Beiträge vom Dezember, 2008

Online Shop bei eBay zu verkaufen

Montag, 8. Dezember 2008 11:00

Eine riesen Überraschung! Boytoys.zlio.net wird auf eBay verkauft. Nach der in diesem Blog dokumentieren Erfolgsstory (Teil 1, Teil 2) sucht das Gründerteam (Doktor Holger, Alex) nun seinen Exit bei eBay, um in der glorreichen eBay-Exit-Liste von DeutscheStartups Einlass zu finden.

Startseite boytoys.zlio.net

Startseite boytoys.zlio.net

Diverse Sonderleistungen werden in der Auktion neben dem eigentlichen Zlio Account angeboten. Neben dem Interview auf Kassenzone, treuen Twitter Folgern und einer einstündigen Beraung wird es auch die Box of Crap geben. Der erfahrene Exciting Commerce Leser wird etwa Ähnliches von den amerikanischen Live-Shopping Legenden bereits kennen.

Box of Crap

Box of Crap

Ich habe mit Dennis um einen Kasten Bier gewettet, dass wir boytoys für mehr als xxx Euro verkaufen werden. Den Kasten werde ich natürlich mit allen Bloggern & Blogerinnen teilen, die auch über die Auktion “reden”.

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Soziale Netzwirtschaft – zukünftige Erfolgsfaktoren im E-Commerce

Sonntag, 7. Dezember 2008 12:00

Prof. Gerrit Heinemann hat vor zwei Wochen in der FAZ einen sehr lesenswerten Artikel zum Thema Soziale Netzwirtschaft veröffentlicht. Darin lassen sich auch ein paar wesentliche Herausforderungen für den E-Commerce der Zukunft ableiten. Der Artikel ist nun auf seiner Hochschulseite frei einsehbar und sollte jedem E-Commerce Interessierten empfohlen werden.

Einer der acht genannten zentralen Faktoren hinter dem sich mE sogar mehrere Faktoren verstecken:

(1.) Erfolgsfaktor Nr. 1 –  Shop-Attraction and Selling-Proposition: Grundvoraussetzung für den Online-Erfolg der herausragenden Internet-Händler  ist eine einzigartige Anziehungskraft des E-Shops und dessen deutlich differenziertes Leistungsversprechen. Bei den Best Practices im Online-Handel ist es zu einer Erweiterung des bisher überwiegend praktizierten Target-Marketing zu einem Attraction-Marketing gekommen. Vor allem diejenigen Internet-Händler haben nachhaltig Erfolg, die mindestens eines der vier „Killer-Differenzierungsfaktoren“ Killer-Preis, Killer-Produkt, Killer-Service und Killer-Feature aufweisen. Diesbezüglich geht es auch darum, den „Flagship-Store-Gedanken“ auf den Online-Shop zu übertragen.

Der Artikel deckt sicherlich nicht alle zukünftigen (und teils aktuellen!) Herausforderungen ab, aber lesen lohnt sich trotzdem. Die meisten Shopbetreiber schlagen sich wahrscheinlich noch mit den oft empfohlenen Basics rum, aber die echten Herausforderungen liegen zukünftig eher in den von Herrn Heinemann angesprochenen Bereichen.

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Jobsuche leicht gemacht

Mittwoch, 3. Dezember 2008 16:13

Die meisten Absolventen von Unis und Fachhochschulen lassen sich von sehr oberflächlichen Kriterien bei der Jobwahl leiten. Die meisten nennen Gehalt, Branche und Ort als wesentliche Entscheidungskriterien. Wenn man mal ein wenig tiefer bohrt, wird das Kriterium Branche vor allem aus bekannten Marken (Bosch, Siemens, Mercedes) gebildet und beim Gehalt gibt es neben dem Einstieg in einem Großkonzern eigentlich nur Banken und Conusltingbereiche die zur Orientierung herhalten müssen. Ich spreche hier übrigens vom normalen BWLer, aber auch der ein oder andere Student wird je nach Studienrichtung seinen Job so wählen.

