Preloved Fashion Champion Vite EnVogue im Interview

Lange Zeit hat niemand an den Markt für gebrauchte (Luxus-) Mode geglaubt, aber mittlerweile gibt es einige große Anbieter in den Markt. Der mit Abstand größte Anbieter ist Vite EnVougue. 15 Millionen Euro Bruttoumsatz 2016, 100+ Mitarbeiter und ein profitables Geschäftsmodell sind das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Mit der Geschäftsführerin Karolin Junkers spreche ich über die Details des Modells und auch darüber warum es in den nächsten Jahren noch viel größer werden dürfte. (Disclosure: Karolin ist auch Partnerin beim Beratungsnetzwerk eTribes.) Vite EnVogue ist für mich deshalb so spannend, weil das Modell sehr starke und nachhaltige Lock In Effekte aufbaut, die zu niedrigen CPOs und klasse Retention Quoten führen. Auch wenn es auf den ersten Blick aussieht wie ein „normales“ Handelsmodell, so führt Vite EnVogue zu jedem Zeitpunkt ein einzigartiges Angebot auf der Plattform, das mit zeitlicher bzw. mengenmäßiger Verknappung starke Kaufanreize setzt. Und alle Seiten gewinnen dabei: Verkäufer, Käufer und Plattform. Das ist ein zurzeit eher seltener Zustand in der Plattformökonomie und deshalb so lobenswert. Weiterlesen

Wie groß wird der Lebensmittelhandel online bis 2020?

Frau ffnet Kiste mit Lebensmitteln, Lieferservice per postsendIn Deutschland werden jedes Jahr über 200 Mrd. Euro Umsatz mit Lebensmitteln gemacht und nur 1-2% dieses Marktes finden online statt. Das heizt die Phantasie von sehr vielen Unternehmen und Unternehmern an. Mit dem AllyouneedFresh Geschäftsführer Udo Kießlich spreche über über Wachstumschancen, -hürden und die verschiedenen Online Geschäftsmodelle des Marktes. Ich verfolge den Markt nun schon seit einigen Jahren, aber ein robustes Bauchgefühl wann es da „so richtig los geht“ habe ich noch nicht. In der Zwischenzeit halten mich die sehr pointieren Beiträge von Peer Schader (Supermarktblog) bei Laune. Was ich nun aber durch Udo gelernt habe ist Folgendes: Weiterlesen

Wir stehen ohne Wenn und Aber zum dreistufigen Vertriebsweg!

waschbeckenFrohes Neues Jahr allerseits! Den Satz “ Wir stehen zum dreistufigen Vertriebsweg“ hört man sehr oft in der mittelständischen geprägten Handwerksbranche, aber es ist sehr selten, dass jemand mit diesem Satz seine LKWs verziert. (Fotobeweis). Dieser Vertriebsweg ist es, der im ersten Schritt durch die Effekte der Digitalisierung nicht mehr durchhaltbar ist und das zeigt sich sehr deutlich in den Diskussionen zwischen klassisch aufgestelltem Handwerk und Onlinehandel. Ein Streitgespräch zwischen dem König der Sanitäronlinehändler (Bernd Reuter) und einem traditionellen Handwerksbetrieb in der RP Online („Sie tun so als wären Handwerker Trottel„) nimmt sich Lennart Paul zum Anlass in seinem Blog die Aussagen zu hinterfragen („The Great Denial„). Erneut ein B2B Lesetipp, nachdem Lennart beim Thema Procato schon sehr wichtige Zusammenhänge aufgedeckt hat. Die Diskussion ist nicht so einfach in schwarz/weiss zu unterteilen wie es die Titel versprechen.  Weiterlesen

Wie funktioniert das Ökosystem rund um Marktplätze? Updates zu Zalando & heypaula

Lehm veredelnIm Februar habe ich das erste Interview mit Marcel Brindöpke zum Unternehmen heypaula.de aufgezeichnet. Zu dem Zeitpunkt ging es noch darum Geld über Seedmatch einzusammeln, was auch hervorragend funktioniert hat. Heypaula wächst sehr zügig und hat im Rahmen der Expansion erkannt, dass der Markt in dem sie sich befinden viel größer ist im Februar als angenommen. Auf den ersten Blick sieht heypaula.de aus wie eine Art Serviceprovider für Markenhersteller, der aufgrund der steigenden E-Commerce Komplexität eine Nische als Produktdatenveredler gefunden hat. In Wahrheit ist es aber so, dass diese Art von Arbeit das eigentliche Handelsgeschäft geworden ist. Dazu habe ich mich im letzten Beitrag („Handel 2025, welcher Handel?„). Warum wächst das Geschäft von Heypaula so stark und warum kann Zalando auch zukünftig nicht auf solche Anbieter verzichten?

