E-Commerce ist doof #3

Nachdem ich vor zwei Jahren schon ein mal in einem Artikel beschrieben habe, warum ich es für eine weniger gute Idee halte eine klassische E-Commerce Company zu gründen, habe ich meinen eigenen Pessismimus noch mal mit der These bestätigt, dass (klassische) E-Commerce Modelle nur noch für sehr wenige Anbietertypen funktionieren können. Über meine Thesen kann man sich gut hinwegsetzen, es sind schließlich nur Thesen. Die harten Fakten sprechen allerdings dafür. Ein weiteres Puzzleteil liefert heute Fred Wilson mit seinem Post „What has changed„:

….As the WSJ notes, VC funding of consumer web and mobile companies is down 42% in this first nine months of 2012 (vs the first nine months of 2011). And the big falloff is not in seed rounds, which are still getting done, but in follow-on rounds, which are not. …. 1) the consumer web has matured. … 2) the consumer is moving from desktop/web to mobile/app…. 3) the momentum/late stage investors have moved from consumer to enterprise…..

Wilson erklärt, warum der ohnehin schrumpfende VC Markt nicht mehr an Consumer Web Modellen interessiert ist. Dazu gehört in Großen Teil auch das Segment E-Commerce. Wenn E-Commerce tatsächlich so cool und spannend ist wie alle viele sagen, warum wird dann nicht viel mehr in diesem Markt investiert? Es lohnt sich scheinbar nicht. Weder für die VCs, noch für die etablierten Unternehmen. Das lernen alle E-Commerce Unternehmen ohne echten Kunden USP aktuell sehr schnell. Wenn es keinen wirklichen Grund gibt bei Webseite xyz zu kaufen, dann kann sich diese Webseite auch nicht langfristig über alternative Marketingkanäle unprofitable Kunden kaufen.

5 Gedanken zu “E-Commerce ist doof #3

  1. Bestätigt oder widerlegt das meine These aus deiner Sicht? Wenn die VCs (7ventures) nun selber anfangen Modelle zu bauen, weil bestehende Modelle kaum noch Geld verdienen, dann belegt das doch meinen Pessimismus. Zumindest wird das auf den Charts deutlich.

  2. Ich bin gespannt auf den E-Commerce 2.0. Sieht die Zukunft wirklich noch extremer aus, dass es 2-3 große Shops gibt für alle Standardprodukte? Die Konsequenz ist ein Mono- Duo- Xpol der Produktangebote. Was auf den wenigen Shops nicht stattfindet oder dort schlecht auffindbar ist, das gibt es effektiv nicht. Aus meiner Sicht es bereits so bei Google. Was Google nicht als Suchergebnis ausspuckt, das gibt es nicht.

  3. E-Commerce 2.0 ensteht gerade durch diverse Konsolidierungsströme. Es ist zumindest gut belegbar, dass pro Nischen nur 2-3 Anbieter übrig bleiben. Dass am Ende nur ein großer bleibt, wie im Technik Fall Amazon, ist eher ungewöhnlich.

  4. Pingback: Fred vs. Dave | Kassenzone

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