Beiträge vom Mai, 2009

Die Clevercard, ein Opfer der Krise

Donnerstag, 28. Mai 2009 18:11

Die Clevercard hat bei uns für viel Gelächter gesorgt und ist auch heute noch Garant für den ein oder anderen Lacher. Obwohl wir diesem tollen Werkzeug den “Homer des Monats” verliehen haben, konnte sich die Clevercard am Markt nicht durchsetzen. Bei meinem letzten Einsatz der Clevercard (ja, ich sammle die Clevercards!) musste ich leider die folgende Meldung lesen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
das Pilotprojekt Clevercard wurde mit Wirkung zum 1.4.2009 eingestellt.

Vor rund einem Jahr startete der Pilot für das Projekt Clevercard. Nach Abschluss der Pilotphase fand eine Neubewertung des Projektes Clevercard statt. Zunächst ist ein entstandenes Delta zur Planung der schwierigen allgemeinen wirtschaftlichen Situation geschuldet. Clevercard fand in der aktuellen Gesamtsituation nicht die erwartete Nachfrage. Zusätzlich tragen gleichsam schwierige wirtschaftliche Konstellationen unseres externen Technologiedienstleisters zur Entscheidung bei, unser Serviceangebot nicht weiter anbieten zu können.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

Ihre Deutsche Post AG

Thema: Commerce | Kommentare deaktiviert | Autor: Alexander Graf

Das Transparenzdilemma bzw. der beschleunigte Wettbewerb

Sonntag, 24. Mai 2009 8:58

Erst vor kurzem konnte man in einem schönen Artikel auf netzwertig.com nachlesen, welche disruptiven Effekte das Internet treiben und wie „alte“ Branchen davon betroffen sind. Insbesondere die wachsende Bedeutung von intermediären Diensten wirkt dabei unaufhaltsam auf diesen Wandel ein. Diese relativ abstrakte Beschreibung lässt sich meines Erachtens leicht in die Praxis übertragen und mit zwei Effekten verdeutlichen die für jede Branche gelten. Diese hier beschriebenen Effekte sind übrigens nicht neu und in jedem Buch zu den Grundlagen des Marketings zu finden. Die Art und Weise wie diese Effekte dank des Internets bzw. dank der Intermediäre wirken ist allerdings erstaunlich.

Basis:

Klassischerweise versuchen sich Unternehmen über bestimmte „USPs“ (Unique Selling Propositions) zu positionieren. Diese dienen dazu sich vom Wettbewerb zu differenzieren und Kunden anzusprechen, um Produkte/Dienstleistungen zu verkaufen. Der Kunde nimmt meist ähnliche USPs wahr. Das könnte ein herausragender Service sein, ein einzigartiges Produktangebot, der Preis oder noch ein paar andere Faktoren. Zur Vereinfachung nehme ich in den folgenden Beispielen das Kriterium Service (z.B. Schnelligkeit, Beratungsumfang,…) und ein Geschäftsmodell, dass sich über fünf Kriterien im Wettbewerb positionieren kann.

Service vs. Preis

Service vs. Preis

Ein Unternehmen kann sich anhand verschiedener Ausprägungen positionieren und bildet damit eine Art USP Muster. Während Unternehmen A (rot) sich über einen besonders guten Service definiert, versucht Unternehmen B (grün) einen besonders günstigen Preis anzubieten. Diese Muster bilden ab, was der Kunde wahrnimmt (wahrnehmen soll).

Effekt 1: Wettbewerbsdruck

Der Wettbewerb im Internet nimmt in vielen Branchen massiv zu. Das liegt an stark gesunkenen Fixkosten und natürlich an massiven Investitionen, mit denen verschiedenen Anbieter versuchen die Marktstrukturen zu verändern. Diese Wettbewerbsveränderungen sind viel viel schneller, als man es in fast jeder Branche in der „Pre-Internet Zeit“ gewohnt war. Die Regeln des digitalen Business werden schonungslos auf jede Branche angewendet, die es bisher gewohnt war höchstens alle 5 Jahren einen neuen Anbieter zu begrüßen. Nun muss man sich gefühlt alle 5 Minuten mit einem neuen Player auseinandersetzen. Diese neuen Anbieter versuchen nun die bisher geltenden USPs zu übertreffen und versuchen, um beim Beispiel Service zu bleiben, schneller zu arbeiten, noch besser zu beraten und dem Kunden damit eine bessere Leistung zu bieten als die bisherigen Anbieter. Grafisch lässt sich das damit abbilden, das die bisher beste Leistung im Bereich Service nun gefühlt nach innen rückt und damit für den Kunden unattraktiver wird. Unternehmen die ihr Leistungsniveau nicht anpassen „rücken“ automatisch nach innen und scheiden irgendwann aus dem Markt aus. Das ist auch nicht weiter schwierig zu verstehen: Wer nutzt heute noch Altavista, wenn Google doch alles besser kann?

