Berufsbedingt ist mir der Wert einer “qualifizierten Adresse” durchaus bewusst. Diese Art von Kundendaten wird normalweise über irgendwelche Zeitungsabos, Gewinnspiele oder Kundenkarten/Rabattkarten generiert. Ein unglaublich riesiges und nicht immer ganz glanzvolles Geschäft. Bleibt das auch so?
Bei dieser ganzen Diskussion um M-Commerce und Apps spielen auch Kundendaten eine besondere Rolle. Diesmal geht es aber nicht um Daten zum Einkommen oder zum Wohnort sondern zum aktuellen Aufenthaltsort. Wer diese Daten zuverlässig generieren kann und vermarkten darf, hat aus meiner Sicht langfristig ein größeres Asset als die klassischen Aboverkäufer Datendienstleister.
Banal betrachtet wäre das eine App mit permanenten GPS Kontakt. Vor diesem Hintergrund gewinnen Google Latitude und Radalert eine ganz andere Bedeutung.
So langsam geht die Barcamp Saison 2010 los (auch weltweit) und damit auch die Suche der meist ehrenamtlichen Organisatoren nach Sponsoren. Obwohl das Konzept schon seit 2006 in Deutschland angekommen ist, fallen die Sponsorengespräche bei der Neuakquise sehr ähnlich aus. Da helfen die vielen guten Barcamp Infos die mittlerweile ausgetauscht werden auch nicht weiter. Die folgende Situation stellt so ein Gespräch dar. Der journalistische Mehrwert ist eher gering, aber ich wollte auch mal einen Film mit xtranormal machen, weil das letztens bei youtube so lustig aussah.
Sollten interessierte Sponsoren unter den Kassenzone.de Lesern sein, dann verweisen wir gerne an die entsprechenden Orgateams (einfach anmailen) oder freuen uns selber über Unterstützung für das Barcamp Hamburg 2010 am 12. & 13. Novemver 2010.
Im Rahmen unserer “Ein Herz für Startups” Aktion haben wir unser Blog als Plattform für innovative Startups angeboten. Mittlerweile sind auch einige “Bewerbungen” eingetroffen die wir alle versuchen zu bearbeiten. Bei einigen Kandidaten kann man durchaus den Innovationsgrad diskutieren, aber wir geben regelmäßig Rückmeldung and die Startups und freuen uns über weitere Einsendungen.
Heute möchte ich gerne mystofftier.com vorstellen. Ein Startup, dass sich mit der individuellen Fertigung von Stofftieren beschäftigt. Das hat nichts mit Teddybären zu tun, sondern mit sehr lustigen, flauschigen, keinohrhasigen kleinen Kuscheltieren. Wahrscheinlich finden Eltern das lustiger als Kinder, aber die treffen auch immerhin die Kaufentscheidung.
Mit nur wenigen Klicks zum ganz persönlichen Stofftier: Das ist seit dem Jahreswechsel Realität. Möglich macht’s myStofftier.com, der deutschlandweit erste Online-Anbieter von individuell gestaltbaren Stofftieren. Neben Größe, Füllung und Stoffbezug kann auch die Form des Kuscheltiers frei gewählt werden. Mehrere Millionen Kombinationsmöglichkeiten stehen zum Start zur Verfügung. Produziert werden die kuscheligen Bettgefährten ausschließlich in Deutschland – in reiner Handarbeit in einer Bremer Schneiderei.
Klingt einfach – ist es auch. Der Designtest mit dem Kassenzone Stofftier hat funktioniert. Ein paar Usabilitykleinigkeiten gibt es noch, aber im Grunde genommen ist es so leicht wie die Eröffnung eines Facebook Accounts. Mein Stofftier Design steht übrigens nicht unter Artenschutz. Wer will, kann es einfach nachbauen. “Runder Körper”, “Bananenarme”, “Stummelbeine”, “Große Ohren”, “Lustiger Mund” und “Ein Auge”. Fertig.
Wenn man keine Lust auf selbst designen hat, dann kann man sich im Stofftiergarten (bereits produzierte Stofftiere) oder per Zufallsgenerator ein Stofftier vorschlagen lassen.
mystofftier.com Kassenzone Teststofftier
Bewertung:
Kundennutzen: Wenn man ein knuffiges individuelles Stofftier braucht, dann ist der Nutzen natürlich sehr hoch. Rein rational betrachtet braucht man kein eigenes Stofftier, aber wer denkt schon rational. (4 von 5 Sternen)
Innovationsgrad: Mass Customization ist in meiner Wahrnehmung der erste echte Web 2.0 Commerce Trend gewesen. Insofern ist es schon etwas “veraltet”, aber wenn man heutzutage noch mit individueller Schokolade punkten kann, dann ist “mystofftier” sehr innovativ. (3,5 von 5 Sternen)
Wettbewerb: Dawanda Designer, bedruckte Stoffbären,…. ingesamt sehr überschaubar, aber das ist in so einer Nische nicht weiter verwunderlich, obwohl ich ehrlich gesagt mit deutlich mehr Wettbewerb gerechnet hätte. Da das Konzept eine eigenen Produktion umfasst, ist auch nicht mit einem Groupon like Wettbewerb zu rechnen. (5 von 5 Sternen)
Marktchance: Wenn mystofftier.com noch einen coolen Namen bekommt (á la kawumba…) und es in der richtigen Szene (z.B. Hamburg Eppendorf) schafft als unverzichtbares Features im Kinderwagen mitgeführt zu werden, dann steht dem Bagaboo-artigen Aufstieg nichts im Weg. (5 von 5 Sternen)
Fazit:
Ich finde die Idee sehr gut und die Umsetzung gelungen. Ein schönes Geschäftsmodell mit solider Grundlage dank angeschlossener Produktion. Ich bin gespannt was wir von mystofftier.com noch hören werden und empfehle mit Nachdruck einen markenfähigen Namen.
Jetzt gehe ich mir eins bauen bzw. kaufen und warte auf die Meinungen der Kassenzone.de Leser.
Bewerbe dich jetzt bei Ein Herz für Startups. Wenn du ein innovatives Startup im Bereich E-Commerce, Mobile oder Technologie betreibst und bisher nicht ausreichend Beachtung in den Blogs gefunden hast, dann schicke eine Mail an info@kassenzone.de mit den folgenden Infos:
Link zu eurer Website
Was macht ihr genau? Wer ist euer Wettbewerber?
Keyfacts inkl. Gründerteam und Startdatum des Startups
Warum seid ihr innovativ?
Keine Businesspläne anhängen! (die sind meistens total langweilig)
Wenn ihr länger als 5 Minuten braucht diese Mail zu schreiben, dann trifft Punkt Nr. 4. wahrscheinlich nicht zu.
Danach schauen wir uns das Startup an und schreiben vielleicht ein ausführliches Review über euer Projekt bei Kassenzone.de.