Ehrlich gesagt hat es mich auch eher per Zufall in den Bereich E-Commerce verschlagen, aber mit ein paar mehr Tipps hätte ich es vielleicht bewusst gewählt. Zwar werden Beraterjobs noch immer als Kicker beim Karrierestart bevorzugt, aber die eher dunklen Seiten des Beraterlebens (Hotels, Zeitaufwand, Gesundheit…) lassen einige Kandidaten schon zweifeln. Im Bereich Banken wird es ohnehin in den nächsten 2-3 Jahren nichts zu holen geben. Was also kann man beachten, wenn man sich eine Firma zum Berufseinstieg sucht? Mir fallen dann zwei ganz wesentliche Kriterien ein die parallel zu allen Präferenzen (Karrierekicker, Ort, Familienfreundlichkeit, Freizeit….) geprüft werden können.

  1. Befindet sich der Arbeitgeber auf der Verkaufsseite oder Einkaufseite? Kauft er Leistungen von Agenturen ein (Beratern, Designagenturen, PR Krams) und verkauft er Produkte an Endkunden, ist der B2B Druck nicht so stark. Verkäufer von Leistungen im B2B Bereich haben meistens einen hohen Druck im Job. Das betrifft Berater, Anwälte, Agenture….. das ist meistens ziemlich nervig.
  2. Befindet sich der Arbeitgeber in einem gereiftem und deshalb umkämpften Markt oder in einem wachsenden und deshalb dynamischeren Markt? Beispiel: Im Bereich Banken geht es nur noch um die Verschiebung von Marktanteilen. Es gibt nicht mehr Endkundengeld im Markt, weshalb der Wettbewerbsdruck immens ist. Im Bereich Gesundheitswesen ist der Markt in Deutschland noch unterentwickelt. Da gibt es noch viele interessante Nischen zu besetzen. Das mach deutlich mehr Spass. Im E-Commerce ist es genauso.

Wenn man diese beiden Kriterien auf seine Lieblingsarbeitgeber anwendet, dann ergibt sich ggf. ein ganz neues Bild. In der Matrix oben rechts ist es dynamisch und entspannt, in der Ecke unten links ist es öde und es gibt meistens einen hohen Druck. Vielleicht ist es etwas überzogen dargestellt, aber es ist auch nur eine Idee.

Attraktivitätsmatrix Arbeitgeber

Attraktivitätsmatrix Arbeitgeber

Das Kriterium der Verkaufsseite und der Einkaufsseite lässt sich auch innerhalb von Unternehmern anwenden. Ist man Dienstleister im Unternehmen (z.B. Controller) oder ist man Einkäufer von Leistung (z.B. Vertriebsmanager)?

Damit möchte ich nur sagen: Jobs im E-Commerce sind super und ich suche neue Praktikaten und Kollegen für spannende Aufgaben im E-Commerce, weil der Wachstumsmarkt so viele Herausforderungen mit sich bringt. Bewerbungen gerne direkt an mich.

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Zappos: Die Spaß-Firma

Montag, 1. Dezember 2008 12:00

Mal wieder ein sehr lesenswerter Artikel in brandeins. Diesmal über Zappos die Spass-Firma.

Obwohl der Dienst so stark seinen Service per Telefon betont, scheint das eher ein Tool für die Markenbildung zu sein:

Heute etwa zeigt die Wandtafel, dass Zappos am Vortag 3,35 Millionen Dollar Umsatz gemacht hat. Auf das Callcenter entfielen dabei 155 000 Dollar – das sind weniger als fünf Prozent aller Bestellungen. Und das, obwohl die Mitarbeiter 5470 Anrufe beantworteten, 2001 E-Mails entgegennahmen und sich an 210 Live Chats beteiligten.

Und ein Blick in die Zukunft wird auch gewährt:

Wenn die Leidenschaft für den Kundendienst floriert, können wir alles aus unserer Marke machen. Zappos kann in zehn Jahren eine Fluggesellschaft, eine Coffee-Shop-Kette sein. Wir werden nie die Billigsten sein, aber immer die Besten.

Aber auch Zappos muss in der Finanzkrise Federn lassen. Es reicht aber noch zum Vorbild für das ein oder andere europäische Startup und im Bereich Kommunikation kann man auch viel von Zappos lernen. Mal schauen, ob das Modell robust genug ist, um die nächsten Jahre zu überstehen. Wenn ja, dann definiert Zappos mit Abstand das State of the Art Servicelevel im E-Commerce. Den Verbraucher wird es freuen.

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