Effekt 1: Wettbewerb

Effekt 1: Wettbewerb

Effekt 1 ist trivial und war schon immer gültig, nur tritt er heute durch internetökonomische Rahmenbedingungen stärker und schneller auf als früher. Beängstigend wird Effekt 1 erst im Zusammenspiel mit Effekt 2.

Effekt 2: Transparenz

Bisher konnten sich die „alten“ Anbieter auf funktionierende Kundenbeziehungen verlassen, die trotz Existenz neuer und besserer Anbieter verlässliche Einnahmen generiert haben und für genug Zeit sorgten, die Leistungen der neuen Anbieter zu kopieren und damit zum Wettbewerb aufzuschließen. Durch die Existenz mächtiger Intermediäre ist diese Strategie leider zum Scheitern verdammt. Das Internet selber ist eigentlich ein intermediärer bzw. vermittelnder Service, aber wir nehmen vor allem Google, guenstiger.de und ähnliche Dienste als (Informations-) Intermediäre war. Diese Dienste ermöglichen uns jederzeit und überall einen einfachen Vergleich von faktischer Leistung (z.B. Service oder Preis) und lassen damit Anbieter in unseren Suchfokus rücken, die bisher keine Rolle gespielt haben. (Anmerkung: Dazu lohnt es sich auch einmal unseren Artikel zum Thema „Social Commerce“ zu lesen.) Diese Intermediäre sorgen also für ein enorm hohes Maß an Transparenz und vereinfachen damit die Wahrnehmung neuer Anbieter, die sich durch das Übertreffen bisher geltender Bestleistungen in bestimmten Kategorien (z.B. besserer Service) nach ganz außen im Positionierungsnetz schieben. Das klingt zunächst trivial, verändert aber die Regeln des Wettbewerbs massiv. Die durch Markeninvestments und Kundenbindungsprogramme angestrebten Lock In Effekte an Produkte, Dienstleistungen oder Anbieter werden zunehmend ineffizienter, da sich Kunden vor allem aufgrund faktischer Leistungsvorteile entscheiden. Wer kauft bei notebooksbilliger.der ein Notebook für 600€ wenn es das gleiche Geräte für 500€ bei einem gut bewerteten anderen Händler gibt? Visualisiert wird das durch die nächste Abbildung. Durch Informationsintermediäre wird die Positionierung viel schneller und einfacher transparent.

Effekt 2: Transparenz

Effekt 2: Transparenz

Effekt 2 wird erst durch die (Informations-) Intermediäre ermöglicht.

Ergebnis:

Unternehmen, die nicht in der Lage sind ihre Leistungen dem Marktniveau anzupassen, werden schneller als bisher vom Wettbewerb verdrängt. Unternehmen, die in der Lage sind mit ihren Leistungen den Benchmark zu setzen, sind noch erfolgreicher als bisher. Unternehmen, die bisher vollkommen unbekannt waren, können binnen kurzer Zeit durch minimale Leistungsvorteile nahezu unbegrenzte Reichweiteneffekte erzielen. Der Aufbau von Marken im Internet funktioniert vorrangig durch Bestleistungen (ggf. auch in Nischen) und nicht durch aufwändige Imagekampagnen. Das Dilemma an diesen Effekten ist, dass sowohl Aufschwung als auch Abschwung gleichermaßen beschleunigt werden. Beide Effekte und deren Zusammenspiel werden anhand der Beispiele noch einmal deutlicher:

Das Transparenzdilemma

Das Transparenzdilemma

Beispiele:

