Das ist doch alles irgendwie Legacy

StonehengeIn meinem Artikel „Handel 2025: Welcher Handel?“ habe ich darüber sinniert, warum es bald keine auf Handel basierenden Geschäftsmodelle mehr geben könnte. Über die Frage der zukünftig benötigten konkreten Fähigkeiten und Services im Vergleich zu den nicht so konkreten „Soft Skills“ kann man trefflich diskutieren. Ich selbst würde der konkreten Fähigkeit „Handelskompetenz“ demnach keinen hohen Wert mehr beimessen und vor allem versuchen die Soft Skills eines Unternehmens zu optimieren. Konkrete Fähigkeiten führen immer zu Legacy (dazu gleich mehr), indes könnte der Soft Skill „Veränderungsfähigkeit“ entscheidend sein, um sich schnellstmöglich auf neue Marktanforderungen einstellen zu können. Ich habe gelernt, dass die meisten Unternehmen sich ihr Leben sehr schwer dabei machen „veränderungsfähig“ zu werden. Warum? Weiterlesen

„Chantal, mach mal lauter!“ | Ein Gespräch über den Status Quo von Bots, Voice & Echo mit Antonia Ermacora

chatbotIch muss zugeben, dass ich ein großer Fan von der Idee einer screenlosen Onlinewelt bin. Wer braucht schon ein Touchpad, wenn er doch alle seine Wünsche und Fragen frei in den Raum sprechen kann? Je mehr ich darüber nachdenke, desto mickriger kommen mir die screengebundenen Interfaces heute vor, egal wie responsive sie sind. Nie wirkt es natürlich, nie fehlerfrei, dauernd braucht man ein neues Passwort. Alles irgendwie blöd. Da wirkt das Versprechen von Google Home und Amazon Echo sehr interessant. Bisher haben wir die Sprache in der digitalen & analogen Welt benutzt, um anderen Menschen zu erklären was wir wollen. Wenn man nun auch einmal Maschinen etwas erklären kann, entstehen sehr spannende Use Cases die ich in vielen folgenden Beiträgen skizzieren werden. Das „Alexa“ etwas bei Amazon für uns bestellt, der Use Case der gerade in der Presse diskutiert wird, erscheint gegenüber dem was bereits heute vorstellbar extrem langweilig. Weiterlesen

Schöner scheitern mit Ansage – Learnings aus der Procato Pleite

Procato UnfallDen meisten Lesern hier wird der Name Procato wahrscheinlich nicht viel sagen. Ihr müsst euch den Namen auch nicht lange merken, weil das Projekt eingestellt wird. Die Gründe für die Einstellung sind mehr als offensichtlich. Das Projekt wurde ohne konkreten Kundennutzen, ohne USP, ohne sinnvolle finanzieller Ausstattung usw. gestartet – als digitales Feigenblatt einer Interessengemeinschaft, um den von Amazon geschwächten Fachhandel zu stärken. Ich glaube, allen Beteiligten war schon vom Start weg klar, dass so etwas nicht funktionieren kann, aber diese Projekte zum Schutz historischer Handelsstrukturen haben so eine gewisse Eigendynamik, und davon gibt es alleine in Deutschland dutzende. Im Fall Procato ist es nun aber besonders spannend, dass sich der B2B E-Commerce Blogger of the Year „Lennart Paul“ intensiv mit dem Thema beschäftigt hat und eine lohnenswerte Aufbereitung zusammengestellt hat. Sein Blog warenausgang.com ist das B2B Pendant zu Kassenzone.de und ich wünsche mir sehr, dass noch viele solcher Beiträge folgenden.

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“Der war mal bei AOL.” Stichwort #CIO

Ziegelsteinmauer mit Einbahnstrae GraffitiDas Florian Heinemann Interview “Digitalisierung zum Festpreis” ist bisher das meistgehörte Interview bei Kassenzone überhaupt. In diesem Interview unterhalten wir uns auch über die sogannten CIOs, CDOs usw., also Leuten, die bei klassischen Unternehmen federführend die Digitalisierung vorantreiben sollen, weil es die bestehenden Vorstände/Geschäftsführer bisher versäumt haben oder einfach nicht in der Lage dazu sind. Ich selber halte nichts von diesem Konzept, weil so eine Aufgabe viel zu komplex und tiefgreifend ist. Auch der allerbeste CIO der Welt dürfte mit dieser Aufgabe scheitern. Dazu aber mehr im Interview. Ich möchte noch mal auf einen konkreten Punkt zum CIO Recruiting im Interview zurückkommen. Florian und ich haben verschiedene CIO Typen identifiziert: Weiterlesen