Das deutsche M-Commerce-Desaster: Wo bleiben die Mobile-Shops?

Eine Vielzahl von Websites verfügt inzwischen neben der Darstellung für Standard-Browser auch über eine Mobile-optimierte Seite, welche in der Regel auch automatisch beim Zugriff via Handy dem Nutzer angezeigt wird. Auch Kassenzone wird beim Zugriff mit Smartphones inzwischen in optimierter Darstellung angezeigt, dem WPtouch-Plugin sei Dank.

Vor inzwischen über 2 Jahren warb Apple mit dem Zugriff auf das „echte Internet“ über das iPhone. Grundsätzlich lassen sich in der Tat geschätzte 95% der Websites mit den neuen Smartphones à la iPhone anzeigen, jedoch sind die nicht Mobile-optimierten Seiten meist schwer oder teilweise gar nicht zu bedienen.

Die Relevanz von Mobile-optimierten Websites ist also gerade durch den ernormen Zuwachs an mobiler Internetnutzung (insb. durch Smartphones getrieben) enorm gestiegen und wird noch weiter zunehmen. Darüber hinaus wird 2010 vielfach mit dem Mobile InternetDurchbruch in Zusammenhang gebracht, wie zuletzt u.a. auf den M-Days auch intensiv diskutiert wurde.

Somit gibt es wohl Gründe genug einmal die Vorbereitungen der deutschen Internet-Händler auf den kommenden mobilen Nutzeransturm zu überprüfen. Viele der Händler sollten sich auf dem kommenden Mobile-Ansturm bereits eingestellt haben, oder?

Welche der etablierten E-Commerce-Händler verfügen über Mobile-Shops?

Anmerkung: Manche der Anbieter verfügen über zwei unterschiedliche Arten von Mobile-Sites und steuern z.B. beim Zugriff über „normale“ Handys eine andere mobile Version („Mobile-Site“) aus als beim Zugriff via Smartphone, u.a. iPhone („Smartphone-Site“).

# Händler Sortiment Mobile-
Site
Smartphone-
Site
Mobile-
App
1 eBay Universell Ja Ja Ja
2 Amazon Medien Ja Ja Ja
3 OTTO Universell Ja Nein Nein
4 Neckermann Universell Ja Nein Nein
5 Esprit Mode Nein Nein Nein
6 Bon Prix Mode Nein Nein Nein
7 Tchibo Universell Nein Nein Nein
8 Conrad Technik Nein Nein Nein
9 Weltbild Medien Nein Nein Nein
10 Dell Technik Nein Nein Nein
11 Notebooksbilliger Technik (Ja) Nein Nein
12 Discount24 Universell Nein Nein Nein
13 Baur Mode Nein Nein Nein
14 Pearl Technik Nein Nein Nein
15 H&M Mode Nein Nein Nein
16 Redcoon Technik Nein Nein Nein
17 Schwab Mode Nein Nein Nein
18 Zooplus Tierfutter Nein Nein Nein
19 Alternate Technik Nein Nein Nein
20 Cyberport Technik Nein Nein Nein
21 T-Online Shop Technik Nein Nein Nein
22 Heine Mode Nein Nein Nein
23 Medion Shop Technik Nein Nein Nein
24 My Toys Spielwaren Nein Nein Nein
25 SportScheck Technik Nein Nein Nein
26 QVC Technik Nein Nein Nein
27 Brands4Friends Technik Nein Nein Nein
28 Buch.de Technik Ja Nein Ja
29 Globetrotter Technik Nein Nein Nein
30 HSE 24 Technik Nein Nein Nein

Nur 20% der deutschen Web-Shops mit einer Mobile-Site vertreten

Insgesamt haben somit nur knapp 20% der besuchten Web-Shops einen mobilen Auftritt, von Smartphone-optimierten Shops oder Apps ganz abzusehen. Entweder vertrauen die Händler also darauf, dass die Kunden mit ihren Handy auf den bestehenden Web-Shops zurecht kommen oder den Mobile-Kanal wird noch nicht als relevanter Service-/Bestellweg wahrgenommen. Wie geht aber im Vergleich hierzu die Medienbranche mit dem Mobile-Kanal um?

