About a Channel that became an Industry | E-Commerce Buch nun auf Englisch

ecombookNachdem sich die Deutsche Ausgabe unseres E-Commerce Buchs mit mittlerweile über 3.000 verkauften Exemplaren zu einem sehr populären Buch in unserem Fachbereich unserer Industrie etabliert hat, haben wir nun eine erweitere Version auf Englisch herausgebracht. Die Ausgabe trägt den Untertitel „About A Channel That Became An Industry“ und wird via Bookwire weltweit in der digitalen Variante angeboten und als Paperback on Demand direkt von Amazon. Das ist für uns komplettes Neuland und wir sind sehr gespannt, ob & wie man sich mit so einem Buch auch in den englischsprachigen Märkten durchsetzen kann. Inhaltlich geht es in der überarbeiteten Version noch mehr um die aktuellen Diskussionen um China, GAFA & Co. und es gibt nun über 50 Case Studies erfolgreicher und erfolgsarmer E-Commerce Konzepte. Anbei ein Auszug aus der Beschreibung bei Amazon.de. Weiterlesen

Auf der falschen Seite der Gleise

Schneckenhaus auf BahngleiseNun hat es sogar das bisherige Multichannel Vorbild Macy`s zu einem Trauerartikel auf Spiegel Online gebracht. Dort heißt es im Artikel zum „Niedergang der großen US-Kaufhäuser: Schlussverkauf“:

„Vor zehn Jahren brauchte man einen großen Department Store, um erfolgreich zu sein“, sagte ein hochkarätiger US-Designer dem Branchen-Newsletter „Business of Fashion“ („BoF“). „Jetzt braucht man Instagram.“ Neiman-Marcus-Chefin Karen Katz sekundiert: „Der Kunde verliert das Interesse daran, im Laden einzukaufen, ob Kaufhäuser oder Luxusshops.“

An touristisch attraktiven Orten mögen schönen Versionen der Konsumtempel noch gut besucht sein, aber die Kunden kaufen immer weniger. Der „Tütenfaktor“ sinkt, wie mir der Aufsichtsrat einer großen Handelsgesellschaft verraten hat. Gerade Macy`s, das Unternehmen das wirklich auf jeder Onlinekonferenz als leuchtendes Onlinebeispiel dienen durfte. Die haben es geschafft. Es geht also doch: Online + Offline. Die Pure Player á la Amazon und Zalando werden sich schon noch umschauen. So hieß es dann recht offen in den entsprechenden Diskussionen bei Neocom & Co. Nachdem Nordstrom und sogar Neiman Marcus ein schlechtes Quartal nach dem nächsten ausweisen wird damit nun der letzte Multichannel Nagel aus der Wand gerissen. Aber warum? Weiterlesen

Arcade Modus

ArcadeAmazon schüttet im Zuge seines Rekordquartals (30 Mrd. Umsatz!) signifikante Gewinne aus, so dass Jochen Fuchs von der T3N dahinter einen Strategiewechsel erkennen will. Dennis Kallerhoff stellt in seiner Analyse dazu fest, dass E-Commerce nur noch ein Nebengeschäft für Amazon zu sein scheint und der Fokus nun auf viel spannenderen Themen liegt. Auf der anderen Seite bricht das Online- und Offlinegeschäft vom Multichannel Sternchen Macy´s ein. Nichts scheint planbar zu sein, noch nicht mal die Regel, dass Amazon seinen Gewinn immer in Wachstum investieren wird (muss). Der Berater in mir versucht daraus Strategien abzuleiten. Die eigenen Fähigkeiten (Stärken/Schwächen) ergeben in der klassischen BWL Denke immer eine Art Strategie in einem gegebenen Marktumfeld. Das instabile Marktumfeld führt aber zu der Beobachtung, dass die einzig verbliebene Strategie der Aufbau von relevanten Fähigkeiten sein muss. Das klingt einfacher als es ist, weil dass die meisten Managementtools zur Nutzlosigkeit verdammen würde. Und das wiederum bedeutet, dass die meisten Manager (Managementfunktionen) im digitalen Umfeld nutzlos sind. Weiterlesen

