Herzen für: woonio, runashop, mammacita, bazaaria

Unsere kleine „Ein Herz für Startups“ Aktion wird gut angenommen, aber leider ist es uns nicht möglich alle Startups ausführlich zu prüfen und vorzustellen. Trotzdem sollen alle relevante Teilnehmer zumindest kurz die Möglichkeit erhalten von euch lieben Kassenzone.de Lesern angeklickt zu werden. Deshalb findet ihr hier vier Kurzprofile & Bewertungen zu bisher nicht vorgestellten Aktionsteilnehmern.

Woonio.com

Konzept: Woonio.com ist eine Portal für die individualsierte Fertigung von hochwertigem Wohnzubehör (Tische, Stühle, Vasen, Betten…). Der Konfigurator arbeitet mit Flash und bietet ein paar schicke Optionen die der Wettbewerb nicht hat.

Bewertung: Kaufen würde ich fast alles, wenn ich das Geld hätte. Woonio bewegt sich in einer mE sehr kleinen Nische in der sich schon ein paar Wettbewerber tummeln, und in der es mit stark aufstrebenden Konzepten wie myfab.com einen intensiven Wettbewerb um die gleichen kaufstarken Kunden geben wird. Als unabhängiges Portal wird die Skalierung schwer, aber dieser Wettbewerb um kaufkräftige Kunden entscheidet sich nicht im SEM/SEO Bereich, sondern über nachhaltige Konzepte zur Kundenakquise.

Runashop.com

Konzept: Runahop ist ein One-Klick-Shop Konzept mit dem sich spielend leicht Affiliate Produkte zu einem eigenen Shop zusammenstellen lassen.

Bewertung: Für mich ist das eine Art Zlio Klon. Das Konzept fand ich vor zwei Jahren noch sensationell, allerdings lässt sich damit nur schwerlich viel Geld verdienen, was sich an der Entwicklung von Zlio schön ablesen lässt. Wenn es runashop gelingt viele Shopbetreiber zu annimieren, dann könnte es vielleicht klappen. Momentan fehlt mir noch die Phantasie. Konzepte im Long Tail zu suchen ist mE richtig, aber im Vorbeigehen wird man nichts reißen können.

Mammacita.de

Konzept: Mammacita verkauft innovative Stillbekleidung. Die Innovation im Produkt ist die Möglichkeit auch ohne die Brust fremden Blicken auszusetzen in leder Lebenslage das Baby zu stillen. So können Mütter auch wenn sie unterwegs sind ihr Kind stillen und müssen sich nicht verstecken.

Bewertung: Sehr kleine, aber feine Nische. Mit den richtigen Vertriebskonzepten (Dawanda…) kann man in diesem Bereich kleine Erfolge erlangen. Im besten Fall patentiert man ein gelungenes Bekleidungsmuster und verkauft es gewinnbringend an einen großen Hersteller.

Bazaaria.com

Konzept: So eine Art eBay mit mehr Möglichkeiten das Geschäft zum Abschluss zu bringen. Zitat: „Es handelt sich dabei um Bazaaria, eine Plattform, auf der private Nutzer Gegenstände tauschen und verkaufen können.“ Die Betonung liegt auf einer Mischung aus tauschen und verkaufen.

Bewertung: Ich kann die Idee nachvollziehen, aber vor dem Hintergrund des massiven Wettbewerbs (ebay, hitflip..) und der Erklärungslastigkeit finde ich es sehr ambitioniert. Ich bin mir nicht sicher, ob die Plattform wirklich ein Problem löst, oder ob diese Art von Handel einfach zu speziell ist und in dieser Form online kaum vorkommt.

Alle Startups wollen natürlich Geld verdienen, und in diesen Fällen ohne Affiliate Programme, sondern mit soliden E-Commerce Ansätzen.

6 Gedanken zu „Herzen für: woonio, runashop, mammacita, bazaaria

  1. Interessant! Ich denke, dass es Vijusto schwer haben wird einen viralen Effekt, wie die bereits von dir erwähnten Jungs von Mymüsli zu entfachen. Dafür ist das Produkt vielleicht doch zu “speziell”.

