Beiträge vom November, 2010

Barcamp Hamburg 4 (2010) – Die Abrechnung

Montag, 29. November 2010 11:04

Wie die letzten beiden Jahre (2008 und 2009), möchte ich euch wieder ein paar interessante Zahlen und Fakten des diesjährigen Barcamps in Hamburg nachliefern. Wie im letzten Jahr kamen wieder an einem Freitag und Samstag (12./13. November) zahlreiche Interessierte zusammen um diese Mal über Themen von Video Shopping, Social Media Monitoring, Agile Produktentwicklung, Android bis hin zur Erfahrung von der Startup-Gründung neben dem Job zu diskutieren.

Nun aber zu den Zahlen & Fakten:

  1. 6 Videos wurden veröffentlicht
  2. 8 Präsentationen bei Slideshare hochgeladen
  3. 8 Organisatoren planten das Barcamp
  4. 10 Sessionräume standen zur Verfügung
  5. 22 Sponsoren ermöglichten die Durchführung des Barcamps
  6. 23 Blogartikel zum Barcamp wurden gepostet
  7. 24 Stunden Barcamp fand an den 2 Tagen statt
  8. 25 Themen mit Slides und Reports wurden zu den Sessions auf Mixxt im Anschluss eingestellt
  9. 51 Bookmarks wurden bei Delicious veröffentlicht
  10. 91 Bilder wurden getwittert
  11. 93 Sessions wurden Freitag und Samstag gehalten
  12. 100 MBit Internetzugang und klasse Support stellte N@work bereit
  13. 168 Bilder wurden bei Flickr hochgeladen
  14. 320 Teilnehmer waren am Samstag vor Ort
  15. 390 Teilnehmer waren am Freitag vor Ort
  16. 547 Interessenten meldeten sich für den zweiten Barcamp-Tag
  17. 553 Interessenten meldeten sich für den ersten Barcamp-Tag
  18. 500 verschiedene Teilnehmer waren an beiden Tagen beim Barcamp
  19. 700 gedruckte Raumpläne lagen bereit
  20. 756 Namensetiketten wurden gedruckt
  21. 930,89 Euro Spenden wurden gesammelt, welche an das EduCamp gehen
  22. 1.866 Mitglieder haben sich im Barcamp Hamburg Mixxt Netzwerk registriert
  23. 2.390 Tweets wurden veröffentlicht
  24. …zahlreiche Helfer die vor Ort unterstützt haben!

Auswertung der 2.390 Tweets:

Übersicht an Blogposts zum Barcamp:

Bis zum Barcamp Hamburg 5 im nächsten Jahr! :-)

Thema: Allgemein, Commerce, Mobile | Kommentare (22) | Autor:

Der Weg zum Pure Player Online

Montag, 22. November 2010 22:28

Im letzten Beitrag habe ich als Kontra Argument für den Aufbau eines (Lame Commerce) Geschäftsmodells im E-Commerce u.a. aufgeführt, dass die stationären Händler/Hersteller in den Markt drängen. Das ist grundsätzlich zwar richtig, allerdings muss man zwischen verschiedenen Phasen des E-Commerce Eintritts unterscheiden. Die meisten stationären Händler sind noch in den Phasen 1-3. Diese Phasen gelten übrigens nicht nur für stationäre Händler/Hersteller, sondern für alle Marktteilnehmer die bisher kaum etwas mit dem Verkauf von Gütern über das Internet zu tun hatten. Erstaunlicherweise durchlaufen alle diese Marktteilnehmer fast alle Entwicklungsphasen. Es gelingt aufgrund der Steuerungsmechanismen & Unternehmenskultur in den Unternehmen in der Regel nicht Phasen zu überspringen und direkt an die Spitze zu drängen. Unterschiede sind mE nur in der Dauer der einzelnen Phasen in den jeweiligen Unternehmen zu finden.

