Beiträge vom August, 2008

Commerce Espanol

Samstag, 30. August 2008 19:21

Ich habe mir gestern in Spanien einen Kleinwagen bei dem Sixt-Partner “GoldCar” angemietet und musste mit Erstaunen die folgenden Klausel lesen:

Sinngemaess: Wir stellen Ihnen das Auto vollgetankt zur Verfuegung. Bitte geben Sie das Auto leer wieder ab. Wir erstatten kein Restbezin. Aus Abrechnungsgruenden koennen wir nur Pauschalkosten in Hoehe von 49,- Euro bzw ??,- Euro in Rechnung stellen.

Ich weiss nicht, ob das mittlerweile normal ist in der internationalen Vermieterszene, aber ich finde das sehr dubios. Der Vermieter meinte zwar, dass man dadurch bei der Rueckgabe Zeit spart, aber das Auto wird doch sowieso bei der Rueckgabe angeschaut, um eventuelle Schaeden zu vermerken. Und dann noch der Trick mit der Pauschale – ich traute meinen Augen nicht. Ich bin geneigt das Auto komplett leer abzugeben und die letzen Meter zum Flughafen zu schieben. Das sind doch versteckte Kosten. Gibt es da keine EU-Richtlinien?

Wenn nicht, dann haette ich noch ein paar Ideen fuer die Vermietungen:

  • 10.000 km frei, aber die letzten 9.000 km extra in Rechnung stellen. “Bitte fahren Sie moeglichst weit.”
  • Abgabe des Autos am Abholort kostet Extra (Anti-Rueckfuehrungsgebuehr)
  • Bei mehr als zwei zu transportierenden Gepaeckstuecken fallen Extra Gebuehren an. (Das koennte man sich bei den Taxis in Muenchen abschauen)
  • Die Kaskopraemie des Fahrers wird auch bei der Vermietung angewendet (natuerlich nur ueber 100%)
  • …. und viele mehr…

So genug geklagt – ab zum Strand. Vielleicht kann man da auch Kayak Freestyle Training machen.

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State of the Art E-Commerce

Freitag, 29. August 2008 0:07

Jochen hat das Video schon vor ein paar Wochen verlinkt, aber es ist einfach zu beeindruckend um es nicht noch mal zu tun. Es lohnt sich das Video mal anzuschauen, um zu sehen wie sich der Wettbewerb im E-Commerce entwickeln wird. Ich bin einfach nur baff! Zappos möchte in diesem Jahr die eine Million Milliarde Dollar Umsatz Grenze brechen. (mit Schuhen!)

[youtube h60GgnrVtUs]

Einige Highlights:

  • Null Euro Versandkosten
  • 365 Tage Rückgaberecht
  • Keine Retourenkosten
  • Absolute Serviceorientierung (wird im Video erklärt)
  • “Wenn man sich über Service positioniert, kann man Service nicht outsourcen!”

Negativ ist sicherlich, dass sich Tony Hsieh (CEO) nicht wirklich mit Schuhen identifizieren kann, im Video ziemlich gelangweilt aussieht und bereits einen 250 Mio. $ Exit hinter sich hat. Da hat man wahrscheinlich die Ruhe weg. 5% EBITDA Quote sind auch nicht so toll. Der Rest ist aber einfach nur Wahnsinn.

WATCH IT!

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Danke Robert Basic

Mittwoch, 27. August 2008 13:01

Aus aktuellem Anlass und weil Dennis es gesagt hat, haben wir unsere Sidebar vorläufig um einen  ”Robert Basic Danke-Altar” erweitert. Diese Trafficspitzen sind einfach toll. Dieses “PlugIn” müssen wir natürlich manuell pflegen bei wordpress.com, weil wir keinen Zugriff auf die Datenbanken haben. Aber das machen wir gerne.