Jeder kennt Dienste oder Services die er mal genutzt hat und heute nicht mehr nutzt. Wie bereits gesagt war es früher auch so, durch die beiden Effekte geschieht es nur viel viel schneller und stellt die Firmen vor teilweise unlösbare Aufgaben. StudiVZ konnte mit einem bis dato in Deutschland einzigartigen Service Millionen Nutzer gewinnen und wird nun durch das „bessere“ Facebook abgelöst ohne Aussicht auf die Kompensation der Investitionen in die Plattform. Der USP “Mitgliederanzahl” getrieben durch technische Vorteile ist im Bereich sozialer Netzwerke fast nicht aufzuholen, aber nicht alleinig ausschlaggebend, sonst hätte myspace das Rennen gewinnen müssen. Entschieden ist in dem Bereich aber noch nichts. Auch für Facebook gelten die beiden Effekte und sollte z.B. myspace zum technischen Innovator avancieren, könnte sich das Blatt wieder drehen. Erschreckend ist das Beispiel von eBay, das seine quasi Monopolstellung innerhalb kürzester Zeit an Amazon und Nischenauktionsdienste verliert. Obwohl eBay bereits eines der Unternehmen ist, das die Regeln des (neuen) Marktes beherrschen sollte, läuft es nun planlos durch die Gegend und fährt mit unsinnigen Mischstrategien seinen eigentlichen USP vor die Wand. Klassische Beispiele aus dem Handel sind die Anbieter, die sich über den Preis positionieren und damit bei guenstiger.de und Co. anderen Händlern den Rang ablaufen. Damit wird sogar das Marketplace System von Amazon ausgehebelt. Die Nachhaltigkeit dieser Strategien diskutieren wir an einer anderen Stelle. Das soll nicht den Eindruck erwecken, dass nur der Preis vom Transparenzdilemma betroffen ist. Nahezu alle Faktoren lassen ich irgendwie vergleichen und mit dem Auftauchen neuer Intermediäre (z.B. moebel.de) und höherer Datenhomogänität der Anbieter sind auch Service, Angebot und Uniqueness nicht mehr vor der Vergleichbarkeit geschützt.

Lösungsstrategien:

Wir sprechen hier von einem Gesamteffekt, der sich erst nach und nach auswirkt. Denn Nutzer sind nicht so schnell wie die Technologie und erfahren doch noch einen Lock In Effekt, entweder bei bisherigen Produkten und Dienstleistungen oder sogar bei „alten“ (Informations-) Intermediären. Es hat z.B. sehr lang gedauert bis ich von guenstiger.de zu geizhals.at gewechselt bin, obwohl deren Services (für mich) deutlich besser funktionieren. Den dadurch entstehenden Zeitvorteil gilt es zu nutzen. Ist die eigene Branche von diesem Effekt betroffen, so gilt es besser zu werden als der Wettbewerb, sich zu differenzieren oder sich komplett neu auszurichten. Mit übermäßigen Werbespendings den bisherigen Umsatz künstlich zu erhalten macht überhaupt keinen Sinn. Wer erst einmal verstanden hat wie das Transparenzdilemma wirkt, wird nicht um eine kritische Bewertung seiner USPs umher kommen. Dann gilt es sich so aufzustellen, dass man wieder das Maß der Dinge im Wettbewerb darstellt und entweder durch Innovationen weiterhin dieses Maß definiert oder so aufgestellt ist, dass man flexibel auf Wettbewerbsänderungen reagieren kann. Die doch noch geltenden Lock In Effekte wären falsch interpretiert, wenn man sie als dauerhaft ansieht. Auch die Kunden lernen dazu und reagieren immer schneller auf Veränderungen.

Im Grunde genommen ist es wie mit dem Web 2.0: Alles ist irgendwie bekannt, trotzdem verändert sich verdammt viel.

Mein Dank geht an Holger, der mir bei der Erstellung des Artikels sehr geholfen hat.

Thema: Commerce, Strategie | Kommentare (12) | Autor: Alexander Graf

Otto ist ein Nashorn

Freitag, 22. Mai 2009 22:39

Inspiriert durch einen Artikel bei SEO-United zur verbesserten Funktion von Google Suggest, habe ich mich auch auf die Suche nach interessanten Vorschlägen gemacht.  Höchst amüsant… Ob Wolfram Alpha auch zu diesen Erkenntnissgewinnen verholfen hätte, wage ich zu bezweifeln.

Otto ist also ein Nashorn. (zu Arcandor, Neckermann und Karstadt gab es leider keine Vorschläge.)

otto

Bloggen ist Krieg.

bloggenMode ist zum K….

mode

Thema: Technologie | Kommentare deaktiviert | Autor: Alexander Graf

Die bösen bösen Nutzer…

Mittwoch, 20. Mai 2009 16:51

Ich habe hier vor einiger Zeit schon erklärt, warum ich kein Fan von modernen Losbuden bin. Am Beispiel von Rabattschlacht habe ich versucht zu zeigen, warum das System zumindest hinterfragt werden sollte. Deshalb war ich zunächst erfreut, dass auch Spiegel Online das Thema aufgreift “So teuer sind die billigen Auktionen wirklich” und am Beispiel von Swoopo erklärt wie das System funktioniert. Allerdings ist die SpOn Schlußfolgerung zur Vertretbarkeit des Systems eine etwas andere als hier auf Kassenzone.

