Zahnpasta online handeln | Ein Strategiegespräch mit Budnikowsky Chef Christoph Wöhlke

ZahnbürsteDer Markt für Drogerieprodukte in Deutschland ist aus vielerlei Hinsicht sehr interessant. Zum einen ist die Branchenstruktur sehr einzigartig und das Konzept der Drogerie in anderen Ländern sehr selten. Zum anderen hat sich durch den Wegfall von Schlecker das Wettbewerbsumfeld noch stärker konsolidiert. Parallel dazu versuchen die klassischen LEH Anbieter das Sortiment zu kapern (NIVEA gibt es seit 4 Jahren auch bei Aldi) und nicht zuletzt müssen sich nun alle Beteiligten fragen, welche Rolle ein so wenig emotionales Sortiment stationär auf Sicht noch spielen kann. Müsste das nicht bald von Amazon & Co. angegriffen werden?

Die Antworten auf diese Frage von Rossmann und DM sind wenig konsequent. Das Rasierklingenabo von Rossmann ist halbgar bis sinnlos aufgesetzt. Der Müller Onlineshop könnte hinsichtlich Sortiment, Alleinstellungsmerkmale und Optik auch von Weltbild kommen und ansonsten ist das Thema Digitalisierung in dieser Branche mit dem Touchscreen an den Fotodruckern in den Läden wohl ausreichend beackert.

Christoph Wöhlke, Chef bei Budnikowsky in Hamburg, sieht die Sache ähnlich und ist anders als Rossmann & DM noch stärker zum Handeln aufgerufen, weil er sich als verhältnismäßig kleiner Spieler in dieser Branche keine (online) Auszeit nehmen kann. Darüber haben wir 50min gesprochen und hinterfragt warum Budni den gewählten Weg geht, was die neue App kann & soll und wo die Reise für Drogeriemärkte noch hingehen kann. Spannend dabei ist, dass er auch nicht  daran glaubt, dass das bisher bestehende stationäre Konzept in einer zunehmend digitalen Welt noch Bestand haben kann. Viel Spass!

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Bei unserem nächsten Digital Commerce Day (DCD) mit dem Motto „Was ist die Alternative?“ wird es am zweiten Tag in den Amazon Workshops u.a. darum gehen wie & ob man Drogeriemarken auf Marktplätzen aufbauen kann. Für die Workshops sind nur noch 20 Tickets verfügbar. Die Veranstaltung findet am 23. März 2017 in Hamburg statt. Zielgruppe sind Menschen, die sich nicht mehr mit der Diskussion über verschiedenen Vertriebskanäle aufhalten (müssen). Vielleicht schaut Christoph von Budnikowsky auch vorbei.

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2 Gedanken zu „Zahnpasta online handeln | Ein Strategiegespräch mit Budnikowsky Chef Christoph Wöhlke

  1. Wie immer: Interessantes Interview, danke dafür!

    „…welche Rolle ein so wenig emotionales Sortiment…“
    Für Frauen (lt. Hr. Wöhlke 85% der Käufer) sieht das meiner Meinung nach anders aus. Schau dir die tausendfach vorhandenen Youtube-Drogerie-Hauls und Instagram Posts an oder befrage diverse Mädchen und Frauen. Ich kenne Frauen um die 30, die regelmäßig durch den DM flanieren und dort mehr Zeit als im Supermarkt verbringen.

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