Der Amazon Dash Button ist nur ein Zwischenschritt

ButtonIn den letzten Monaten wird die Diskussion um die Gatekeeper (aka GAFA) immer lauter. Was machen die? Wo führt das hin? Wird bald überall bei uns im Haushalt ein „Dash“ Buttons kleben? Ist das dieses Internet of Things (IoT) von dem immer alle reden? Sollten wir auch solche Buttons entwickeln? Wie verdammt noch mal kann man überhaupt Gatekeeper werden?

Diese Diskussion wird oft abstrakt geführt, auf der Suche nach passenden Strategien. Wir erleben es in den Spryker Projekten aber auch zunehmend, dass diese Diskussion sehr schnell praktische Auswirkungen hat. Die Diskussion führt dann weg vom Frontend, hin zu Prozessen und Workflows. Klar, jeder will hübsche Frontends für seinen Shop haben, aber darauf liegt bei modernen E-Commerce Projekte nicht mehr Hauptaugenmerk. Warum? Das hat etwas mit den Fragen im vorherigen Absatz zu tun. Was ist ein Gatekeeper eigentlich? Weiterlesen

Strategien in der Plattformökonomie

Kegel vorbeiIm letzten Interview mit Florian Heinemann hatte ich bereits ein Update zum Heinemann Kegel angekündigt. Der Heinemann Kegel ist ein Konzept das besagt, dass man in allen E-Commerce Teildisziplinen (Kundengewinnung, Plattform, CRM…) immer zur Top 5% Gruppe gehören muss, um überhaupt erfolgreich im E-Commerce sein zu können – so gut wie der Florian Heinemann, daher stammt der Name. Ok, das Konzept hat sich bisher noch nicht so richtig durchsetzen können, aber einen alternativen Mittelweg gibt es scheinbar nicht wie dutzende gescheitere (Konzern-) E-Commerce Projekte in Deutschland zeigen. Weiterlesen

Investieren mit Geld Zurück Garantie | Interview #2 mit Florian Heinemann

Button - 100% Geld Zurck GarantieIm letzten Interview mit Florian Heinemann ging es um das Thema Digitalisierung. Die Reaktionen darauf waren großartig, weshalb wir uns diese Woche noch einmal getroffen haben, um eine der großen offenen Fragen aus dem ersten Interview zu erläutern. Die zentrale Erkenntnis im ersten Interview war, dass die digitale Transformation in großen Unternehmen zu großen Teilen zum Scheitern verurteilt ist und auch wenn sie funktionieren sollte maximal lebensverlängernd wirken könnte. Anstatt also alles Geld und alle Ressourcen für dieses Thema aufzuwenden gilt es neue Modelle aufzubauen oder in solche zu investieren, um zukunftsfähig zu sein. Dabei helfen moderne Technologien wie Spryker zwar stark weiter, aber sie sind oft nur ein Teil der Lösung, weil Weiterlesen

In der Digitalisierungsfalle | Podcast Transkription

Ratloser MenschMit bereits über 5.000 Abrufen ist der Podcast mit Florian Heinemann zum Thema „Digitalisierung zum Festpreis“ unfassbar erfolgreich für Kassenzone.de Verhältnisse. Aus diesem Grund bieten wir nun hier auch die Transkription davon an – für alle hörfaulen Leser. Florian hat in dieser Ausgabe so ganz nebenbei diverse Mythen der Digitalisierung widerlegt und sehr klar aufgezeigt, warum Unternehmen sich damit so schwertun. CIOs sind aus seiner (und meiner) Sicht keine Lösung für das Thema Digitalisierung und trotz der geringen Erfolgsaussichten in diesem Markt gibt es keine Alternative zum Vollgas geben gibt. Mein Lieblingssatz aus dem Interview ist weiterhin „Ja, und die Kosten von Nichtstun ist sicherer Exitus“ Diesem Satz habe ich bereits einen eigenen Artikel gewidmet. Viele Grüße an dieser Stelle an alle Berliner K5 Konferenz Besucher, die Boris Lokschin und Nils Seebach auch morgen fleißig mit Fragen zu Spryker ansprechen könnenWeiterlesen