Dass ein Unternehmen Geld verdienen will, ist nicht anrüchig. An der Auktionsmechanik von Swoopo auch nicht – sie ist nicht so einfach zu verstehen, wird aber keineswegs verheimlicht. Das absurde an den Abzock-Vorwürfen in diversen Web-Foren ist der logische Bruch, dass das Streben nach Profitmaximierung bei den zockenden Privatleuten normal, beim Anbieter der Zockplattform allerdings als anrüchig empfunden wird.

 Nennen wir dieses Ergebnis einfach mal wertfrei “sehr neutral”.

Thema: Commerce | Kommentare deaktiviert | Autor: Alexander Graf

Wettbewerbsbeobachtung: Toolbox

Montag, 18. Mai 2009 19:03

Jeden Tag erblickt ein Strauß neuer Websites das Licht der Internetwelt. Neue Geschäftsmodelle, langweilige Copycats und manchmal nur eine neue Domain sind Anlass dieser Web-Befüllung. Dank vieler kleiner und großer Trackingdienste ist man nicht auf die PR-Aussagen der einzelnen Seitenbetreiber angewiesen und kann sich selber ein Bild der entsprechenden Traffic-, Link-, Kommentar und Meinungsentwicklung machen. Das kann sinnvoll sein um Wettbewerber zu beobachten und zu erkennen was Kunden wollen oder einfach nur um Informationen über neue Dienste zu sammeln. Ich habe mal ein paar von diesen (gratis) Informationslieferanten zusammengestellt. Wenn wichtige fehlen, dann schreibt gerne einen Hinweis in den Kommentaren.

Etwas Wichtiges vorweg: Die gelieferten Informationen sind fast nie eigenständig aussagekräftig und müssen immer ins Verhältnis mit anderen Anbietern gesetzt werden. Auch bei qualitativen Aussagen ist die Verhältnismäßigkeit gefragt. “Wir haben einen profitablen Monat gehabt.” bedeutet meistens, dass erst bei starker Reduzierung der Werbespendings positive Deckungsbeiträge (ohne Fixkosten) erreicht werden können. Nicht ganz unwichtig bei der Interpretation ist auch die Quelle bzw. deren Geschäftsmodell…. aber das wissen die Kassenzone.de Leser sicher auch so.

#1 Traffictools:

competeCompete.com ist einer der großen Trafficmesser auf Basis von Einzelnutzern. “Compete’s experts in the fields of mathematics, statistics and the data sciences have developed a proprietary methodology to aggregate, normalize and project the data to estimate US Internet activity. Based on the daily web usage of more than 2,000,000 members in the Compete community, Compete estimates total traffic, rank and other statistics for the top 1,000,000 sites on the web for use by consumers. More detailed and granular metric studies are done for clients on any relevant site.” Für einen ersten Trafficeindruck von US Sites funktioniert das Tools auch in der Gratis Variante sehr gut.

quantcastQuantcast.com analysiert per javascript PlugIn große Websites und liefert interessante Nutzerdaten die für die Mediaplanung eingesetzt werden können, oder um herauszufinden ob ein Service eher von Männern oder Frauen genutzt wird. Funktioniert oft nur bei großen (US-) Seiten. “Quantcast is a new breed of audience service, focused on helping buyers and sellers quantify the real-time characteristics of digital media consumers against which they can activate addressable advertising solutions. Quantcast provides publishers, marketers and agencies unmatched capabilities to measure, organize, discover and transact based on directly-measured traffic and inferred audience data.” Ähnliches macht auch der Google Ad Planner.

alexaAlexa.com war bis zum Auftauchen von Google Trends einer der #1 Infoquellen für Trafficdaten auf Basis von Nutzerverhalten. Ich habe mir zwar nie die Alexa Toolbar installiert, aber in dem ein oder anderen Startup herrscht sicherlich Toolbarzwang. Alexa kann man mittlerweile getrost außen vor lassen, außer man versteht es die Ergebnisse sinvoll mit anderen Quellen (z.B. Quantcast) zu verknüpfen. ”Founded in April 1996, Alexa Internet grew out of a vision of Web navigation that is intelligent and constantly improving with the participation of its users. Along the way Alexa has developed an installed based of millions of toolbars, one of the largest Web crawls and an infrastructure to process and serve massive amounts of data.”

