99chairs Interview mit Gründer Frank Stegert

Sofa BildIm Möbelbereich wird es online dieses Jahr noch mal spannend. Nach einigen verschenkten E-Commerce Jahren, in denen im Wesentlichen nur die „alten“ Katalogkunden online bedient wurden, gibt es nun unzählige Konzepte die etwas „moderner“ an die Sache rangehen. Westwing ist in Deutschland quasi schon der Opa des inspirativen Möbelverkaufens während Home24 noch eher in der klassischen Ecke unterwegs ist, und ausnutzt, dass sich IKEA, LutzXXL und die Krieger Gruppe im Zeitlupentempo bewegen. Dazu hatte Pierre Haarfeld im vielbeachteten White Paper „Knut bleibt sitzen“ die relevanten Erkenntnisse zusammengetragen. In dieser Woche hatte ich die Gelegenheit Frank Stegert von 99chairs zu seinen Erfahrungen zu befragen. 99chairs ist eine Art moderner Intermediär. 

Sie versuchen ihre Kunden auf der Plattform individuelle Einrichtungskonzepte vorzustellen und im Best Case sogar noch eine (freie) Innendesignerin (manchmal auch ein Mann) beim Kunden vorbeizuschicken. Dafür muss der Kunde freilich zahlen, aber einen Großteil dieser Kosten bekommt er in Form eines Einkaufsgutscheines für die angeschlossenen 99chairs Händler zurück. Ein wenig wie Outfittery nur ohne eigenes Lager. Ich war etwas skeptisch über die Größe des Marktes, weil ich wenige Leute kennen, die sich in solchen Fragen professionell beraten lassen (wollen), aber der Kontakt mit einer persönlichen Beraterin ist optional. Dann bleibt am Ende ggf. eine persönliche Produktempfehlung á la „Dein feed“ von AboutYou, allerdings mit manueller Sortierung. Ganz spannend finde ich, allerdings konnte ich mir noch gar kein Gefühl darüber verschaffen wie groß dieser Markt wirklich ist. Interiour Designer in prekären Arbeitsverhältnissen gibt es wahrscheinlich genug. Diese Seite des Marktplatzes kann 99chairs also gut befüllen, aber am Ende des Tages werden sie darauf angewiesen sein die Kunden mit so einem Wunsch richtig zu selektieren und anzusprechen. Vielleicht ist es auch „nur“ ein Service der auf Plattformen wie Home24 oder ikea.de angeboten werden könnte. Das wiederum würde den GAFA Ökonomie Thesen entsprechen. Aber hört euch selber an was Frank zu sagen hat.

Das erste Halbjahr 2016 ist geprägt durch hochwertige Konferenzformate zu dem Thema. Beim DCD in Hamburg im April moderiert Pierre Haarfeld einen Slot mit Vertretern von Home24, Moebel.de, Minimum und Bruno Interior. Zwei Monate später in Berlin gibt es dann die volle Möbeldröhnung beim der K5 Home & Living mit Connox, Westwing & Woonio. Beide Formate sind für interessierte des Online Möbelhandels Pflichttermine!

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