Phase 1: Ablehnung

  • Meinung des Chefs: „Unserem Unternehmen geht es doch gut. Dieses Internet Dingsbums spielt gar keine Rolle. Wir verdienen auch so ausreichend viel Geld und im Internet steckt außerdem der Teufel, weil unsere Waren bisher immer als Fake bei eBay verkauft wurden.“
  • Umsatzanteil: 0%
  • Typische Entscheidungsstruktur: Der CEO, Geschäftsführer oder der Markenverantwortliche verhindern den Sprung zu Phase 2. Die Informationen bezieht der Entscheider aus Tagesschau & Co.
  • Beispielunternehmen: Viel im KMU Umfeld zu finden.
  • Dauer der Phase: Unbegrenzt bis zur Veränderung der Branche oder des eigenen Cashflows
  • Lösungsansätze: Leider keine. Die Veränderung erfolgt ggf. durch einen Wechsel im Top Management oder durch externe Einflüsse wie z.B. der sinkenden Profitabilität.

Phase 2: Die Flashseite

  • Meinung des Chefs: „Naja, es kann ja nicht schaden, wenn die Kunden sich zumindest über die aktuellen Produkte im Internet informieren können. Wichtig wäre mir aber, dass die Marke auch richtig gut präsentiert wird. Herr HeadofMarke: Bitte setzen sie das doch um.“
  • Umsatzanteil: 0%
  • Typische Entscheidungsstruktur: wie Phase 1
  • Beispielunternehmen: Louis Vuitton
  • Dauer der Phase: mehrere Jahre, sonst wie Phase 1
  • Lösungsansätze: Hohe Kundennachfrage über das Flash-Kontakt-Formular. Ansonsten wie Phase 1.

Phase 3: Erste Backendveränderungen und Mitarbeiter

  • Meinung des Chefs: „Ich glaube wir müssen da mehr machen. In der FAZ stand neulich ein Artikel dazu, dass [wesentlicher Wettbewerber] da bereits Erfolge verzeichnet. Stellt da mal jemanden in der IT Abteilung ein, der sich mehr um die Website kümmert.“
  • Umsatzanteil: <5%
  • Typische Entscheidungsstruktur: Immer noch wie in Phase 1 & 2, aber ggf. mit Online affinen Marketing Chef/Mitarbeiter
  • Beispielunternehmen: IKEA, Mediamarkt
  • Dauer der Phase: mindestens 1-2 Jahre, danach Eintritt in Phase 4 oder zurück auf 1
  • Lösungsansätze: Regelmäßig Wettbewerbsberichte für den Chef in denen deren Online Erfolge deutlich werden

Phase 4: Interne oder Externe Skalierung – profitables Beigeschäft

  • Meinung des Chefs: „E-Commerce ist für mich ganz wesentlich. Wir müssen da mehr tun und unsere Umsätze steigern. Können wir uns da vielleicht extern verlängern? Vielleicht sollten wir den Meier aus der IT in die Marketingabteilung versetzen. Da sollten wir langsam Gas geben. Wichtig wäre mir, dass durch die Aktivitäten das Geschäft in den Läden nicht gefährdet wird. Unsere Kunden wollen vor allem im Laden kaufen.“
  • Umsatzanteil: 10-20%
  • Typische Entscheidungsstruktur: Entweder Aufbau einer eigenen Online Abteilung, oder Auslagerungen fast aller Entscheidungen an einen Dienstleister á la Heycom oder NextCommerce.
  • Beispielunternehmen: Esprit
  • Dauer der Phase: 2-5 Jahre je nach Unternehmen. Ggf. schnelle Einstellung (wie bei C&A 2001), wenn zu viele Prozessprobleme auftreten.
  • Lösungsansätze: Der Weg ist schon ziemlich gut. Jetzt gilt es dranzubleiben.

Phase 5: E-Commerce wird Schwerpunkt des Businesses

  • Meinung des Chefs: „Was machen die bei Amazon und Zappos nur so gut? Wir müssen auch agiler werden! Holt mir mal ein Team von BCG. Wir brauchen eine führende Online Strategie.“
  • Umsatzanteil: ~50%
  • Typische Entscheidungsstruktur: Altes Management übernimmt auch Online Entscheidungen. Intensives Inhousing.
  • Beispielunternehmen: Neckermann
  • Dauer der Phase: Bis Online Umsätze wesentlich das Ergebnis tragen.
  • Lösungsansätze: Insgesamt OK, ggf. Probleme auf der Know How Ebene.