    Meiner Meinung nach sollten hier clever ausgedachte Vertriebskanäle bzw. Marketingmethoden ausgesucht werden. Sofern wir uns die üblichen Werbemethoden (bezogen auf den Online-Markt) anschauen, sehe ich da ebenfalls kein hohes Potential:

    – SEO
    es gibt keine Keywords auf die optimiert werden kann

    – SEM
    s.o.

    – Presseportale
    erreicht kene hohe Zielgruppe

    – Foren
    ausschleißlich in speziellen “Gesundheits”"”, “Lifestyle” oder “Ernährungs” Foren.

    – Social Media
    Produkt ist zu speziell, kein wirklicher viraler Effekt möglich

    Evtl. kann Vijusto den Einstieg durch den Kontakt mit Firmen schaffen. Immer mehr Unternehmen tendieren ja dazu, Ihren Mitarbeitern Obst oder Multivitaminprodukte anzubieten, um die Fehltage ihrer Angestellten zu verringern.

    Des Weitern finde ich die Online-Präsenz nicht wirklich gut gelungen. Das Userverhalten entwickelt sich ja immer mehr dahin, von der Präsenz einer Website auf die Qualität der Produkte zu schließen.

    Das kann aber auch nur meine persönliche Meinung sein, ich wünsche euch natürlich trotzdem viel Erfolg!

    Gruß
    Marco

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  2. Prinzipiell atimme ich zu – die Vermarktung ist schon recht schwierig. PR hat sicherlich das größte Potenzial. Ich habe gerade mal den Traffic gepüft. Ich finde, dass das Suchvolumen deutlich besser ist als in vielen anderen Nischen. Vitamine alleine halte ich für zu weit vom Produkt entfernt.
    “vitamine shop” hat allerdings immerhin 27.000 Suchanfragen pro Monat, “vitamine online” hat 14.000, etc. So wenig Nachfrage scheint doch nicht da zu sein, oder? Wie fast überall wird der Flaschenhals auch hier nicht der Traffic, sondern die Conversion Rate sein. Wird sich Vijusto SEM-Traffic sinnvollerweise leisten können (s. Millionengrab Google AdWords)?

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  3. Ich glaube Brand Buchungen kann man bei Vijusto ausschließen . Das Problem in dieser Nische ist, dass viele Suchanfragen informationsbezogen sind und kaum transaktionsbezogen. (Helfen Vitamine? Welche Vitamine brauche ich…?.) Insofern könnte es Sinn machen für Vijusto ein Nischenforum in diesem Bereich aufzukaufen und professionell aufzubauen. Das könnte die Conversion steigern.

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  4. Ich habe Vijusto quasi im Selbsttest mal probiert. In der Site stecken leider einige Useability-Problemchen, was die Bestellung und Verständlichkeit sehr schwierig machen. Mir fehlt ein wenig der Glaube, dass die Jungs sich tiefgründig mit ihrem Produkt auskennen. In der Zusammensetzung der individuellen Mischung ist z.B. recht viel Vitamin C drin als Füllstoff (führt mind. zu flottem Otto) und Jod ist auch ne Menge drin (nicht ungefährlich für die Schilddrüse). Hinweise zu Allergiker oder Schwangere sind auch nicht dabei. Ich vermute es wird auch anderen Leuten so wie mir gehen und das Ganze nicht als seriös empfinden. Umso mehr Marketing muss her

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  5. Die Ratlosigkeit in Sachen Vermarktung kann ich aus einem simplen Grund nicht teilen: NEMs und Vitamine sind ein großes Thema im Versandhandel, ganz klassisch mit simpelsten Offline-Maßnahmen. Das braucht nicht mal einen Katalog, da tun es Mailings! Schaut Euch doch die Zielgruppe an, ihr Alter, und dann baut den Konfigurator in Print, plus Abo-Angebot mit Vorteil – voila!

    OK, ganz so einfach ist es nicht. Aber vergesst doch einfach mal die Fixierung auf irgendwelche cleveren Internet-Bedienelemente und reduziert es auf den USP. Befeuert das Web mit Print, bindet klassische LwL ein (Alexander oder Florian können bestimmt ein paar Tipps geben ) und der Motor springt an.

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  6. Ich stimme meinen Vorrednern vollkommen zu. Gerade bei solchen Nischenprodukten hat man es schon richtig schwer den passenden Vertriebs. und Kommunikationskanal zu trefefn, bei dem Invest und generierter Ertrag in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Bin mal gespannt wie die Jungs das vorantreiben.

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