche NoSQL-Hype vor ca. zwei Jahren seinen Höhepunkt erreicht hatte “Warum machst du das denn noch mit relationalen Datenbanken?”, hat sich das Thema Microservices bei den Diskussionen um Backend-technologien ganz nach vorne geschoben. Die Frontendler haben dazu noch zusätzlich mit React, Node & Co. ein ganz eigenes Spielchen entwickelt, das scheinbar niemand mehr durchschaut. Seit nun fast zwei Jahren Spryker habe ich das Vergnügen diese technischen Diskussionen live verfolgen zu können. In meiner Zeit bei Otto gab es noch ein ganz klar definiertes technisches Feindbild, das sogenannte Host System, bzw. die AS400 Maschinen, die bei allen großen Händlern im Einsatz waren. Nicht wartbar, uralt, mega Codespaghetti, alles hing davon ab usw… Wenn die erst mal weg wären, dann wird alles gut – wurde mir gesagt. Auf der anderen Seite waren die Business Kasper, zu denen ich auch gehöre, für die Technologie nur Mittel zum Zweck war. Aus meiner damaligen Sicht waren die Leute in der IT die harten Arbeiter, ganz pragmatische Denker, nur dem System verpflichtet und immer mit dem Ziel eine hohe Wartungsfähigkeit zu erreichen. Bei den Businessleuten gab und gibt es die, die sich mit aus meiner Sicht unsinnigen Strategien beschäftigt haben und irgendeinen Quarck von Omnichannel, Multikanal, Zielgruppenshops & Co. gefaselt haben. Diese Strategien waren in den letzten acht Jahren Kassenzone immer mein erklärter Endgegener, sie zu widerlegen und neue Ansätze aufzuzeigen, das war mein Ziel. Weiterlesen

Shopsysteme & mehr bei der Code.Talks Commerce am 19. & 20. April in Berlin

CodeNachdem die große Code.Talks Konferenz in Hamburg sehr viel Anklang in der Entwicklerszene gesorgt hat, startet in diesem Jahr das erste Spezialformat der Code.Talks in Berlin (19./20. April) zum Thema Commerce. Zwar sind die meisten Vorträge an Entwickler gerichtet, aber ein wenig Basis Know How in dem Bereich schadet auch vielen Entscheidern nicht – insbesondere dann, wenn ihre Unternehmen technisch führend sein/werden sollen. So viele Gründer, Geschäftsführer und Chefentwickler von großen Shops und Shopsystemen waren weltweit mE noch nie an einem Ort versammelt. Entsprechend intensiv wird die Konferenz, wenn die einzelnen Entwicklungsdogmen auf der Bühne diskutiert werden. Weiterlesen

Das beste Shopsystem 2016 | endgame fallacy

oryx-sprykerVor vier Jahren habe ich meine erste Einschätzung zum Status Quo der Shopsysteme gegeben und vor zwei Jahren folgte dann ein Update, das Shopware als ganz klaren Gewinner im KMU Segment aufgezeigt hat. Das Update “Das beste Shopsystem 2014 – Anspruch und Wirklichkeit” wurde weit über 100.000x aufgerufen und nach nun zwei weiteren Jahren ist es an der Zeit für ein Update des Updates. “Damals” 2014 war ich selbst noch nicht aktiv im Shopsystem Markt und der Fokus lag bei Systemen für kleinere und mittlere Unternehmen. Mittlerweile habe ich fast zwei Jahre Erfahrungen als Gründer von Spryker gesammelt und kann die Leitfragen auf den Markt für Enterprise Kunden übertragen. Bevor ich aber damit anfange, schauen wir noch mal kurz auf die Erkenntnisse des alten Artikels und überprüfen, ob die Aussagen noch aktuell sind.
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heypaula Interview | Serviceprovider zwischen Plattformen und Marken

heypaula-modellPünktlich zum Start der Seedmatch Kampagne von heypaula war Gründer und Geschäftsführer Marcel Brindöpke heute bei Kassenzone.de  zu Gast. Heypaula passt perfekt zu den letzten Kassenzone Artikeln, weil das Geschäftsmodell die Gegebenheiten der GAFA Ökonomie ausnutzt und außerdem erklärt wo die technischen und betriebswirtschaftlichen Limitationen von großen Plattformen wie Zalando (Interview mit Robert Gentz) heute und in Zukunft noch liegen. Jochen Krisch beschreibt heypaula als eine Art Zwischenhändler der zwischen Premiummarken und Markplätzen vermittelt. Ich finde, dass das Team aus dem Mangel an E-Commerce Kompetenz bei den Markenhersteller ein sehr solides Geschäftsmodell entwickelt hat. Weiterlesen

Vom Händler zur Plattform – Interview mit Robert Gentz (Zalando)

SchaufensterZalando ist seit Jahren ein ständiger Begleiter der Kassenzone Analysen. Umso mehr hat es mich gefreut, dass Gründer und Vorstand Robert Gentz sich die Zeit genommen hat ein paar Fragen zum Markt und zur Positionierung zu beantworten. Zalando spielt in der Spryker Welt eine sehr wichtige Rolle, weil es eines der Blue Prints für die Argumentation geworden ist, dass sich die Tech- und Plattformsicht in jeder Branche durchsetzen wird. Vor Zalando war der Fashionhandel, zumindest in Deutschland, ein von den Einkaufsabteilungen getriebenes Geschäft. Heute spielt diese nur noch eine nachrangige Rolle. Angefangen hat Zalando aber nicht als Plattform, sondern ursprünglich mal als Shop auf Basis von Tradoria mit der „damals“ klassischen Denke aus dem Performancemarketing: Weiterlesen

Wie teuer ist (sehr) gutes Onlinemarketing? Alpar & Heinemann

Kosten Marketing AnalyseAuf der diesjährigen DMEXCO gab es zum ersten Mal live Interviews für und von Kassenzone.de. Passend zur Messe, die scheinbar ihr infrastrukturelles Limit weit überschritten hat, konnte ich die beiden Onlinemarketing Legenden Florian Heinemann (Project A Ventures) und Andre Alpar (AKM3) für ein Interview gewinnen. Beide habe ich zum Status Quo der Onlinemarketing Szene befragt und sie haben meines Erachtens spannende Antworten geliefert. Florian hat vorgerechnet, dass man alleine für eine gute Onlinemarketing Infrastruktur (Personal, Lizenzen, IT…) pro Jahr gut 300.000€ oder mehr investieren muss. Das dürfte sich dann auch nur für Unternehmen lohnen, die im mindestens im hohen siebenstelligen Bereich Ad Spendings haben, um solche Kosten überhaupt durch eine bessere Performance wieder reinzuholen. Andre hat der „SEO ist tot“ These widersprochen und gezeigt, dass sich das Niveau nur deutlich verschoben hat. Weiterlesen