Welche der Medienseiten verfügen über ein Mobile-Angebot?

# Seite Mobile-
Site
Smartphone-
Site
Mobile-
App
1 Bild Ja Ja Ja
2 Spiegel Online Ja Ja Nein
3 Chip Ja Ja Nein
4 RTL Ja Nein Ja
5 kicker Online Ja Ja Ja
6 Heise Ja Nein Ja
7 Sport 1 Ja Nein Ja
8 sueddeutsche.de Ja Nein Ja
9 Focus Ja Ja Ja
10 Welt Online Ja Ja Ja
11 Chefkoch Ja Nein Nein
12 n-tv Ja Nein Ja
13 Stern Ja Ja Ja
14 Zeit Online Ja Nein Nein
15 TV Movie Ja Ja Ja

Alle besuchten deutschen Medienseiten stellen eine Mobile-Site zur Verfügung

Bei der (Quick&Dirty-) Untersuchung der Medienseiten erhält man ein deutlich anderes Bild: 100% der Seiten stellen eine mobil-optimierte Seite bereit. Klar handelt es sich hierbei nur um einen Ausschnitt aller Medienseiten, diese Tendenz wird sich vermutlich aber auch bei einer umfangreicheren Recherche bestätigen.

Nun ist die Frage, ob es sich bei den vorhandenen Mobile-Commerce-Sites um ein deutsches Phänomen handelt oder diese Seiten Weltweit noch stark unterrepräsentiert sind.

Welche US-Händler verfügen über Mobile-Sites?

# Händler Sortiment Mobile-
Site
Smartphone-
Site
Mobile-
App
1 eBay Universell Ja Ja Ja
2 Amazon Medien Ja Ja Ja
3 Staples Büromaterial Ja Nein Nein
4 Dell Technik Ja Ja Nein
5 Sears Universell Ja Ja Ja
6 CDW Technik Nein Nein Nein
7 Newegg.com Technik Ja Nein Ja
8 QVC Universell Nein Nein Nein
9 Best Buy Technik Ja Ja Ja
10 Walmart Universell Ja Ja Ja
11 Netflix DVD-Verleih Ja Nein Nein
12 Zappos Mode Nein Nein Nein
13 Overstock.com Universell Ja Ja Nein
14 Buy.com Universell Ja Ja Nein
15 Barnes & Noble Medien Ja Nein Ja

Im US-Markt besitzen 80% der untersuchten Händler eine Mobile-Site!

Der US-Markt verhält sich komplett gegensätzlich zum deutschen Markt. Während in Deutschland Mobile-Web-Shops gesucht werden müssen, besitzt in den USA nahezu jeder Händler auch eine Mobile-Site. Bemerkenswert ist dieses Bild insb. vor dem Hintergrund, dass man den USA bis vor Kurzem noch immer einen Rückstand im Mobile-Umfeld ggü. Europa attestiert hatte.

Fazit

Möchten die deutschen E-Commerce-Händler zukünftig ernsthaft vom Mobile-Boom profitieren wird ein sichtbares Engagement höchste Zeit! Hierbei ist es im ersten Schritt nicht zwingend notwendig das komplette Sortiment inkl. aller Bestellfunktionen und sonstiger Einstellungen mobil zu enablen, allerdings sollten zumindest relevante Services verfügbar sein. Ohne diese grundlegenden Aktivitäten sind Mobile(-Commerce)-Apps für den deutschen Markt kaum Diskussionen wert.

45 Gedanken zu „Das deutsche M-Commerce-Desaster: Wo bleiben die Mobile-Shops?

  1. Ich denke, dass mobile Versionen von E-Commerce Plattformen nur bedingt für alle Shops notwendig und auch geeignet sind. Ich glaube allerdings, dass es eine hohe Relevanz für Plattformen mit Produkten wie Blumen, Lebensmitteln, eBooks und Tickets gibt, da diese Produkte durch den schnellen und mobilen Verkauf profitieren können und schließlich aus der Situation heraus auch mal eben schnell mobil vom Handy gekauft werden können (es steht zum Beispiel gerade Valetinstag an, wer hat schon daran gedacht?). Andere Sortimente, wie Kühlschränke, Fernseher & Co. erfordern eine andere Umgebung des Nutzers, denn bei solchen Produkten wird oftmals lange und ausführlich recherchiert und eigenen sich somit nicht für den schnellen Verkauf beispielsweise beim Pendeln zwischen Wohnung und Arbeitsplatz.

