E-Commerce für Männer | Modomoto.de

modomoto-fittingroomIch hatte in dieser Woche die Gelegenheit eines meiner Lieblingsunternehmen im E-Commerce in Berlin zu besuchen. Modomoto.de bietet seit 2011 seinen Kunden einen personalisierten Einkaufsservice an. Das Thema hat 2012 eine große Welle unter dem Titel „Curated Shopping“ gemacht und diverse Wettbewerber in den Markt gespült. Bei Modomoto wird Kunden ein auf sie zugeschnittenes Set an Waren zugesandt, das die Kunden zu Hause anprobieren können. Die Teile, die dem Kunden nicht gefallen oder passen, können problemlos wieder an Modomoto.de zurückgesandt werden. Die Zielgruppe sind Männer, die keine Zeit oder Lust haben am Wochenende in die Stadt zu P&C zu gehen und die sich darauf einlassen wollen, von einer Styleberaterin Modetipps zu bekommen. Eine Zielgruppe mit hohem Einkommen, ordentlichen Warenkörben und nicht rabattierter Ware. Sehr vielversprechend, nachdem wir in den letzten drei Jahren vielfach E-Commerce Modelle á la „Der beste Deal“ kommen und gehen gesehen haben. Im Idealfall finden die Kunden den Service so gut, dass sie nicht bei jedem Einkauf über Google & Co. teuer akquiriert werden müssen und außerdem ihren Freunden den Service weiterempfehlen. Nach nun gut zwei Jahren im Geschäft hat mir der Geschäftsführer von modomoto.de Andreas Fischer ein paar Fragen zu dem Geschäftsmodell beantwortet. Modomoto.de ist eines dieser Geschäftsmodelle, das man nur schwer mit klassischen Analysemethoden finden kann. Niemand gibt bei Google „Styleberaterin für Einkaufssupport gesucht“ ein. Die Gründer konnten also nicht vorab beweisen, dass es überhaupt einen Markt für das Modell gab. Die bisher 80.000 Kunden von Modomoto.de zeigen allerdings, dass es diese Nische gibt und das Wachstum ist weiterhin beachtlich. Seit drei Wochen betreibt Modomoto auch einen Fittingroom in Berlin, in dem Kunden ihre Ware stationär anprobieren und abholen können. Ob das angenommen wird, verrät Andreas im Interview.

5 Gedanken zu “E-Commerce für Männer | Modomoto.de

  1. Die Idee mag gut sein, Service & Produkte auch.
    Was den Brand für mich nachhaltig auf die schwarze Liste setzt ist die aggressive FB-Werbung via Freunden die modomoto geliked haben. Das gilt auch für andere hippe Online-Verkäufer und ich kann nur hoffen dass die Analytics neben den Erfolgen auch massenhaft Unmut zurückspielen.

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  3. Eine direkte Antwort auf deine Frage zu „Multi-Channel“ gab es zwar nicht, aber die klare Ansage für die Kunden das „Beste aus beiden Welten“ zu wollen. Das ist ein klares „Multi-Omni-wie man will Channel“ Bekenntnis ( ach ja … und telefoniert wird natürlich auch noch) für eine Online-affine männliche Zielgruppe.
    Dass innerhalb einer solchen Zielgruppe Word-of-Mouth gut funktioniert ist absolut vorstellbar und dann als Marketing ( wie bei einem tradierten Herrenschneider) auch komplett ausreichend.
    Was mich angesichts Curated Shopping denn doch verwundert, ist dass die Website eher bescheiden gestrickt ist, das spricht dafür dass der Hauptteil der erfolgreichen Kommunikation wohl doch über die Style Assistenten/innen läuft.

  4. Pingback: KauFRAUsch2013: Aktuelle Zahlen zu Female Commerce [5 Lesetipps] | Handelskraft – Das E-Commerce und Social-Commerce-Blog

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