Ist die OMR wirklich besser als die DMEXCO?

Omr17Seit langer Zeit hat kein Konferenzformat unsere kleine Onlinegemeinde so sehr emotionalisiert wie das Onlinemarketingrockstars Festival 2017. Den letzten „Aufschrei“ dieser Art gab es nach meinem Empfinden beim Rebranding der OMD zur DMEXCO. Mit den über 26.000 unique Besuchern bei der OMR scheint auch eine Art Schallgrenze erreicht zu sein, bei der sich viele Zaungäste berufen fühlen auf Basis der Schlangen am Einlass, der Qualität des Kaffees und der Bartlänge der männlichen Besucher darüber zu urteilen, ob diese „Messe“ eine Zukunft hat. Ich vertrete hier mit Spryker die Sicht eines „Ausstellers“ und kann die diversen Vergleiche nicht so richtig nachvollziehen. Natürlich muss sich die DMEXCO weiterentwickeln (das tut sie auch) und sicherlich gibt es ein begrenzten Potential für digitale Leitmessen, wie man an der massiv schrumpfenden Cebit sehen kann, aber die Vergleiche sind nicht zielführend, weil es nicht das eine dominierende Format für alle gibt. Weiterlesen

Digitalisierung zum Festpreis – Teil 3. Interview mit Florian Heinemann bei der #OMR17

Kluge EuleDas Onlinemarketingrockstars Festival in Hamburg war schon sehr cool, aber dazu wird noch ein ausführlicher Beitrag folgen. Auf dem Festival haben wir mit Spryker einen kleinen Stand inkl. Bühne betrieben, um ein paar Kluge Worte mit Florian Heinemann, Tarek Müller & Co. zu wechseln. Den Anfang hat traditionell Florian Heinemann gemacht, der seine beiden legendären Podcasts („Digitalisierung zum Festpreis„) und („Investieren mit Geld zurück Garantie„) fortsetzt. Man mag es kaum glauben, aber auch in dieser Ausgabe kamen wieder neue spannende Gedanken zur Sprache. Unter anderem beklagt Florian die teilweise Ignoranz von Führungskräften die in Zalando noch immer einen Verlustcase sehen („Lest doch mal Zeitung!“) und er bringt pragmatische Vorschläge in welche Themen und Setups Konzerne investieren können („Kompetenzen kaufen, nicht Umsatz!“). Wie immer sehr spannend. Viel Spass beim Interview! Weiterlesen

Das ist doch alles irgendwie Legacy

StonehengeIn meinem Artikel „Handel 2025: Welcher Handel?“ habe ich darüber sinniert, warum es bald keine auf Handel basierenden Geschäftsmodelle mehr geben könnte. Über die Frage der zukünftig benötigten konkreten Fähigkeiten und Services im Vergleich zu den nicht so konkreten „Soft Skills“ kann man trefflich diskutieren. Ich selbst würde der konkreten Fähigkeit „Handelskompetenz“ demnach keinen hohen Wert mehr beimessen und vor allem versuchen die Soft Skills eines Unternehmens zu optimieren. Konkrete Fähigkeiten führen immer zu Legacy (dazu gleich mehr), indes könnte der Soft Skill „Veränderungsfähigkeit“ entscheidend sein, um sich schnellstmöglich auf neue Marktanforderungen einstellen zu können. Ich habe gelernt, dass die meisten Unternehmen sich ihr Leben sehr schwer dabei machen „veränderungsfähig“ zu werden. Warum? Weiterlesen

„Chantal, mach mal lauter!“ | Ein Gespräch über den Status Quo von Bots, Voice & Echo mit Antonia Ermacora

chatbotIch muss zugeben, dass ich ein großer Fan von der Idee einer screenlosen Onlinewelt bin. Wer braucht schon ein Touchpad, wenn er doch alle seine Wünsche und Fragen frei in den Raum sprechen kann? Je mehr ich darüber nachdenke, desto mickriger kommen mir die screengebundenen Interfaces heute vor, egal wie responsive sie sind. Nie wirkt es natürlich, nie fehlerfrei, dauernd braucht man ein neues Passwort. Alles irgendwie blöd. Da wirkt das Versprechen von Google Home und Amazon Echo sehr interessant. Bisher haben wir die Sprache in der digitalen & analogen Welt benutzt, um anderen Menschen zu erklären was wir wollen. Wenn man nun auch einmal Maschinen etwas erklären kann, entstehen sehr spannende Use Cases die ich in vielen folgenden Beiträgen skizzieren werden. Das „Alexa“ etwas bei Amazon für uns bestellt, der Use Case der gerade in der Presse diskutiert wird, erscheint gegenüber dem was bereits heute vorstellbar extrem langweilig. Weiterlesen

Schöner scheitern mit Ansage – Learnings aus der Procato Pleite

Procato UnfallDen meisten Lesern hier wird der Name Procato wahrscheinlich nicht viel sagen. Ihr müsst euch den Namen auch nicht lange merken, weil das Projekt eingestellt wird. Die Gründe für die Einstellung sind mehr als offensichtlich. Das Projekt wurde ohne konkreten Kundennutzen, ohne USP, ohne sinnvolle finanzieller Ausstattung usw. gestartet – als digitales Feigenblatt einer Interessengemeinschaft, um den von Amazon geschwächten Fachhandel zu stärken. Ich glaube, allen Beteiligten war schon vom Start weg klar, dass so etwas nicht funktionieren kann, aber diese Projekte zum Schutz historischer Handelsstrukturen haben so eine gewisse Eigendynamik, und davon gibt es alleine in Deutschland dutzende. Im Fall Procato ist es nun aber besonders spannend, dass sich der B2B E-Commerce Blogger of the Year „Lennart Paul“ intensiv mit dem Thema beschäftigt hat und eine lohnenswerte Aufbereitung zusammengestellt hat. Sein Blog warenausgang.com ist das B2B Pendant zu Kassenzone.de und ich wünsche mir sehr, dass noch viele solcher Beiträge folgenden.

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“Der war mal bei AOL.” Stichwort #CIO

Ziegelsteinmauer mit Einbahnstrae GraffitiDas Florian Heinemann Interview “Digitalisierung zum Festpreis” ist bisher das meistgehörte Interview bei Kassenzone überhaupt. In diesem Interview unterhalten wir uns auch über die sogannten CIOs, CDOs usw., also Leuten, die bei klassischen Unternehmen federführend die Digitalisierung vorantreiben sollen, weil es die bestehenden Vorstände/Geschäftsführer bisher versäumt haben oder einfach nicht in der Lage dazu sind. Ich selber halte nichts von diesem Konzept, weil so eine Aufgabe viel zu komplex und tiefgreifend ist. Auch der allerbeste CIO der Welt dürfte mit dieser Aufgabe scheitern. Dazu aber mehr im Interview. Ich möchte noch mal auf einen konkreten Punkt zum CIO Recruiting im Interview zurückkommen. Florian und ich haben verschiedene CIO Typen identifiziert: Weiterlesen