    Meine These für Mobile Commerce ist, dass Dienstleister wie Preisvergleiche, Local Based Services & Co. eher ein viel größeres Potential in diesem Bereich haben und sich hier ein wirklicher Wachstumsmarkt befindet.

    Daher sehe ich eher eine Notwendigkeit im Umdenken für Versandhändler, wie sie wirklich ein attraktives Angebot mit Mehrwert für mobile Einkaufssituationen schaffen, als einfach nur eine mobile Variante ihres Shops abzubilden.

    Ich glaube, es ist an der Zeit, eine passende Definiton für Mobile Commerce zu finden, da es sich, meiner Meinung nach, maßgeblich vom „klassischen“ E-Commerce zu unterscheiden hat und auch nur so erfolgreich sein kann.

  2. Ich denke, dass mobile Versionen von E-Commerce Plattformen nur bedingt für alle Shops notwendig und auch geeignet sind. Ich glaube allerdings, dass es eine hohe Relevanz für Plattformen mit Produkten wie Blumen, Lebensmitteln, eBooks und Tickets gibt, da diese Produkte durch den schnellen und mobilen Verkauf profitieren können und schließlich aus der Situation heraus auch mal eben schnell mobil vom Handy gekauft werden können (es steht zum Beispiel gerade Valetinstag an, wer hat schon daran gedacht?). Andere Sortimente, wie Kühlschränke, Fernseher & Co. erfordern eine andere Umgebung des Nutzers, denn bei solchen Produkten wird oftmals lange und ausführlich recherchiert und eigenen sich somit nicht für den schnellen Verkauf beispielsweise beim Pendeln zwischen Wohnung und Arbeitsplatz.

    Meine These für Mobile Commerce ist, dass Dienstleister wie Preisvergleiche, Local Based Services & Co. eher ein viel größeres Potential in diesem Bereich haben und sich hier ein wirklicher Wachstumsmarkt befindet.

    Daher sehe ich eher eine Notwendigkeit im Umdenken für Versandhändler, wie sie wirklich ein attraktives Angebot mit Mehrwert für mobile Einkaufssituationen schaffen, als einfach nur eine mobile Variante ihres Shops abzubilden.

    Ich glaube, es ist an der Zeit, eine passende Definiton für Mobile Commerce zu finden, da es sich, meiner Meinung nach, maßgeblich vom “klassischen” E-Commerce zu unterscheiden hat und auch nur so erfolgreich sein kann.

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  3. I enjoyed reading the article and find the shared information very useful!

    The availibility of mobile webshops is only one side of the mobile commerce coin. Accessibility and performance represent the other side, as mentioned in this article: http://almondpeak.blogspot.com/2010/02/big-name-retailers-mobile-sites-prove.html

    It seems that even with a mobile webshop at hand, consumers and visitors will stay away if they encounter one bad experience while visiting the shop with their handheld.

  4. I enjoyed reading the article and find the shared information very useful!

    The availibility of mobile webshops is only one side of the mobile commerce coin. Accessibility and performance represent the other side, as mentioned in this article: http://almondpeak.blogspot.com/2010/02/big-name-retailers-mobile-sites-prove.html

    It seems that even with a mobile webshop at hand, consumers and visitors will stay away if they encounter one bad experience while visiting the shop with their handheld.

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  5. Hi Daniel,

    eine andere Relevanz bestimmter Produktgruppen im Mobile Commerce Shopumfeld verglichen zum normalen E-Commerce sehe ich auch. Allerdings ist bereits erkennbar, dass auch Produkte neben den von Dir aufgezeigten mobile funktionieren können: was ist z.B. mit Kleidung, was ist mit vergleichsweise günstigen Technikprodukten, was ist mit Liveshopping? Was ist mit kanalübergreifenden Kaufprozessen, wie z.B. mobil Produkte auf den Merkzettel gepackt und dann am PC bestellt?