Phase 6: Ausweitung der Online Aktivitäten über Kerngeschäft hinaus

  • Meinung des Chefs: „Die von BCG haben gesagt, dass wir den Markt proaktiver bearbeiten müssen – Inkubatoren und so. Die haben da auch schon ein Konzept für uns. Ich glaube wir sollten die 2 Mio. dafür investieren. Ich habe da ein gutes Gefühl.“
  • Umsatzanteil: >50%
  • Typische Entscheidungsstruktur: Top Management in alle Entscheidungen eingebunden. Das führt zu hoher Visibilität des Online Themas, aber ggf. zu falschen Entscheidungen, weil von extern motiviert.
  • Beispielunternehmen: Staples
  • Dauer der Phase: unbegrenzt je nach Liquidität
  • Lösungsansätze: Mehr internes Know How aufbauen, selber treiben und nicht treiben lassen. Phase 7 extrem schwer erreichbar.

Phase 7: Führender Pure Player

  • Meinung des Chefs: „Fuck – ich will jetzt auf jeden Fall diese solarbetriebenen Akkus entwickeln. Mir ist scheißegal was die Marktforschung dazu sagt. “
  • Umsatzanteil: ~100%
  • Typische Entscheidungsstruktur: Eigengetrieben, hohe strukturelle Agilität, ggf. Chef mit IT Hintergrund.
  • Beispielunternehmen: Amazon
  • Dauer der Phase: 5-15 Jahre
  • Lösungsansätze: keep going!

Phase 8: Loser

Der Goldrausch online hat leider auch Schattenseiten. Die Unternehmen (ab Phase 4) befinden sich aufgrund der Online Effekte insgesamt in einem sehr harten Innovations- und Geschwindigkeitswettbewerb. Es kann also wieder schnell bergab gehen. Beobachten konnte man das z.B. bei AOL und z.T. Yahoo. Das dann zu durchlaufende Tal kann sehr lang sein, wenn die Ideen fehlen oder man den alten Online Geschäftsmodellen (z.B. Verkauf von Mailboxen) nachweint.

Wer kann sein Unternehmen in einer der Phasen einordnen?

Thema: Commerce, Organisation | Kommentare (48) | Autor:

E-Commerce ist doof #bchh10

Mittwoch, 17. November 2010 16:55

Beim Barcamp Hamburg am letzten Wochenende habe ich eine Session zum Thema “E-Commerce ist doof” angeboten. Ich habe darin sechs Gründe genannt, warum es aus Gründersicht nicht attraktiv ist E-Commerce Geschäftsmodelle zu starten. In der Diskussion wurde die Ausrichtung dann etwas klarer. Die Gründe beziehen sich auf Lame Commerce Geschäftsmodelle, also normale Shops oder klassische reichweitengetriebene E-Commerce Ansätze. Anbei die sechs Gründe zur angeregenden Diskussion. Ca. 60 Teilnehmer hat das Thema übrigens in den Sessionraum “Bertelsmann” gelockt.

#1 Der Markt ist überhitzt

Jeder, wirklich jeder will momentan E-Commerce Geschäftsmodelle machen. Von VC Unternehmen wie Hanseventures oder Hckfwd bis zum kleinen Gartenunternehmen möchte jeder etwas vom großen E-Commerce Kuchen abhaben. Das habe ich in der Session verglichen mit dem Goldrausch bzw. einer Finanzblase. “Wenn Hausfrauen Aktien handeln, sollte man aus dem Markt aussteigen.” Zum einen Teil ist der Markt heiß gelaufen, wenn man der Rechnung zum Zalando Investment von Jochen glauben kann. Zum anderen versuchen sich immer mehr Marktteilnehmer einen immer langsamer wachsenden Teil des E-Commerce Kuchens abzuschneiden. Klassischer Dreisatz: Wenn 5 statt 3 Anbieter den gleichen Markt unter sich teilen müssen, haben am Ende alle etwas weniger davon.