Der Quellcode bei WordPress.com dazu sieht übrigens so aus:

Quellcode Robert Danke Altar

Quellcode Robert Danke Altar

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Redesign vs. WordPress.com

Mittwoch, 27. August 2008 0:10

Dem ein oder anderen wird es wohl schon aufgefallen sein – wir versuchen uns hier seit ein paar Tagen an einem Relaunch des Blogs. Das scheint ist gerade sehr hip zu sein in der Blogwelt. Ein wenig moderner sollte es werden und lesbarer. Außerdem hatten wir keine Lust mehr auf die WordPress Standard Vorlage. Also haben wir einfach die 10€ investiert, um das WordPress.com CSS Upgrade zu bekommen und dachten alles ist ganz einfach…. Denkste! Aber von vorn:

Warum WordPress.com:
Ich habe schon selber verschiedene WordPress Projekte auf eigenen Servern betrieben und wenn man das Ganze nicht Vollzeit betreibt vergeht einem schnell die Lust an den ständigen Updates. Mir geht das auf jeden Fall so. Außerdem hatte Robert vor einiger Zeit mal eine Liste geschrieben, warum man sich den Einsatz eines eigenen WordPress System genau überlegen sollte. Das gilt mE auch für andere Blogsysteme.

Andere Bloghoster haben wir gar nicht erst geprüft. Wir hatten uns schon zu sehr an das WordPress Backend gewöhnt. Die Jungs von WordPress.com schreiben in Ihrem Blog auch immer sehr nette Sachen – ein klares Plus, weil extrem authentisch.

Die Kriterien von WordPress erfüllen wir auch: Keine Werbung. Einfach nur Inhalte. In deren Logik sind wir wohl ein Business Blog.

Die Entscheidung war/ist also klar. Wir haben keinen Stress mit dem System, keinen Stress mit Hackern, keinen Stress mit zuviel Traffic Spitzen (SpOn me :-) ), bekommen alle Updates mit und profitieren von der SEO Optimierung und sonstigen Kleinigkeiten. Werbung lohnt sich für uns eh nicht. Welcome at WordPress.com.

Nicht alles was glänzt…:
Wie solltes es anders sein – die ganze Sache hat auch ein paar Haken. Die Gestaltungsmöglichkeiten beim Redesign des Blogs werden durch das System stark beschränkt. Wir haben verschiedene Templates ausprobiert, aber es gibt nur ganz wenige dynamische zweispaltige Templates bei WordPress.com wie wir sie uns wünschen.

  • Leider kann man keine kompleten Templates einfügen (z.B. von wordpress.org) sondern nur die CSS der bestehenden Templates anpassen.
  • Der Anpassungsvorgang ist ziemlich frickelig, wenn man schöne Editoren gewohnt ist (siehe Screen).
  • Es können keine (praktischen) PlugIns nachinstalliert werden.
  • Man kann noch nicht mal einzelne html Elemente anpassen. So ist es zum Beispiel nicht möglich die letzten Kommentare in der Sidebar mit z.B. dem Datum zu ergänzen. Entsprechend ist sehr genau das Grundtemplate auszuwählen und bzgl. der gewünschten Funktionen zu prüfen.
  • Man hat nur Zugriff auf die zentrale CSS Datei. Die Templates werden aber oft durch mehrere CSS Dateien gesteuert. So lässt sich die Formatierung des Headers beispielsweise nur mit Tricks überschreiben (siehe “! important”), was jedoch auf älteren Browsern nicht ordentlich dargestellt wird.
  • Wenn ein neues Headerbild eingesetzt werden soll, muss dieses auf die Größe des Template-Bildes skaliert werden. Eine Veränderung der Position ist entsprechend auch nicht möglich.
  • Die Widgets in der Sidebar lassen sich nur minimal steuern.
  • … [wird ergänzt, wenn noch mehr Punkte auffallen]
Widget Sidebar Editormodus

Widget Sidebar Editormodus

Ansonsten ist WordPress ein super System. Es läuft schnell, weitgehend fehlerfrei, hat alle normalen WP Backend Optionen und der Support antwortet auch sehr schnell.

Fazit:
WordPress.com ist für viele Blogs eine gute Alternative zum selbst gehosteten System, weist aber langfristig klare Grenzen auf. Man findet diverse Blog-Ansätze die zu WordPress passen. Ansonsten wäre der Dienst auch nicht so populär.