    Zudem wird M-Commerce m.E. dann zusätzlich spannend, wenn es nicht nur mobile Preisvergleiche gibt, sondern hinten raus direkt eine Bestellung möglich ist. Beispiel: ich stehe bei Mediamarkt und sehe mittels mobilem Preisverleich, dass der Fernseher bei einem anderen Online-Händler günstiger ist und bestelle sofort mobil. Warum muss ich hierfür erst nach Hause an den PC?

    Für mich gibt es insg. zwei Handlungsfelder:
    1. Bestehende (Shop-)Funktionen Mobile-enablen (dass können insb. auch Services sein!)
    2. Echte Mehrwerte für Mobile-Shoppingkontext schaffen (von Dir auch angesprochen)

    Gruß
    Florian

  6. Hi Daniel,

    eine andere Relevanz bestimmter Produktgruppen im Mobile Commerce Shopumfeld verglichen zum normalen E-Commerce sehe ich auch. Allerdings ist bereits erkennbar, dass auch Produkte neben den von Dir aufgezeigten mobile funktionieren können: was ist z.B. mit Kleidung, was ist mit vergleichsweise günstigen Technikprodukten, was ist mit Liveshopping? Was ist mit kanalübergreifenden Kaufprozessen, wie z.B. mobil Produkte auf den Merkzettel gepackt und dann am PC bestellt?

    Zudem wird M-Commerce m.E. dann zusätzlich spannend, wenn es nicht nur mobile Preisvergleiche gibt, sondern hinten raus direkt eine Bestellung möglich ist. Beispiel: ich stehe bei Mediamarkt und sehe mittels mobilem Preisverleich, dass der Fernseher bei einem anderen Online-Händler günstiger ist und bestelle sofort mobil. Warum muss ich hierfür erst nach Hause an den PC?

    Für mich gibt es insg. zwei Handlungsfelder:
    1. Bestehende (Shop-)Funktionen Mobile-enablen (dass können insb. auch Services sein!)
    2. Echte Mehrwerte für Mobile-Shoppingkontext schaffen (von Dir auch angesprochen)

    Gruß
    Florian

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  7. Hallo Florian,

    da stimme ich dir absolut zu. Das ist genau das, was ich mit dem Umdenken ansprach und worin ich eher Dienstleister sehe.

    Es reicht nunmal einfach nicht, seinen Online Shop mit einer mobilen Zugangsform zu versehen, sondern man muss einen Mehrwert bieten, z.B. in der von dir angesprochenen Form. Leider ist es genau das, was ich bei vielen Shops (noch) nicht sehe.

    Gruß,
    Daniel

  8. Hallo Florian,

    da stimme ich dir absolut zu. Das ist genau das, was ich mit dem Umdenken ansprach und worin ich eher Dienstleister sehe.

    Es reicht nunmal einfach nicht, seinen Online Shop mit einer mobilen Zugangsform zu versehen, sondern man muss einen Mehrwert bieten, z.B. in der von dir angesprochenen Form. Leider ist es genau das, was ich bei vielen Shops (noch) nicht sehe.

    Gruß,
    Daniel

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  9. Mit dem M-Commerce eröffnet sich natürlich auch wieder eine lukrative Einnahmequelle für Abmahner.
    Es ist kaum möglich, sich in einen neuen Vertriebskanal einzuarbeiten, ohne dabei auch mal Fehler zu machen.
    Fehler ahndet die deutsche Rechtsprechung jedoch mit empfindlichen Strafen.
    Somit dürfte die Rechtsunsicherheit im deutschen Distanzhandel wieder ein Bremsschuh für Innovationen werden.
    So mancher Händler wird sich zurückhalten und abwarten, wie und wobei sich seine Kollegen die Finger verbrennen.
    Zumal die Erträge im M-Commerce derzeit noch gering ausfallen dürften und davon dann auch erstmal die Investitionskosten gedeckt werden müssen.