#2 Das Wettbewerbswachstum ist größer als das Kundenwachstum

Dieser Effekt lässt sich schon seit längerem beobachten. Während immer mehr neue Anbieter in den Markt drängen, steigt die Kaufkraft nur sehr langsam an. Das Wachstum der Anbieter ließe sich sauber herleiten, wenn man z.B. alle Textilhersteller und Händler analysisiert und prüft wann begonnen wurde im E-Commerce aktiv zu werden. Dazu habe ich an dieser Stelle leider keine Zeit. Die einfache Google Insights for Search Abfrage muss reichen. Das Kundenwachstum bzw. das Kaufkraftwachstum kann dann z.B. beim ECC Handel eingesehen werden. Der Vergleich beider Wachstumsraten zeigt einen deutlich stärkeren Zuwachs auf der Anbieterseite.

#3 Standardisierung verkleinert Margenpotentiale

Das klingt zunächst paradox, weil doch Standardisierung im ersten Schritt zu geringeren Markteintrittsbarrieren führt und damit zu mehr Chancen für neue Marktteilnehmer. Das stimmt, aber über einen längeren Zeitraum bedeutet genau das einen höheren Wettbewerb wie bereits in in unserem Transparenzdilemma-Artikel beschrieben. Und viel wichtiger: Es bdeutet, dass man nur noch in einer reduzierten Zahl von Wertschöpfungsstufen Geld verdienen kann. Beispiel: Jeder kann per Magento & Logistikdienstleister nun einen Online Shop zum Thema Insektenschutzgitter eröffnen und die Produkte online vertreiben. Ohne Standardisierung musste man sich noch aufwändig um alles selber kümmern. Lager, Shopprogrammierung, Online Werbung. Das ist nun performancebasiert (fixkostenneutral) sofort verfügbar. Das Geld muss der Insektenprofi nun über innovative Produkte bzw. Mehrwertdienste um die Produkte herum verdienen, weil zwei Klicks weiter bereits der nächsten Insektenprofi Shop wartet. Mehr Standardisierung = weniger Wertschöpfungsstufen = weniger Differenzierungspotential = höherer Wettbewerb = geringere Margen.

#4 Größe ist kein Vorteil mehr

Bisher war es im Handel von Vorteil möglichst groß zu werden bzw. zu sein, damit man viele Skaleneffekte verbuchen konnte und damit den Gewinn steigern konnte. Dieser Zusammenhang klingt auf den ersten Blick wieder sinnvoll. Mehr Einkaufsmacht = bessere EK Preise = bessere VK Preise = mehr Kunden, bessere Systemauslastung, spezialisierteres Personal. Das scheint sich in den letzten Jahren so nicht mehr als Vorteil darzustellen. Sieht man mal von ein paar erfolgreichen Gründungen in den letzten Jahren ab (Vente Privee, Asos., Woot…) so zeigt sich auf den zweiten Blick auch bei den scheinbar erfolgreichen großen Geschäftsmodellen einer eher kleine Marge von unter 10%. Dazu gehören Modelle wie Zappos und teilw. auch Ableger von den o.g. Modellen wie z.B. shirt.woot. Bei VC getriebenen Startups im E-Commerce Bereich, die in der Regel massiv in die Kundenakquisition investieren, ist in der Regel keine positive Marge zu beobachten. Dazu gehören fast alle Club Shopping Klone in wettbewerbsintensiven Märkten, die Zappos Klone sowieso und auch die kleineren (moralisch schwierigen) Klone von Swoopo.  Das Argument habe ich in der Diskussion weitestgehend zurückgezogen, weil es eigentlich nur sagt, dass man selber innovativ sein sollte und riesige Größe kein KPI Ziel sein muss. Ich wäre aber zumindest vorsichtig bei stark investiven Klonkonzepten.

