Beiträge vom Januar, 2011

MeinPaket.de Review

Sonntag, 30. Januar 2011 12:06

Seit einigen Wochen nehme ich mir nun schon regelmäßig vor das Projekt www.meinpaket.de von DHL zu bewerten. Heute morgen habe ich dazu wieder einen Artikel bei shopanbieter.de gelesen und mich an den breit gestreuten Werbeflyer (Bild unten) erinnert.  Einen Online Marktplatz mit einer wiederkehrenden Option zum Gewinn eines Kaffeevollautomaten zu bewerben war, positiv ausgedrückt, ein mutiger Ansatz. Es gab bereits im Oktober fast nur kritische Stimmen aus der Fachszene zu dem Vorhaben, allerdings hatte ich das eher unter “Learnings Sammeln” einsortiert und gehofft, dass DHL tatsächlich ein starkes Marktplatzkonzept präsentiert. Da gäbe es viele spannende Fragen zu beleuchten:

  • Was wären sinnvolle USPs für einen DHL Marktplatz?
  • Lassen sich die DHL Assets gut nutzen?
  • Welche Sortimente sind für das Konzept geeignet?
  • Wie kann/wird das Markting gestaltet?
  • Was für einen Eindruck macht der Marktplatz technisch/Usability?
  • Hat das Konzept einen Chance gegen Amazon & Co.
  • ……

Nach 5 Minuten Kurzanalye und Check diverser Funktionen auf meinpaket.de, Lesen diverser Reviews und Rückblick auf das DHL  Konzept der “Clevercard“, werde ich allerdings momentan von einer Analyse absehen. Das Konzept ist grundsätzlich so mangelhaft und wird von technischen, fachlichen und sonstigen Mängeln garniert, dass eine Analyse wohl kaum Mehrwerte in Form neuer Erkenntnisse schaffen könnte. Schade eigentlich (insbesondere für das Team), denn der Gedanke eines DHL nahen Marktplatzes ist aus meiner Sicht attraktiv. Entweder wird das Projekt wie die Clevercard nach 6 Monaten wieder eingestellt, oder DHL muss sich Gedanken über ein paar grundlege Fragen (s.o.) machen.

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Barcamp am Meer 2 (Kiel) 19./20. August

Samstag, 29. Januar 2011 6:19

Nach dem Barcamp Hamburg findet für mich das Barcamp Highlight des Jahres mal wieder am 19. & 20. August in Kiel statt.

Nach dem sehr erfolgreichen Start in die Barcamp Szene im letzten Jahr lohnt sich in diesem Jahr wohl die frühzeitige Anmeldung. Mit 150 Plätzen und allgemeiner thematischer Ausrichtung passt das Kieler Barcamp sowohl für Anfänger als auch für Profis.

Infos:

Fotos:

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E-Commerce ist toll

Mittwoch, 26. Januar 2011 19:52

Nachdem ich im Anschluss an das Barcamp Hamburg 2010 einen Artikel zum Thema (Lame) E-Commerce ist doof geschrieben habe, möchte ich in diesem Artikel die Gegenposition einnehmen. (Exciting) E-Commerce ist toll. Die Unterscheidung zwischen Lame & Exciting ist an dieser Stelle sehr wichtig. Klassische Shopkonzepte, auch wenn Zalando dank kluger Marketingstrategie etwas anderes zeigt, haben es zunehmend schwerer am Markt. Deshalb bezieht sich meine Empfehlung ausdrücklich auf Konzepte die den Markt anders (ggf. neu) angehen.

#1: Der relevante Markt ist sehr groß

Normalerweise streiche ich dieses Argument, weil Standard VCs u.a. damit Business Modelle einwerten. Auf diese Weise sind alle Startups im E-Commerce, Automobil, Pharme und Energiebereich interessant. Allerdings werden insbesondere im Handelsbereich die Regeln durch das Internet zunehmend auf den Kopf gestellt und damit potentiell viel Umsatz neu verteilt. Heißt: Die etablierten Player stolpern gerade mächtig über ihre eigenen Füße. Ich werde das in einem der nächsten Artikel am Beispiel Mediamarkt näher erläutern. Das macht die Sache dann doch wieder spannend.

Einzelhandel-Anteil-BIP

Einzelhandel Anteil am BIP (Quelle: Einzelhandel.de)

Der E-Commerce Anteil am Einzelhandelsumsatz beträgt je nach Berechnung unter 10%. Das sollte allerdings nicht abschrecken, sondern eher zum Markteintritt ermutigen. Die Verschiebung hin zu E-Commerce bzw. E-Commerce induzierte Offline Sales ist ungebrochen.