  10. Mit dem M-Commerce eröffnet sich natürlich auch wieder eine lukrative Einnahmequelle für Abmahner.
    Es ist kaum möglich, sich in einen neuen Vertriebskanal einzuarbeiten, ohne dabei auch mal Fehler zu machen.
    Fehler ahndet die deutsche Rechtsprechung jedoch mit empfindlichen Strafen.
    Somit dürfte die Rechtsunsicherheit im deutschen Distanzhandel wieder ein Bremsschuh für Innovationen werden.
    So mancher Händler wird sich zurückhalten und abwarten, wie und wobei sich seine Kollegen die Finger verbrennen.
    Zumal die Erträge im M-Commerce derzeit noch gering ausfallen dürften und davon dann auch erstmal die Investitionskosten gedeckt werden müssen.

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  11. Pingback: Lesetipps für den 5. Februar | Blogpiloten.de - das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0

  12. Ich kann dem Artikel nur zustimmen, möchte allerdings an einer Stelle doch einen kleinen Einwand gelten machen: Moderne Smartphones wie das iPhone oder Android-Geräte können in ihrem Browser jede Webseite sehr gut darstellen. Auch die Navigation (Orientierung auf der Seite) ist überhaupt kein Problem, außer vielleicht eine Seite enthält zu viele Flash-Elemente, die auf den genannten Geräten nicht angezeigt werden können.

  13. Ich kann dem Artikel nur zustimmen, möchte allerdings an einer Stelle doch einen kleinen Einwand gelten machen: Moderne Smartphones wie das iPhone oder Android-Geräte können in ihrem Browser jede Webseite sehr gut darstellen. Auch die Navigation (Orientierung auf der Seite) ist überhaupt kein Problem, außer vielleicht eine Seite enthält zu viele Flash-Elemente, die auf den genannten Geräten nicht angezeigt werden können.

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  14. @Matthias: genau, dargestellt werden die „normalen“ Internetseiten auf den meisten Smartphones inzwischen recht gut. Gut nutzbar sind sie im Regelfall allerdings dennoch kaum. Insb. wenn man sich interaktions-intensive Seiten wie Web-Shops anschaut macht es über Smartphones keinen Spaß diese zu bedienen, von der Durchführung einer kompletten Bestellung ganz abzusehen.

    Ansonsten sollte man neben der Restriktion von Flashinhalten m.E. noch immer auch auf die Größe der Internetseiten hinweisen. Viele „normale“ Webseiten sind z.B. schon aufgrund der Datenmenge trotz UMTS nur schwer nutzbar.

    Fazit für mich ist daher: Mobile Websites werden mittelfristig auch trotz Smartphones eine hohe Relevanz haben, wenn man den Nutzer ein gutes Userinterface bieten möchte.

  15. @Matthias: genau, dargestellt werden die “normalen” Internetseiten auf den meisten Smartphones inzwischen recht gut. Gut nutzbar sind sie im Regelfall allerdings dennoch kaum. Insb. wenn man sich interaktions-intensive Seiten wie Web-Shops anschaut macht es über Smartphones keinen Spaß diese zu bedienen, von der Durchführung einer kompletten Bestellung ganz abzusehen.

    Ansonsten sollte man neben der Restriktion von Flashinhalten m.E. noch immer auch auf die Größe der Internetseiten hinweisen. Viele “normale” Webseiten sind z.B. schon aufgrund der Datenmenge trotz UMTS nur schwer nutzbar.

    Fazit für mich ist daher: Mobile Websites werden mittelfristig auch trotz Smartphones eine hohe Relevanz haben, wenn man den Nutzer ein gutes Userinterface bieten möchte.