Die Kosten von Nichtstun

FaultierIm bisher sehr populären Interview („Digitalisierung zum Festpreis„) mit Florian Heinemann sprechen wir darüber, was und wie Unternehmen investieren unter digitalen Rahmenbedingungen. In Summe kommen wir zu dem Ergebnis, dass es sehr schwierig ist solche Investments zu koordinieren und es nahezu unmöglich ist bestehende (alte) Unternehmen zu digitalisieren. Die Schlußfolgerung daraus ist, dass Unternehmen in diesem Fall beide Optionen einfach auslassen könnten, sie also „nichtstun“. Die Konsequenz laut Florian ist dann aber deren sicheres Ausscheiden aus dem Markt. Das ist nur eine Frage der Zeit. Als Beweis führt er die sinkende Verbleibedauer von amerikanischen Unternehmen im S&P500 an. Dazu habe ich noch einmal recherchiert und folgendes gefunden: Weiterlesen

Digitalisierung zum Festpreis | Interview mit Florian Heinemann

FestpreisEs ist schon fast zwei Jahre her, seit dem letzten Kassenzone.de Interview mit Florian Heinemann. Daraus ist unter anderem Spryker hervorgegangen. Es war also mal wieder an der Zeit für ein Update zu den spannenden Themen und diesmal haben wir uns das Streben nach Digitalisierung von großen Unternehmen vorgenommen. Große Unternehmen stehen durch diverse Entwicklungen aus der digitalen Welt (GAFA Ökonomie) stark unter Druck, bzw. sie wissen, dass sie bald unter Druck stehen werden. Das führt zu dem Wunsch diese Unternehmen stärker zu „digitalisieren“, damit sie gegen die neuen Wettbewerber gewappnet sind. Da werden dann Positionen für CIOs geschaffen, Tech Hubs in Madrid aufgebaut, Mitarbeiter der EDV zu Scrum Schulungen geschickt usw. Am Ende führt es meistens nicht dazu, dass die Unternehmen zu alter Wettbewerbsstärke zurückfinden. Im Gegenteil, Weiterlesen

Aber bei Williams-Sonoma und Nordstrom geht es doch auch?!

BrandungWenn man den Kassenzone.de Thesen stringent folgt, dann können klassische Händler, insbesondere Multichannel Händler, in der digitalen Welt nicht überleben. Sie müssen sich radikal verändern, wenn sie überhaupt noch eine Chance haben wollen. Betroffenen Händler entgegnen mir dann sehr oft, dass es ausreichend erfolgreiche Beispiele gibt, die aber bewiesen haben, dass es mit klassischer Transformation geht. Genannt werden immer wieder Nordstrom, Williams Somona, Best Buy und Dixons. Abgesehen davon, dass ich eine handvoll „Erfolgsbeispiele“ in einem Markt mit tausenden betroffenen Unternehmen nicht als hoffnungsvolle Quote sehen würde, halte ich auch die Schlußfolgerungen zu den genannten Unternehmen für gefährlich. Sie suggerieren, dass man es Nordstrom & Co. nachmachen könne, und so wieder erfolgreich wird. Dabei bleiben die wesentlichen Fragen unbeantwortet: Was ist der nachhaltige USP des Geschäftsmodells und wie lässt sich dieser in einer GAFA Ökonomie monetarisieren. Und viel wichtiger: Wie stabil ist diese Positionierung? Geht es um Jahre oder Jahrzehnte? Weiterlesen