  • Wer keine Lust auf editieren hat, sondern nur seine Inhalte veröffentlichen möchte, der kann sofort damit starten.
  • Es eignet sich im geschlossenen Modus sehr gut als Projekt-Dokumentationstool.
  • Es eignet sich für die geheimnisvollen Blogger.
  • Es eignet sich für Alle, die keine Lust auf typischen Update Arien haben und denen ein nur gering anpassbares System ausreicht.
  • Es eignet sich nicht für alle die ein Stück weiter wollen = viele Individualisierungsmöglichkeiten, PlugIns nachinstallieren, Werbung schalten….

Für unsere Zwecke eignet sich WordPress.com auf jeden Fall. Unser Ziel ist es langfristig täglich die internen WP Blogcharts zu erstürmen. Wenn es soweit ist, können wir über ein gehostetes System nachdenken. Bis dahin werden wir wohl noch das ein oder andere (Re-) Design ausprobieren. Das aktuelle Design ist aus unserer Sicht schon mal ein Fortschritt. Abgesehen davon zählen sowieso nur die Inhalte. Die sind auf selbst- und fremdgehosteten Systemen ohnehin gleich.

Danke @ Firefox Webdeveloper Plugin + CSS-Liveedit :-)

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Premium Datentarif – 10 Euro pro MB

Montag, 18. August 2008 0:12

Vermutlich können sich noch viele an die Anfänge der Internetanschlüsse erinnern – also grob an die Zeit vor DSL… Da es ja gar nicht lange her ist, nur eine kurze Zusammenfassung: die Verbindung erfolgte über ein Modem, welches an eine normale Telefonleitung geklemmt wurde und (bei Analogleitungen) diese für Telefonate blockierte. Die Kosten wurden in der Regel pro Minute Onlinezeit berechnet (1999 waren dies z.B. 5 Cent) – Flatrates gab es noch nicht.

Warum schwelge ich in Erinnerungen? Nach meinem letzten Urlaub (2 Wochen Italien) fühlte ich mich recht schnell in die „gute“ alte Zeit zurückversetzt. Dieser Zeitpunkt kam zusammen mit meiner Telefonrechnung. Dank des Vodafone Reiseversprechen bin ich mit Telefonkosten in Höhe von ca. 3 Euro ausgekommen, dem stehen nun aber Datenkosten in Höhe von 160 Euro gegenüber.

Vodafone-Rechnung Datennutzung im Ausland

Vodafone-Rechnung Datennutzung im Ausland

Wie konnte es dazu kommen? In den 10 Tagen Urlaub wollte ich (trotz Roaming-Warnung) nicht auf dem praktischen E-Mail-Abruf des iPhones verzichten, eben so wenig auf etwas Twittern und darauf ab und zu Google zu nutzen. Insgesamt sind so schnell 17MB übertragene Daten angefallen. Zusammengefasst: 160 Euro für 17 MB Daten.

Da ich mich ja an Modemzeiten erinnert fühlte, hier ein kurzer Vergleich:

Datentarife 1999 vs. 2008

Datentarife 1999 vs. 2008

Mit Überraschen Erschrecken stellt man fest, dass die Kosten für Datenübertragungen im Ausland heutzutage sogar 100 Mal höher sind als zu Modemzeiten vor 10 Jahren!

Meine Vermutung, dass ich einen ungünstigen Roaming-Partner gewählt hatte, bestätigte sich nicht: die Vodafone-Hotline teilte mir mit, dass dies die üblichen Kosten im Ausland seien und ja, diese seien nun mal so hoch.

Hohe Datenkosten sind neben unzureichender Usability die Haupthemmnisse für User bei der Nutzung des „mobilen“ Internets und Internet-basierter Anwendungen. In den letzten Monaten haben alle Netzbetreiber zahlreiche neue Datentarife veröffentlicht (Vodafone, T-Mobile: hier, hier, Freenet, Datentarif-Übersicht). So nutze ich derzeit eine 300 MB-„Flat“ von Vodafone für 20 Euro (entsprich übrigens recht genau dem oben berechneten Modemtarif von 1999).

Für das Ausland fehlen vergleichbare Tarife jedoch noch ganz. Bleibt zu hoffen, dass auch dies bald geändert wird und sich hier ebenso eine Wende zeigt. Soll mobile Datennutzung forciert werden, darf diese nicht auf Ländergrenzen beschränkt werden.

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