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  16. Pingback: Blogschau: Die eCommerce-Artikel der Woche

  17. Interessanter Beitrag und Auflistung. Aber Der Spiegel hat doch keine (iPhone-)App, oder?

  18. Pingback: Linktipps zum Wochenende: Homepagegestaltung, mobile Commerce in Deutschland und ein Vergleich von Fernsehmachern und Web-Designern | usabilityblog.de

  19. Pingback: Mobile Commerce – nicht nur Automobilhersteller sind hinten dran « iPhone for cars Blog

  20. Pingback: Tweets zu Keyword Trends, Webentwickler und Bananensoftware

  21. BTW: QVC hat aber eine iPhone App im US-Store. Auch wenn sie nicht alle Produkte beinhaltet und nicht wirklich transaktionsbasiert ist. Der Checkout besteht aus einem großen Anrufknopf 😉

  22. Pingback: Perlen der letzten Tage #1 | Tanidikca

  23. Eine Sache wunder mich immer: Fast niemand denkt an diese Möglichkeit. Jeder der sich mit dem Thema befasst scheint zu glauben man müsste sich Apps teuer individuell programmieren lassen. Warum? Eine App ist eine Software wie jede andere. Einen Webshop würde man ja auch von einem entsprechend spezialisierten Hersteller beziehen. Zudem: Mobile Webseiten nützen auf dem iPhone und ähnlichen Geräten gar nichts. Die Leute suchen nicht nach Mobile Shops in google, sondern nutzen für sowas praktisch nur den AppStore. Das beweisen die bisher 3 Milliarden Downloads eindrucksvoll.

    Interessanter Weise denkt auch fast kein Hersteller daran. Es gibt bisher nur einen einzigen Standard Shop als App: http://www.getanishop.de

  24. Eine Sache wunder mich immer: Fast niemand denkt an diese Möglichkeit. Jeder der sich mit dem Thema befasst scheint zu glauben man müsste sich Apps teuer individuell programmieren lassen. Warum? Eine App ist eine Software wie jede andere. Einen Webshop würde man ja auch von einem entsprechend spezialisierten Hersteller beziehen. Zudem: Mobile Webseiten nützen auf dem iPhone und ähnlichen Geräten gar nichts. Die Leute suchen nicht nach Mobile Shops in google, sondern nutzen für sowas praktisch nur den AppStore. Das beweisen die bisher 3 Milliarden Downloads eindrucksvoll.

    Interessanter Weise denkt auch fast kein Hersteller daran. Es gibt bisher nur einen einzigen Standard Shop als App: http://www.getanishop.de

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  25. Pingback: Gründer-Blogschau: Marketing Gewürze, Markenrecht, Mobile-Shops, Mythen und ein Mehrwertdownload - Werk Ost -

  26. Pingback: Rückblick: 9 Mobile und M-Commerce Thesen 2009 | Kassenzone

  27. Hallo Florian,
    sehr interessante Übersicht!
    Discount24.de hat inzwischen übrigens nachgezogen. Wir haben zwar keine eigene App, sind aber in der neuen 1-Touch-Order von woabi integriert und demnächst auch in barcoo.
    http://blog.discount24.de/v2/2010/02/discount24-produkte-jetzt-mobil-bestellbar/

    Aus unserer Sicht ist das ein guter Ansatz, um potentielle Kunden auch in mobilen Situationen zu erreichen.

    Insofern stimmen wir der These von Daniel Nietz ganz oben im Thread voll zu „…dass Dienstleister wie Preisvergleiche […]eher ein viel größeres Potential in diesem Bereich haben“ und bieten über woabi wie von Dir andiskutiert auch gleich nach „hinten raus direkt eine Bestellung“ an 🙂

    Viele Grüße
    Kai

  28. Hallo Florian,
    sehr interessante Übersicht!
    Discount24.de hat inzwischen übrigens nachgezogen. Wir haben zwar keine eigene App, sind aber in der neuen 1-Touch-Order von woabi integriert und demnächst auch in barcoo.
    http://blog.discount24.de/v2/2010/02/discount24-produkte-jetzt-mobil-bestellbar/

    Aus unserer Sicht ist das ein guter Ansatz, um potentielle Kunden auch in mobilen Situationen zu erreichen.