googleGoogle Trends bietet momentan wohl eine der validesten (gratis) Quellen für Trafficdaten. Auch die lustigen Grafiken zu Saisonbedingten Hochs und Tiefs verschiedener Begriffe gehören zu den Standardinhalten vieler Blogs. Ob Badehosen wirklich im Sommer und Regenschirme vermehrt im Winter gekauft werden, lässt sich damit zum Teil beantworten. Wenn man sich einloggt bekommt man auch eine mit Daten versehene Y-Achse. Auch die Daten zu den “ebenfalls besuchte Websites” sind interessant, um ggf. neue Wettbewerber zu identifizieren.

yahooDer Yahoo Siteexplorer bietet ein paar Funktionen die Google leider nicht anbietet. Eine Analyse der Backlink Struktur verschiedener Seiten kann ganz interessant sein. “The Yahoo! search database contains detailed information about web pages and the structure of the Web. The database stores information about links between web pages and uses that information (as well as additional algorithms) to gauge the popularity of a given page.”

#2 Meinungstools

backtypeBacktype.com ist eine sehr “soziale” Suchmaschine. Sie durchsucht die Kommentare auf Blogs nach bestimmten Personen, so dass man den Kommentaren von verschiedensten Personen folgen kann. Das ist deshalb interessant, weil Gründer selten kommentieren aber oft korrigierend eingreifend und daraus abgeleitet werden kann was an ihrer Seite besonders wichtig ist. In Deutschland ist die Suchmaschine noch nicht so etabliert, aber wer Michael Arrington als Kommentator folgen möchte, ist bei backtype richtig. “BackType is a conversational search engine. We index and connect millions of conversations from blogs, social networks and other social media so people can find, follow and share comments. BackType was founded in June, 2008 by Christopher Golda and Michael Montano.”

twitter_logo_headerDie Twittersuche ist erstaunlich aufschlussreich, wenn man sich ein Stimmungsbild über Personen oder Websites machen möchte. Teilweise muss man etwas kreativ bei der Suchanfrage vorgehen, aber die gefundenen Ergebnisse können die Google Infos oft signifikant aufwerten. Ich bin mir sicher, dass ein Twitter Suchagent in ein paar Monaten zum Standard in jeden guten Kundenservicecenter gehört. Wirklich interessant ist, was die Suche nach “supergraf” zu Tage fördert.

#3 SEO-Tools

google2Das Keywords Tools bei Google Adwords ist extrem wertvoll bei der Optimierung seiner eignen Keywords, aber es kann auch für die Wettbewerbsbeobachtung bzw. Produktentwicklung verwendet werden.  Wonach wird gesucht? Welche Worte entwickeln sich besser als andere? Gibt es Nischen die nicht bedient werden?

seoOhne alle Tools von seomoz.org erklären zu wollen, kann ich nur die Verwendung von linkscape und termextractor empfehlen. “Linkscape: A professional quality inlink tool that uses patented SEOmoz metrics. Inlinks, anchor text distribution and more. The term extractor tool analyzes the content of a given page and extracts the terms that appear to be targeted at search engines.”

Im SEO Bereich gibt es sicherlich unzählige weitere Tools, aber als Einstieg zur Wettbewerbsbeobachtung reichen die beiden o.g. erst einmal aus.

#4 Sonstige Tools

waybackNicht nur aus nostalgischen Gründen ist web.archive.org wertvoll. Der visuelle Speicher des Webs hat bis vor einiger Zeit verlässlich viele Seiten des Webs “fotografiert” und für die Nachwelt aufbewahrt. An den Statistiken lässt sich ablesen seit wann eine Seite aktiv ist, wie oft sie verändert wurde und was sonst noch damit passiert ist. Auch wenn die Quelle nicht immer verlässlich funktioniert, fördert sie doch Erstaunliches zu Tage. “Browse through 85 billion web pages archived from 1996 to a few months ago

seitwertSeitwert ist immer gut für eine schnelle Domainprüfung. Das sagt zwar meistens nicht so viel über die Inhalte oder Userakzeptanz aus, aber wenn eine Seite technisch gut gemacht ist, dann ist das in einer von Suchmaschinen dominierten Zeit, wie wir sie momentan haben, doch sehr sinnvoll. Kassenzone liegt übrigens bei 20,73 Punkten.

trackurTrackur ist ein Social Media Tracker, der sich auf verschiedenste Suchbegriffe trainieren lässt. Die Leistung die Agenturen für viele Euro anbieten, gibt es dort sehr günstig. Der 14-tägige Test ist kostenlos.

In einem der nächsten Artikel gehen wir hier ggf. darauf ein wie man mit Yahoo Pipes aus diesen unzähligen Datenquellen einen bequemen eigenen Tracker bauen kann. Und was verwendet ihr so?

Thema: Technologie | Kommentare deaktiviert | Autor: Alexander Graf