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Das Parfüm des Nordens | Interview mit der Kornlegende Simon Meyborg

Simon Meyborg ist Entwickler, Unternehmer und Kornliebhaber. Er hat es sich zum Ziel gemacht den Korn wieder salonfähig zu machen und in seinem zugehörigen Podcast erzählt er jede Woche darüber ob und wie im das gelingt. Nachdem der Korn nun seit zwei Wochen im Handel ist und seine erste Charge mit 230 Flaschen nach 3h ausverkauft war, ist es an der Zeit für das erste Kassenzone Interview. Wer noch schnell die besten 40% für 20 Euro kaufen will, kann das unter www.meyborg.co tun. Die dort gerade vorhandenen 200 Flaschen dürften nicht mehr lange vorhalten. Weiterlesen

Wie kann man Wein online verkaufen? | Wine In Black Gründer Christian Hoya

xirazIn Deutschland wird pro Jahre Wein für fast 10 Mrd. Euro verkauft. Der Onlineanteil liegt noch bei bescheidenen 3-6% und die Handelsstrukturen sind noch sehr sehr traditionell. Bei Wein handelt es sich um ein ein Produkt was aufgrund seiner Eigenschaften für den Onlinehandel nicht einfach greifbar war. Die Produkte sind schwer vergleichbar, nicht einfach zu verschicken und generell kommt der Lebensmittelbereich online erst jetzt so richtig in Fahrt. Umso spannender ist es auf die Lernkurve von Wine In Black (WIB) zu schauen, die in diesen Markt durchaus als Onlinepioniere gelten dürften. Weiterlesen

Zahnpasta online handeln | Ein Strategiegespräch mit Budnikowsky Chef Christoph Wöhlke

ZahnbürsteDer Markt für Drogerieprodukte in Deutschland ist aus vielerlei Hinsicht sehr interessant. Zum einen ist die Branchenstruktur sehr einzigartig und das Konzept der Drogerie in anderen Ländern sehr selten. Zum anderen hat sich durch den Wegfall von Schlecker das Wettbewerbsumfeld noch stärker konsolidiert. Parallel dazu versuchen die klassischen LEH Anbieter das Sortiment zu kapern (NIVEA gibt es seit 4 Jahren auch bei Aldi) und nicht zuletzt müssen sich nun alle Beteiligten fragen, welche Rolle ein so wenig emotionales Sortiment stationär auf Sicht noch spielen kann. Müsste das nicht bald von Amazon & Co. angegriffen werden? Weiterlesen

So sein wie „Contorion“

Sägeblatt, Saw BladeEs ist nun schon eine Weile her, seit dem Beitrag „So sein wie Collins“ bei Kassenzone. Collins bzw. AboutYou hat seit dem Start immer wieder sehr innovative Konzepte ausprobiert und damit Endkunden und B2B Fachpresse zu überzeugen gewusst. Bei Contorion ist der Fall etwas anders gelagert, aber im Grunde genommen ist das Muster sehr ähnlich. Contorion macht bereits achtstellige Umsätze pro Jahr und konnte gerade einen zweistelligen Millionenbetrag in einer Finanzierungsrunde einsammeln. Bei etailment gibt es zu dem Unternehmen gerade einen längeren Bericht in dem es heißt: Weiterlesen

Ist eBay die bessere Alternative für Händler? Interview mit Mark Steier (Wortfilter)

drei_zwei_eins_meinsDer höchst unterhaltsame Mark Steier (www.wortfilter.de) hat sich mit mir über den Status Quo von eBay & Amazon unterhalten. Es ging um die Relevanz von eBay für Händler, neue Tools, schlechte Amazon Berater und die vielen Chancen die Händler aus seiner Sicht liegen lassen. Natürlich sprechen wir auch über den kommenden DCD im März. Nachdem das erste eBay Interview 2014 mit dem leider verstorbenen Axel Gronen die Spitze der Kassenzone Charts erstürmt hat, dürfte das Interview mit Mark in ähnliche Regionen vorstoßen. Wir sprechen außerdem über das neue Förderprogramm für Händler bei Amazon. Weiterlesen

Click & Collapse

Kleiner Junge ahnungslos mit SmartphoneJochen Krisch hat in den letzten Tagen wiederholt beschrieben in welchem Dilemma sich der stationäre Handel befindet. Anstatt radikal vom Kunden zu denken, werden teure & komplexe Multichannel Strategien verfolgt. Eine der aus meiner Sicht unsinnigsten Blüten dieser Entwicklung sind sogenannte Click und Collect Konzepte. Zu diesem Thema hat mich Rahel Willhardt für das Magazin Handelsimmobilien heute befragt. Sie hat die einzelnen Argumente sehr leserfreundlich sortiert und in Vorbereitung meines kleinen Streitgespräches auf der NEOCOM im Oktober, will ich euch meine Click & Collapse Argumente nicht vorenthalten.

Herr Graf, Sie sind bekennender Click & Collect (= C&C) -Skeptiker, wieso?

Nüchtern betrachtet vereint es das schlechteste beider Welten: Ohne Waren zuvor probieren zu können, muss der Kunde sie selbst abholen. Für Anbieter klingt es attraktiv, Versand- und Rücksendekosten zu sparen, Zusatzkäufe auszulösen und mehr Besucher in den Laden zu lotsen. Aber was ist der Kundennutzen? Erfahrungsgemäß setzt sich im digitalisierten Handel aber nur das durch, was es für Konsumenten bequemer macht. Weiterlesen