    Insofern stimmen wir der These von Daniel Nietz ganz oben im Thread voll zu “…dass Dienstleister wie Preisvergleiche […]eher ein viel größeres Potential in diesem Bereich haben” und bieten über woabi wie von Dir andiskutiert auch gleich nach “hinten raus direkt eine Bestellung” an

    Viele Grüße
    Kai

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  29. Pingback: Apps und mobile Optimierung – Was wirklich zählt ist klar « StartUpTank

  30. In meinen Augen haben Mobiles aka Smartphones genau einen grossen Vorteil gegenüber stationären Geräten: Die GPS Location Based Services.

    Die Frage lautet also bei M-Commerce Lösungen:

    “Was kann ich unterwegs spontan im Web kaufen?”

    Wie kann ich also als Anbieter meinem potentiellen Kunden einen Kaufimpuls anbieten? Einen Impuls, der entweder von seinem Standort abhängt oder von seinem aktuellen Verhalten, während er unterwegs ist. Oder beides.

    Alle anderen Ansätze wären kein echter M-Commerce oder nur ins mobile übertragene allgemeine Geschäftsmodelle.

    Ich arbeite gerade an einem Katalog von M-Commerce-Modellen.

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  31. Schönes Zitat aus der Go-Smart Studie…. Wenn das nicht für sich spricht:
    Oktober bis Dezember 2009 generierten eBay-Kunden Transaktionen im Wert von 500 Millionen Dollar über das Smartphone. Das entspricht einem Kauf alle zwei Sekunden (www.ebayinkblog.com,
    2009).

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  32. Warten auf die Killer-Apps: So klappt’s mit dem M-Commerce…

    “Wann sind wir endlich für M-Commerce bereit?”, fragt Florian Hermsdorf drüben auf Kassenzone.de. Und man ist geneigt zu antworten: Wenn endlich einmal vielversprechende Mobile-Shopping-Anwendungen am Start sind: “Was derzeit den meisten M-Commerce …

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  33. Alles ganz schön und gut. Aber mal ehrlich: check mal die Zahlen auf Euren Shops wie viele iPad- und Smartphone User da so zugreifen und vielleicht noch kaufen, rein prozentual. Für die meisten Shops ist derzeit der Entwicklungsaufwand nicht zu rechtfertigen. Es wird noch ein weilchen dauern ist meine Meinung.

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  34. Mich hat die Wehkamp-App beeindruckt, die Kunden aus stationären (Konkurrenz-)Shops rauslotst, indem ihnen bessere Preise offeriert werden. Also wenn ich in einem Laden stehe und ein Produkt in der App checke, das Wehkamp ebenfalls anbietet, bekomme ich “location based” einen Sonderrabatt. Dafür hat Wehkamp kurzerhand die GPS-Daten der relevanten Wettbewerbsgeschäfte in eine Datenbank gefüttert. Klar, das kann man mißbrauchen und einfach dahin gehen. Aber zumindest mal eine kreative Umsetzung

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  35. @Christian:
    Guter Hinweis! Bevor man sich mit einer M-Com-Lösung beschäftigt, sollte man sich mindestens einmal die Trafficanalyse des bestehenden E-Com-Shops zu Gemüte führen. Alles andere führt zu Erwartungen, die meist nicht zu erfüllen sind.

    Dennoch ist das reine Mobile-Enabling aus meiner Sicht nur ein Aspekt von M-Commerce. Besonders spannend wird es bei Diensten/Angeboten, die speziell den Mobilekanal adressieren (wie das Wehkamp-Beispiel von Martin) oder auch Tools, die nicht unmittelbar mit einem mobilen Kaufabschluss verbunden sind (u.a. Aftersale-Services). Wenn man rein die nackten Mobile-Zugriffszahlen im bestehenden E-Com-Shop betrachtet verliert man dies leicht aus den Augen.

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  36. Ganz frisch ist jetzt herrenausstatter.de mit der “iMode”-App gestartet. Der wirkliche Mehrnutzen ist zwar nicht gegeben, aber immerhin verspricht Renata de Pauli, dass man sich so via iPhone passende Krawatten auch ins Hotel liefern lassen kann… Ist zumindest ein Hinweis darauf, dass herrenausstatter.de bis zur Logistik durchdenkt, was eine mobile Nutzungssituation kennzeichnet

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