#2: Die Eintrittsbarrieren sind gering

Auch wenn dieses Argument langfristig gegen einen Einstieg in diesen Markt sprechen sollte, so kann es Gründern nur helfen. Kunden lassen sich leicht wie nie akquirieren, die Technologien stehen fast immer kostenlos zur Verfügung und die Kosten für Prototypen sind sehr gering. In einem Marktumfeld in dem die Kundenbindung immer schwerer wird (geringe Wechselkosten auf Kundenseite) gelten diese Regeln umso mehr. Dazu empfehle ich auch unseren Artikel zum Transparenzdilemma.

Wettbewerbseffekte

Wettbewerbseffekte

#3: Man kann das schnellste erste Mrd. $ Unternehmen werden

Groupon ist neben Facebook sicherlich das am meisten gehypte Online Unternehmen in 2010 gewesen. Und es war das Unternehmen mit der kürzesten Zeit zur ersten Umsatzmilliarde.  Aus meiner Sicht wird es nicht das letzte Commerce Startup gewesen sein, was so einen Medienhype auslöst und alle etablierten Wettbewerber zum Handeln zwingt – auch wenn ich den Versuch von ebay lächerlich finde. Wer es also auf viel Aufmerksamkeit von Presse und Wettbewerb anlegt, der ist im E-Commerce richtig. Ggf. wird euer Startup dann auch Ziel diverser kluger Anlaysen á la Pareto Optimierung.

Pareto & Groupon

Pareto & Groupon (Quelle: evanmiller.org)

#4: Social Commerce ist gerade mal bei 1%

Diese Aussage ist vom Google CEO der damit aber “nur” das Thema Social gemeint hat. Es wurde in den letzten Jahren zwar viel über Social Commerce geschrieben, aber neben ein paar kleinen Versuchen á la polyvore & Co. und einer supertollen Social Commere Definition ist noch nicht viel passiert in diesem Umfeld. Das liegt zum Einen am sich erst langsam anpassenden Nutzerverhalten und zum Anderen an der Verfügbarkeit und Verwendbarkeit sozial geprägter Daten. Dieses Thema verändert sich Dank Facebook rasend schnell. Die Datenschutzdebatte hinkt da leider ein paar Jahre hinterher, aber das wird schon noch. Wenn man sich mal gedanklich von banalen CheckIn Aktivitäten löst, lassen sich wirklich einige sehr spannende Ideen skizzieren. Da erhoffe ich mir von den Live Shopping Days 2011 ein paar interessante Inputs. Ein paar Resttickets gibt es übrigens noch.

Social Commerce Definition

Social Commerce Definition

#5: Der Rest

Es gibt sicherlich noch ein paar mehr Gründe, die ich nicht mehr ausführlich auflisten will kann:

  • Commerce Geschäftsmodelle sind meist einfach an Investoren zu pitchen
  • Commerce Geschäftsmodelle verdienen kein Geld durch Werbung
  • Commerce Geschäftsmodelle haben in der Regel sehr kurze Proof of Concept Zeiten
  • Tolle Blogs wie kassenzone.de schreiben über Startups im E-Commerce Umfeld
  • ….

Thema: Commerce | Kommentare (7) | Autor:

Tool: ad hoc eigenen Bildschirm für Präsentationen freigeben

Montag, 3. Januar 2011 18:08

Das ist mal kein Commerce Beitrag, aber das folgende Tool hat mich heute so beeindruckt, dass ich es trotzdem hier gerne weiterempfehle. Wer schon immer mal ein super einfaches Tool gesucht hat mit dem er bei Online Konferenzen (z.B. per Skype) mit einem Klick seinen Bildschirm an Dritte freigeben kann, der wird bei join.me fündig. Einfacher geht es nicht. Sehr hilfreich im weltweiten Schneechaos, um Reisezeiten zu langweiligen Offline Meetings zu sparen.

Join Me Startbildschirm

Get your people together, without actually getting them together. Just instantly share your screen so everybody’s on the same page. No need for a plane, a projector or a sandwich platter. Just gather at join.me.

So what is join.me exactly? It’s an impromptu meeting space that happens wherever, whenever. It’s getting a second or third pair of eyes on your presentation from across the hall or across the continent. It’s sharing your screen instantly with anyone or everyone to get stuff done, quickly.

Thema: Technologie | Kommentare (7) | Autor: