Große Ohren, kurze Füße – ach wie süss

Im Rahmen unserer „Ein Herz für Startups“ Aktion haben wir unser Blog als Plattform für innovative Startups angeboten. Mittlerweile sind auch einige „Bewerbungen“ eingetroffen die wir alle versuchen zu bearbeiten. Bei einigen Kandidaten kann man durchaus den Innovationsgrad diskutieren, aber wir geben regelmäßig Rückmeldung and die Startups und freuen uns über weitere Einsendungen.

Heute möchte ich gerne mystofftier.com vorstellen. Ein Startup, dass sich mit der individuellen Fertigung von Stofftieren beschäftigt. Das hat nichts mit Teddybären zu tun, sondern mit sehr lustigen, flauschigen, keinohrhasigen kleinen Kuscheltieren. Wahrscheinlich finden Eltern das lustiger als Kinder, aber die treffen auch immerhin die Kaufentscheidung.

Kurzbeschreibung

In diesem Punkt kann man der Pressemitteilung durchaus glauben:

Mit nur wenigen Klicks zum ganz persönlichen Stofftier: Das ist seit dem Jahreswechsel Realität. Möglich macht’s myStofftier.com, der deutschlandweit erste Online-Anbieter von individuell gestaltbaren Stofftieren. Neben Größe, Füllung und Stoffbezug kann auch die Form des Kuscheltiers frei gewählt werden. Mehrere Millionen Kombinationsmöglichkeiten stehen zum Start zur Verfügung. Produziert werden die kuscheligen Bettgefährten ausschließlich in Deutschland – in reiner Handarbeit in einer Bremer Schneiderei.

Klingt einfach – ist es auch. Der Designtest mit dem Kassenzone Stofftier hat funktioniert. Ein paar Usabilitykleinigkeiten gibt es noch, aber im Grunde genommen ist es so leicht wie die Eröffnung eines Facebook Accounts. Mein Stofftier Design steht übrigens nicht unter Artenschutz. Wer will, kann es einfach nachbauen. „Runder Körper“, „Bananenarme“, „Stummelbeine“, „Große Ohren“, „Lustiger Mund“ und „Ein Auge“. Fertig.

Wenn man keine Lust auf selbst designen hat, dann kann man sich im Stofftiergarten (bereits produzierte Stofftiere) oder per Zufallsgenerator ein Stofftier vorschlagen lassen.

mystofftier.com Beispiel

mystofftier.com Kassenzone Teststofftier

Bewertung:

Kundennutzen: Wenn man ein knuffiges individuelles Stofftier braucht, dann ist der Nutzen natürlich sehr hoch. Rein rational betrachtet braucht man kein eigenes Stofftier, aber wer denkt schon rational. (4 von 5 Sternen)

Innovationsgrad: Mass Customization ist in meiner Wahrnehmung der erste echte Web 2.0 Commerce Trend gewesen. Insofern ist es schon etwas „veraltet“, aber wenn man heutzutage noch mit individueller Schokolade punkten kann, dann ist „mystofftier“ sehr innovativ. (3,5 von 5 Sternen)

Wettbewerb: Dawanda Designer, bedruckte Stoffbären,…. ingesamt sehr überschaubar, aber das ist in so einer Nische nicht weiter verwunderlich, obwohl ich ehrlich gesagt mit deutlich mehr Wettbewerb gerechnet hätte. Da das Konzept eine eigenen Produktion umfasst, ist auch nicht mit einem Groupon like Wettbewerb zu rechnen. (5 von 5 Sternen)

Marktchance: Wenn mystofftier.com noch einen coolen Namen bekommt (á la kawumba…) und es in der richtigen Szene (z.B. Hamburg Eppendorf) schafft als unverzichtbares Features im Kinderwagen mitgeführt zu werden, dann steht dem Bagaboo-artigen Aufstieg nichts im Weg. (5 von 5 Sternen)

Fazit:

Ich finde die Idee sehr gut und die Umsetzung gelungen. Ein schönes Geschäftsmodell mit solider Grundlage dank angeschlossener Produktion. Ich bin gespannt was wir von mystofftier.com noch hören werden und empfehle mit Nachdruck einen markenfähigen Namen.

Jetzt gehe ich mir eins bauen bzw. kaufen und warte auf die Meinungen der Kassenzone.de Leser.

Bewerbe dich jetzt bei Ein Herz für Startups. Wenn du ein innovatives Startup im Bereich E-Commerce, Mobile oder Technologie betreibst und bisher nicht ausreichend Beachtung in den Blogs gefunden hast, dann schicke eine Mail an info@kassenzone.de mit den folgenden Infos:

  1. Link zu eurer Website
  2. Was macht ihr genau? Wer ist euer Wettbewerber?
  3. Keyfacts inkl. Gründerteam und Startdatum des Startups
  4. Warum seid ihr innovativ?
  5. Keine Businesspläne anhängen! (die sind meistens total langweilig)
  6. Wenn ihr länger als 5 Minuten braucht diese Mail zu schreiben, dann trifft Punkt Nr. 4. wahrscheinlich nicht zu.

Danach schauen wir uns das Startup an und schreiben vielleicht ein ausführliches Review über euer Projekt bei Kassenzone.de.

9 Gedanken zu „Große Ohren, kurze Füße – ach wie süss

  1. интерсно, народ вы тут все семейные, закупитесь попробуйте, прет или нет

    This comment was originally posted onFriendFeed

  2. Wow, das ist ja mal eine sehr gute Idee in meinen Augen!
    Kenne eigentlich nix Vergleichbares! Direkt mal gebookmarkt für alle Fälle…;)
    Danke euch für die Vorstellung.
    Gruß Tasso

  3. Interessant! Ich denke, dass es Vijusto schwer haben wird einen viralen Effekt, wie die bereits von dir erwähnten Jungs von Mymüsli zu entfachen. Dafür ist das Produkt vielleicht doch zu “speziell”.

    Meiner Meinung nach sollten hier clever ausgedachte Vertriebskanäle bzw. Marketingmethoden ausgesucht werden. Sofern wir uns die üblichen Werbemethoden (bezogen auf den Online-Markt) anschauen, sehe ich da ebenfalls kein hohes Potential:

    – SEO
    es gibt keine Keywords auf die optimiert werden kann

    – SEM
    s.o.

    – Presseportale
    erreicht kene hohe Zielgruppe

    – Foren
    ausschleißlich in speziellen “Gesundheits”"”, “Lifestyle” oder “Ernährungs” Foren.

    – Social Media
    Produkt ist zu speziell, kein wirklicher viraler Effekt möglich

    Evtl. kann Vijusto den Einstieg durch den Kontakt mit Firmen schaffen. Immer mehr Unternehmen tendieren ja dazu, Ihren Mitarbeitern Obst oder Multivitaminprodukte anzubieten, um die Fehltage ihrer Angestellten zu verringern.

    Des Weitern finde ich die Online-Präsenz nicht wirklich gut gelungen. Das Userverhalten entwickelt sich ja immer mehr dahin, von der Präsenz einer Website auf die Qualität der Produkte zu schließen.

    Das kann aber auch nur meine persönliche Meinung sein, ich wünsche euch natürlich trotzdem viel Erfolg!

    Gruß
    Marco

    This comment was originally posted onKassenzone – Commerce, Mobile, Technologie

  4. Prinzipiell atimme ich zu – die Vermarktung ist schon recht schwierig. PR hat sicherlich das größte Potenzial. Ich habe gerade mal den Traffic gepüft. Ich finde, dass das Suchvolumen deutlich besser ist als in vielen anderen Nischen. Vitamine alleine halte ich für zu weit vom Produkt entfernt.
    “vitamine shop” hat allerdings immerhin 27.000 Suchanfragen pro Monat, “vitamine online” hat 14.000, etc. So wenig Nachfrage scheint doch nicht da zu sein, oder? Wie fast überall wird der Flaschenhals auch hier nicht der Traffic, sondern die Conversion Rate sein. Wird sich Vijusto SEM-Traffic sinnvollerweise leisten können (s. Millionengrab Google AdWords)?

    This comment was originally posted onKassenzone – Commerce, Mobile, Technologie

  5. Ich glaube Brand Buchungen kann man bei Vijusto ausschließen . Das Problem in dieser Nische ist, dass viele Suchanfragen informationsbezogen sind und kaum transaktionsbezogen. (Helfen Vitamine? Welche Vitamine brauche ich…?.) Insofern könnte es Sinn machen für Vijusto ein Nischenforum in diesem Bereich aufzukaufen und professionell aufzubauen. Das könnte die Conversion steigern.

    This comment was originally posted onKassenzone – Commerce, Mobile, Technologie

  6. Ich habe Vijusto quasi im Selbsttest mal probiert. In der Site stecken leider einige Useability-Problemchen, was die Bestellung und Verständlichkeit sehr schwierig machen. Mir fehlt ein wenig der Glaube, dass die Jungs sich tiefgründig mit ihrem Produkt auskennen. In der Zusammensetzung der individuellen Mischung ist z.B. recht viel Vitamin C drin als Füllstoff (führt mind. zu flottem Otto) und Jod ist auch ne Menge drin (nicht ungefährlich für die Schilddrüse). Hinweise zu Allergiker oder Schwangere sind auch nicht dabei. Ich vermute es wird auch anderen Leuten so wie mir gehen und das Ganze nicht als seriös empfinden. Umso mehr Marketing muss her

    This comment was originally posted onKassenzone – Commerce, Mobile, Technologie

  7. Die Ratlosigkeit in Sachen Vermarktung kann ich aus einem simplen Grund nicht teilen: NEMs und Vitamine sind ein großes Thema im Versandhandel, ganz klassisch mit simpelsten Offline-Maßnahmen. Das braucht nicht mal einen Katalog, da tun es Mailings! Schaut Euch doch die Zielgruppe an, ihr Alter, und dann baut den Konfigurator in Print, plus Abo-Angebot mit Vorteil – voila!

    OK, ganz so einfach ist es nicht. Aber vergesst doch einfach mal die Fixierung auf irgendwelche cleveren Internet-Bedienelemente und reduziert es auf den USP. Befeuert das Web mit Print, bindet klassische LwL ein (Alexander oder Florian können bestimmt ein paar Tipps geben ) und der Motor springt an.

    This comment was originally posted onKassenzone – Commerce, Mobile, Technologie

  8. Ich stimme meinen Vorrednern vollkommen zu. Gerade bei solchen Nischenprodukten hat man es schon richtig schwer den passenden Vertriebs. und Kommunikationskanal zu trefefn, bei dem Invest und generierter Ertrag in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Bin mal gespannt wie die Jungs das vorantreiben.

    This comment was originally posted onKassenzone – Commerce, Mobile, Technologie

Kommentare sind geschlossen.