#5 Der Kaufprozess im Online Handel verlagert den Wettbewerb

Über dieses Thema habe ich hier schon häufiger geschrieben. Es geht um die Verlagerung des Kundenkontaktes auf intermediäre Plattformen. Damit geht einher, dass Händler (Lame Commerce Ableger) nicht mehr direkt am Kunden um den Kunden werben, sondern auf Zwischenhändler angewiesen sind. Das sind z.B. Google, Facebook, Preissuchmaschinen u.a.. Das führt zu isolierten Wettbewerben auf den entsprechenden Plattformen. Bei Google z.B. drückt sich das in den SEM Geboten aus, bei Preissuchmaschinen im Preis, bei Facebook & Co. beim buhlen um die Fans. Alle Plattformen führen dazu, dass der Kundenkontakt bei ausreichender Wettbewerbsintensität sehr teuer wird. Wer es nicht schafft die Mechanismen der Plattform ausreichend gut zu bedienen, kann nur verlieren. Diese Prozesse lassen sich zwar auslagern, aber dann wird man nur die Durchschnittsleistung (z.B. SEM Preise) des Marktes erhalten und nicht die individuellen Bestleistungen. Die Spezialisierung auf nur einige wenige Plattformen führt dann z.B. zu reinen Affiliatebetreibern die z.B. besonders gut die Regeln von Google kennen und dort skalieren können. Das allerdings auch reichlich begrenzt bis genug Wettbewerb in der vorher lukrativen Nische herrscht. Für Lame Commerce Händler mit einer eher romantischen Beziehung zum Kunden ist das weniger erfreulich.

#6 Der stationäre Handel drängt online

Der stationäre Handel hat ein riesiges Problem. Der stationäre Markt schrumpft. Trotzdem werden täglich neue Verkaufsflächen eröffnet und der Wettbewerb wird damit intensiver. Dieser Effekt wird u.a. mit der sinkenden Flächenproduktivität zum Ausdruck gebracht. Diese hat sich in den letzten 10-15 Jahren halbiert, während die Kosten pro m² eher gestiegen sind. Das führt dazu, dass stationäre Händler auch ein Stück vom E-Commerce Kuchen abhaben wollen und in den Markt drängen. In der Diskussion hat sich aber gezeigt, dass diese Gefahr doch weniger groß als befürchtet ist. Warum? Das erkläre ich im nächsten Blogbeitrag.

Leider hatte ich auf dem Barcamp keine Zeit mehr meine Session “E-Commerce ist toll” vorzustellen. Die meisten der o.g. Contra Gründe für Lame Commerce Unternehmen sind Pro Gründe für Exciting Commerce Unternehmen. Wenn ausreichend Interesse besteht, dann schreibe ich das auch hier auf kassenzone.de gerne mal zusammen. Insgesamt muss ich allerdings feststellen, dass E-Commerce sicherlich nicht mehr das Zuckerschlecken ist was es vor 5-10 Jahren noch war. Das mussten viele SEOs und Affiliates bereits merken, allerdings ist die Titelthese dieses Artikels so nicht für die komplette Branche anwendbar – nur für die Lame Commerce Unternehmen passt sie ziemlich gut.

Thema: Commerce | Kommentare (37) | Autor:

Die Dummen Fleißigen sind gefährlich

Montag, 15. November 2010 22:46

Bevor ich hier in den nächsten Tagen meine Session vom Barcamp Hamburg 4 dokumentiere, möchte ich gerne einen interessanten Gedanken meines Kollegen Nils G. in den Raum werfen und damit die neue Kassenzone Kategorie “Organisation” begründen. Dabei geht es nicht um besonders kluge Vorschläge zur Büroorganisation, sondern um Gedanken zu effizienten Unternehmensstrukturen und Ideen zur Steuerung von Mitarbeitern. Der Einstieg in diesem Beitrag ist aber nicht ganz ernst zu nehmen.

Stark vereinfacht lassen sich Menschen in den beiden Dimensionen Intelligenz & Fleiß einordnen. Es gibt demnach z.B. schlaue und fleißige Menschen bzw. Mitarbeiter, aber es gibt auch die dummen und faulen. Unternehmen wollen in der Regel möglichst viele schlaue und fleißige Mitarbeiter, während versucht wird die dummen und faulen auszusortieren. Nils meint aber zurecht, dass die Gefahr aus einer anderen Ecke kommt. Richtig gefährlich sind die dummen und fleißigen Mitarbeiter und wenn ich es mir so recht überlege sind die meisten Unternehmensstrukturen die ich kenne nicht darauf ausgelegt diese Mitarbeiter zu erkennen und entsprechend an ihrem fatalen Tun zu hindern. Im Gegenteil, der Fokus auf einfach messbare KPIs wie z.B. das Arbeitszeitkonto befördert diese Mitarbeiter sogar. Die Abbildung erklärt das etwas schöner:

dumm, schlau, fleißig, faul

Thema: Organisation | Kommentare (24) | Autor: